Zitat von
bz63
"Im verkürzten Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2011 werden insbesondere im Zusammenhang mit Finanzderivaten gestellte oder erhaltene Barsicherheiten bei Vorliegen einer Nettingvereinbarung je Kontrahent saldiert unter den Forderungen an Kreditinstitute (per Saldo gestellte Barsicherheiten) bzw. unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (per Saldo erhaltene Barsicherheiten) ausgewiesen. Die entsprechenden fehlerhaften und unsaldierten Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2010 wurden in laufender Rechnung angepasst."
Die Bilanzsumme nach neuer Rechnung beträgt 300 Mrd EUR zum 30.6.2011 bzw. 330 Mrd EUR zum 31.12.2010. Nach alter (fehlerhafter) Rechnung wären es 355 Mrd EUR bzw. 357 Mrd EUR.
"Auswirkungen auf die Vermögenslage sowie Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage ergaben sich dadurch nicht."
"Korrektur der Bilanz keinerlei Einfluss auf den Staatshaushalt habe, da hier anders als bei den Daten zur Verschuldung von Eurostat die Aktiva gegengerechnet werden. Wir sind nicht um einen Euro reicher geworden"
Die Forderungen wie auch die Verbindlichkeiten wurden also um jeweils 55 Mrd zu hoch ausgewiesen. Die Bilanzsumme war um 55 Mrd. EUR zu hoch. Irgendwelche Gewinne/Verluste/Zinszahlungen, fehlende oder neu aufgetauchte Vermögensgegenstände entstehen daraus nicht.
Falsch war allerdings die Meldung an Eurostat. Dort wurde der deutsche Schuldenstand um 55 Mrd EUR zu hoch ausgewiesen (der Schuldenstand sinkt um 2,6 %).
Vielleicht findet sich ja irgendwann doch ein Journalist, der in der Lage ist die Sache korrekt darzustellen ...
Quellen:
- Halbjahresbericht der FMS Wertmanagement vom 14.10.2011
- AFP