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Minenopfer in Uganda: Die Überlebenden von Kitholhu

Till MayerDas Grenzgebiet zwischen Uganda und dem Kongo ist ein Schlachtfeld - auch wenn die Kämpfe schon vor Jahrzehnten aufgehört haben. Doch die Minen sind noch da. Bis heute treten Menschen auf die Sprengfallen. Wer überlebt, ist auf Hilfsorganisationen angewiesen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...834983,00.html
  1. #1

    Na, dann halt nochmal!

    Minen kann man auch Raeumen, immerhin war laut Text dazu jahrzehntelang Zeit!
    Zumindest sollte man es jedenfalls aber auf seinem eigenen Acker tun, was Boniface Kapindo wohl dummerweise unterlassen hatte.
    Und es braucht kein teures Equipment dazu, ein duenner Metallstab, ein Bajonett und etwas Feingefuehl reichen voellig aus:
    http://maic.jmu.edu/journal/4.1/images/promdeminer.jpg
    Kroatischer Soldat beim Minenraeumen im Kosovo

    Google-Ergebnis für http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/95/Tysk_fange.png/220px-Tysk_fange.png
    Deutscher Soldat beim Minenraeumen in Norwegen

    http://www.swissinfo.ch/media/cms/im..._7006305_0.jpg
    Schweizer Soldat beim Minenraeumen im Libanon
    http://www.n24.de/media/import/afp/a...824227-1-0.jpg
    Unbekannter Sodat beim Minenraeumen

    Man sieht, alle ohne Schutzkleidung, alle ohne Spezialwerkzeug ...
  2. #2

    Re: Na, dann halt nochmal!

    LeToubib, wie schreiben Sie so schön, der Sie bequem aus Deutschland den Stab über Boniface Kapindo und Millionen andere Minenopfer weltweit brechen? "Und es braucht kein teures Equipment dazu, ein duenner Metallstab, ein Bajonett und etwas Feingefuehl reichen voellig aus"

    Auf ihren hübschen Bildbeispielen sind allerdings ausschließlich für diesen ziemlich heiklen Einsatz trainierte Soldaten zu sehen, und das hat einen guten Grund: Es ist eben kein Kinderspiel, Minen/UXO/etc. auf einem ehemaligen Kriegsgebiet zu finden und herauszuholen, ohne, dass einem das Bein oder ein anderes Körperteil zerfetzt wird. Und auch in eigentlich längst "entminten" Gebieten finden sich immer noch zahllose Überbleibsel. Es ist also nicht alles so einfach, wie es sich Lieschen (oder Fritzchen) Müller vorstellt.
  3. #3

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    Minen kann man auch Raeumen, immerhin war laut Text dazu jahrzehntelang Zeit!
    Zumindest sollte man es jedenfalls aber auf seinem eigenen Acker tun, was Boniface Kapindo wohl dummerweise unterlassen hatte.
    sie haben da sehr viel Ahnung von der Materie. Und sicher wissen sie, wie lange das dauert, alle Felder(nicht minenfelder, sondern Landwirtschaftliche nutzfläche!) auf das Vorhandensein von Minen zu überprüfen. Also vorsichtig in keinen Abständen abzutasten.
    sie wissen sicher auch, wie hoch die Chance ist, auf diese Art und Weise(ohne Metalldetektor etc.) Minen zu übersehen.

    sie wissen auch sicher, dass die tollen bilder, die sie da zeigen, das Räumen von bekannten Minenfeldern darstellen! In Uganda sind diese Felder nicht bekannt, bis es mal bumm macht und jemand zum Minenopfer wird.
    Da Sie so viel Ahnung haben, können sie ja auch selbst "da runter" gehen und zighundert Quadratkilometer mit einem duennen Metallstab, einem Bajonett und etwas Feingefuehl absuchen, nur so auf Verdacht. Den wie sie ja in ihrem Post beweisen, kennen Sie sich mit Minen aus(im Gegensatz zu einem weder militärisch noch schulisch gebildeten Uguandischen Bauern)
    Also ehrlich gesagt, glaube ich lieber der bundesregierung als irgendjemandem der in irgendeinem Internetforum tönt, wie einfach doch irgendwas wäre...

