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Mini-Kompromiss beim Abitur: Ein Prüfungspool für die, die mögen
dapdSchärfere Regeln bei sexuellen Kontakten zwischen Lehrern und Schülern, dafür kein offenes Wort zur Bildungsfinanzierung durch den Bund: Bei ihrem Treffen einigten sich die deutschen Kultusminister auf den kleinstmöglichen Konsens. Ähnliche Abituraufgaben rücken in weite Ferne.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...820373,00.html
- #10 10.03.2012 18:50 von
Ging bei uns durchaus.
- #11 10.03.2012 19:02 von
- #12 10.03.2012 19:12 von
.
Vielleicht. Oder Heimweh. Oder der erste nähere Kontakt mit so vielen
Katholiken.
Auf was schieben Sie das, auf das Abitur?
Um das behaupten zu können, müssten Sie zunächst einmal die Abiturnoten der an der TU Wien studierenden Deutschen vergleichen. Und auch das reicht noch nicht. Man müsste auch die Fächer der Leistungskurse und die dort erzielten Noten heranziehen (manche Bundesländer haben aber gar keine Leistungskurse mehr). Oder man wartet einfach 3-4 Semester ab und schaut nach, ob es immer noch einen Unterschied gibt. Erst dann kann sollte man sich auf die Suche nach einer Ursache machen. - #13 10.03.2012 19:36 von
:-)
Vor lauter "Piefkes" gibt es ja eigentlich keine einheimischen Katholiken mehr und auch viele Schwaben sind evangelisch.
Meine kleine Schwester ist inzwischen im 8. Semester, aber sie meinte, dass sich die Jungs und Mädels aus dem Norden schwerer tun würden. Das mag nun nur subjektiv sein, aber anscheinend gibt es da doch Wissenslücken. - #14 10.03.2012 21:15 von
- #15 10.03.2012 22:01 von
...
Das hängt auch ein bischen vom Studium ab. Zu meiner Zeit gab es Unterschiede im Bereich Mathematik, und es wurden extra Vorbereitungskurse organisiert, um die Unterschiede auszugleichen. Wer da stofflich nicht mitkam, hatte ein Problem. Trotz guter Abi-Noten.
Das Problem ist m.E. nicht die Frage nach zentral oder nicht zentral, sondern eher der Kuddelmuddel in den Kultusministerien. Wenn alle Bundesländer ihre Schüler auf das gleiche Niveau bringen würden, bräuchte man diese Diskussion überhaupt nicht. Zentral gestellte Aufgaben sind da eher ein Druckmittel, um das zu forcieren. - #16 10.03.2012 22:36 von
Förderalismus :-(
Die katastrophalen Unterschiede in der Leistung bei gleicher Note werden z.B. in http://www.focus.de/schule/schule/bi...id_618589.html und
http://www.faz.net/aktuell/politik/i...mages&offset=1 deutlich.
So lange Universitäten und Arbeitgeber diese Noten berücksichtigen - und das tun sie natürlich - ist das inakzeptabel.
Bildungspolitik darf einfach keine Ländersache sein - jedenfalls so lange es einen Länderfinanzausgleich gibt.
Ich habe aber wenig Hoffnung, dass durch ein Zentralabitur die unsinnigen Auswüchse des Förderalismus gemildert werden. Alles freiwillig und per Verzögerungstaktik erst in 5-10 Jahren ... Auch ist zu befürchten, dass die Anfordungen auf ein Minimum reduziert werden, so dass am Ende alle auf 1 kommen. Dafür werden die miesen Länder schon sorgen. Jedenfalls werden sie dafür Sorgen tragen, dass sich ihre Durchfallerquote durch das Zentralabi nicht erhöht. - #17 11.03.2012 10:08 von
Nur ein weiteres Paradigma dafür, daß sich dieses Land eben NICHT auf dem...
...bildungspezifisch absteigenden Ast befindet - sondern im freien Fall!
Was wurde in den letzten Jahrzehnten bei uns in der Bildung durch
"Reformen" OHNE Sinn und Verstand herumgemurkst und herumge-
pfuscht...Modellschule hier, Reformschule da, dort ein Modellversuch,
dann von G9 SOFORT auf G8 jetzt wieder teilweise zu G9, usw. usw.
Dann massive Reduktion bzw. Steichung von "MINT"-Fächern, jetzt hat
man diesbezüglich eklatanten Fachkräftemangel - das war ABSOLUT
vorhersehbar und der deutlichste Beweis für die o. g. Behauptung der
BildungsReformKatastrophe...und daran wird sich nichts ändern.
...in spätestens einer Generation kommt dann die Rechung auf den
Tisch, was ich dann Gott-sei-dank aber nicht mehr erleben muß. - #18 11.03.2012 13:16 von
.
Ich denke, dass hängt auch damit zusammen, wie in der Schule das Wissen vermittelt wird bzw. wie die Schüler lernen, sich Wissen anzueignen. Zu meiner Studienzeit hatte ich z.B. Kommilitonen, die in der Schule noch nie ein Referat gehalten hatten, sich also nie in einem bestimmten Umfang Wissen selbst aneignen und dann vortragen mussten. Die hatten natürlich einen Nachteil gegenüber denjenigen, die das schon jahrelang aus der Schule gewöhnt waren.
Auch bei Fremdprachen merkt man es noch lange, wenn Grundlagen fehlen. Ich habe z.B. vor Jahren mal einen Sprachkurs in Spanien gemacht, mit Vorkenntnissen von einem Semester Sprachunterricht einmal die Woche, und war mit Leuten im selben Kurs, die Spanisch Leistungskurs hatten. Und die hatten teilweise mehr Lücken als ich, schon bei den einfachsten Grammatikkapiteln. Solche Sachen z.B. können schon lange nachwirken. - #19 11.03.2012 13:47 von
Bulimie-Lernen vs. Zusammenhänge erkennen
Ich denke ja.
Wenn ich sehe, wie ich mit Informationen und Lerntechniken gelernt habe umzugehen und mich umsehe, dann bemerke ich noch 20 Jahre nach der Schule, wie das doch Leute prägt.
Wir hatten z.B. viel Theater an der Schule (mit öffentlichen Auftritten); Vorträge zu halten vor mehreren hundert Leuten oder TV-Interviews aus dem Stegreif zu geben und dabei noch wichtige Informationen einfach und verständlich zu transportieren, fällt mir nicht schwer.
Bis auf einen Kumpel (der dies aus Hobby lernte), gibt es keinen in meinem Umfeld, der Latein hatte und somit auch keine "Herleitungen" machen kann.
Noch wichtiger allerdings sind die Techniken, wie man erworbenes Wissen speichert und auch immer wieder schnell zur Hand hat.
Wenn man keine Zusammenhänge erkennt und sich keine (Esels-)Brücken bauen kann, dann ist man immer im Nachteil.
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