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Ministerpräsidenten: Weinkönigin küssen, über Luxusurlaub stolpern

Sie werden hofiert*und von Lobbyisten umschmeichelt.*Ministerpräsidenten wie Strauß, Biedenkopf oder einst auch Wulff sind einflussreich wie kleine Könige. Doch sie*laufen immer Gefahr, Verlockungen zu unterliegen. Denn eine Kontrolle ihrer Macht findet*kaum statt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...808264,00.html
  1. #1

    Feudalsystem beenden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden hofiert*und von Lobbyisten umschmeichelt.*Ministerpräsidenten wie Strauß, Biedenkopf oder einst auch Wulff sind einflussreich wie kleine Könige. Doch sie*laufen immer Gefahr, Verlockungen zu unterliegen. Denn eine Kontrolle ihrer Macht findet*kaum statt.

    Ministerpräsidenten: Weinkönigin küssen, über Luxusurlaub stolpern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wir wollen nach außen hin immer eine Vorzeigedemokratie sein, aber in Wirklichkeit haben wir viele Königsreiche und die Politik will anscheinend davon auch nicht abgehen, es muss endlich mal damit Schluß gemacht werden.
    Die Politiker, sind doch Diener des Volkes und nicht ihre Könige, also warum werden sie nach wie vor von so vielen Leuten hofiert und korrumpiert?
    All die kleinen und großen Vergünstigungen sind doch auch nur eine Art der Bestechung und da sollten sich mal die Medien etwas mehr einharken und es von Fall zu Fall aufzeigen und nicht wieder von loslassen.
    Aber dann würden ja auch sie ins Blitzlich geraten, denn auch die Eigentümer der Medien tun ja ihres mit dazu bei.
    Die Verflechtung zwischen Politik und Medien ist nicht nur im Ausland eine sehr zweifelhafte Sache, auch bei uns in Deuschland hat man nicht den notwendigen Abstand.
    Das Feudalsytem kann sich nur solange halten, wie beide Seiten sich dabei ergänzen.
  2. #2

    Grundgesetz

    Der Vorschlag, den Bundesrat durch eine Art Städtetag zu ersetzen, ist mit dem Grundgesetz nicht in Einklang zu bringen. Das stellt die "grundsätzliche Mitwirkung der Bundesländer" unter die Ewigkeitsgarantie des Art. 79 Abs. 3 GG. Daran ist also nicht einmal durch eine Verfassungsänderung etwas zu machen.
    Vorschläge, die niemand umsetzen kann, sind wertlos.
  3. #3

    Wir zahlen den Hofstaat

    Wollen wir den Artikel doch mal zu Ende denken und uns fragen, wozu diese mittelalterliche Kleinstaaterei noch dient ausser dem Machterhalt der Landesfürsten und ihres Hofstaates.
    Weg mit den Stadtstaaten
    Reduzierung der Bundesländer auf fünf bis sechs (Bayern und Thüringen in einem Bundesland geht in den nächsten fünfhundert Jahren nicht, das sehe ich ein).
    Täglich werden wir berieselt, wie alternativlos doch ein geeintes Europa sei, aber hier leisten wir uns ein Minikonstrukt namens Saarland, dass man mit der Lupe suchen muss. Alle Saarländer dürfen mich jetzt prügeln, ich kenne den historischen Hintergrund.
  4. #4

    anstand

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden hofiert*und von Lobbyisten umschmeichelt.*Ministerpräsidenten wie Strauß, Biedenkopf oder einst auch Wulff sind einflussreich wie kleine Könige. Doch sie*laufen immer Gefahr, Verlockungen zu unterliegen. Denn eine Kontrolle ihrer Macht findet*kaum statt.

    Ministerpräsidenten: Weinkönigin küssen, über Luxusurlaub stolpern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    es passt veilleicht nicht, aber unser pfarrer war immer der meinung, dass es abträglich ist für sein amt, wenn er irgendwen bevorzugt, oder einladungen annimmt, während er andere ablehnen muss, sowas fördert neid und missgunst. deshab hat er nie private einladungen angenommen; sowas sollte man wissen/beherzigen in einem amt, mit dem eine moralische reputation verbunden ist.
    dumm, dass der vorgänger des aktuellen amtsinhabers zuwenig sitzfleisch zeigte und vorzeitig das handtuch schmiss, während der jetzige anscheinend einen rekord in beharrlichkeit aufstellen will (vielleicht auch wegen köhlers vorzeitiger fahnenflucht), und fest mit der vergesslichkeit des souveräns rechnet. aber wenn er sowas laut ausspricht, wird der souverän trotzig, denn vergessen ist eine gnade, die wulff nicht so schnell zuteil werden wird, die muss man sich verdienen.
  5. #5

    Mer kann ja doch nix mache...