    Und die meint "Minenräumen ist immer eine gefährliche Arbeit. Wo mit Waffen und Munition gearbeitet wird, ist ein Unfall trotz aller Sorgfalt letztlich nicht ganz auszuschließen." (Bundesregierung | Minenräumen in Kambodscha) ... klingt nicht gerade nach irgendetwas, was jemand ohne Ausbildung einfach so mit einem duennen Metallstab, einem Bajonett und etwas Feingefuehl ohne Gefahr erledigen kann.
  4. #4

    Warum?

    Zitat von Tostan Beitrag anzeigen
    sie haben da sehr viel Ahnung von der Materie. Und sicher wissen sie, wie lange das dauert, alle Felder(nicht minenfelder, sondern Landwirtschaftliche nutzfläche!) auf das Vorhandensein von Minen zu überprüfen. Also vorsichtig in keinen Abständen abzutasten.
    sie wissen sicher auch, wie hoch die Chance ist, auf diese Art und Weise(ohne Metalldetektor etc.) Minen zu übersehen.

    sie wissen auch sicher, dass die tollen bilder, die sie da zeigen, das Räumen von bekannten Minenfeldern darstellen! In Uganda sind diese Felder nicht bekannt, bis es mal bumm macht und jemand zum Minenopfer wird.
    Da Sie so viel Ahnung haben, können sie ja auch selbst "da runter" gehen und zighundert Quadratkilometer mit einem duennen Metallstab, einem Bajonett und etwas Feingefuehl absuchen, nur so auf Verdacht. Den wie sie ja in ihrem Post beweisen, kennen Sie sich mit Minen aus(im Gegensatz zu einem weder militärisch noch schulisch gebildeten Uguandischen Bauern)
    Also ehrlich gesagt, glaube ich lieber der bundesregierung als irgendjemandem der in irgendeinem Internetforum tönt, wie einfach doch irgendwas wäre...

    Und die meint "Minenräumen ist immer eine gefährliche Arbeit. Wo mit Waffen und Munition gearbeitet wird, ist ein Unfall trotz aller Sorgfalt letztlich nicht ganz auszuschließen." (Bundesregierung | Minenräumen in Kambodscha) ... klingt nicht gerade nach irgendetwas, was jemand ohne Ausbildung einfach so mit einem duennen Metallstab, einem Bajonett und etwas Feingefuehl ohne Gefahr erledigen kann.
    Wie wäre es denn mit dem Ausbilden von Minenräumern/Entschärfern durch die Regierungen in Uganda und der DR Kongo? Bringt den Leuten Arbeit und die Gefahr verringert sich.
    Aber lieber spart man sich das Geld und lässt die Leute auf Minen treten, Hilfe kriegen sie ja von ausländischen hilfsorganisationen und wenn nicht - dann interessiert es diese Regierungen scheinbar auch nicht.
  5. #5

    Aua

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    Minen kann man auch Raeumen, immerhin war laut Text dazu jahrzehntelang Zeit!
    Zumindest sollte man es jedenfalls aber auf seinem eigenen Acker tun, was Boniface Kapindo wohl dummerweise unterlassen hatte.
    Und es braucht kein teures Equipment dazu, ein duenner Metallstab, ein Bajonett und etwas Feingefuehl reichen voellig aus:

    Man sieht, alle ohne Schutzkleidung, alle ohne Spezialwerkzeug ...
    Das ist jetzt so ein Kommentar, wo ich vor der Frage stehe, warum ich mir das antue, eine Antwort darauf zu verfassen. Sie ist auch nicht an den Sachverständigen "LeToubib" gerichtet, sondern an andere, die interessiert sein könnten.

    Beim ersten Bild handelt es sich um eine Springmine. Sie wird gegen Personen eingesetzt, über Draht (Bild) gezündet und "hüpft" in die Luft, damit die Splitter einen maximalen Wirkungskreis erhalten. Auch um Panik zu stiften, explodiert sie nicht am Ort der Auslösung (Draht). Da der Bolzen zur Befestigung oben geweitet und somit kein Springen möglich ist, handelt es sich wohl um ein Modell zu Ausbildungszwecken und nicht um eine Entschärfung.

