Milliardengeschäft Spenden: "Viel Platz für Gauner und Abkassierer"

Fünf Milliarden Euro spenden die Deutschen jedes Jahr. Aber bei*denen, die das Geld dringend brauchen, kommt längst nicht alles an. In seinem Buch warnt Wirtschaftsjournalist Stefan Loipfinger vor Gaunern und Abzockern in der Spendenbranche - und das sind oft internationale Großorganisationen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,804306,00.html
  1. #1

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fünf Milliarden Euro spenden die Deutschen jedes Jahr. Aber bei*denen, die das Geld dringend brauchen, kommt längst nicht alles an. In seinem Buch warnt Wirtschaftsjournalist Stefan Loipfinger vor Gaunern und Abzockern in der Spendenbranche - und das sind oft internationale Großorganisationen.

    Milliardengeschäft Spenden: "Viel Platz für Gauner und Abkassierer" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Spenden kann so einfach sein: Man schaue sich in seiner nächsten Umgebung um, und spendet direkt an bedürftige Menschen - nicht über irgendwelche dubiose Organisationen.
    Einem Obdachlosen ein Weihnachtsessen spendieren, oder warme Kleidung zu geben wäre zB eine gute Sache. Das Geld kommt dann genau DA an, wo es nötig ist.
    Frohes Fest Ihnen allen.
  2. #2

    titelbefreit

    Zitat von flavio1 Beitrag anzeigen
    Spenden kann so einfach sein: Man schaue sich in seiner nächsten Umgebung um, und spendet direkt an bedürftige Menschen - nicht über irgendwelche dubiose Organisationen.
    Einem Obdachlosen ein Weihnachtsessen spendieren, oder warme Kleidung zu geben wäre zB eine gute Sache. Das Geld kommt dann genau DA an, wo es nötig ist.
    Frohes Fest Ihnen allen.
    Als jemand, der lange Jahre direkten Kontakt mit Obdachlosen hatte, möchte ich hier etwas korrigieren. In der Regel fehlt es den (deutschen) Obdachlosen nicht an Geld, sondern vor allem an menschlichem Kontakt. Spenden Sie zunächst einmal eine Unterhaltung, dann wissen Sie mehr.
  3. #3

    prima - der artikel ist wasser auf die mühlen derer, die gar nichts spenden - mit der begründung, dass ja das geld sowieso nicht ankommt. so kann man seinen geiz voll ausleben und muss noch nicht mal ein schlechtes gewissen haben.

    ich spende 30 euro pro monat für drei tsunami-patenkinder in südindien und 30 euro für einen tierschutzverein in spanien. und es ist mir wirklich nicht schwer gefallen, mich davon zu überzeugen, dass das geld dort ankommt, wo es gebraucht wird. beides sind übrigens organisationen, die keinen cent für werbung ausgeben.
  4. #4

    ...

    Zitat von Bobby Shaftoe Beitrag anzeigen
    prima - der artikel ist wasser auf die mühlen derer, die gar nichts spenden - mit der begründung, dass ja das geld sowieso nicht ankommt. so kann man seinen geiz voll ausleben und muss noch nicht mal ein schlechtes gewissen haben.

    ich spende 30 euro pro monat für drei tsunami-patenkinder in südindien und 30 euro für einen tierschutzverein in spanien. und es ist mir wirklich nicht schwer gefallen, mich davon zu überzeugen, dass das geld dort ankommt, wo es gebraucht wird. beides sind übrigens organisationen, die keinen cent für werbung ausgeben.
    Sie wissen also genau was in Südindien und Spanien mit Ihrem Geld passiert. Seien Sie mir nicht böse aber das ist Blödsinn. Wie ein Forist schon bemerkte lieber direkt als über Umwege. Und für Afrika zu spenden erhöht m.M. nach die Bedürftigkeit. Vom Bereichern mal ganz abgesehen.
  5. #5

