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Minister-Einigung: Regierung kappt Solarförderung um bis zu 30 Prozent

dapdDie Bundesregierung streicht die Solarstromförderung deutlich zusammen. Besitzer von Kleinanlagen kommen glimpflich davon, Betreiber großer Solarkraftwerke trifft es härter. Die Solarbranche kündigt Demonstrationen an.

Minister-Einigung: Regierung kappt Solarförderung um bis zu 30 Prozent - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
  1. #430

    .

    Zitat von thedoctor46 Beitrag anzeigen
    Interessanterweise fallen diese Positivsalden alle in die große Zeit der Erneuerbaren. Daher liegt folgender Schluss nahe: Deutschland hat seine Versorgungssicherheit bis März 2011 erhalten, indem die bestehenden Kraftwerke weiterbetrieben wurden, weil weder Sonne noch Wind Versorgungssicherheit garantieren können und weil keine Kraftwerke existieren, die wirtschaftlich betrieben die Komplementärleistung zu Sonne und Wind liefern können. Aufs Jahr gesehen liefern die Erneuerbaren natürlich eine gewisse Strommenge, aber die lässt sich nicht dann abrufen, wenn sie gebraucht wird. Folglich haben wir hohe Stromexporte, aber zu niedrigen oder gar negativen Preisen, weil wir dann exportieren müssen, wenn die erneuerbaren Energien liefern und wir den Strom nicht brauchen.

    Im März 2011 hat Angela Merkel aus wahltaktischen Gründen entschieden, die Versorgungssicherheit aufzugeben bzw. auszulagern und den Saldo im Jahresverlauf auf Null zu reduzieren. Das führt dazu, dass wir über weite Teile des Jahres große Mengen Atomstrom aus Frankreich und Tschechien importieren und nach wie vor dann Strom exportieren, wenn überschüssiger Ökostrom vorhanden ist. Der Unterschied zu vorher ist der aufs Jahr ausgeglichene Saldo und der Verlust der Versorgungssicherheit bzw. die Abhängigkeit vom Ausland.
  2. #431

    .

    Zitat von thedoctor46 Beitrag anzeigen
    Wer hat Ihnen denn diesen - sorry - Quatsch erzählt? Auch das Röslerlein und seine FDP?

    Strom fließt - grenzüberschreitend. Es sei denn, in Deutschland hat man eine Erfindung gemacht, die an den Grenzen den Atomstrom 'rausfiltern kann.

    Das traue ich der FDP allerdings nicht zu. ;-)
    Dass der ökologisch korrekte Stromkonsument mit seinem Ökostromvertrag auf dem Papier Ökostrom bezieht und de facto aus dem nahegelegenen noch nicht abgeschalteten Kernkraftwerk beliefert wird, ist mir auch klar. Wenn man Fans des Ökostroms die Möglichkeit einräumt, auf dem Papier aus Österreich reinen Wasserkraftstrom zu beziehen, dann möchte ich auch auf dem Papier reinen französischen Atomstrom beziehen. Und zwar ohne die Verpflichtung, ineffiziente Erzeugung quersubventionieren zu müssen.
  3. #432

    xxx

    Zitat von rcp48 Beitrag anzeigen
    Spin ich jetzt... wenn ich rumschau und die ganzen Häuser die mit ihren Solardächern etwas verdienen sehe ich nur kleine Läute.
    Viele kleine Läute .... gut auch ein paar große aber in Summe nur kleine.

    Den Großen gehört Wattenfall und RWE und E ON.
    Und die Atomkraftwerke. Und die Werden auch subventioniert.
    Jeder muss für seinen Dreck Zahlen nur die Energieerzeuger nicht.
    Ich rede nicht von den "armen" Hausbesitzer sondern von den "armen" Mietwohnungswohner - das ist ja die Mehrheit.
    Die Mietwohnungsleutchen dürfen den armen Hausbesitzern deren Solaranlagen finanzieren.
    Toll.
  4. #433

    xxx

    Zitat von james-100 Beitrag anzeigen
    Der Strompreis wird trotzdem nicht sinken, sondern weiter steigen. Selbst wenn keine Steuern,keine Abgaben und sonstige Förderungen bezahlt werden müssten, würde die Kohle dann halt in den Kassen der Konzerne fliessen.
    Das ist doch pessimistischer Unsinn.
    Klar gibt es auch Preiserhöhungen aber die Stromkonzerne werden nicht den ganzen EEG Wahn aufpreisen können.
  5. #434

    .

