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Millionen Jahre isoliert: Uralt-Bakterien sind resistent gegen Antibiotika

Max WisshakMediziner fürchten Bakterien, die nicht mit Antibiotika bekämpft werden können. In der Natur sind solche Keime offenbar häufiger als angenommen: Selbst Bakterien, die vier Millionen Jahren isoliert lebten, wehren sich gegen die Medikamente.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...827084,00.html
  1. #1

    BILD Nivaux

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mediziner fürchten Bakterien, die nicht mit Antibiotika bekämpft werden können. In der Natur sind solche Keime offenbar häufiger als angenommen: Selbst Bakterien, die vier Millionen Jahren isoliert lebten, wehren sich gegen die Medikamente.

    Millionen Jahre isoliert: Uralt-Bakterien sind resistent gegen Antibiotika - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Herrlich, das ist ja BILD Nivaux, diese Überschrift!

    Die Bakterien "wehren" sich nicht - und es ist auch kein "intelligent Design" von einem Herren mit wallendem Gewand und weißem Rauschbart (Gott genannt).

    Das ist Evolution, und die ist ganz einfach:
    Option 1:
    Nicht resistent = nicht angepasst = sterben
    Option 2:
    Restisten = angepasst = überleben
  2. #2

    Noch zur Erläuterung:

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Herrlich, das ist ja BILD Nivaux, diese Überschrift!

    Die Bakterien "wehren" sich nicht - und es ist auch kein "intelligent Design" von einem Herren mit wallendem Gewand und weißem Rauschbart (Gott genannt).

    Das ist Evolution, und die ist ganz einfach:
    Option 1:
    Nicht resistent = nicht angepasst = sterben
    Option 2:
    Restisten = angepasst = überleben
    Noch zur Erläuterung:
    "Restisten" soll natürlich "Resitent" heißen.

    Einige Bakterien "schleppen" eine Resitenz mit sich sich "rum".
    Diese ist irgendwann ein mal zufällig (sic!) durch eine Mutation entstanden und wird nun weiter vererbt.
    Sie hat bisher nix genutzt und auch nix geschadet.

    Eines Tages kommt dann ein Antibiotika daher...
    Sei es vom Arzt verabreicht, oder von einem Wissenschaftler auf die Petrischale gepinselt.
    Die Bakterien die seid Jahrmillionen die Resitenz hatten sterben eben nicht, die anderen schon.

    Das ganze ist Evolutionslehre Kapitel 1.
  3. #3

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    ....
    Die Bakterien die seid Jahrmillionen die Resitenz hatten sterben eben nicht, die anderen schon.
    ....
    seidseit.de - Unterschied von seit und seid verstehen

    Wenn wir schon klug reden, dann richtig.
  4. #4

    Alles Feinheiten

    Zitat von Nachtwandler Beitrag anzeigen
    seidseit.de - Unterschied von seit und seid verstehen

    Wenn wir schon klug reden, dann richtig.
    Alles Feinheiten, inhaltlich hat er schon Recht. Der Gott der Evolution heisst Darwin.
  5. #5

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Noch zur Erläuterung:
    "Restisten" soll natürlich "Resitent" heißen.
    Sie müssen sich entscheiden zwischen Resistenz und Residenz. Resitenz ist mir nicht bekannt, außer die Resi auf dem Traktor.
    Die Bakterien die seid Jahrmillionen die Resitenz hatten sterben eben nicht, die anderen schon.
    Warum? Da es die Antibiotika bis vor kurzem nicht gab, brachte die Resistenz keinen Vorteil.
  6. #6

    bigtalkers are ten a penny

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Noch zur Erläuterung:
    "Restisten" soll natürlich "Resitent" heißen.

    Eines Tages kommt dann ein Antibiotika daher...
    .
    Noch zur Erläuterung:
    es muss natürlich Antibiotikum heißen....


    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Einige Bakterien "schleppen" eine Resitenz mit sich sich "rum".
    Diese ist irgendwann ein mal zufällig (sic!) durch eine Mutation entstanden und wird nun weiter vererbt.
    Sie hat bisher nix genutzt und auch nix geschadet.
    Nix genutzt und nichts geschadet. Wie wurde dann der Besitz von Resistenzgenen selektiert?
    Wenn ein solches Gen nix nutzt, verliert es sich sehr schnell!
    DAS ist Evolutionslehre Kapitel 1.
    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Eines Tages kommt dann ein Antibiotika daher...
    Sei es vom Arzt verabreicht, oder von einem Wissenschaftler auf die Petrischale gepinselt.
    Kommt eines Tages daher ....
    so so.
    Woher kommt es denn daher?
    Wer macht denn in der Natur Antibiotika? Und wozu?

