Zitat von
JaguarCat
Der Tscheljabinsk-Meteor und vor gut hundert Jahren der Tunguska-Meteor sind beide "in der Atmosphäre verglüht" (bzw. zumindest überwiegend verglüht, in dem Sinne, dass nur kleine Bruchstücke zur Erde gefallen sind) und haben dennoch erheblichen Schaden angerichtet. Im Falle von Tunguska wie nach einer Wasserstoffbombenexplosion, zum Glück über weitgehend unbewohnten Gebiet, im Falle von Tscheljabinsk wie eine Atombombe, zum Glück in so großer Höhe (geschätzt 20 bis 30 Kilometer), dass die vom Verglühen ausgelöste Druckwelle zwar erheblichen Sachschaden (abertausende kaputte Fenster) anrichtete, aber keine Brände auslöste und wohl auch keine Gebäude zum Einsturz brachte.
Was ich sagen will: "In der Atmosphäre verglühen" ist bei großen Meteoren NICHT sicher, sondern, im Gegenteil noch gefährlicher als ein Einschlag. Die Energie wird dann nämlich in der Atmosphäre deponiert, und dann hat man Hitze- und Druckwelle wie nach einer Atom- oder Wasserstoffbombe. Bombt man einen 1000-Meter-Metoriten in viele Teile, die alle einschlagen, dann wirkt das also u.U. noch gefährlicher, als ein direkter Einschlag auf die Erde.
Der "Dinosaurier-Killer" vor 65 Millionen Jahren war übrigens so groß, dass er erst einschlug, dann glühend geschmolzene Bruchstücke zurück in den Weltraum geschleudert wurden, und dann später wieder auf die Erde zurückfielen, während sich die Erde schon weitergedreht hatte. So wurde praktisch die gesamte Erdoberfläche in Brand gesetzt und eben nicht nur das Einschlagsgebiet selber verwüstet.
Jag