Militärforschung: Britische Elite-Unis bekommen Rüstungs-Millionen

Getty Images/ BAE SystemsMilitärforschung in Großbritannien: 18 der besten britischen Unis räumen ein, mehr als hundert Millionen Euro von Rüstungsfirmen und vom Verteidigungsministerium bekommen zu haben. Ein moralisches Problem sehen die meisten darin nicht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...851912,00.html
  1. #1

    Skandal!

    Da ist auch kein Problem dran. Forschung bleibt Forschung, unabhängig von den Geldgebern und dem Ergebnis. Die Verwendung der Erkenntnisse ist dann etwas völlig anderes!

    Wer an U-Booten forscht, um das Bild herzunehmen, der forscht gleichzeitig für sparsamere Schiffsformen. Für Effizienz. Für Umweltschutz. Ganz besonders auch für Lärmschutz unter Wasser. Alles heere Ziele!

    Und wenn man auf das Geld der Rüstung verzichtet? Nun, wenn man dann überhaupt noch daran forschen kann, dann erforscht man genau die gleichen Dinge. Statt dass es sich die Schiffsbauer aber bei den U-Booten abschauen, schauen es sich die U-Boote bei den Schiffsbauern ab. Bravo!

    Dann lieber 100 Millionen mehr für GUTE Forschung! Endlich bitte auch hier, ganz offen und ehrlich!
  2. #2

    Wann lernen es unsere lieben Journalisten endlich...

    Rolls-Royce Motor Cars hat seit mehr als 10 Jahren nichts mit der hier gemeinten Rolls-Royce plc zu tun. Letztere ist in der Luft- & Schifffahrt (auch militärisch) und Energietechnik aktiv.
  3. #3

    Zitat von jObserver Beitrag anzeigen
    Forschung bleibt Forschung, unabhängig von den Geldgebern und dem Ergebnis. Die Verwendung der Erkenntnisse ist dann etwas völlig anderes!
    Na ja, man kann die Forschung jetzt nicht pauschal von ihrer Verantwortung entbinden; nach dem Motto: Ich habe doch Pestizide entwickelt, keine Chemiewaffen.

    Ich finde ein anderen Punkt zu kurz gedacht; in einigen Branchen gibt es überhaupt keine bzw. kaum Hersteller in Deutschland, die keine Rüstungssparte haben bzw. für die Rüstung produzieren. Seien es jetzt Airbus sprich EADS oder Mercedes Benz, eine strikte Einhaltung solcher Auflagen ist kaum durchführbar. Wenn man jetzt anfängt, Einzelfälle zu prüfen, ist man schnell an dem Punkt: wenn ich dieses Rohr jetzt aber umdrehe, erhalte ich nicht dingens sondern bummens, sprich: das ganze wird zu Orakel, ob denn eine nicht-zivile Nutzung denkbar ist.
  4. #4

    Heuchelei!

    Es ist ja schön und gut, an den Universitäten und Forschungseinrichtungen sich frei halten zu wollen von ethisch verwerflichen Themen und Unterstützungen. Forschungsarbeiten für Sicherheit und Verteidigung gehören aber schlichtweg NICHT zu solchen verwerflichen Themen! Es sind die Grundlagen unseres Lebens in Ruhe und Sicherheit, wofür ein Mindestmaß eigener Sicherheitsvorsorge und damit auch eigene Sicherheitskräfte und Streitkräfte garantieren. Will jetzt also langsam akademischen Elfenbeinturm sitzt, und mein, damit habe er nichts zu tun, ist absolut naiv und weltfremd. Sicherheit ist ein Gut, welches man erst zu schätzen weiß, wenn sie nicht mehr gegeben ist. Angst ist ein enormer Faktor, um Menschen zu bewegen. Aber wenn angst kommt, ist es eh zu spät. Und dann haben all diejenigen, die mit ihren Zivil Klauseln sich fein rausgehalten haben, versagt.
    Viele Aktivisten sollten auch mal ihre Professoren fragen, für welche Themen sie so Drittmittel einnehmen, die absolut gesellschaftsschädlich sind. Autofahren, rauchen, Atomkraft, häusliche Gewalt - eine Menge ist möglich. Ich halte diese Heuchler nicht mehr aus. Genauso wenig aber auch Redakteure beim Spiegel, die bei jeder kleinsten Meldung über Panzer Exporte auf der Palme zu sein scheinen. Jeder Staat hat eine Armee. Entweder die eigene, oder eine fremde. Und das wollen wir wirklich nicht.
  5. #5

    Zitat von peter_30201 Beitrag anzeigen
    Na ja, man kann die Forschung jetzt nicht pauschal von ihrer Verantwortung entbinden; nach dem Motto: Ich habe doch Pestizide entwickelt, keine Chemiewaffen.
    Wieso sollte man einem Forscher vorwerfen wenn seine zivil gedachte Erfindung militärisch zweckentfremdet wird ?