    Zitat von thedoctor46 Beitrag anzeigen
    Sie ziehen hier eine populistische Masche ab. Erbärmlich und entlarvend ist das. Wenn die Umweltkutsche nicht mehr zieht, wird auf die soziale Tränendrüse gedrückt, nach dem Motto:

    "Das EEG und die Ökos treiben tausende in die Obdachlosigkeit und in die Kälte.... ."
    Die Kausalkette ist denkbar einfach:
    1. Durch das Abgreifen überzogener Subventionen steigt die EEG-Umlage jedes Jahr. Gleichzeitig sind durch die Instabilitäten, die die EE ins Netz tragen, kostspielige Investitionen der Versorger nötig.
    2. Der Strompreis steigt aus beiderlei Gründen unter 1.
    3. Die Verbraucher können bei gleichbleibendem Einkommen ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Wer gar noch in unsanierten Altbauwohnungen mit Stromheizung leben muss, weil er sich die höhere Miete anderswo nicht leisten kann, ist besonders stark betroffen.

    Folglich erhöht das EEG das Armutsrisiko. Wenn Sie nach dem Begriff "Energiearmut" suchen, finden Sie entsprechende Statements der Wohlfahrtsverbände und der Verbraucherzentralen, die aktuell von 600000 Haushalten sprechen, denen wegen ihrer Energieschulden die Versorgung gekappt wurde.

    Das ist einfach nur schmierig, was Sie hier betreiben. Sie müssen politisch motiviert sein. Auf solch' absurdes Theater kommt kein normaler Mensch.
    Absurdes Theater war das EEG von Anfang an. Selbstbedienung der Solarlobby unter großzügiger Berücksichtigung willfähriger Politiker. Überproportionale Belastung der unteren Einkommensschichten, weil Energieeffizienz teuer ist und für die Installation von PV-Anlagen Grund- oder Hausbesitz erforderlich ist, mindestens jedoch eine investierbare Kapitalrücklage. Überproportionale Begünstigung der oberen Einkommensschichten aus denselben Gründen.

    Es wird Zeit, eine Betriebssteuer auf vom Verbraucher subventionierte Stromerzeugung einzuführen, um die Folgen des EEG zu reparieren. Diese müsste z.B. für Solaranlagen, analog zur hubraumabhängigen KFZ-Steuer, nach KWp erhoben werden. Da die Vergütung des Solarstroms nach wie vor gezahlt wird, dürfte dies eine rechtlich einwandfreie Lösung sein.
  6. #435

    ...

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    ...
    Das planwirtschaftliche Konstrukt der Einspeisevergütung ist allerdings volkswirtschaftlich alles andere als vernünftig. Es fehlt ein Subventions-Anpassungsmechanismus, der sich nach der steigenden Nachfrage ausrichtet. Ohne einen solchen Mechanismus wird einfach viel zu viel Geld in einen Sektor geleitet, der für den ökologischen Umbau vergleichsweise irrelevant ist.
    Allein auf den Dächern Deutschlands können mit heutiger PV leicht 20% des Strom-Energiebedarfs gewonnen werden - das ist nicht irrelevant. Insbesondere ist diese Energiegewinnungsart "minimalinvasiv", erzeugt besonders geringe Beeinträchtigungen.

    Und da ist noch Platz nach oben: Durch die Erhöhung des Wirkungsgrades und durch die Nutzung von Fassaden.
  7. #436

    Und wann die übriggebliebenen 70 %?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung streicht die Solarstromförderung deutlich zusammen. Besitzer von Kleinanlagen kommen glimpflich davon, Betreiber großer Solarkraftwerke trifft es härter. Die Solarbranche kündigt Demonstrationen an.

    Minister-Einigung: Regierung kappt Solarförderung um bis zu 30 Prozent - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die gesamte PV-Hype mus weg vom Staatstrog. Das ist noch schlimmer, als die Agrarsubventionen der EU!
    Wahltage beachten, wählen gehen, die müssen weg!
  8. #437

    Volle Zustimmung

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Allein auf den Dächern Deutschlands können mit heutiger PV leicht 20% des Strom-Energiebedarfs gewonnen werden - das ist nicht irrelevant. Insbesondere ist diese Energiegewinnungsart "minimalinvasiv", erzeugt besonders geringe Beeinträchtigungen.

