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Millionen-Deal mit Jugendmagazin: Rechnungshof rüffelt Bundesagentur für "Bravo"-Koop
Bunt, großflächig, Oliver Pocher als Werbefigur - die Bundesagentur für Arbeit zahlt Millionen für Artikel in der Zeitschrift "Bravo". Der Bundesrechnungshof rügt das scharf: Beim "freihändig" vergebenen Auftrag gebe es kaum Kontrolle, zudem komme die Zusammenarbeit dem Partner McDonald's weit entgegen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...689785,00.html
- #20 20.04.2010 12:51 von Berta
- #21 20.04.2010 13:10 von
- #22 20.04.2010 13:21 von Berta
- #23 20.04.2010 15:17 von
sauber
Das sehe ich genauso, und gebe Ihnen da vollkommen recht. Allerdings ist es nicht wirklich ganz egal welches System wir haben. Das Projekt Kapitalismus produziert Egoisten, da man nur mit der Ellenbogen-,Nach-oben-schleimen und nach-unten-treten Phylosophie es zu was bringen kann respektive man wird in gewisse (ich nenne es mal) Kasten hineingeboren und hats deshalb gut im Leben.
B2T
das mit der Bravo ist natürlich ein Skandal, bzw eigentlich nicht das der Bund Gelder veruntreut is ja nix wirklich neues. Das allerdings kein Geld für Essen und Kleidung von Kindern da ist, stattdessen unsere ersicherungsgelder in O. Pochers Tasche landen is untragbar. Ausserdem was soll der Schwachsinn von wegen, so findest du deinen Traumjob. Das ist doch total daneben, den gibt es nicht. Man soll die Kinder nicht mit Seifenblasen vom schönen Leben blenden, sondern auf die realität vorbereiten. Es ist einfach nicht genügend Arbeit da, deshalb müssen sie darauf getrimmt werden sich zu bilden. Man muss herausfinden für was man jeden individuell begeistern kann, denn es gibt keine dummen Menschen, es gibt nur Menschen die sich für nichts begeistern können. Diese gelder hätten lieber in junge, motivierte neue Lehrer gesteckt werden sollen, da hätte man was erreichen könnnen, so bringt das Geld gar nichts. - #24 20.04.2010 15:41 von
weisungsgebunden
Staatsanwälte sind weisungsgebunden und die stellen vorher ein, bevor überhaupt ein Richter involviert ist.
Und alle zusammen sind doch Beamte und Kollegen. Damit stehen sie über dem normalen Bürger. Korrektur: stellen sich über den normalen Bürger.
Eine einfache Methode gegen die Veruntreuung von Steuern (andere sagen Verschwendung) wäre: namentliche Nennung aller am Entscheidungsprozess beteiligten Personen, inkl. Adresse. - #25 20.04.2010 16:10 von DieKleinenHaengtMan
Themenvorgabe kastriert keine Redaktion
Warum der Autor die unten zitierte Forderung des BRH als rätselhaft deklariert, erschließt sich mir nicht. Es widerspricht nicht der reaktionellen Freiheit, wenn ein Auftraggeber die Bearbeitung bestimmter Themen vorgibt (es spricht auch nichts dagegen, wenn die Redaktion den Auftraggeber dazu berät - erst bei einer Leistungsverweigerung müsste der Auftraggeber sich konsequenterweise aus dem Deal zurückziehen, aber das wird die Redaktion dann zur Mehrung ihrer Unabhängigkeitsanstrengungen wissend in Kauf nehmen).
Dass die "Bravo" redaktionelle Inhalte von knallharten Wirtschaftsinteressen abgrenzt, glaubt doch nicht einmal ihre Leserschaft (die interessiert's aber schlicht nicht). Also haben auch die da keinen Ruf zu verlieren. DIe nehmen das Geld, und fertig.
- #26 20.04.2010 16:32 von
Natürlich muss die BA jammern!
Sie wollen doch nicht ernsthaft die VerGabe/Verschiebung von super Aufträgen an Genossen und Sympatisanten verhindern?
Oder könnten Sie sich ein Kontrollsystem oder eine Offenlegung aller vergebenen Aufträge zwecks Wiedereingliederung ("Bildung" / "Praktikum" / 1 EUR-Job u.a.) vorstellen? So mit Nennung welche Beträge an wen und für welche Maßnahmen fließen und welche Verbindung zu welcher Partei besteht?
Würden Sie behaupten das Frau v.d.Layen tatsächlich die arbeitslosen Jugendlichen am Herzen liegen?
(Ich denke im Moment an wirtschaftlich arbeitende Hilfsorganisationen, die es geschafft haben einzelnen Menschen ein Leben in Würde und sozialer Geborgenheit zu ermöglichen.)
#Nachgedacht - #27 21.04.2010 06:44 von Jogiberlin
Über den Tisch gezogen
Ich sehe das so: die cleveren Redakteure haben im Einklang mit der Geschäftsführung des Bauer-Verlages die Bundesagentur für Arbeit kräftig gemolken, ohne dass diese das gemerkt hat. Spätestens bei der Vorstellung der Berufe Sängerin und Moderator hätte der Agentur mindestens 1 Licht aufgehen müssen. Der Wunsch der Agentur, in der "Bravo" den Beruf des Landwirts vorstellen zu können, zeigt mir, dass die Leute dort überhaupt keine Ahnung bzw. Einfühlungsvermögen besitzen, wie die Jugend von heute tickt. Sowas "uncooles" passt gar nicht in so eine Zeitschrift. Ergebnis: viel Geld für wenig Resultat - typisch Behörde!
- #28 21.04.2010 15:22 von
...
Eine Alternative wäre für die BA, einfach Anzeigen in der Bravo zu schalten. Dann kann die BA den "Bauer" oder "die Solarbranche" als supercoole Berufe hinstellen und so Jugendliche in Berufszweige vermitteln, in denen sie dann vielleicht auch einen Job kriegen. Das wäre besser, als fast 2,3 Mio. an den Bauer Verlag zu bezahlen, damit er den Jugendlichen vorgaukelt, TV - Moderator/in oder Sänger/in zu werden.
Zitat Spon:"So habe die Bundesagentur angeregt, den Landwirt als einen der wichtigsten grünen Berufe vorzustellen. Die Redaktion bürstete das mit dem Hinweis ab, die Leser würden sie "für verrückt halten", wenn sie den "Bauer als coolen Job" darstellte. Ähnlich ging es bei Berufen in der Solarbranche - "Bravo" wollte lieber "Die coolsten Traumjobs" wie Sängerin oder TV-Moderatorin."
Die Anzeigen kann die BA dann ja von einer jungen, "supercoolen" Agentur stylen lassen. - #29 21.04.2010 15:29 von
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