SPIEGEL ONLINETourismus gilt als eine der wenigen Stützen der griechischen Wirtschaft. Doch nun erfasst die Krise auch die Urlaubsbranche. Die Einnahmen sind im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 44,7 Prozent geschrumpft. Vor allem die Deutschen suchen sich andere Ziele.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829810,00.html
Zumindest in einer anderen wichtigen Angelegenheit konnten die Griechen einen Erfolg vermelden. Der Schuldenschnitt für griechische Staatsanleihen ist nach Angaben der Regierung in Athen größtenteils erfolgreich abgeschlossen worden.
Minus 45 Prozent im Tourismus: Deutsche meiden Griechenland - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE]
Da enteignet die Griechische Regierung seine Schuldner, zahlt also seine Schulden nicht zurück und spricht von einem Erfolg. Köstlich, einfach nur köstlich.
...und der Politik.
Die Griechen sind faul, unehrlich und verwöhnt. So tönt es seit Monaten aus allen Gazetten und den "Restmedien".
Und auch wenn man denken sollte, wenn man denn zum Nachdenken in der Lage ist, das es sich bei den Griechen die etwa Mitverursacher der Eurokrise sind um eine bestimmte Klientel handelt, wird der Dreckskübel doch über alle Griechen ausgekippt, macht der Pöbel gerne wenn er seine Vorurteile verbreitet, auch immer wieder hier in den versch. SpON-Foren.
Da ist es denn kein Wunder das verbreitete Lügen, Halbwahrheiten und Vorurteile besonders bei denen greifen die diesen ganzen politischen und medialen Junk unreflektiert verschlingen.
Ciao
DerDemokrator
Da enteignet die Griechische Regierung seine Schuldner, zahlt also seine Schulden nicht zurück und spricht von einem Erfolg. Köstlich, einfach nur köstlich.[/QUOTE]
Nun, das IST ein Erfolg, wenn auch ein betrügerischer (wenigstens für Privatleute würde das in D den Tatbestand des Kreditbetrugs erfüllen, da der Kreditnehmer die Gläubiger über seine Bonität getäuscht hat), meinen Sie nicht. Ob ein solches Verhalten Schule machen sollte, ist eine andere Frage.
Fähren sind für uns Individualreisende zwar der allerwichtigste zentrale Bestandteil eines jeden Griechenlandbesuchs, aber wenn deren Streiks nur jeweils einen Tag dauern, wo ist das Problem? Ich hoffe, der Umsatzeinbruch vermittelt in erster Linie Finanzinvestoren den Eindruck, dass es sich nicht rechnet, nun auch noch Griechenland mit Bettenburgen wie in Maspalomas zu verschandeln, wie das in Faliraki auf Rhodos ja leider schon passiert ist, und ich hoffe, die kleinen schnuckeligen Familienbetriebe haben dank Individualreisender weiterhin ihr Auskommen.
Und was bedeutet das? Dass die ausbleibenden Touristen, denen Sie übrigens auch einfach unterstellen, fragwürdige Motive für das Ausbleiben zu haben, doch bitteschön den Jahresurlaub trotz Streikgefahr weiterhin in GR zu buchen haben? Ich würde auch nicht nach München reisen, wenn ich wüßte, dass dort während meines Urlaubs der öffentliche Dienst oder die Taxifahrer streiken.
Das Jammern der Anleihegläubiger über den Schuldenschnitt ist unehrlich. Die gleichen Anleihegläubiger haben nicht gejammert, als sie die Anleihen mit der Chance auf höhere Zinsen gekauft haben. Aber höhere Chancen gibt es eben nicht ohne höhere Risiken.
Und wer jetzt keinen Urlaub mehr in Griechenland macht, sollte sich nicht über Hilfspakete beschweren. Denn auf irgendeine Weise muss man die Menschen ja unterstützen. Entweder direkt durch Konsum bzw. Urlaub oder indirekt über Rettungsschirme!