Was kommt dabei heraus, wenn ein Designer von Rolls-Royce den Mini verfeinert: Ein Kleinwagen mit Klavierlack, Walnuss-Wurzelholz und Walknappa-Leder für 46.900 Euro. Der kleine Krösus ist kein Einzelfall. Auch Fiat und Aston Martin folgen dem Trend zum Nobelzwerg.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...756712,00.html
Auto gefällt mir. Aber warum kostet das jetzt das Doppelte? Soviel kann das bisschen Leder und Holz ja nun nicht wert sein. Und was muss ich abdrücken, wenn den Tachozierring in Metall will? 1000 Euro?
Aha, sehr interessanter Vergleich. Und jetzt zeigt mir bitte Herr Bez wo bei Mini oder BMW das Pendant zum Rapide oder Vantage ist. Ich bin äusserst gespannt.
Der Vergleich ist völliger Bullsh..... nichtsdestotrotz glaub ich sofort, dass sich der Mini verkaufen wird. Aber nicht Besitzer von diversen Luxus-Autos werden diesen kaufen, sondern irgendwelche Mini-Fans, die jegliches Mass verloren haben und denken, dass sie vor der Eisdiele irgend jemand mit dieser Möchtegern-Nobel-Semmel am Sonntag Mittag beeindrucken könnten - oder beim nächsten Mini-Treffen an der Tanke.
Für 46k gibt's eindeutig bessere und exklusivere Autos.
...und ein Haufen Topspezialisten in Goodwood schneiden von Hand Leder und Teppiche für den Zwerg zurecht. Daß das nicht gerade wirtschaftlich ist, dürfte auf der Hand liegen.
Ganz ehrlich gesagt finde ich den Preis für den RR-Mini einigermaßen angemessen im Vergleich zu den Unverschämtheiten, die in der "normalen" Mini-Preisliste auftauchen. Z.B. 2000 € Aufpreis für das Business-Navi.
Also, wer's braucht...
Warum kostet ein Audi soviel mehr als der entsprechende VW? Soviel kann das bisschen Weichmacher und Softlack ja nicht Wert sein.
Jetzt mal ernsthaft. Praktisch jedes (deutsche) Auto läßt sich durch Extras auf das Doppelte des Grundpreises hieven. Der Rolls-Royce-Mini soll ja angeblich schon serienmäßig Vollausstattung haben. Dementsprechend fällt der Aufpreis für aufwendigste Lackierung, hochwertigstes Leder und Furnier sowie die handwerkliche Verarbeitung regelrecht günstig aus.
[QUOTE=cor;7628857... Aber nicht Besitzer von diversen Luxus-Autos werden diesen kaufen, sondern irgendwelche Mini-Fans, die jegliches Mass verloren haben ..
Für 46k gibt's eindeutig bessere und exklusivere Autos.[/QUOTE]
Wer >40k€ für einen Mini, iQ oder Fiat 500 ausgibt hat in der Regel schon ein (oder mehrere) Luxusmobil in der Garage.
Der Reiz eines Kleinstwagens in einer Stadt wie Paris oder London erschliesst sich mittlerweile auch reichen Mitbürgern, da auch ein S600 oder Rolls noch lange keinen Parkplatz oder breite Durchfahrten garantieren. Und wenn man dann guckt welche Kleinmobile denn mit feinstem Leder, Teppich und anderem Luxus serienmässig auf dem Markt sind findet man schnell heraus das das Angebot gleich Null ist.
... ein "normaler" Cooper S in Fully Loaded kostet auch 37.000 Euro. Macht 10.000 Euro Aufpreis. Harmlos.
Im Vergleich: bei Audi zahlt man beim TT auch für Spielkram einiges extra. Alcantara-Himmel 1.800 Euro ... Ledergedöns 800 Euro ... Sonderleder 2.500 Euro ... und beim Mini ist der Himmel aus Cashmere ... ein "vergleichbarer" TT kommt auf knapp 55.000 Euro ... ein vergleichbarer Audi A1 auf 40.000 Euro ... da ist der Goodwood-Mini doch ein Schnapper und wird innerhalb von Tagen weg sein (abgesehen vom PR-Effekt ... )
Das will ich gar nicht abstreiten, dass das so ist. Aber glauben Sie ernsthaft, dass das Mini-Image diese Zielgruppe anziehen könnte? Der Cygnet heisst ja auch "Aston Martin Cygnet" und nicht "Toyota IQ Deluxe Edition"!
Ein Produkt für diese Zielgruppe muss Exklusivität, Luxus und vor allem Bonität ausstrahlen. Dafür reicht "Mini" hinten und vorne nicht, da muss schon eine eigene Marke her oder wenigstens eine eigene Modellreihe mit entsprechendem Logo etc.
Den Cygnet erkennt kaum jemand als Toyota IQ, weil das Auto einfach nicht so bekannt ist.
Ein Mini bleibt ein Mini, egal was vorne für ein Logo draufsteht.
Deswegen ist es hier nur ehrlich, ihn nicht als Rolls Royce zu verkaufen. Die Verantwortlichen tun es auch, um das Image der Marke Rolls Royce nicht zu verwässern sowie das Image der Marke Mini in Richtung Nobel zu erweitern.