Größer als alle bisher in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffe: Die US-Reederei Norwegian Cruise Line hat die Meyer Werft mit einem Neubau für 4200 Passagiere beauftragt. Der Ozeanriese unter dem Projektnamen "Breakaway Plus" soll 700 Millionen Euro kosten.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-861990.html
Als Norddeutscher mit Blick auf die Werft (zumindest bei strahlendem Sonnenschein) freue ich mich für die vielen Nachbarn und Bekannten, die bei Meyer arbeiten und so auch in den nächsten Jahren ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Herr Meyer ist übrigens ausgesprochen bodenständig und genießt den Ruf, ein fairer und großzügiger Arbeitgeber zu sein. Mich überrascht, das sich hier bisher noch niemand aus der Froschlurchretterfraktion, die einen Umzug der Werft an die Nordsee fordern, geäußert hat. Ist wohl noch ein bisschen zu früh für Oberstudienräte a D, sind noch bei einer Sitzblockade in Lummerland ...
... bei so einem Aufbau? Wie viel seitlichen Wind und Seegang verträgt es im ungünstigen Fall? Tausende Tote, wenn so ein Pott durchkentert oder nach kurzer Seitenlage in hohem Seegang ziemlich schnell untergeht? Wie wahrscheinlich ist ein Durchbrechen oder Kentern bei gar nicht so seltenen Monsterwellen? Vielleicht sollte man mit so einem Schiff nur in ruhigen Gewässern und immer hübsch in küstennähe schippern. (imho)
... so kritisch wird es nicht sein, sonst würden man viel mehr von Kreuzfahrtschiffen hören, die bei einer Transatlantiküberquerung während der Herbststürme gekentert wären.
Kreuzfahrtschiffe (bzw. Schiffe im Allgemeinen) profitieren vom Auftrieb. Neigt sich ein Schiff zu einer Seite taucht diese natürlich tiefer ein und erfährt einen höheren Auftrieb und das Schiff richtet sich wieder auf (Der Auftrieb hängt ja auch stark von der Wassertiefe ab).
Zu den Monsterwellen wäre noch ergänzend zu erwähnen, dass in den wenigsten Fällen ein Schiff gekentert ist. Meist kommt es durch einen Wassereinbruch im Bereich der Brücke zu einem Ausfall der technischen Einrichtungen zum Steuern des Schiffes. Und das ist eher ein Problem von kleineren Schiffen, wie die Bremen, deren Brücke nicht so hoch über dem Meeresspiegel liegt.
Ganz davon abgesehen ist die Nähe zum Land nicht unbedingt ein Faktor, der die Wellenhöhe beeinflußt. Im Gegenteil: Tsunamis werden erst mit abnehmender Wassertiefe sichtbar.
Gruß,
Djegosch
Die MEYER WERFT hat einen Auftrag verloren. Konsequenz? Richtig! ALLE Leiharbeiter dürfen gehen. Und das kurz vor Weihnachten. Da kam richtig Stimmung auf!
Wo soll das sein ?
Die Ökobilanz ist noch schlimmer als bei einer Flugreise, Sie sehen NIX (6 Stunden "Landgang" für Rom, Barcelona oder Catania sind ein Hohn - mit jeder dieser Städte kann man sich Wochen beschäftigen) und sind langzeitig mit den anderen Debilen kaserniert.
Und dafür noch Geld bezahlen ?