REUTERSDem japanischen Staat droht das Geld auszugehen. Grund ist ein Parteienstreit, Regierung und Opposition können sich nicht auf die Ausgabe neuer Anleihen einigen. In einer Blitzaktion werden nun Ausgaben gestrichen, es geht um umgerechnet 50 Milliarden Euro.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...854448,00.html
Blöd nur, dass man für alle Schäden vom Atomkraftwerk in Fukushima haftet und bezahlt. Wofür gibt es Versicherungen oder die Milliardengewinne der Unternehmen? Aber bei der Verstrickung von Politik und Wirtschaft wird man wohl davon ausgehen können, dass niemals nie Subventionen angetastet werden. An der Bildung der Jugend aber kann man sparen! Auch an der Infrastruktur und der Steuerfahndung.
Ich habe hier in vielen Beiträgen schon oft genug über Veränderungen geschrieben, bin nicht nur bei Sprüchen geblieben.
Veränderungen wären, wenn man dieses System mal wieder in seinen Grenzen hält und es nicht sinnlos ausufern lassen würde.
Ich bin kein Revolutionär, es reicht im Augenblick schon aus, wenn es einen gezügelten Kapitalismus erneut gebe, die soziale Marktwirtschaft ist imgrunde nicht zu schlecht.
Aber mit dem Zusammenbruch des Ostblocks hat man eben all das wieder zurückgefahren.
Es gibt nun für das Kapital keine entgegengesetzte Gesellschaft mehr und sie sehen sich als grenzenlose Sieger an und das lassen sie den Menschen nun auch spüren.
Refomieren kann man dieses System nicht, aber man kann versuchen es in bestimmte Grenzen zu setzen und man sollte das neoliberale Gedankengut Einhalt zugebieten, denn es schafft nur ständig kürzere Abstände zwischen den Krisen.
Es gibt kein Gesellschaftssystem dass nicht auch von Zeit zu Zeit Probleme und Krisen durchlaufen muss, nur sollte man daraus lernen und Schlußfolgerungen ziehen.
Aber für einige wenige zählt nicht mehr das Gesellschaftliche, sondern nur noch der schnelle Maximalprofit und das muss zwangsläufig immer gegen die Wand gehen.
HR
Warum probieren sie denn nicht mal, mit den aktuellen Einnahmen hinzukommen, auch wenns schmerzhaft ist.
zu viel geld scheint der japanische Staat aber trotzdem zu haben.
immerhin stecken sie jaehrlich millionen an staatsgeldern in die subventionierung des hoch defizitaeren Walfangs, ja selbst aus spendengeldern die eigentlich den erdbebenopfern zugute kommen sollten wurde der Walfang unterstuetzt.
zumindest mitleid ist da erst mal fehl am platz...
Hatte SPON-Kommentator Münchau uns nicht Japan als besonderes gutes Beispiel empfohlen?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/muenchau-warum-draghis-programme-keine-inflation-bringen-a-854001.html