    Zitat von moistvonlipwik Beitrag anzeigen
    Vorschläge, die niemand umsetzen kann, sind wertlos.
    Sind sie nicht. Alle Fakten wurden von Menschen geschaffen und können von ihnen auch wieder geändert werden. Das erfordert allerdings einen breiten Konsens und noch längeren Atem. Ist die Alternative etwa ein Verharren in Lethargie?
  6. #6

    Politische Spitzenämter

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden hofiert*und von Lobbyisten umschmeichelt.*Ministerpräsidenten wie Strauß, Biedenkopf oder einst auch Wulff sind einflussreich wie kleine Könige. Doch sie*laufen immer Gefahr, Verlockungen zu unterliegen. Denn eine Kontrolle ihrer Macht findet*kaum statt.

    Ministerpräsidenten: Weinkönigin küssen, über Luxusurlaub stolpern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    sollten nur noch von Leuten besetzt werden, die materiell unabhängig sind.
    Damit unterliegen sie nicht den Verlockungen, die ihnen jetzt den Grundgedanken zur Arbeit verwehren.
    "Alle Kraft und Streben, dem Wohle des Volkes", aufzuwenden.
    Ahnung von Politik brauchen sie nicht all zu viel zu haben.
    Das haben die jetzigen Politiker auch nicht.
  7. #7

    Also...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden hofiert*und von Lobbyisten umschmeichelt.*Ministerpräsidenten wie Strauß, Biedenkopf oder einst auch Wulff sind einflussreich wie kleine Könige. Doch sie*laufen immer Gefahr, Verlockungen zu unterliegen. Denn eine Kontrolle ihrer Macht findet*kaum statt.

    Ministerpräsidenten: Weinkönigin küssen, über Luxusurlaub stolpern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ...so langsam macht sich der Spiegel wirklich lächerlich.
    Mal eben den Föderalismus und das (bewährte) Grundgesetz abschaffen, die Bundesländer (über deren Zuschnitt man sich unterhalten kann) marginalisieren und das Land nach Gusto der Medien (hier: des Spiegel) umbauen.
    Ich kann nur noch den Kopf schütteln ob dieser unfassbaren "Meinungen".
    Vorschlag: selber in die Politik gehen und als moralische Instanz alles besser machen.
  8. #8

    Aber...

    Zitat von moistvonlipwik Beitrag anzeigen
    Der Vorschlag, den Bundesrat durch eine Art Städtetag zu ersetzen, ist mit dem Grundgesetz nicht in Einklang zu bringen. Das stellt die "grundsätzliche Mitwirkung der Bundesländer" unter die Ewigkeitsgarantie des Art. 79 Abs. 3 GG. Daran ist also nicht einmal durch eine Verfassungsänderung etwas zu machen.
    Vorschläge, die niemand umsetzen kann, sind wertlos.
    ... es sagt nicht, wie die Länder mitwirken sollen und dass nicht noch ander Institutionen mitwirken können. Man könnte eventuell einen Widerspruch des Bundesrat von einem Städtetag überstimmen lassen. Oder ähnlich Möglichkeiten. Das Ganze gangbar, verfassungsgemäß und sinnvoll auszugestalten ist jedoch in der Tat nicht ganz einfach.
  9. #9

    nicht nur das saarland!

    Zitat von artikel.5 Beitrag anzeigen
    Täglich werden wir berieselt, wie alternativlos doch ein geeintes Europa sei, aber hier leisten wir uns ein Minikonstrukt namens Saarland, dass man mit der Lupe suchen muss.
    ich glaube nicht, dass die saarländer sie jetzt prügeln, schließlich haben sie das recht auf freie meinungsäusserung und da meine ich, dass die zeit für bremen, hamburg, berlin und schleswig-holstein auch ablaufen sollte. der rest sollte sich nach den himmelsrichtungen verbinden. das spart enorm geld bei der verwaltung, die kosten werden effizienter verwaltet und wegen des königsviruses - die wahlen sollten nicht seltener, sondern häufiger stattfinden. es heißt zwar immer, die legislaturperiode wäre zu kurz, um dies oder das durchzusetzen - ich denke aber, da ist das wohl der regierenden gemeint und weniger das des volkes. wenn man sieht, wie schnell ein riesiger geldschutzschirm vereinbart weden konnte, dann zieht dieses argument nicht.


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