Forum


 

Minus 45 Prozent im Tourismus: Deutsche meiden Griechenland

SPIEGEL ONLINETourismus gilt als eine der wenigen Stützen der griechischen Wirtschaft. Doch nun erfasst die Krise auch die Urlaubsbranche. Die Einnahmen sind im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 44,7 Prozent geschrumpft. Vor allem die Deutschen suchen sich andere Ziele.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829810,00.html
  1. #10

    Wen wundert's

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor allem die Deutschen suchen sich andere Ziele.
    Ständig Streiks und in Athen auch gewaltätige Randale mit Deutschland als bevorzugtem Hassobjekt. Wen wundert es da, wenn die deutschen Touristen ausbleiben?
  2. #11

    Statistik

    woher haben denn die Griechen die Zahl der "Einbrüche"?
    Ich hoffe mal sie schließen nicht von gesunkenen Steuereinnahmen auf weniger Tourismus. Es liegt wohl eher daran das inzwischen noch weniger Griechen Steuern zahlen. Höchstens wahrscheinlich den Steuerbeamten...
  3. #12

    Plus 5% Tourismus: Mehr Schweizer reisen nach Griechenland

    Ehrlich: Mit der nun in Griechenland herrschenden Deutschländer Abneigung würde ich mich auch nicht dort zeigen lassen ;-)

    Das unterscheidet die EU von der Schweiz in Krisen, herrscht die Tourismus Krise in einem Kanton so macht der Schweizer eben vermehrt Ferien dort und macht die Krise wett. Ist Wirtschafts "Krise" in der ganzen Schweiz, so kauft der Schweizer extrem schweizerisch.

    Die EU geht am Egoismus seiner Völker zu Grunde
  4. #13

    45%

    Wäre ja nett, wenn SPON, nachdem von ca. 100 Mrd. EUR Entschuldung geschrieben wurde, auch mal dazusagen könnte, welchen jährlichen Schaden in EUR die -45% im Tourismus bedeuten. Dann könnte man sich ein Bild davon machen, wie wichtig dieser Rückgang ist.

    Das weniger Deutsche gern in GR sein wollen ... naja, ehrlich gesagt hätte man doch immer etwas Bammel, als Deutscher angegriffen zu werden, weil "wir" doch Schuld am Sozialabbau sind und keine Reparationen für den 2. WK bezahlt haben und überhaupt DE zu mächtig ist, etc. ... Wer will sowas schon hören, wenn auch nur in der Phantasie ? Und ja, mir ist klar, daß 99% der Leute eines Landes verständnisvoll, vernünftig und nett sind ...
  5. #14

    Zur Zeit der Drachme war ich oft in Griechenland. Obwohl ich zu den "Besserverdienenden" gehöre, wurde mir Griechenland nach Einführung des € einfach zu teuer! Und nachdem ich jetzt zu erwarten habe als Deutscher beschimpft zu werden, bleibe ich endgültig weg!
    Es gibt genug Alternativen!
  6. #15

    Titel vs. Inhalt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tourismus gilt als eine der wenigen Stützen der griechischen Wirtschaft. Doch nun erfasst die Krise auch die Urlaubsbranche. Die Einnahmen sind im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 44,7 Prozent geschrumpft. Vor allem die Deutschen suchen sich andere Ziele.

    Minus 45 Prozent im Tourismus: Deutsche meiden Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    Die Qualität des Titels "Deutsche meiden Griechenland" ist leider auf Bildzeitungsniveau, denn es wird da etwas behauptet, dass im Artikel gar nicht gesagt wird. Dort steht, dass deutsche Touristen aktuell kürzer bleiben und weniger ausgeben, was in vergleichbaren Urlaubsregionen ähnlich sein dürfte. Also KEIN selektives Meiden Griechenlands zumindest kein durch den Artikel belegtes.
  7. #16

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    Ehrlich: Mit der nun in Griechenland herrschenden Deutschländer Abneigung würde ich mich auch nicht dort zeigen lassen ;-)

    Das unterscheidet die EU von der Schweiz in Krisen, herrscht die Tourismus Krise in einem Kanton so macht der Schweizer eben vermehrt Ferien dort und macht die Krise wett. Ist Wirtschafts "Krise" in der ganzen Schweiz, so kauft der Schweizer extrem schweizerisch.
    Die EU geht am Egoismus seiner Völker zu Grunde
    Das ist durchaus nachzuvollziehen, dass wenigstens die Schweizer gerne Urlaub im eigenen Land machen, wenn die Ausländer dort nicht mehr so gerne ihre Ferien verbringen.
    Gastfreundlichkeits-Ranking: Urlauber wählen Schweiz zum unbeliebtesten Reiseland - SPIEGEL ONLINE
    Im Übrigen bewerten noch immer deutlich mehr Menschen Griechenland als beliebtestes Reiseland als die Schweiz. (Deutsche bewerten die Schweiz, nebenbei bemerkt, noch immer als gastfreundliches Land, an denen liegt's also nicht, dass die Schweiz so gnadenlos abgestraft wurde.)
  8. #17

