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Millionen-Deal mit Jugendmagazin: Rechnungshof rüffelt Bundesagentur für "Bravo"-Koop

Bunt, großflächig, Oliver Pocher als Werbefigur - die Bundesagentur für Arbeit zahlt Millionen für Artikel in der Zeitschrift "Bravo". Der Bundesrechnungshof rügt das scharf: Beim "freihändig" vergebenen Auftrag gebe es kaum Kontrolle, zudem komme die Zusammenarbeit dem Partner McDonald's weit entgegen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...689785,00.html
  1. #20

    "feine" dünne Schicht

    Zitat von gurkenhändler Beitrag anzeigen
    ...warum sich hier wieder aufgeregt wird. Also mein Plan geht auf. In 2-3 Generationen gibt es nur noch eine "feine" dünne Schicht die Geld und Macht hat und der Rest ist arm und versklavt. Egal ob schlau oder weniger schlau.

    Jetzt kann man natürlich noch über den Zeitplan diskutieren.
    Das ganze geht zum indischen Kastenwesen hin.
    Und ansonsten soll die BA bloß nie wieder rumjammern das
    die Kassen leer sind.
    Auch der Staatsanwalt der sowieso nichts macht ist einzuschalten.
  2. #21

    Zielgruppe erreicht!

    Zitat von Berta Beitrag anzeigen
    Das ganze geht zum indischen Kastenwesen hin.
    Und ansonsten soll die BA bloß nie wieder rumjammern das
    die Kassen leer sind.
    Naja, ich seh' das so: wäre das Geld nicht dafür ausgegeben worden, wäre es in irgendeinem anderen Loch versickert.
    Insofern hat es wenigstens die Zielgruppe mehr oder weniger optimal erreicht - von welchen Ausgaben der BA kann man _das_ schon behaupten?
    :-)))
  3. #22

    versickern

    Zitat von rainer_d Beitrag anzeigen
    Naja, ich seh' das so: wäre das Geld nicht dafür ausgegeben worden, wäre es in irgendeinem anderen Loch versickert.
    Insofern hat es wenigstens die Zielgruppe mehr oder weniger optimal erreicht - von welchen Ausgaben der BA kann man _das_ schon behaupten?
    :-)))
    Bei den Mengen die in Deutschland versickern,
    müsste der Staatsamnwalt Tag und Nacht arbeiten.
    Leider sprechen die Richter Alle wieder frei,zumindest
    die zur Kaste gehören.
  4. #23

    sauber

    Zitat von GM64 Beitrag anzeigen

    Es ist absolut idiotisch für irgend ein System zu kämpfen, weil nie wird es den Menschen dadurch automatisch gut gehen, weil die Qualität der Gesellschaft von der menschlichen Qualität ihrer Mitglieder abhängt.
    Wenn die dumm und egoistisch sind, dann ist es Schnurz egal ob man Kommunismus oder Kapitalismus hat, dann endet alles immer im Chaos.
    Das sehe ich genauso, und gebe Ihnen da vollkommen recht. Allerdings ist es nicht wirklich ganz egal welches System wir haben. Das Projekt Kapitalismus produziert Egoisten, da man nur mit der Ellenbogen-,Nach-oben-schleimen und nach-unten-treten Phylosophie es zu was bringen kann respektive man wird in gewisse (ich nenne es mal) Kasten hineingeboren und hats deshalb gut im Leben.

    B2T

    das mit der Bravo ist natürlich ein Skandal, bzw eigentlich nicht das der Bund Gelder veruntreut is ja nix wirklich neues. Das allerdings kein Geld für Essen und Kleidung von Kindern da ist, stattdessen unsere ersicherungsgelder in O. Pochers Tasche landen is untragbar. Ausserdem was soll der Schwachsinn von wegen, so findest du deinen Traumjob. Das ist doch total daneben, den gibt es nicht. Man soll die Kinder nicht mit Seifenblasen vom schönen Leben blenden, sondern auf die realität vorbereiten. Es ist einfach nicht genügend Arbeit da, deshalb müssen sie darauf getrimmt werden sich zu bilden. Man muss herausfinden für was man jeden individuell begeistern kann, denn es gibt keine dummen Menschen, es gibt nur Menschen die sich für nichts begeistern können. Diese gelder hätten lieber in junge, motivierte neue Lehrer gesteckt werden sollen, da hätte man was erreichen könnnen, so bringt das Geld gar nichts.
  5. #24

