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Millionenverlust bei "John Carter": Disneys Monster-Flop

DisneyDas Science-Fiction-Spektakel sollte Disneys Antwort auf "Avatar" werden, doch es erweist sich als finanzielles Desaster. "John Carter" floppt, den Großteil der investierten 350 Millionen Dollar muss der Konzern abschreiben. Das Erstaunliche daran: Alle haben es vorher schon geahnt.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,822463,00.html
  1. #130

    Das Problem ist daß der Film den Zuschauer für blöd verkauft.

    Das fängt schon damit an das John Carter kein Problem hat in der Marsatmosphäre zu atmen. Gut, vielleicht hätte mans hinbiegen können das die Aliens 1912 eine Technologie hatten die eine künstliche Atmosphäre erschaffen hat. Aber nichts dergleichen wurde erklärt.

    Dann die gigantische Sprungkraft von John Carter, der Mars hat 1/3 der Erdanziehung, man kann also an die 15 Meter weit springen, aber nie im Leben 200 Meter. Gut, vielleicht hat er durch irgendwas anderes diese Kräfte bekommen, aber auch das wird nicht erklärt.

    Genauso wenig wird erklärt das er manchmal Superkräfte hat und manchmal wiederum nicht.

    Der Film wirkt als ob der Regisseur die Zuschauer für Trottel hält, hauptsache 3D und Action.

    Der Anfang des Films wirkt zudem wie eine typische alte Raumschiff Enterprise Folge. Ein außerirdische Volk, offensichtlich von den Römern inspiriert, mit komischen Ritualen und einer Prinzessin in die sich der Held verliebt.

    Der Film war insgesamt ok, aber ist definitiv kein Blockbuster, wirkt eher wie ein B-Film.

    Mit ein paar kleinen Änderungen hätte er Potential gehabt.

    z.B. er spielt nicht auf dem Mars. sondern einem anderen Planeten.

    Wenn er unbedingt auf dem Mars spielt hätte man das besser erklären müßen. z.B. entdeckt John Carter bei Ankunft Maschinen die eine künstliche Atmosphäre erzeugen ggfs. eine Tarnvorrichtung. Oder die Außerirdischen leben in unterirdischen Anlagen und außerhalb von diesen braucht man Raumanzüge.

    Die Super Hüpf Fähigkeit von John Carter wird dadurch erklärt das er in der Höhle ein Gerät findet womit man die Schwerkraft einstellen kann, oder man hätte was anderes gefunden. Dieses Gehüpfen wirkt generell irgendwie komisch, gerade so als müßte der Regisseur damit ein Kindheitstraume bewältigen :)

    Es hätte mehr als genügend Möglichkeiten gegeben daß besser zu lösen. Es ist mir ein Rätsel wieso Disney bei so einem großen Projekt nicht ein paar erfahrene Leute einen Blick auf das Drehbuch werfen lässt, diese Fehler sind ja offensichtlich.
  2. #131

    2D reicht

    Zitat von schattenparker Beitrag anzeigen
    ...da ist die ganze Handlung so gut wie vorhersehbar. Was ich unbegreiflich finde: habe 13 Euro im Kino dafür bezahlt- für eine Karte mitsamt 1 3d Brille. in Anbetracht des Films eine Katastrophe und rausgeschmissenes Geld. 3D finde ich auf Dauer viel zu anstrengend zu schauen, mein persönliches Fazit: sowas nie wieder.
    Bei mir 9,50 für den bei diesem Film sinnlosen 3D Effekt. Aber er lief nur in 3D, sehen wollte ich ihn trotzdem.
    Aus der Story hätte man mehr machen können. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, das da was fehlt. Ich fand ihn auch zu "hell", zuviel Sonne. Mars halt.
    Um ein kleines Spektakel im Kino zu erleben, reicht der Film allemal. Leider nicht zwingend in 3D.
  3. #132

    Zitat von martinm70 Beitrag anzeigen
    Das fängt schon damit an das John Carter kein Problem hat in der Marsatmosphäre zu atmen. Gut, vielleicht hätte mans hinbiegen können das die Aliens 1912 eine Technologie hatten die eine künstliche Atmosphäre erschaffen hat. Aber nichts dergleichen wurde erklärt.
    ...
    Es hätte mehr als genügend Möglichkeiten gegeben daß besser zu lösen. Es ist mir ein Rätsel wieso Disney bei so einem großen Projekt nicht ein paar erfahrene Leute einen Blick auf das Drehbuch werfen lässt, diese Fehler sind ja offensichtlich.
    Ich habe mir den Film gestern Abend auch endlich mal angesehen und muss komplett zustimmen.
    Angesichts der Materialschlacht ists erschreckend, wie wenig Gedanken man sich darum macht, worein all die Millionen investiert werden.
    Während des ganzen Film hatte ich ebenfalls andauernd die irritierenden "oh nein, oh mann, WARUM!?!?"-Momente, die einem die Immersion kaputt machen.
    Ganz am Schluss ist man geradezu sauer auf den Film.

    Man hätte das Buch inhaltlich und logisch an die Denkweise der heutigen Zeit adaptieren müssen, dann wäre es ein toller Streifen geworden.
    Denkfehler, die vor 100 Jahren nichtmal aufgefallen wären, bemerkt heute nunmal jedes 12jährige Kind.
  4. #133

    Popcorn-Kino

    Zitat von martinm70 Beitrag anzeigen
    Das fängt schon damit an das John Carter kein Problem hat in der Marsatmosphäre zu atmen. [...]
    Dann die gigantische Sprungkraft von John Carter [...] Mit ein paar kleinen Änderungen hätte er Potential gehabt, z.B. er spielt nicht auf dem Mars, sondern einem anderen Planeten.
    Mich hat der Film gut unterhalten. Und tatsächlich, hätte man dem Mars einfach durch einen beliebigen Fantasieplaneten wie Pandora ersetzt, wäre auch Burroughs zeitgenössisch bedingter, begrenzter Wissensstand über den Weltraum überhaupt negativ nicht aufgefallen.

    Lynn Collins hat mich übrigens dauernd an Simone Thomalla erinnert, die Ähnlichkeit ist verblüffend.








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