    2. Bild: der Schweizer Soldat steht vor einem alten Panzerminenmodell braune Farbe. Im Original ist die Mine grau mit gelben Band und löst bei einer Belastung von 3000 N aus. Ein Mensch bringt es im Durschnitt auf 750 N. Die Explosion dieser Panzermine ist so gewaltig, dass der Panzer auf den Rücken fliegt oder ein Mittelklassewagen 50 m in die Höhe.
    3. Bild: wie lange der Soldat aus Sri Lanka im afrikanischen Dschungel - in den Hügeln - hätte, um ein Feld zu sichern ist nicht bekannt. Vermutlich würde er eingewachsen. Der Feind legt eine Plastikpersonenmine in weniger als 1 Minute. Diese explodiert schon bei einer Belastung von ein paar N. Deshalb macht eine Minenbeseitigung nur im Frieden Sinn und nur wenn keine Rebellen mehr übrig sind.

    Wenn der Kommentar nur zynisch wäre, er ist menschenverachtend.
  6. #6

    Zitat von Tostan Beitrag anzeigen
    sie haben da sehr viel Ahnung von der Materie [...]
    Ich glaube schon. Wie ist's mit Ihnen?

    [...] Und sicher wissen sie, wie lange das dauert, alle Felder(nicht minenfelder, sondern Landwirtschaftliche nutzfläche!) auf das Vorhandensein von Minen zu überprüfen. Also vorsichtig in keinen Abständen abzutasten [...]
    Haette ich in einem solch gefaehrdeten ein Feld oder wollte mir eines roden, wuerde ich das Areal 20 Mal abstochern, bevor ich auf eine Mine trampele

    [...] sie wissen sicher auch, wie hoch die Chance ist, auf diese Art und Weise(ohne Metalldetektor etc.) Minen zu übersehen. [...]
    Ah, der Kenner der Materie. Dummerweise sind die meisten Minen heutzutage gar nicht mehr aus Metall, solch ein Detektor bietet also nur ein vermeindliches und somit hoechst gefaehrliches Gefuehl der Sicherheit! Genau darum nimmt man ja einen duennen Metallstab zum Stochern und verlaesst sich nicht auf das "BEEP" eines elektronischen Geraetes.

    [...] sie wissen auch sicher, dass die tollen bilder, die sie da zeigen, das Räumen von bekannten Minenfeldern darstellen! In Uganda sind diese Felder nicht bekannt [...]
    Boniface Kapindo wusste hoffentlich, wo sein Feld war.

    Und die Tatsache, dass ein Minenfeld bekannt ist, nutzt gar nichts ohne genauen Minenlageplan. Auch da bleibt nur das muehsame stueckchenweise Absuchen.

    [...] Da Sie so viel Ahnung haben, können sie ja auch selbst "da runter" gehen und zighundert Quadratkilometer mit einem duennen Metallstab, einem Bajonett und etwas Feingefuehl absuchen, nur so auf Verdacht. [...]
    Will ich dort sorglos Ackerbau betreiben? Ich glaube nicht.

    [...] (im Gegensatz zu einem weder militärisch noch schulisch gebildeten Uguandischen Bauern) [...]
    Wie geschrieben: Waere ich ugandischer Bauer, laege es in meinem ureigensten Interesse, mein Feld und den Weg dorthin gruendlichst abzusuchen. Denn alles ist besser, als auf eine Mine zu treten!

    [...] Und die meint "Minenräumen ist immer eine gefährliche Arbeit. Wo mit Waffen und Munition gearbeitet wird, ist ein Unfall trotz aller Sorgfalt letztlich nicht ganz auszuschließen." (Bundesregierung | Minenräumen in Kambodscha) ... klingt nicht gerade nach irgendetwas, was jemand ohne Ausbildung einfach so mit einem duennen Metallstab, einem Bajonett und etwas Feingefuehl ohne Gefahr erledigen kann.
    Wo mit Waffen und Munition gearbeitet wird, ist ein Unfall trotz aller Sorgfalt letztlich nicht ganz auszuschließen.