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Die Bakterien die seid Jahrmillionen die Resitenz hatten sterben eben nicht, die anderen schon.
    Seit Jahrmillionen die Resistenz haben? Putzig!
    Im übrigen haben auch in der Natur die wenigsten Bakterien Resistenzgene dabei und sterben doch nicht!


    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Das ganze ist Evolutionslehre Kapitel 1.
    Das war Clownerie, die keinen penny wert ist.
  7. #7

    Da lacht ja die Bakterie

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Warum? Da es die Antibiotika bis vor kurzem nicht gab, brachte die Resistenz keinen Vorteil.
    Bis vor kurzem nicht?
    Seit wann ist bis vor kurzem?
    Woher kommen denn "plötzlich" die Antibiotika?
    Tip: Mal schlau machen, was Antibiotika sind!
  8. #8

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Wenn ein solches Gen nix nutzt, verliert es sich sehr schnell!
    Nicht zwangsweise. Oder besser gesagt: Die evolutionäre "Währung" ist in dem Punkt weniger der Nutzen als die Kosten. Eine neutrale Mutation kann dementsprechend durchaus erhalten bleiben, sofern sie nicht Gendrift o.ä. zum Opfer fällt. Noch plakativer wird das mit inaktiver DNS, die nicht exprimiert und darum erst recht nicht zwingend wegselektiert wird.

    Wer macht denn in der Natur Antibiotika? Und wozu?
    Beispielsweise Penicillium spp., meist zur Verdrängung oder Abwehr von Bakterien. Ok, sind natürlich keine Antibiotika im Sinne der Medikamentenklasse. Diese basieren aber auf natürlichen antibakteriellen Stoffen, haben also ein natürliches Äquivalent. Die Pharmakologie hat diesbezüglich nicht das Rad neu erfunden, sondern synthetisiert nur, was in ähnlicher Weise längst existiert. Weshalb es auch nicht überrascht, dass entsprechende Resistenzen schon seit frühem mikrobiellem Leben aufgetreten sein können.
  9. #9

    Salmonella sagt:

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Nicht zwangsweise.
    Nicht zwangsweise.
    Die Mehrzahl der Resistenzgene liegt bei Bakterien auf Plasmiden, die sehr wohl schnell verloren, wenn ein Selektionsdruck zur Beibehaltung entfällt.
    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Die evolutionäre "Währung" ist in dem Punkt weniger der Nutzen als die Kosten.
    Eben. Und die sind für eine derart "ökonomisierte" Lebensform wie ein Bakterium hoch, wenn es Tausende von Nucleotiden für ein überflüssiges Plasmid zusammenkleben muss.
    In einer Kultur sind plasmidgestützte Resistenzgene in einem Medium ohne Antibiotikum nach 48 Std. weg, wenn ich die Kultur ein paarmal passagiere und in exponentiellem Wachstum halte!

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Noch plakativer wird das mit inaktiver DNS, die nicht exprimiert und darum erst recht nicht zwingend wegselektiert wird.
    Gibt es bei Prokaryonten kaum!


    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Beispielsweise Penicillium spp., meist zur Verdrängung oder Abwehr von Bakterien..
    Richtig. Deshalb gibt es Antibiotika auch nicht erst "seit kurzem".

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Ok, sind natürlich keine Antibiotika im Sinne der Medikamentenklasse. .
    Nicht?
    Aber natürlich sind sie das!
    Fast alle mediz. genutzten Antibiotika sind Naturstoffe!
    Oder kennst du irgendein vollsynthetisches?
    Es gibt lediglich einige sog. "halbsynthetische", das heißt tatsächlich, chemisch leicht modifizierte Peniciline und Chinolone, um die Wirkung von resistenzvermittelnden Enzymen auszuhebeln.

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Weshalb es auch nicht überrascht, dass entsprechende Resistenzen schon seit frühem mikrobiellem Leben aufgetreten sein können.
    Eben.
    Drum.


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