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Microblogging: Politiker warnen vor Twitter-Manipulationen bei Bundestagswahl

Der Bundeswahlleiter und Abgordnete von Union und SPD befürchten nach SPIEGEL-Informationen, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Ihre Furcht: Bisher vertrauliche Exit Polls könnten vorzeitig öffentlich werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...632942,00.html
  1. #70

    RE: Graubi

    Zitat von Graubi Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um Twitter an sich, sondern dessen Mißbrauch durch vorzeitige ODER manipulative Veröffentlichung dieser EXIT-POLL's!

    Ansonsten: ZUSTIMMUNG!
    Das ist mir durchaus klar. Nur muß man für Leute wie Herrn Wiefelspütz alles vereinfachen, sonst kapiert der gar nichts :)

    Ich bezweifel stark das der überhaupt weiß das "Internet" eigentlich nur ein Überbegriff ist. Ich glaube wenn man den nach begriffen Usenet, Telnet u.s.w. befragt bekommt der Atemnot.

    Mehr als eine Frage auf einmal sollte man dem eh nicht zukomen lassen, das überfordert. Ist wie wenn man bei den Telekomikern eine Störung meldet, bloß nicht 2 auf einmal, dann hat man drei neue Anschlüße.
  2. #71

    Sorry ...

    @rosebud, 27.06., 10:15,

    ... allein mein Fehler: Bei den Politikern abgeschrieben, aber Ironie-Tag vergessen ... ;)

    (Danke @GGLurch, 27.06., 10:15)
  3. #72

    Witz

    Es klingt wie ein Münte Witz, wenn er nun meint, zuwenig Bürger gingen Wahl. Das BVG hat dem Gesetzgeber wegen der Überhangmandate vescheinigt, die Wahl sei verfassungswidrig. Das Parlament hatte alle Zeit seit 2008 um dies zu ändern. Aus Machtgeilheit passiert dies aber nicht.
    Dann die Doppelaliemntierung, also ein Bundesminister behält sein Abgeordnetenmandat, das ist verfassungswidrig, klingt nach Afrika, denn er kontrolliert sich selbst. Ist bei uns Gang und Gäbe.... Minister, die MdBs sind, erhalten ca. 88.700 Euro zusätzlich, schön necht. Obwohl sie gar keine Zeit mehr haben, ihre Mandate auszuüben.
    Darüber spricht keiner in Berlin.
    Für 50 % der MdBs gilt keine gemeine und unmittelbare Wahl, denn der Bürger ist bei der Aufstellunbg des Kandidaten ausgeschlossen.
    Ferner gibt es 30% sichere Wahlkreise in der Republik. Da lassen sich dann die Verlierer der Gegenpartei auf die vordersten Listenplätze wählen, um schon sind sie auch gewählt, obwohl sie keiner wollte.

    Wenn die Bürger ein wenig mehr interesse hätte, die BILD und andere mal Schlagzeilen über Überhangmandate, gemeine und unmittelbare Wahl, die Bezügre und das Abkassieren der MdBs machen würden, wäre die Beteiligung noch geringer.
    Der Abgeordnete sollte damals ein Ehrenamt ausüben und eine Entschädigung bekommen, so sah es das Grundgesetz vor. Mittlerweile kosten ein MdB denBürger ca. € 480.000 und viele gehen noch lustig ihrem Zwei - und Drittjob nach.
    Nach dem Mandat wackeln alle als Lobbyist in die Wirtschaft und nehmen so weiter Einfluss, in dem sie ihren ehemaligen Kollegen Vorträge etc zuschanzen.

    Doe Parteien bestimmen nahezu das gesamte Leben in der BRD, Fernsehrat, Parlamente, Richter an Bundesgerichten, Führungspersonal der Gesellschaften des Budnes und der Länder, Personal der Organisationen und selbst die Stiftungen erhalten horrendes Geld.

    Und das, obwohl den beiden "Volksparteien" die Mitglieder in Scharen davon laufen, seit 15 Jahren knapp die Hälfte. Der Rest ist zu 75% über 70........
    Eine Volksbefragung und ein Volksentscheid will die CDU nicht, das Panaschieren und Kumulieren auch nicht, denn dann wären einige der Kandidaten, die partout keiner will, wenigsten draußen.


    DESHALB, AUCH DESHALB SOLLTEN IMMER MEHR DIE PARTEI DER NICHTWÄHLER WÄHLEN. DANN FINGE ENDLICH EINE GÖTTENDÄMMERUNG AN.
    Frag nach bei Hans Herbert von Arnim....
  4. #73

    Ich habe einen schlimmen Verdacht.

    Zitat von seoul Beitrag anzeigen
    Es klingt wie ein Münte Witz, wenn er nun meint, zuwenig Bürger gingen Wahl.
    Denen gehts bei höherer Wahlbeteiligung nur um die Euros, die sie pro Nase, als Wahlkampfkostenrückerstattung bekommen.
  5. #74

    ...