    Und da ist noch Platz nach oben: Durch die Erhöhung des Wirkungsgrades und durch die Nutzung von Fassaden.
    Genau weil die PV-Anlagen so gut geworden sind, wird dagegen so intensiv gekämpft. Es ist sehr schade, dass unsere politische Führung sich gegen das Wohl des deutschen Volkes engagiert.
  9. #438

    "Uns"

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    ...heranziehen, würde uns interessieren. weiterhin sollten sie uns über die fälle informieren, in denen durch stromausfälle verursachter volkswirtschaftlicher schaden entstanden ist.
    übrigens ist es mit der regelbarkeit von atomkraftwerken nun wirklich nicht besser, weshalb sie auch nur für die grundlast genutzt werden.
    und warum nun der atomstrom besser zu speichern ist, erschließt sich mir auch nicht.
    die subvention der atomkraft summiert sich immerhin auf die erstaunliche summe von 304 milliarden euro, die wir alle zahlen und gezahlt haben und noch zahlen werden.
    "würde _uns_ interessieren"? Mal ehrlich: "Uns"? Man hat es ja nicht jeden Tag mit jemandem zu tun, der den pluralis maiestatis auf sich anwendet.

    Nun denn, meine Quellen nochmal ganz speziell für "euch", "eure Majestät":

    Atomstrom - mit 304 Milliarden Euro subventioniert - Greenpeace, Nachrichten zum Thema Atomkraft

    Diese Quelle und die darin enthaltenen, wenn auch etwas übertriebenen, Zahlen dürften Majestät ja bekannt sein. Dass die Zahlen übertrieben sind, tut allerdings nichts zur Sache, wie man sehen wird.

    Die zweite Quelle, auf die ich mich beziehe und die ich in dieser Diskussion auch schon angegeben hatte:

    Ökostrom: Solarsubventionen übersteigen 100-Milliarden-Euro-Schwelle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Wenn Ich nun noch Majestät Aufmerksamkeit darauf lenken dürfte, dass die Kernkraft Zeitweise 25% des deutschen Energiemixes stellte, während die Solarenergie zum Zeitpunkt der zweiten Quelle 2,5-3% stellte, dann werdet ihr feststellen, dass die Solarenergie auch bei Bezug auf, tja, eigentlich parteiische, insbesondere die erste, Quellen ein vielfaches dessen verschlungen hat, was der Atomenergie vorgeworfen wird.
  10. #439

    Na, dann mal los, Fragen habeich da noch einige...

    Zitat von thedoctor46 Beitrag anzeigen

    1.) Heiße ich nicht brug- und auch nicht burghard.

    2.) Das, was Sie da in einem ellenlangen Roman per copy & paste einstellen, ist durch smarte, elektronische Regelungen gewährleistet.

    Denn:

    Die Abnahmemengen in einem Stromnetz sind - seit es Strom gibt - tagtäglich enormen Schwankungen unterworfen.

    Daher sind auch schwankende Einspeisemengen überhaupt kein Problem und Störungen existieren nur in der Phantasie der Atomkraftbefürworter.

    Oder derjenigen, die aus diesen Phantasien - und da zähle ich natürlich auch die Betreiber konventioneller Kraftwerke zu - politisches Kapital schlagen wollen.

    Noch Fragen?
    Geehrter Diskutant,

    ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten, eine freudsche Fehlleistung, aber einer unserer Doktoranden heißt Burghard, Sie haben uns einige heitere Minuten beschert.

    Nachdem Sie zunächst Netzschwankungen in das Reich der Fabel abqualifiziert haben, räumen Sie diese nun quasi alt altbekannte Randerscheinung der Energieversorgung der Bundesrepublik ein, das ist sehr interessant.

    Bitte erklären Sie mir doch bei Gelegenheit wie diese Schwankungen, durch Entnahme von Leistungen entstehen, Statistiken die Auskunft über die Netzqualität aufgenommen werden, zeigen eher das Gegenteil…

    Bevor Sie mich wieder mit dem Totschlagargument des Atomstromverfechters belegen, darf ich Ihnen versichern, das dem nicht so ist, im Gegenteil liegt mein Hauptschwerpunkt bei der Integration von EE in das Versorgungsnetz, deshalb interessiert es mich schon sehr was Sie - quasi als Kollege - mit smarten Lösungen meinen.

    Meine Erfahrung ist, das sich viele Menschen hinter solch gut klingenden Schlagwort verstecken, Sie sicher nicht also, bin ich sehr gespannt auf Ihre Ausführung hinsichtlich dieser smarten Lösungen….


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