Zitat von
SpieFo
ist in Japan genauso berechtigt wie in Deutschland.
Zu Japan:
Aus Gesichtspunkten des Risk-Managements ist es mir unverständlich, daß in einem Land
wie Japan, das eine lange Historie an Erdbeben und Tsunamis(津波 sic!) hat,
eine solche Konzentration an Kernkraftwerken auf so engem Raum, so nahe am Meer,
mit identischer Bauweise möglich war.
Zu erklären ist das nur, daß - wie üerball, so auch in Deutschland -
zur Gewinnoptimierung und nicht zur Beachtung wichtiger Risikofaktoren und deren Auschaltung
gearbeitet wird.
Es ist doch zugegeben worden, daß die Notstromaggregate durch den Tsunami beschädigt wurden.
Tsunamis von 10m Höhe sind in den Geschichtsräumen von Japan nichts außergewöhnliches.
Was hätte es denn gekostet, die Notstromaggregate auf einem Hügel von 15 oder 20m aufzustellen?
Oder auf Stelzen zu setzen? Die paar Mios hat man sich halt gespart.
Immerhin ist in Dtl. Kärlich u.a. auch deswegen nichts ans Netz gegangen, weil
die Erdbebengefahr als zu hoch eingeschätzt worden war.
Im Übrigen sind eine Menge anderer AKWs im erdbebengefärdeten Rheingraben immer noch am Netz.
Insbesondere das AKW Fessenheim hat entsprechend Stellungnahmen von Fachleuten keinen ausreichenden Erdbebenschutz.
Die Nähe zum erdbebengefährdeten Hochrheingebiet - insbesondere um Basel - ist offensichtlich.
Neckarwestheim wurde - entgegen besseren Wissens - in unmittelbarer Nähe einer
erdbebengefährdeten Region gebaut.
Auch hier geht die Gewinnoptimierung, bei unverhältmismäßig geringer Eigenbeteiligung
sowohl bei Stöfällen als auch bei der Entsorgung auf Kosten der Allgemeinheit, also unseres "Gemein-"Wesens - vor Risikominimierung.
Die Annahme, daß in den "Einzugsgebiten" unsere AKWs schon kein Erdbeben im Lebenszyklus
eines AKWs vorkommen wird, das die Anlage massiv beschädigen und zu einem GAU führen kann,
ist ein Spiel mit der Gesundheit der Bevölkerung, wobei der AKW-Betreiber nur gewinnen kann,
und wir, das Volk, nur verlieren würden.