    Zitat von seoul Beitrag anzeigen
    DESHALB, AUCH DESHALB SOLLTEN IMMER MEHR DIE PARTEI DER NICHTWÄHLER WÄHLEN. DANN FINGE ENDLICH EINE GÖTTENDÄMMERUNG AN.
    Frag nach bei Hans Herbert von Arnim....
    Unsinn. Nichtwählen bedeutet, daß man seine Stimme verschenkt. Niemanden interessieren in den etablierten Parteien die Nichtwähler. Das ist höchstens Stoff für Sonntagsreden und Talkshows. Aber seine Stimme mal nicht aus Tradition der CDU zu geben, oder nur weil es der erste Kreis auf dem Wahlzettel ist, oder weil man Merkel bloß nett findet, obwohl sie eigentlich nichts für das Land tut, DAS wäre hilfreich. Wenn man die Volksparteien wirklich abstrafen will, dann soll man seine Stimme einer kleineren Partei geben, da kann man ja auswählen. Wenn z.B. die Grünen oder die FDP oder die Linke bei der Bundestagswahl alleine mehr Stimmen bekäme, als die SPD...DAS wäre ein Signal!
  6. #75

    Münte hat mich überzeugt

    Münte, Piefelswütz und andere Politgrößen haben mich endlich überzeugt. Nach jahrelanger Politik- und sonstiger Verdrossenheit verlasse ich zu dieser Bundestagswahl das Lager der Nichtwähler, stürme das nächste Wahllokal - und stimme für die "Piraten". Versprochen!

    Keine Politikmüdigkeit mehr. Aktiver Demokratimus ist das Gebot der Stunde. Auf Münte hören. Gürtel enger schnallen. Keine Müdigkeit vorschützen. Schulterschluss. Glückauf.
  7. #76

    ...

    Zitat von Bala Clava Beitrag anzeigen
    Keine Politikmüdigkeit mehr. Aktiver Demokratimus ist das Gebot der Stunde. Auf Münte hören. Gürtel enger schnallen. Keine Müdigkeit vorschützen. Schulterschluss. Glückauf.
    *g*...Ich würde gern mal den Gürtel enger schnallen...aber nicht zuerst bei mir, sondern bei anderen. Das könnte spaßig sein. Umgekehrt geht es ja auch...das Geld anderer Leute gibt sich auch mit viel mehr Spaß aus, als das eigene!
  8. #77

    Ja, ich habe das auch lange gedacht,

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Unsinn. Nichtwählen bedeutet, daß man seine Stimme verschenkt. Niemanden interessieren in den etablierten Parteien die Nichtwähler. Das ist höchstens Stoff für Sonntagsreden und Talkshows. Aber seine Stimme mal nicht aus Tradition der CDU zu geben, oder nur weil es der erste Kreis auf dem Wahlzettel ist, oder weil man Merkel bloß nett findet, obwohl sie eigentlich nichts für das Land tut, DAS wäre hilfreich. Wenn man die Volksparteien wirklich abstrafen will, dann soll man seine Stimme einer kleineren Partei geben, da kann man ja auswählen. Wenn z.B. die Grünen oder die FDP oder die Linke bei der Bundestagswahl alleine mehr Stimmen bekäme, als die SPD...DAS wäre ein Signal!
    aber, lesen Sie mal @Die Machtfrage@ von Gabor Steingart und auch Ihnen leuchtet ein, sachlich begr[ndet, dass w'hlen nichts n[tyt. Das machen wir nun 60 Jahre..... und immer haben uns die CDU und die SPD ery'hlt, ihr M{SST waehlen gehen.
    Bei mir in 58239 ist ein SPD Wahlkreis, sicher wie das Amen in der Kirche, aber der CDU Verlierer, seit 10 Jahren derselbe, ist immer ueber Liste NRW gew'hlt. Warum also soll ich den Direktkandidaten w'hlen_ Beide stehen bereits fest,wie 450 andere auch.
    Die Yweitstimme, klar, die y'hlt, aber, man kann UEBERHAUPT nicht sicher sein, was damit passiert.
    Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es wieder CDU&SPD , das wollen beide. sageb sie nat[rlich nicht. Sie blockieren sich eben, dann passiert wenigstens nichts.
    Weo- ich also, was mit meiner Stimme passier??? Sollten es die Freien Waehler nach NRW schaffen, waehle ich sie.
  9. #78

    nicht jede Information darf getwittert werden ...

