Zitat von
karlgutknecht
Lieber Brughart,
vielen Dank für Ihre aufhellenden Einlassungen - Nebelkerze und so -, zu Ihren Ausführungen möchte ich Ihnen einige Passagen senden.
"Durch die hohe Gleichzeitigkeit der PV-Einspeisung kann es insbesondere in diesen Netzabschnitten zu Überschreitungen der Spannungsgrenzwerte kommen, wie sie beispielsweise durch die DIN EN 50160 (DKE, 1999) definiert sind.
Es ist somit auch die Pflicht des VNB, seinen Netzanschlussnutzern eine Spannungsqualität gemäß DIN EN 50160 zu garantieren, um deren Geräte vor Über- bzw. Unterspannungen zu schützen. Die „langsamen Spannungsänderungen“ gewinnen bei der Netzintegration von PV-Anlagen zunehmend an Bedeutung, s. DIN EN 50160.
Um Netzanschlussnutzern eine entsprechende Versorgungsspannung garantieren zu können, begrenzt der aktuelle Entwurf der technischen Richtlinie „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ (VDE, 2010) die von allen Erzeugungsanlagen im gleichen Niederspannungsnetz verursachte Spannungsabweichung auf einen Wert von 3% gegenüber der Spannung ohne Erzeugungsanlagen.
Diese Regelung berücksichtigt dabei den Umstand, dass es, je nach Lastsituation, bereits im vorgelagerten Mittelspannungsnetz zu Spannungsanstiegen- oder -absenkungen kommen kann und daher der Effektivwert der Netzspannung auf der Niederspannungsseite des Ortsnetztransformators deutlich von der Nennspannung abweichen kann.
Stellen VNB beispielsweise im Planungsstadium einer PV-Anlage fest, dass durch die zusätzliche Leistungsbereitstellung das 3-%-Spannungskriterium der VDE-Richtlinie verletzt werden würde, haben
sie gemäß § 9 EGG die Pflicht, „unverzüglich ihre Netze entsprechend dem Stand der Technik zu optimieren, zu verstärken und auszubauen, um die Abnahme, Übertragung und Verteilung des Stroms aus Erneuerbaren Energien (…) sicherzustellen“ (EEG, 2009)."
Gleichzeitig plagt mich schlechtes Gewissen, da anlässlich des ETG Kongresses 2011, - das Thema "Versorgungsnetzstabilität" einen breiten Raum einnahm.
Über 300 Fachleute und hochkompetente Referenten, ließen sich zu diesen Themenkomplex ein.
ETG-Kongress 2011
Geleitet wurde der Kongress vom ETG-Vorsitzenden Herrn Prof. Dr.-Ing. Jochen Kreusel.
ETG-Kongress 2011 - Fachtagung 1:
Herausforderungen für die Stromerzeugung: Erzeugungsmanagement - flexible Kraftwerke - Speicherungsbedarf
ETG-Kongress 2011 – Fachtagung 2:
Herausforderungen für Mittel- und Niederspannungsnetze: Neue Aufgaben – alte Netze.
Die deutschen Nieder- und Mittelspannungsnetze befinden sich in einer sehr dynamischen Umbruchsituation. So wird sich die Netzaufgabe in den nächsten Jahren deutlich verändern: Die Anzahl der PV-Anlagen steigt – insbesondere im ländlichen Raum – sprunghaft an.
Ich werde mich dafür stark machen, dass nach Ihren bahnbrechenden Einlassungen, sämtlich Richtlinien und DIN Normen hinsichtlich der Spannungsstabilität sofort eingestampft werden.
Welche Verschwendung von Ressourcen, hätten Sie voher einmal was gesagt.
Falls Ihrer Meinung nach noch andere physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu ändern sind, sagen Sie rechtzeitig Bescheid…., Sie finden bei mir immer ein offenes Ohr….