    Mit Verlaub, aber das ist ja wohl eine Binsenweisheit:
    Selbst ich vergass beim Waffenreinigen schon einmal die Patrone in der Kammer ...
  7. #7

    Zitat von Hansjuerg Beitrag anzeigen
    [...] Deshalb macht eine Minenbeseitigung nur im Frieden Sinn und nur wenn keine Rebellen mehr übrig sind. [...]
    Steht im SPON-Text nicht explizit, dass dort jahrzehntelang Frieden herrsche? Zeit genug zur Minenbeseitigung ...
  8. #8

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    Minen kann man auch Raeumen, immerhin war laut Text dazu jahrzehntelang Zeit!
    Zumindest sollte man es jedenfalls aber auf seinem eigenen Acker tun, was Boniface Kapindo wohl dummerweise unterlassen hatte.
    Und es braucht kein teures Equipment dazu, ein duenner Metallstab, ein Bajonett und etwas Feingefuehl reichen voellig aus:
    http://maic.jmu.edu/journal/4.1/images/promdeminer.jpg
    Kroatischer Soldat beim Minenraeumen im Kosovo

    Google-Ergebnis für http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/95/Tysk_fange.png/220px-Tysk_fange.png
    Deutscher Soldat beim Minenraeumen in Norwegen

    http://www.swissinfo.ch/media/cms/im..._7006305_0.jpg
    Schweizer Soldat beim Minenraeumen im Libanon
    http://www.n24.de/media/import/afp/a...824227-1-0.jpg
    Unbekannter Sodat beim Minenraeumen

    Man sieht, alle ohne Schutzkleidung, alle ohne Spezialwerkzeug ...
    Da sitzt man fassungslos vor so einem buchstabengeschwängertem Traktat und fragt sich, ob der Autor eigentlich so etwas, wie Empathie besitzt oder einfach nur nicht lesen kann.
    Ich bin im übrigen der altmodischen Meinung, dass Menschen und Firmen, die so etwas entwickeln und herstellen eigentlich hart bestraft und geächtet gehören. Aber ich weiss, Arbeitsplätze...:-(
  9. #9

    Zitat von troy_mcclure Beitrag anzeigen
    Wie wäre es denn mit dem Ausbilden von Minenräumern/Entschärfern durch die Regierungen in Uganda und der DR Kongo? Bringt den Leuten Arbeit und die Gefahr verringert sich.
    Aber lieber spart man sich das Geld und lässt die Leute auf Minen treten, Hilfe kriegen sie ja von ausländischen hilfsorganisationen und wenn nicht - dann interessiert es diese Regierungen scheinbar auch nicht.
    Es wird ja gemacht, aber scheinbar halt nicht intensiv genug. Im Artikel steht ja er wartet schon seit Jahren auf Minenräumer. "Bringt den Leuten Arbeit und die Gefahr verringert sich." Die Regierungen sorgen sich wohl um die Arbeitsplätze der Leute, indem sie soviele Minenräumer ausbilden dass diese auch auf Jahr(zehmt)e hinaus arbeit haben und nicht lgeich nach einem Jahr fertig werden. ;)

    btw: Dass die Kämpfe schon seit Jahrzehnten beendet sind, stimmt definitiv nicht für ganz Uganda. Der Norden war noch vor kurzem (bzw. ist noch?) Bürgerkriegsgebiet.... Minenräumer werden also überall gebraucht. Und: so zynisch dass auch klingt: es gibt wahrscheinlich für die Entwicklung des Landes wichtigere Flächen als die Felder einiger Kleinbauern, die bei der Räumung sicher höhere Priorität haben. Leider.

    Und noch was: Warum werden bei sowas nicht NATO-/UNO-Truppen mit passender Ausbildung/Equipment geschickt welche das minenräumen beschleunigen? Stadt hunderttausende zu Minenräumern auszubilden damit die Arbeit schnell getan ist, welche dann schnell wieder Arbeitslos wären. Nicht zu vergessen das nötige, danach sinnlose Equipment(nein, nicht nur Bajonett und Draht - Metalldetektoren, Transportmittel etc....). Das wäre mal eine friedenssichernde Maßnahme der etwas anderen Art. Denn kann sich das land ohne die Minengefahr besser entwicklen, haben mehr Leute Arbeit und Geld, sind zufriedener und die Bürgerkriegsgefahr(sowie die Anzahl der Flüchtlinge, auch richtung Europa) sinkt.


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