    Für mich gibt es hier zwei unabhängige Probleme – darf man vertrauliche Informationen einfach so ins Netz stellen und lösen diese Informationen einen „Wahlbetrug“ aus? Beide Fragen kann man meiner Meinung nach mit nein beantworten.
    Erstmal vorangeschickt: Ich bin kein Twitter-Benutzer und kann den Sinn darin nur bedingt erkennen (ok für die Situation im Iran ist es im Moment einer der wichtigsten Kommunikationskanäle). Das ist jedem überlassen und ich verurteile Twitter auch nicht (maximal unverantwortliche Nutzer), aber muss man wirklich aus reiner Profilierungssucht interne Informationen wie z.B. den Stand der Auszählung bei einer Wahl gleich veröffentlichen, nur um zwei Minuten schneller zu sein als das offizielle Ergebnis? Neben diesem rein egoistischen Aspekt (geltungsbedürftige Abgeordnete, aber das kennt man ja leider), sehe ich in einer solchen Situation aber vor allem einen Strafbestand wegen grobem Verstoßes gegen Geheimhaltungsrichtlinien (ob nun arbeitsrechtlich geregelt wie in jedem „normalen" Unternehmen oder entsprechend dem „gesunden Menschenverstand“): interne und vertrauliche Informationen haben einfach nichts im Internet zu suchen. Und das darf auch nicht von Beamten oder Politikern umgangen werden – normalsterblichen Bürger würden dabei ihren Job verlieren!
    Inwieweit diese Informationen dann Schaden anrichten, steht auf einem anderen Blatt – im Fall der Wahl zum Bundespräsidenten hat es ja am Ergebnis nichts geändert (und unsere Volksvertreter konnten sich noch ein paar Tage mit evtl. Verstößen gegen das Protokoll beschäftigen). Ich glaube auch nicht, dass man viel mehr Wähler mobilisieren kann, indem man exit polls ins Netz stellt. Dafür müsste man schon eine Wahlpflicht einführen.
    Und welchen Einfluss hätten diese Stimmen?: wenn man von 80% Wahlbeteiligung ausgeht, dann sind 50 Mio. Stimmen schon mal vergeben. Bei den unter 30jährigen lag die Wahlbeteiligung um die 70%, d.h. von 10 Mio. in dieser Altersgruppe würden 7 Mio. auch ohne exit polls wählen, d.h. wir reden immerhin über 3 Mio. Stimmen, die dazukommen könnten (sorry, für die >30jährigen Twitterer, aber das ist nur eine Abschätzung). Bei den aktuellen Umfragewerten und unter der Annahme, dass die Stimmen nicht zu den „großen Parteien“ gehen, dann würde die CDU immerhin um 2% abrutschen, die SPD um 1,5% und kleinere Parteien (Grüne, FDP, Linke) um weniger als 1%. Das sind zwar signifikante Unterschiede, aber geringer als die Ungenauigkeiten der Umfragen im Vorfeld – und die Übereinstimmungen zwischen Sonntagsfragen und Wahlergebnissen kennen wir ja.
    Außerdem, als bei der Wahl 2005 sogar ein Wahlkreis erst verspätet wählen durfte, weil eine Kandidatin starb, wurden auch alle Ergebnisse im Fernsehen diskutiert – da wurde sogar schon im Detail (und öffentlich) berechnet, welches Ergebnis die CDU braucht, damit sie ein Überhangmandat nicht verliert. Und dann ist auch noch ziemlich genau das eingetroffen, wenn man da mal nicht von Wahlbetrug sprechen könnte (auch wenn es effektiv nur um einen Sitz im Bundestag ging und um "nur" 220000 Wahlberechtigte) … und da waren die „modernen Medien“ gar nicht beteiligt.
    Wenn die Politiker sich endlich mal wieder mit ihrer eigentlichen Aufgabe und nicht nur mit Machtabsicherung und ständigem Wahlkampf (mal Land, mal Stadt, mal Bund, wahrscheinlich auch noch im Verein) beschäftigen, könnte man viel mehr Wähler mobilisieren und denen auch wirkliche Programme anbieten.
  10. #79

    .

    Zitat von Graubi Beitrag anzeigen
    Es geht einfach darum, daß durch Veröffentlichung von Wahlergebnissen VOR Schließung der Wahllokale eine Beeinflussung der Stimmabgabe von denjenigen erfolgen KANN, die bis dahin noch nicht gestimmt haben! Deshalb sind solche Veröffentlichungen verboten und würden zu einer Anullierung der wahl führen. DAMIT sind (auch durch neue Kommunikationskanäle) Manupulationsmöglichkeiten Tür und Tor geöffnet. Wer sagt denn, das die Veröffentlichten zahlen stimmen -- oder nicht -- oder vielleicht doch --- oder warum veröffentlicht wurde --- um zu mobilisieren?? um die Wahl zu diskretitieren???
    Das ist vollkommen richtig, oder besser wäre richtig, wenn es sich um die Veröffentlichung eines Ergebnisses handeln würde. Das ist es aber nicht. Die Stimmen werden erst nach 18.00 Uhr ausgezählt. Exit Polls sind nichts anderes als eine Wählerbefragung am Wahltag, die sich lediglich im Termin und Ort von den vielen Befragungen vorher unterscheidet. Klar kommt ein klein wenig mehr Genauigkeit hinzu, weil nur echte Wähler befragt werden. Aber ein Ergebnis ist es noch lange nicht.

    Zitat von Graubi Beitrag anzeigen
    Ich weiß, SIE würden sich natürlich nie beeinflussen lassen
    genau :-)

    Vielleicht hätte es Einfluß, vielleicht auch nicht, doch angesichts von weniger als 20% der Stimmen der Wahlberechtigten für den Wahlsieger CDU bei den Europawahlen, sollte fast jeder Versuch recht sein, Wähler zu mobilisieren - auch wenns im Durchschnitt immer aufs selbe Ergebnis heraus laufen wird.


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