    Meine griechische Seele

    Zitat von masc672 Beitrag anzeigen
    sich darüber ein grieschischer Politiker aufregt und bitterböse Grußbotschaften gegen uns hetzt.
    In Griechenland wird nicht gegen "uns" gehetzt, sondern in erster Linie gegen Frau Merkel und das ist auch in Ordnung.
    Dedanken Sie bitte eines: Griechenland war vom faschistischen Deutschland besetzt und sie fühlen sich wegen diversen saudoofen Politikeraussprücjhen - vorne immer dabei: Frau Merkel - symbolisch wiedeer besetzt. Das drücken die Griechen mitunter durch Hakenkreuze aus. Die meinen damit nicht, dass "wir" Nazis seien. Ich kann diese Form drs Protestes gegen diese neue Form der Besatzerpolitik sehr gut verstehen.
    Und nun haben wir den Salat. Der Tourismus ist für die griechische Wirtschaft ein wichtiges Standbein. Dass nun die Touristen weg blieben, ist nicht die Schuld der Griechen, sondern die Schuld derjenigen, die gegen Griechenland gehezt haben. Im übrigen arbeiten die Griechen selbst die Ursachen der Misere sehr gut auf. Nur liest man hiervon in unseren Medien gar nichts.
  9. #18

    ...

    Zitat von Zaphod Beitrag anzeigen
    Das Jammern der Anleihegläubiger über den Schuldenschnitt ist unehrlich. Die gleichen Anleihegläubiger haben nicht gejammert, als sie die Anleihen mit der Chance auf höhere Zinsen gekauft haben. Aber höhere Chancen gibt es eben nicht ohne höhere Risiken.
    ...
    Da haben Sie ein wesentliches Element der fatalen Wirkung des Euro beiseite geschoben. Die Einführung der Gemeinschaftswährung in Griechenland gab eben das Risiko nicht angemessen im Zins wieder.
    Kurz vor Einführung des Euro lag der Zins für griechische Anleihen in Drachme bei sagenhaften 18%, um nach Einführung des Euro auf 6 - 7% zu plumpsen.
    Die Investoren preisten den Wegfall des Währungsrisikos entsprechend ein und vernachlässigten fälschlich das Bonitätsrisiko, weil ja Griechenland angeblich die Konvergenzkriterien für den Beitritt des Euro erfüllt hatte.
  10. #19

    Von Paraneua und Tourismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tourismus gilt als eine der wenigen Stützen der griechischen Wirtschaft. Doch nun erfasst die Krise auch die Urlaubsbranche. Die Einnahmen sind im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 44,7 Prozent geschrumpft. Vor allem die Deutschen suchen sich andere Ziele.

    Minus 45 Prozent im Tourismus: Deutsche meiden Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    Wer seinesgleichen in Bettenburgen mit Currywurst unter mehr Sonne als im Dunkelreich Nordeuropa sucht, ist eigentlich gar kein Tourist, sondern kann seine gesuchte Paraneua in einschlaegigen Zentren Spaniens oder Costa-Reedereien konsumieren. Es ist egal, wohin er faehrt.

    Das ist wie mit den Fussgaengerzonen in deutschen Staedten: geraet man dorthinein, muss man staendig sein Kurzzeitgedaechtnis oder GPS bereit halten, um sich zu vergegenwaertigen, an welcher Stelle des Globus man sich gerade befindet, es sieht ueberall gleich beliebig aus.

    Wer nach Griechenland faehrt, weil ihn eine andere Lebensart, Staunen fuer die Antike, flirrende weisse Luft mit dazwischen geworfenen Inseln des Lichts, verwirrende Gastfreundschaft von auf ihre Heimat stolzen Einwohnern sucht, um seine eigene Lebensart zu Hause anregend mit denen ganz ander Lebenskuenste zu vergleichen-
    der ist ein Tourist.
    Und sollte auch weiter nach GR fahren. Ein Land, welches zu besuchen als echter Tourist mehr bereit haelt als Mallorca oder die Costa Brava.


TOP



TOP