    *

    Ich schütze die Menschen und tue ihnen gutes, in dem ich nicht spende. Denn, wenn für mein Spendengeld, Kalaschnikow oder Mienen gekauft werden, oder in die Korruption, den Drogenhandel oder sonstige dunkle Kanäle fließt, führt das den Menschen wohl eher Schaden zu. Auch wenn die Gelder für Lustreisen verschwendet werden, behalte ich es lieber für mich und tue mir selber was gutes.
  6. #6

    Herzallerliebst

    Bei SPIEGEL-Online blickt man nicht selten ganz oben auf drei nette Gesichter dunkelhäutiger Kinder, herzallerliebst, es geht um Reklame für die Übernahme von Patenschaften - die Pentranz dieser Werbung kann man per Mausklick schnell selbst erfühlen, hier:
    https://www.kindernothilfe.de/ldp/patenschaft.html

    Nun könnte ich ausführen, worum es mir geht... aber heute ist ja Weihnachten, das Fest des Friedens und der Liebe. Um ein bisschen anzugeben, sei angemerkt, dass auch ich spende, nicht ständig, nicht allzu viel, bestimmt nicht, auch nicht im Ausland, fast nur in meiner weiteren Umgebung und dann nur direkt ohne Umwege.
  7. #7

    Die Seriosität des Herr Loipfinger darf man wohl in leichte Zweifel ziehen:

    ngo dialog: AKTUELLE DEBATTE: Charity Watch: Wer urteilt über uns?

    sage die wahrheit

    Die Autorin des Artikels, Beatrix Boutonnet, "hat Betriebswirtschaft in München und Toulouse studiert. ..... Seit 2000 arbeitet sie als Wirtschaftsjournalistin im Journalistenbüro Loipfinger/fondstelegramm.de." (Verlagsinformation zum Buch "Geschlossene Immobilienfonds

    Ich denke, selbstklärend.
  8. #8

    Zynismus!

    Zitat von TvanH Beitrag anzeigen
    Ich schütze die Menschen und tue ihnen gutes, in dem ich nicht spende. Denn, wenn für mein Spendengeld, Kalaschnikow oder Mienen gekauft werden, oder in die Korruption, den Drogenhandel oder sonstige dunkle Kanäle fließt, führt das den Menschen wohl eher Schaden zu. Auch wenn die Gelder für Lustreisen verschwendet werden, behalte ich es lieber für mich und tue mir selber was gutes.
    Wie wäre es statt derart zynisch aufzutrumpfen, wenn Sie direkt spenden? Wahrscheinlich gehören Sie aber auch eher zu der Sorte Mensch die wegschaut, wenn es Menschen nicht so gut geht, die weghört wenn von Sorgen berichtet wird, weil es wie eine ansteckende Krankheit wirken könnte.
    Sie gieren nach dem eigenen "Reichtum" und vergessen darüber das Reichtum viel mehr als Geld und oder Macht ist!

    Besinnliche Weihnachten!

    #Nachgedacht
  9. #9

    Geld lässt die eigenen Verbrechen nicht verschwinden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fünf Milliarden Euro spenden die Deutschen jedes Jahr. Aber bei*denen, die das Geld dringend brauchen, kommt längst nicht alles an. In seinem Buch warnt Wirtschaftsjournalist Stefan Loipfinger vor Gaunern und Abzockern in der Spendenbranche - und das sind oft internationale Großorganisationen.

    Milliardengeschäft Spenden: "Viel Platz für Gauner und Abkassierer" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Man könnte natürlich die Frage aufwerfen, ob es überhaupt der entscheidende Schritt ist, Geld zu geben wenn man etwas Gutes tun möchte oder ob diese Gabe oft eigentlich einfach nur einen Obolus zum Freikauf des eigenen Gewissens darstellt, welches bei genauerer Betrachtung tiefschwarz sein müsste.

    Jemand der z.B. 10 Euro für den Tierschutz spendet und sich dann ein Hähnchen in die Röhre schiebt, dass dafür sein ganzes Leben von Anfang bis Ende in einer fensterlosen Halle bzw. Hölle eingepfercht war, sollte sich nicht einbilden ein tierschützender Mensch zu sein. Faktisch ist er oder sie genau das Gegenteil, das lässt sich mit dem Geld nicht ändern.