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Milliardenverlust bei JP Morgan: Die Rückkehr der Regulierer

AFPFlop mit Folgen: Der Milliardenverlust bei JP Morgan Chase hat die Aufseher in Washington aufgeschreckt. Sie wollen die Wall Street wieder stärker kontrollieren. Für JP Morgan zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem Verlust von zwei Milliarden Dollar bleiben wird.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832775,00.html
  1. #1

    Spiel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Flop mit Folgen: Der Milliardenverlust bei JP Morgan Chase hat die Aufseher in Washington aufgeschreckt. Sie wollen die Wall Street wieder stärker kontrollieren. Für JP Morgan zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem Verlust von zwei Milliarden Dollar bleiben wird.

    JP Morgan verzockt zwei Milliarden Dollar - SPIEGEL ONLINE
    Ich gehe jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit am Casino der Volksbank vorbei und habe mich immer gewundert warum das "Casino" heißt. Ok, Casino kann auch andere Bedeutungen haben (siehe Wiki) aber trotzdem beschreibt der Name dieser Einrichtung der Volksbank (wobei ich der Volksbank jetzt nichts unterstellen möchte, ich hebe eher auf das Wort "Bank" ab) ganz gut die Allgemeinsituation.

    In Banken wird gezockt. Das sind die Spielhöllen der BWLer und der Staat sollte das endlich als Glücksspiel brandmarken. Wo ist denn noch der Unterschied zwischen Pokern mit Raab auf pro7 und einem Bankenvorstand (wenn man mal von den Beträgen absieht)?
  2. #2

    Auf dem vielgepriesenen "freien Mark" hat auch jeder die Freiheit, sein Geld zu verspielen, zu verschenken, zu verbrennen. Blöd nur, wenn es nicht sein Geld ist (war), sondern das von anderen...
  3. #3

    Nun

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Flop mit Folgen: Der Milliardenverlust bei JP Morgan Chase hat die Aufseher in Washington aufgeschreckt. Sie wollen die Wall Street wieder stärker kontrollieren. Für JP Morgan zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem Verlust von zwei Milliarden Dollar bleiben wird.

    JP Morgan verzockt zwei Milliarden Dollar - SPIEGEL ONLINE
    da trifft's ja keinen Armen!
    Solange die Großbanken und Hedgefonds sich gegenseitig abzocken, kann das dem Otto Normalkunden schnurzpiepegal sein.
    Meinetwegen können die auch gegenseitiges Luxusyachtenversenken betreiben. Das würde wenigstens die Werftindustrie beleben.:-))

    Nur, diese Investment-(Zocker-/Spiel-)Banken müssen schnellstens vom normalen Commercial Banking getrennt werden, wenn man diesen blödsinnigen Derivatehandel nicht ganz verbieten kann(will?).

    Vorschlag: Wenn JPM so locker 2 Mrd verspielen kann, kann man doch ihnen (und anderen) auch solche Beträge wegsteuern und zum Staatsschuldenabbau verwenden.
    Dann wäre es wenigstens "vernünftig" angelegt.
  4. #4

    is klar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Flop mit Folgen: Der Milliardenverlust bei JP Morgan Chase hat die Aufseher in Washington aufgeschreckt. Sie wollen die Wall Street wieder stärker kontrollieren. Für JP Morgan zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem Verlust von zwei Milliarden Dollar bleiben wird.

    JP Morgan verzockt zwei Milliarden Dollar - SPIEGEL ONLINE
    Ich dachte die Wallstreet sollte ohnehin stärker kontrolliert werden. Das wäre die Lehre aus der Finanzkrise gewesen. Nun, offenbar wird es wohl nie dazu kommen.
  5. #5

    Falsche Brille

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Flop mit Folgen: Der Milliardenverlust bei JP Morgan Chase hat die Aufseher in Washington aufgeschreckt. Sie wollen die Wall Street wieder stärker kontrollieren. Für JP Morgan zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem Verlust von zwei Milliarden Dollar bleiben wird.

    JP Morgan verzockt zwei Milliarden Dollar - SPIEGEL ONLINE
    "Die Banker sind wie Kinder, die mit Sprengstoff spielen.", das eben ist falsch.

    Das sind keine Kinder, sondern Experten (nicht ironisch gemeint). Das 'Spielen mit Sprengstoff' ist eben meistens, aber nicht immer, sehr lukrativ und es ist der Job der 'Kinder' viel Geld in kurzer Zeit zu verdienen.

    Solange solche Geschäfte legal sind werden sie auch gemacht, wie andere Geschäfte auch.

    Herfried Münkler schlägt vor solche Geschäfte zu verbieten, anders geht es nicht.
  6. #6

    im gestrigen artikel war das geld noch weg, heute wird klar - was jeder der ahnung hat, auch schon gestern wußte - das geld ist nur in andere taschen gewandert.

    wo hier der skandal sein soll, verstehe ich nicht.
  7. #7

    Ein Freudenfest für Planwirtschaftler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Flop mit Folgen: Der Milliardenverlust bei JP Morgan Chase hat die Aufseher in Washington aufgeschreckt. Sie wollen die Wall Street wieder stärker kontrollieren. Für JP Morgan zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem Verlust von zwei Milliarden Dollar bleiben wird.