    weisungsgebunden

    Zitat von Berta Beitrag anzeigen
    Bei den Mengen die in Deutschland versickern,
    müsste der Staatsamnwalt Tag und Nacht arbeiten.
    Leider sprechen die Richter Alle wieder frei,zumindest
    die zur Kaste gehören.
    Staatsanwälte sind weisungsgebunden und die stellen vorher ein, bevor überhaupt ein Richter involviert ist.
    Und alle zusammen sind doch Beamte und Kollegen. Damit stehen sie über dem normalen Bürger. Korrektur: stellen sich über den normalen Bürger.

    Eine einfache Methode gegen die Veruntreuung von Steuern (andere sagen Verschwendung) wäre: namentliche Nennung aller am Entscheidungsprozess beteiligten Personen, inkl. Adresse.
  6. #25

    Themenvorgabe kastriert keine Redaktion

    Warum der Autor die unten zitierte Forderung des BRH als rätselhaft deklariert, erschließt sich mir nicht. Es widerspricht nicht der reaktionellen Freiheit, wenn ein Auftraggeber die Bearbeitung bestimmter Themen vorgibt (es spricht auch nichts dagegen, wenn die Redaktion den Auftraggeber dazu berät - erst bei einer Leistungsverweigerung müsste der Auftraggeber sich konsequenterweise aus dem Deal zurückziehen, aber das wird die Redaktion dann zur Mehrung ihrer Unabhängigkeitsanstrengungen wissend in Kauf nehmen).

    Dass die "Bravo" redaktionelle Inhalte von knallharten Wirtschaftsinteressen abgrenzt, glaubt doch nicht einmal ihre Leserschaft (die interessiert's aber schlicht nicht). Also haben auch die da keinen Ruf zu verlieren. DIe nehmen das Geld, und fertig.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Rechnungshof folgert daraus, die BA müsse versuchen, "einen ihrem finanziellen Beitrag angemessenen Einfluss auf die Auswahl und den Inhalt der Beiträge zu nehmen" und dies auch schriftlich vereinbaren, wenngleich in den Grenzen der redaktionellen Unabhängigkeit der "Bravo" - eine rätselhafte Forderung.
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...689785,00.html
  7. #26

    Natürlich muss die BA jammern!

    Zitat von Berta Beitrag anzeigen
    ....Und ansonsten soll die BA bloß nie wieder rumjammern das die Kassen leer sind.......
    Sie wollen doch nicht ernsthaft die VerGabe/Verschiebung von super Aufträgen an Genossen und Sympatisanten verhindern?
    Oder könnten Sie sich ein Kontrollsystem oder eine Offenlegung aller vergebenen Aufträge zwecks Wiedereingliederung ("Bildung" / "Praktikum" / 1 EUR-Job u.a.) vorstellen? So mit Nennung welche Beträge an wen und für welche Maßnahmen fließen und welche Verbindung zu welcher Partei besteht?

    Würden Sie behaupten das Frau v.d.Layen tatsächlich die arbeitslosen Jugendlichen am Herzen liegen?

    (Ich denke im Moment an wirtschaftlich arbeitende Hilfsorganisationen, die es geschafft haben einzelnen Menschen ein Leben in Würde und sozialer Geborgenheit zu ermöglichen.)

