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Militärmuseum der Bundeswehr: Wie man ohne Pathos vom Krieg erzählt

Dresden war im Zweiten Weltkrieg zugleich Opfer- und Täterstadt - und ist deswegen ein idealer Ort für das erste gesamtdeutsche Militärmuseum. Die Bundeswehr verspricht hier einen neuen Blick auf den Krieg:*Es geht vor allem um das Leid, das er hervorruft.*Ein sehr deutsches Projekt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...772326,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dresden war im Zweiten Weltkrieg zugleich Opfer- und Täterstadt - und ist deswegen ein idealer Ort für das erste gesamtdeutsche Militärmuseum. Die Bundeswehr verspricht hier einen neuen Blick auf den Krieg:*Es geht vor allem um das Leid, das er hervorruft.*Ein sehr deutsches Projekt.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...772326,00.html

    Sehe es ähnlich. Und diese negative Betrachtungsweise der Kriege ist begrüßenswert. Umso mehr, wenn dies an "offizieller und repräsentativer Stelle" geschieht. Wenn andere Länder dazu neigen, sich für Feldzüge und damit auch allen "Nebengeräuschen" (Folter, Mord, Vergewaltigungen auch an der Zivilbevölkerung), zu feiern, ist eher dies ein Defekt.
  2. #2

    Alles Gute!

    Man kann den Dresdnern Museumsmachern nur alles Glück für ihr riesiges Projekt wünschen. Der kultur- und sozialhistorische Blick auf das Militär ist zeitgemäß und reflektiert, aber auch das notwenidige "Kerngeschäft" (Technik und Taktik als Faktoren) verschwindet allen Unkenrufen zum Trotz nicht.

    So ist die "Moderne Militärgeschichte", wie sie gern genannt wird, allen Besuchergruppen zugänglich - dem kritischen Linken ebenso wie dem traditionsorientierten Konservativen oder dem "rein technisch" interessierten Besucher. Und alle können sich aneinander reiben, voneinander lernen, diskutieren, sich streiten - so muss ein Museum sein!

    In einem enormen Kraftakt wird hier ein Museum geschaffen, dass hoffentlich für viele Jahre leitend für das breite Verständnis von Militärgeschichte sein wird.
  3. #3

    Erinnerung

    das kann keine Ausstelung wiedergeben.
    Ein junger Soldat mit Bauchschuss in einem Zug des Roten Kreuzes - Winter arschkalt und auf Stroh gebettet das rot von Blut ist. Seine Schreie und die Schmerzenslaute der anderen Schwerstverwundeten. Stundenlang das rattern der Räder mit kuzrzen Pausen wegen Tieffliegerangriff. Eine Reise / Flucht von Graudenz/ Grudziads a.d.Weichselnach Hamburg.Keine Toilette an Bord ,kein Wasser! Der Bauchschuss hat Durst. Darf er trinken,fragt meine Mutter den Sani ? Ja er darf, einen Eiszapfen von der Lomotive holt ihn meine Mutter, bei einem kurzen Stopp! Woher auch sonst ? Am nächsten Morgen wird er neben Bahngleisen abgelegt, Tot. Der Geruch von Blut , Scheiße ,Angst und Tränen wabert durch den Waggon. Ein anderesmal, ich schon drinnen im Zug, durch das Fenster von einen Soldaten hereingeholt, während der Zug anfährt. Meine Mutter neben den Zug schreiend herrennt und schreit : " Mein Kind,Mein Kind"! Soldat und Mutter höre ich noch heute nachts im Schlaf schreien.

    Zur Erklärung : Wer als Soldat in einem Rotenkreuzzug Transportiert wurde, weiß das in einem solchen Zug ,üblicherweise keine Kinder und Frauen mitfahren.
    Wir hatten eine Sondergenehmigung von einem, ich nenne ihn mal einen hohen Feldarzt, der meine Mutter schon als Medzinstudent kennen und lieben gekernt hatte und sie In Graudenz wiederfand.
    Das wäre Stoff für einen Film ,aber ein anderes mal!
    Ich schwöre ,dass ich hier die Wahrheit geschrieben habe.
    Und genau DAS, kann kein noch so gut gemachtes Museum auch nur annähernd darstellen.
  4. #4

    kein titel

    Schrecklich da wird ein an sich gutes Projekt genutzt sich wieder selbst zu erniedrigen und die deutsche Geschichte auf wenige Jahre zu reduzieren.

