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Minutenprotokoll: Neue Nachbeben erschüttern Japan
Auch am Tag nach der Katastrophe kommen die Menschen in Japan nicht zur Ruhe: Erdstöße lassen den Boden zittern, die Rettungsarbeiten werden erschwert. Die Behörden sprechen von insgesamt 1400 Opfern.*Die Ereignisse im Minutenprotokoll.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750472,00.html
- #280 13.03.2011 10:04 von
Geistreiches von Herrn Jäger
+++ RWE-Vorstand: "Höchste Sicherheitsstandards für AKWs" +++
[20.29 Uhr] Der Technikvorstand des Energiekonzerns RWE, Gerd Jäger, sieht keinen Grund, die Laufzeitverlängerung für deutsche Meiler bis 2035 zu überdenken. In Deutschland würden "höchste Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke angesetzt, und sie werden von uns erfüllt", sagte er der "Welt am Sonntag". Die Anlagen würden zudem "regelmäßig überprüft und kontinuierlich auch weiterentwickelt".
Schämt der sich denn nicht? Für wie dumm hält der Typ uns eigentlich? - #281 13.03.2011 11:23 von SpieFo
von "primitiven Massnahmen"
ist in Japan genauso berechtigt wie in Deutschland.
Zu Japan:
Aus Gesichtspunkten des Risk-Managements ist es mir unverständlich, daß in einem Land
wie Japan, das eine lange Historie an Erdbeben und Tsunamis(津波 sic!) hat,
eine solche Konzentration an Kernkraftwerken auf so engem Raum, so nahe am Meer,
mit identischer Bauweise möglich war.
Zu erklären ist das nur, daß - wie üerball, so auch in Deutschland -
zur Gewinnoptimierung und nicht zur Beachtung wichtiger Risikofaktoren und deren Auschaltung
gearbeitet wird.
Es ist doch zugegeben worden, daß die Notstromaggregate durch den Tsunami beschädigt wurden.
Tsunamis von 10m Höhe sind in den Geschichtsräumen von Japan nichts außergewöhnliches.
Was hätte es denn gekostet, die Notstromaggregate auf einem Hügel von 15 oder 20m aufzustellen?
Oder auf Stelzen zu setzen? Die paar Mios hat man sich halt gespart.
Immerhin ist in Dtl. Kärlich u.a. auch deswegen nichts ans Netz gegangen, weil
die Erdbebengefahr als zu hoch eingeschätzt worden war.
Im Übrigen sind eine Menge anderer AKWs im erdbebengefärdeten Rheingraben immer noch am Netz.
Insbesondere das AKW Fessenheim hat entsprechend Stellungnahmen von Fachleuten keinen ausreichenden Erdbebenschutz.
Die Nähe zum erdbebengefährdeten Hochrheingebiet - insbesondere um Basel - ist offensichtlich.
Neckarwestheim wurde - entgegen besseren Wissens - in unmittelbarer Nähe einer
erdbebengefährdeten Region gebaut.
Auch hier geht die Gewinnoptimierung, bei unverhältmismäßig geringer Eigenbeteiligung
sowohl bei Stöfällen als auch bei der Entsorgung auf Kosten der Allgemeinheit, also unseres "Gemein-"Wesens - vor Risikominimierung.
Die Annahme, daß in den "Einzugsgebiten" unsere AKWs schon kein Erdbeben im Lebenszyklus
eines AKWs vorkommen wird, das die Anlage massiv beschädigen und zu einem GAU führen kann,
ist ein Spiel mit der Gesundheit der Bevölkerung, wobei der AKW-Betreiber nur gewinnen kann,
und wir, das Volk, nur verlieren würden. - #282 13.03.2011 14:44 von
- #283 14.03.2011 03:51 von
eine Maus
"... es reicht eine Maus, die ein Stromkabel durchbeißt und dadurch den elektr. Antrieb der Kühlmittelpumpen lahmlegt."
Au man. Versthest viel davon. Oder? - #284 14.03.2011 15:29 von
Ein Gespräch.
Heute habe ich mit zwei Bekannten die in einem Deutschen AKW arbeiten, gesprochen. In Lingen.
Sie haben Angst um ihre Zukunft. Denn sie sind jetzt um die 40 und würden wohl kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Ich habe gefragt, ob ihnen die Opfer in Japan denn egal wären? Die Antwort war zumindest Nachdenkens wert. “ Sicher haben wir großes Mitleid und wir sind auch der Meinung, dass Kernenergie der falsche Weg ist, aber wir leben nun mal in Deutschland und haben unser eigenes Leben und unsere Familien. Aber das will dann keiner mehr wissen. Im Gegenteil sollen doch Opfer gebracht werden. Hauptsache die Meiler sind aus.“
Wenn ich darüber nachdenke und ich finde es auch in Anbetracht der Situation nicht verwerflich, sich um seine eigene Zukunft Sorgen zu machen, dass viele hunderte Menschen über kurz oder lang ihre Arbeit verlieren werden . Man sollte auch daran denken, was mit denen geschehen soll. Egal für wen diese Menschen gearbeitet haben. Es sind ja keine Verbrecher. Sie sollten dabei nicht vergessen werden. Unabhängig von der wirklich sehr schlimmen Situation in Japan.
Allerdings meinten beide, dass diese Probleme im Moment nicht so wichtig sind. Denn wenn man selber in einem AKW arbeitet und dann diese grausamen Bilder sieht, dann schämt man sich für seine Tätigkeit aber auch für seine eigenen Sorgen. Einer Sagte „Manchmal merkt man wohl erst wenn etwas schlimmes passiert ist, wo man eigentlich arbeitet.“
Ich sage, Jungs, Kopf hoch! Es wird es muss auch für Euch eine Lösung geben. - #285 16.03.2011 15:39 von
- #286 16.03.2011 15:41 von
- #287 16.03.2011 15:44 von
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