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Mikrokredite vom Staat: Zum Unternehmer in fünf Tagen
TMNDie Geschäftsidee ist genial, die Bank gibt trotzdem keinen Kredit - viele Gründer werden ausgebremst, bevor es losgeht. Die Bundesregierung hilft mit Mikrokrediten: In wenigen Tagen ist das Geld auf dem Konto, erst in drei Jahren muss es zurückgezahlt werden. Experten sind dennoch skeptisch.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...836470,00.html
- #10 02.06.2012 13:27 von
Kommt darauf an...
Das kann man so pauschal nicht sagen. Gerade im Dienstleistungsbereich sind die Gründungskosten überschaubar. Als ich mich vor vier Jahren selbständig gemacht habe, bin ich mit Gründungskosten von unter 10.000 Euro ausgekommen. Das war ohne weiteres aus den privaten Rücklagen finanzierbar. Bis heute bin ich problemlos ohne einen einzigen Euro Fremdgeld ausgekommen.
- #11 02.06.2012 13:28 von
Vorbereitung der nächsten Runde
Mit dieser Überlegung liegen Sie wahrscheinlich richtig. Als vor einigen Jahren ein Monteur, der kurzfristig in den USA tätig war, erzählte, dass die Monteure dort ihr eigenes Werkzeug zum Arbeitsplatz mitbringen mussten, konnte ich das nicht glauben.
In Verbindung mit der zitierten Überlegung klingt das im Nachhinein jedoch alles sehr logisch. - #12 02.06.2012 16:10 von
Falsch
Wo haben Sie das denn her? Sie können sich hier in Deutschland jederzeit als Kapitalgeber betätigen und so Jungunternehmer finanzieren. Es gibt extra Berater, die passende Kapitalgeber suchen.Und privat können Sie Ihr Geld jederzeit an wen auch immer verleihen. Fragen Sie mal bei IHK und Handwerkskammern!
- #13 02.06.2012 16:56 von
Es gibt auch Onlineplattformen die Kredite zwischen Privatpersonen und Kreditnehmern vermitteln. Privatpersonen die ein paar Euro zum Verleihen übrig haben bekommen so bessere Zinsen als bei der Bank und Kreditnehmer ... auch!
- #14 02.06.2012 18:13 von
Kredit-Schöpfung
Wenn man sich vor Augen hält, wie der Kredit entsteht, kann man nicht begreifen, dass dieses System noch immer noch funktioniert und die Menschen es nicht begreifen.
Das Geld für einen Kredit entsteht erst durch die Nachfrage danach. Es hat vorher gar nicht existiert. Ebensowenig ist es das Geld der Sparer, die es zur bank gebracht haben. Das Geld ist ein einziger Buchungssatz der durch Bilanzverlängerung entsteht.
Somit geht die Bank auch kein Risiko ein, Geld zu verlieren - Es existierte ja vorher nicht und ist nur eine binäre Einheit im Computer. - #15 02.06.2012 19:37 von
Kreditwesengesetz, die zweite
Einfache Antwort: §1, Absatz 1, Punkt 3 des Kreditwesengesetzes. Sie können gerne junge Unternehmer, an die Sie glauben, mit einem Privatkredit unterstützen. Sobald Sie dies in Deutschland im grossen Umfang („gewerbsmässig“) machen, benötigen Sie eine Banklizenz, die Sie nicht ohne weiteres bekommen.
Im Übrigen dürfen Sie sich eingeladen fühlen, an ihren Umgangsformen zu arbeiten: In der Überschrift „Falsch“ oder „Wo haben Sie denn das her“ zu blöken, ist kein guter Stil. - #16 02.06.2012 21:06 von
Es ist manchmal - und da spreche ich aus Erfahrung - weniger Mut als grenzenloser Optimismus.
Doch, doch. Das geht schon. Unser Lieferdienst hatte Startkosten von 15.000 DM (war in den späten 80ern ein ziemlicher Haufen Kohle) von denen der Großteil in einem PC und der notwendigen Software steckte. Als wir am Ende verkauft haben, hatten wir eine Größenordnung erreicht, die durchaus ansehnliche Einnahmen beschehrte, sechs (Teilzeit-) Fahrern einen Job bot und beim Lieferanten für reichlich Beschäftigung gesorgt hat. Und das mit einem relativ simplen Model und überschaubaren Starkosten.
Also, der Anfang ist (meiner Erfahrung nach) immer ein Kampf. Das war bei uns so und bei allen die ich kenne. Man spart, wo es geht. Ich habe mich z.B. privat versichert, weil der damalige Regelsatz für "freiwillig gesetzlich Krankenversicherte so absurd hoch war, dass ich mir DAS hätte nicht leisten können.
Natürlich ist es komfortabler, mit einer dicken Kapitaldecke anzufangen. Aber dann steigen auch die Ansprüche und man ist so weit wie vorher. Letzten Endes, war das eine sehr anstrengende aber ungemein lehrreiche Zeit. - #17 02.06.2012 21:17 von
Frage an Sie: Wann "existiert" Geld denn bzw. unter welchen Umständen? Wenn es als ein bedrucktes Stück Papier daher kommt?
Das einzige, was Geld zu einem "Wert" verhilft, ist die Möglichkeit, dieses in einem relativ stabilen Verhältnis in einen Ver- oder Gebrauchsgegenstand eintauschen zu können. So lange dies gegeben ist, sehe ich kein Problem in der sogenannten "Geldschöpfung aus dem Nichts". - #18 03.06.2012 06:42 von
- #19 03.06.2012 06:49 von
Mikrokredite in Deutschland
Wäre der Zugang zu Kleinkrediten in Deutschland problemlos möglich, wäre den Mikrokreditorganisationen kein Erfolg beschert. Durch das sogenannte Hausbankprinzip benötigen Unternehmerinnen und Unternehmer eine Bank oder Sparkasse, die ihnen den Zugang zu Förderkrediten ermöglicht. Im Mikrokreditbereich ist dieser Ansatz für das klassische Banksystem ein sich nicht rechnender Geschäftsbereich. Das Mikrokreditsystem in Deutschland versucht für Unternehmerinnen und Unternehmer passgenaue Antworten zu finden, wenn die klassische Lösung von Bankkrediten eben nicht funktioniert. Hierfür sind und werden die Mikrofinanzorganisationen fortlaufend qualifiziert.
In den Fällen, in denen Mikrofinanzorganisationen mit Vermittlerinnen und Vermittlern zusammenarbeiten, sorgen eine Selbstverpflichtungserklärung und eine laufende Kontrolle für die Sicherung der Qualität.
Wenn bei den erwähnten Unternehmerinnen und Unternehmer eine Kreditlinie in Form eine Dispositionskredites überhaupt besteht, dann sollte dieser für das verwendet werden, für das er eingeräumt wurde: für die kurzfristige Steuerung der Liquidität. Zur Finanzierung mittelfristiger unternehmerischer Kreditbedarfe, wie Werkzeuge oder ähnliches, ist der Dispositionskredit weder gedacht noch geeignet.
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