    Das ist doch genauso unsinnig wie einem Messerhersteller in Haftung nehmen zu wollen weil jemand mit dem Küchengerät seine Frau erstochen hat.
  6. #6

    Zitat von bertburk Beitrag anzeigen
    Wieso sollte man einem Forscher vorwerfen wenn seine zivil gedachte Erfindung militärisch zweckentfremdet wird?
    Weil solch unreflektiertes Verhalten für einen Forscher unwürdig ist. Das ist eine billige Ausrede, um keine Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Dann können Sie auch sagen, "Ich habe nur Befehle befolgt!"
  7. #7

    Kann man auch ganz anders sehen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Militärforschung in Großbritannien: 18 der besten britischen Unis räumen ein, mehr als hundert Millionen Euro von Rüstungsfirmen und vom Verteidigungsministerium bekommen zu haben. Ein moralisches Problem sehen die meisten darin nicht.

    Militärforschung: Britische Unis bekommen Geld von Rüstungsfirmen - SPIEGEL ONLINE
    Man kann den moralischen Ansatz auch umdrehen:
    Es ist moralisch nicht zu vertreten, nicht an der Verbesserung von Waffen zu forschen.
    Niemand wird bestreiten können, dass die jüngsten Kriege und kriegsähnlichen Konflikte ohne die stattgehabte Verbesserung der angewendeten Waffen wesentlich mehr Opfer gefordert hätten.
    Was ist also "moralischer" ? Die Technologie von immer genauer treffenden Waffen zu weiter entwickeln oder auf dem technologischen Stand z.B. der Zeit des Vietnamkrieges zu verharren?
    D
  8. #8

    Zitat von auswertung Beitrag anzeigen
    Es ist ja schön und gut, an den Universitäten und Forschungseinrichtungen sich frei halten zu wollen von ethisch verwerflichen Themen und Unterstützungen. Forschungsarbeiten für Sicherheit und Verteidigung gehören aber schlichtweg NICHT zu solchen verwerflichen Themen! Es sind die Grundlagen unseres Lebens in Ruhe und Sicherheit, wofür ein Mindestmaß eigener Sicherheitsvorsorge und damit auch eigene Sicherheitskräfte und Streitkräfte garantieren. Will jetzt also langsam akademischen Elfenbeinturm sitzt, und mein, damit habe er nichts zu tun, ist absolut naiv und weltfremd. Sicherheit ist ein Gut, welches man erst zu schätzen weiß, wenn sie nicht mehr gegeben ist. Angst ist ein enormer Faktor, um Menschen zu bewegen. Aber wenn angst kommt, ist es eh zu spät. Und dann haben all diejenigen, die mit ihren Zivil Klauseln sich fein rausgehalten haben, versagt.
    Viele Aktivisten sollten auch mal ihre Professoren fragen, für welche Themen sie so Drittmittel einnehmen, die absolut gesellschaftsschädlich sind. Autofahren, rauchen, Atomkraft, häusliche Gewalt - eine Menge ist möglich. Ich halte diese Heuchler nicht mehr aus. Genauso wenig aber auch Redakteure beim Spiegel, die bei jeder kleinsten Meldung über Panzer Exporte auf der Palme zu sein scheinen. Jeder Staat hat eine Armee. Entweder die eigene, oder eine fremde. Und das wollen wir wirklich nicht.
  9. #9

    Moral

    Zitat von auswertung Beitrag anzeigen
    Es ist ja schön und gut, an den Universitäten und Forschungseinrichtungen sich frei halten zu wollen von ethisch verwerflichen Themen und Unterstützungen. Forschungsarbeiten für Sicherheit und Verteidigung gehören aber schlichtweg NICHT zu solchen verwerflichen Themen! Es sind die Grundlagen unseres Lebens in Ruhe und Sicherheit, wofür ein Mindestmaß eigener Sicherheitsvorsorge und damit auch eigene Sicherheitskräfte und Streitkräfte garantieren. Will jetzt also langsam akademischen Elfenbeinturm sitzt, und mein, damit habe er nichts zu tun, ist absolut naiv und weltfremd. Sicherheit ist ein Gut, welches man erst zu schätzen weiß, wenn sie nicht mehr gegeben ist. Angst ist ein enormer Faktor, um Menschen zu bewegen. Aber wenn angst kommt, ist es eh zu spät. Und dann haben all diejenigen, die mit ihren Zivil Klauseln sich fein rausgehalten haben, versagt.
    Viele Aktivisten sollten auch mal ihre Professoren fragen, für welche Themen sie so Drittmittel einnehmen, die absolut gesellschaftsschädlich sind. Autofahren, rauchen, Atomkraft, häusliche Gewalt - eine Menge ist möglich. Ich halte diese Heuchler nicht mehr aus. Genauso wenig aber auch Redakteure beim Spiegel, die bei jeder kleinsten Meldung über Panzer Exporte auf der Palme zu sein scheinen. Jeder Staat hat eine Armee. Entweder die eigene, oder eine fremde. Und das wollen wir wirklich nicht.
    Die Aufgabe einer Universität ist es, neben der fachlichen Ausbildung, Werte zu vermitteln. Die Unterstützung der Rüstungsindustrie gehört ganz sicher nicht dazu. Und was das Thema Sicherheit betrifft: Deutschland hat die Pflicht, sich hier so klein wie möglich zu machen. Wie Sie das noch mit Rauchen in Verbindung bringen, ist mir scheierhaft.