    Wir sollten so mit unserer Geschichte und unserer Armee umgehen wie jedes andere Land auch.
  5. #5

    Wann endlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dresden war im Zweiten Weltkrieg zugleich Opfer- und Täterstadt - und ist deswegen ein idealer Ort für das erste gesamtdeutsche Militärmuseum. Die Bundeswehr verspricht hier einen neuen Blick auf den Krieg:*Es geht vor allem um das Leid, das er hervorruft.*Ein sehr deutsches Projekt.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...772326,00.html
    hört dieser unsägliche Nationalmasochismus auf, der - aus welchen Gründen auch immer - Deutsche dazu veranlasst, Opferzahlen wie in Dresden bis auf eine Marginalie herunterzurechnen und die Handlungen des eigenen Staates als »Singulares Ereignis« aus dem Reich des Bösen dazustellen?

    Wie kann Dresden Täterstadt sein? Kann eine Stadt das überhaupt? Sind es nicht immer Menschen, die handeln? Welch Unfug, nur um wieder eine Schlagzeile zu produzieren?!

    Und dann die unsägliche, einleitende Geschichte mit den vergewaltigten griechischen Frauen. Leider gibt es so gut wie keine Möglichkeit, diese Unterstellung auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass einer der Hauptzeugen der Nürnberger Prozesse, der Tscheche Vrba, der seine Auschwitz-Geschichte millionenfach nach dem Krieg verkaufte, im kanadischen Zündel-Prozess einräumen musste, alle Schilderungen erfunden und erlogen zu haben. Es wurde von ihm unter dem Rubrum »dichterische Freiheit« subsumiert.

    Noch ein Wort zu den deutschen Soldaten: Die deutsche Armee war die disziplinierteste des 2. WK, was ihr selbst die einstigen Feinde attestierten. Vergewaltiger kamen sofort vor ein Kriegsgericht und wurden meistens standrechtlich erschossen. Doch davon darf hier wohl keine Rede sein, oder?
  6. #6

    Traumtanz

    Zitat von treverxy Beitrag anzeigen
    Noch ein Wort zu den deutschen Soldaten: Die deutsche Armee war die disziplinierteste des 2. WK, was ihr selbst die einstigen Feinde attestierten. Vergewaltiger kamen sofort vor ein Kriegsgericht und wurden meistens standrechtlich erschossen. Doch davon darf hier wohl keine Rede sein, oder?
    Na, hoffentlich nicht, weil dieser Mythos durch die Forschung zerlegt worden ist.
  7. #7

    Täterstadt?

    man müsste mal die ca.300000 tsd.deutschen Zivilisten fragen,darunter viele Frauen und Kinder die von den allierten Terrorbombern zu Asche gebombt wurden,was die von dieser Beschreibung halten.Ach ja, laut BRD Geschichtsschreibung betragen die Opferzahlen gerade mal 25000.Es gehört ja zum guten Ton deutsche Opferzahlen zu minimieren und andere Opferzahlen mit Hilfe des Gesetzes hochzuschrauben. Habe ich ganz vergessen....
  8. #8

    Kein bisschen Bedauern

    Zitat von treverxy Beitrag anzeigen

    Noch ein Wort zu den deutschen Soldaten: Die deutsche Armee war die disziplinierteste des 2. WK, was ihr selbst die einstigen Feinde attestierten. Vergewaltiger kamen sofort vor ein Kriegsgericht und wurden meistens standrechtlich erschossen. Doch davon darf hier wohl keine Rede sein, oder?
    An was für Märchen glauben sie eigentlich ?

    Dieser Artikel dürfte wohl ihre "patriotische" These wiederlegen: http://einestages.spiegel.de/static/...deutschen.html

    Es ist echt immer wieder traurig zu sehen wie selbst nach mehr als einem halben Jahrhundert intensivster Aufklärungsarbeit über den 2. Weltkrieg und all seiner Verbrechen die von deutschen Soldaten begangen wurden, einige geschätzte Mitbürger alles zu wiederlegen versuchen.

    Merken sie sich, selbst WENN irgendein Ausschwitz-Häftling, der später mal als Autor Karriere gemacht hat, Geschichten erfunden hat, so kann seine Fantasie wohl kaum mit dem Wahnsinn und der Grausamkeit der damaligen Realität mithalten. Der Holocaust und der 2.Weltkrieg waren die schlimmsten von Deutschen verursachten Ereignisse der Geschichte. Daran muss man sich erinnern und deswegen ist dieses Museum absolut gerechtfertigt
  9. #9

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dresden war im Zweiten Weltkrieg zugleich Opfer- und Täterstadt - und ist deswegen ein idealer Ort für das erste gesamtdeutsche Militärmuseum. Die Bundeswehr verspricht hier einen neuen Blick auf den Krieg:*Es geht vor allem um das Leid, das er hervorruft.*Ein sehr deutsches Projekt.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...772326,00.html
    in der Tat, ein sehr deutsches Projekt. Ich hoffe aber, daß es nicht nur deutsches Publikom anlocken wird, sondern internationales.








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