    #Nachgedacht
  8. #27

    Über den Tisch gezogen

    Ich sehe das so: die cleveren Redakteure haben im Einklang mit der Geschäftsführung des Bauer-Verlages die Bundesagentur für Arbeit kräftig gemolken, ohne dass diese das gemerkt hat. Spätestens bei der Vorstellung der Berufe Sängerin und Moderator hätte der Agentur mindestens 1 Licht aufgehen müssen. Der Wunsch der Agentur, in der "Bravo" den Beruf des Landwirts vorstellen zu können, zeigt mir, dass die Leute dort überhaupt keine Ahnung bzw. Einfühlungsvermögen besitzen, wie die Jugend von heute tickt. Sowas "uncooles" passt gar nicht in so eine Zeitschrift. Ergebnis: viel Geld für wenig Resultat - typisch Behörde!
  9. #28

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bunt, großflächig, Oliver Pocher als Werbefigur - die Bundesagentur für Arbeit zahlt Millionen für Artikel in der Zeitschrift "Bravo". Der Bundesrechnungshof rügt das scharf: Beim "freihändig" vergebenen Auftrag gebe es kaum Kontrolle, zudem komme die Zusammenarbeit dem Partner McDonald's weit entgegen.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...689785,00.html
    Eine Alternative wäre für die BA, einfach Anzeigen in der Bravo zu schalten. Dann kann die BA den "Bauer" oder "die Solarbranche" als supercoole Berufe hinstellen und so Jugendliche in Berufszweige vermitteln, in denen sie dann vielleicht auch einen Job kriegen. Das wäre besser, als fast 2,3 Mio. an den Bauer Verlag zu bezahlen, damit er den Jugendlichen vorgaukelt, TV - Moderator/in oder Sänger/in zu werden.

    Zitat Spon:"So habe die Bundesagentur angeregt, den Landwirt als einen der wichtigsten grünen Berufe vorzustellen. Die Redaktion bürstete das mit dem Hinweis ab, die Leser würden sie "für verrückt halten", wenn sie den "Bauer als coolen Job" darstellte. Ähnlich ging es bei Berufen in der Solarbranche - "Bravo" wollte lieber "Die coolsten Traumjobs" wie Sängerin oder TV-Moderatorin."

    Die Anzeigen kann die BA dann ja von einer jungen, "supercoolen" Agentur stylen lassen.
  10. #29

    ...

    Zitat von GM64 Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, dann waren die Bravo Leser immer etwas seltsam. Im Osten ist das noch mehr aufgefallen. Da mussten dann die Eltern enorm viel Geld in seltsame Klamotten investieren und die Kinder wurden zu Blödsinn animiert.
    Wenn man sich heute ein Kinderzimmer ansieht, dann gleicht es doch eher einer Müllhalde, weil da liegt nur Kram herum.
    Eigentlich sollte das logisch denkenden Menschen auffallen, aber da sorgt der Staat ja auch dafür, dass die Kinder nicht besonders klug sind.
    Ja, unsere Gesellschaft beruht halt auf dem Wettbewerb, und der findet oft auch eher unfair statt.
    Manche werden von Kindesbeinen an beschissen.
    Das Märchen mit dem Traumjob, und dass jeder auch einen Job bekommt, kann man ja auch nur glauben, wenn man das Hirn voller Rock Musik hat.

    Ich bin froh, dass ich keine Kinder habe, ich könnte ihnen keine Zukunft bieten.
    Der Bauern Job ist ein ganz toller Job, aber für viele unmöglich, weil man zum Bauern geboren sein muss.

    Das ist die ganze Wahrheit, aber die dürfen die Blödmänner, die Bravo lesen nicht wissen, weil man sich sonst Gedanken macht.
    Die einen sollen nicht merken, dass man ihnen etwas wegnimmt, und die anderen sollen nicht merken, dass sie nichts haben.

    Hauptsache es werden alle unglücklich gemacht.

    Die Bundesanstalt für Arbeit ist doch nur korrupt. Aber daran ist nicht das System Schuld, sondern der einzelne.

    Es ist absolut idiotisch für irgend ein System zu kämpfen, weil nie wird es den Menschen dadurch automatisch gut gehen, weil die Qualität der Gesellschaft von der menschlichen Qualität ihrer Mitglieder abhängt.
    Wenn die dumm und egoistisch sind, dann ist es Schnurz egal ob man Kommunismus oder Kapitalismus hat, dann endet alles immer im Chaos.

    Aber um diese Binsenweisheit zu erkennen, muss man einigermaßen klug sein.
    Nachdem ich Ihren Beitrag verdaut habe, stimme ich Ihnen in einem von Ihnen genannten Punkt 100 % zu: Auch ich bin sehr froh, dass Sie keine Kinder haben.


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