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Milliardenschwerer Forschungsplan: Das teuerste Gehirn der Welt
CorbisUS-Präsident Obama plant ein gigantisches Forschungsprojekt: Das menschliche Gehirn soll komplett kartiert werden, es wäre das größte wissenschaftliche Vorhaben seit Jahrzehnten. Experten hoffen auf Therapien gegen Alzheimer und Parkinson - und auf Erkenntnisse über unser Denken und Fühlen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-884147.html
- #110 19.02.2013 19:46 von
Aus echter Forschung lässt...
...sich auch kaum ein Thriller konstruieren - die (nicht sachkundigen) Zuschauer würden sich an einen Film nicht erinnern können, weil sie nach kurzer Zeit eingeschlafen wären, ein Buch hätten sie schnell entsorgt, weil es ihnen beim Einschlafen dauernd schmerzhaft auf die Nase fällt.
Vor längerer Zeit kannte ich einen Biologen, der diesbezüglich ein Projekt beschrieben hat, welches sich mit der Wasseraufnahme von Kleinsttieren beschäftigte. Über Jahre hinweg würde täglich gemessen, ansonsten passierte erst einmal nichts.
Action gibt es eher nicht. - #111 19.02.2013 21:02 von
Ach ja?
Und das sind z.B. welche?
Nach 10, 20, 30 Jahren?
Ich hatte als Beispiel die Bugradaufhängung. Etwas, das auch jedes zivile Flugzeuge hat. Und du denkst die rücken etwas raus, was nicht schon militärtechnisch veraltet ist und schon im zivilen Bereich entwickelt wurde? Werden deine Aufzählungen als Patente verkauft und die Einnahmen dem Kriegshaushalt zurückgeführt?
Was schätzt du denn, wie lange es dauert, bis Boing seine Militärtechnologie in die zivile Luftfahrt übernehmen darf? 1 Jahr, 5, 10, 20 Jahre? Könnte man die finanziellen Mittel und "manpower" zivil einsetzten, du würdest staunen wo wir heute technologisch schon wären, als Entwicklungen bis zu Jahrzehnten im Panzerschrank zu bunkern. - #112 19.02.2013 22:12 von
- #113 20.02.2013 06:51 von
In Kreise drehen
Die Zweifel von Skeptikern fuer das Programm kann ich verstehen.
Denn erstens kann ein Hirn mit seinen Funktionen wohl nicht losgeloest von dem ihn bildenden Koerper mit all seinen Rueckkopplungen betrachtet werden. Die Kenntnis der Funktionsweise alleine bringt deshalb wohl keinen Durchbruch aber vermutlich immerhin Anregungen, wo man weiterforschen koennte.
"Erkenntnis" wird eine Hirnkartierung natuerlich nicht schenken koennen.
Dass die Erkenntnisforschung sich selber zu beschreiben versucht, wird wohl kaum der Antrieb ernstzunehmender Hirnwissenschaftler sein. Das waere der Katze vergleichbar, die sich immer im Kreise dreht, um ihrem eigenen Schweif endlich zu erwischen. - #114 20.02.2013 08:42 von
Neurolino, Mitarbeiter des Hippocampus, sagt: die verstehen mich nicht
solange die Menschen glauben, dass Gehirn als Organ zu verstehen und keinen Begriff von der Widerspiegelungsfähigkeit des Psychischen im Gehirn kategorial denken zu können, werden sie das Geheimnis des Gehirns nie entschlüsseln oder verstehen.
- #115 20.02.2013 10:48 von
Schnarch
Welch revolutionäre Idee von Obama. Schon seit Jahren arbeiten etablierte Wissenschaftler im Human Brain Project (s. "Human Brain Project": Forscher basteln an der Hirnmaschine - SPIEGEL ONLINE) bzw. im Blue Brain Project (s. Bluebrain | EPFL) daran.
Statt das Rad neu zu erfinden, sollte man das Wissen lieber bündeln. - #116 20.02.2013 19:26 von
- #117 22.02.2013 21:44 von
Neuronen und Glia
Gibt es Detials zum Modell. Details: Am Neuron docken bis ca. 20 000 Synapsen an. All diese Kontaktenstellen werden zusätzlich durch Astrozyten begleitet. Also muß das Modell nicht nur die Neuronen abbilden, sondern auch die Astrozyten. Und da gibt es einen gewaltigen Unterschied zum Computer. Die Astrozyten bewerten stofflich, der Computer kann dies nicht. Auszug aus Wikipedia: "Ein Astrozyt ernährt mit seinen Zellfortsätzen mehrere Neurone und ein Neuron wird durch mehrere Astrozyten versorgt. Ersteres schafft energetische Abhängigkeiten. Die Reserven im Astrozyt sind gering. Verbraucht ein Neuron viel, so haben die anderen versorgten Neurone weniger." Wie will man diesen Fakt abbilden?
- #118 28.03.2013 21:25 von
Das Projekt wird an Details scheitern
Wenn der Nachbau gelingen soll, muß man die Details kennen. Und dies zu erkennen, ist mit heutigen technischen Möglichkeiten leider noch nicht möglich. Wieviele Gliazellen gibt es in Verhältnis zu den Neuronen? unklar. Jedes Neuron ist speziell optimiert. Es gibt keinen Typus am Neuron, welchen man millionenfach vervielfältigen kann. Wenn 20 000 Synapsen andocken, leitet ein Neuron entsprechend viele Erregungen durch und dies ganz speziell über das Axon an andere Neuronen. Es ist derzeitig unmöglich, dies analytisch zu erfassen. Und mit dieser Oberflächlichkeit soll nachgebaut werden?
FAZIT:
Entweder wissen die Projektanten zu wenig oder sind Scharlatane.
Aber vielleicht bringt das viele Geld neue Analyseverfahren. Diese sind aber dann teuer eingekauft. - #119 10.04.2013 10:36 von
Unsummen
verschlingt nicht die Forschung sondern die Behandlung von Hirnerkrankungen! 800 Milliarden Euro jährlich allein in Europa, das sind mehr als die Behandlungskosten für Krebs und Herz- u. Kreislauferkrankungen zusammengerechnet. Jeder Dritte erkrankt in seinem Leben an einer Hirnkrankheit. So gesehen fällt die derzeitige Investition in die Grundlagenforschung vielbzu gering aus. Oft kann man nur an Symptomen herumdoktern, weil man die Krankheit nicht versteht. Ich begrüße deshalb die Initiative Obamas und hoffe, dass Europa ebenfalls die Hirnforschung weiter vorantreibt.
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