    JP Morgan verzockt zwei Milliarden Dollar - SPIEGEL ONLINE
    Statt nach imer mehr Regulierung zu rufen und damit letztendlich Innovation und den Unternehmergeist abzuwürgen - übrigens ohne damit wirklich die Risiken in den Griff zu bekommen, weil Umgehungsstrategien schneller umgesetzt werden als neue Regeln eingeführt werden können - sollten wir stattdessen einfach wieder markwirtschaftlichen Prinzipien zum Durchbruch verhelfen: wer sich verzockt, geht Pleite. Wie schnell wäre da die Risikobereitschaft der Banken auf ein vernünftiges Maß gestutzt?

    EIn wesentliches Prinzip der Marktwirtschaft ist es eben, dass Chancen und Risiken zusammengehören. Wenn Banken aber von Staats wegen nicht Pleite gehen können, dann wären sie doch bescheuert, wenn sie NICHT zocken würden: geht es gut, machen sie enorme Gewinnen, geht es schief, zahlt dafür der Steuerzahler die Zeche.

    Wieso können wir also einen Konkurs von Banken nicht akzeptieren? Was ist die sogenannte Systemrelevanz, die zumindest für den Finanzsektor den Markt abgeschafft hat?

    Da spielt z.B. die Abhängikeit des Staates von Krediten eine Rolle, die den Banken ein enormes Erpressungspotential verschafft hat; es gibt eine Kollaberation zum gegenseitigen Nutzen zwischen Banken und Politikern: die Banken finanzieren den Politiker ihre Wahlgeschenke, mit denen unsere Wählerbestechungsdemokratie am Laufen gehalten wird, dafür verspricht die Politik den Banken sie vor dem Bankrott zu retten, egal wieviel Unfug sie machen.

    Weiterhin haben die Zentralbanken in ihrem Versuch Rezession und Staatspleiten zu verhindern mit ihren billigen Krediten die Geldblase soweit aufgepumpt, dass der Konkurs einer großen Bank die Blase zum Platzen bringen könnte.

    Wenn wir unsere Handlungsfähigkeit nicht völlig einbüßen wollen, müssen wir uns was neues überlegen. Z.B.: das:

    Standpunkt: EU-Superstaatsgründung aus Angst vor Crash? - Europas Schuldenkrise - FAZ
  8. #8

    Kontrolle ist nicht genug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Flop mit Folgen: Der Milliardenverlust bei JP Morgan Chase hat die Aufseher in Washington aufgeschreckt. Sie wollen die Wall Street wieder stärker kontrollieren. Für JP Morgan zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem Verlust von zwei Milliarden Dollar bleiben wird.

    JP Morgan verzockt zwei Milliarden Dollar - SPIEGEL ONLINE
    Sämtliche Praktiken, die dem Kreislauf der Realwirtschaft das Geld entziehen, gehören abgeschafft, verboten und unter Strafe gestellt. Das betrifft sämtlche Formen der Spekulationen und Wetten.

    Mit Wirtschaft und der Realität hatte das nie etwas zu tun - es ist Glückspiel, in dem meist immer die selben Leute gewinnen. Und "Nein", der Neid ist nicht Quell der Äußerung - vielmehr sehe ich es als eine der Ursachen, warum die Welt immer wieder in Wirtschaftskrisen gerät, wie in den letzten Jahrzehnten zu beobachten ist und auch aktuell von statten geht. Aber wenn man "Systemfragen" stellt, ist man gleich ein "Linker" oder vielleicht sogar "Terrorist".
  9. #9

    Einzelne CDS, ausserboerslich, unkontrolliert,

    das habe ich ja noch annaeherungsweise verstanden. Keiner weiss, wer was haelt als Risikotraeger, Bank oder Hedgefonds, keiner weiss, wer hat die Papiere geordert, wie hoch und zu welchem Zwecke und wie die Risikopraemien per anno sich entwickeln. Dass jetzt aber auch noch Indices mit den entsprechenden Firmen drin börsengehandelt sind, die aehnliche Effekte wie die Einzelobjekte erzielen, das wusste ich nicht. Offensichtlich koennen ja sogar die Besten der Branche nicht richtig mit dem Kram umgehen. Was also sollen diese ganzen Derivate ? Das sind keine Aufgaben einer Bank, auch nicht die einer Investmentbank, sich in solchen windigen Indices mit Short- oder Longpositions rumzutreiben, vermutlich auch noch mit hoechstem Leverage. Was also jaulen die herum, wenn sie ihre Milliarden - Engagements,offensichtlich sogar im Gebrauchs-Margin-und Gesamt-Margin- Bereich, also muessen die Engagements im Handelsvolumen bei Billionen US-Dollar gelegen haben, nicht im Griff haben ?

    Wieso glauben Banker, sie koennten Computer programmieren und sie dann alleine lassen mit den Marktbewegungen. Das loeste schonmal 1987 einen globalen Boersencrash an den Aktienmaerkten aus.

    Wieso koennen die Hassadeure ihre Billionen - Handelsvolumina nicht stets augenfaellig nach dem 4 - Augenprinzip pro EDV - Handelsplatz ueberwachen und bei gewaltigen Marktbewegungen, welche sich gegen ihre Spekulationsrichtung entwickeln, sofort eingreifen und ihre Positionen glattstellen ? Oder sind diese Maerkte nicht sehr liquide ? Dann aber engagiert man sich nicht in Handelsvolumina mit Billionen - US-Dollar - Groesse. Also irgendwas haben sie falsch gemacht. Eindeutig. Spielern kann man nicht helfen. Ist schon im Casino so. Die hoeren nie auf, bevor die letzte Kohle nicht weg ist.


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