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Messfehler: Massive Zweifel an überlichtschnellen Teilchen

INFNKönnen manche Elementarteilchen schneller als das Licht reisen? Das legte ein spektakuläres Experiment aus dem vergangenen Jahr nahe. Doch nun zeigt sich: Bei der Messung gab es mehrere Fehler - unter anderem verfälschte offenbar ein loses Kabel die Ergebnisse.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...817077,00.html
  1. #70

    Italien

    Zitat von Walther I. Beitrag anzeigen
    Etwas mehr Vorsicht!

    Die Quantenverschränkung wirkt über beliebige Strecken instantan, also ohne Zeitbedarf (aus unserer Sicht). Also nicht nur schneller als das Licht, sondern: sofort da.
    Dies hat der selige Herr Einstein starrköpfig bestritten; er ist widerlegt.
    Zum aktuellen Neutrinoexperiment: Paßt bestens ins Italienbild. Nicht nur Kabel sind dort locker.
    Am LNGS sind die wenigsten die dort forschen Italiener. Ich weiß das, ich hab dort meine Diplomarbeit gemacht. Eine ziemlich bunte Truppe, multikulti, von Los Angeles bis Peking ist so ziemlich alles vertreten, Umgangssprache ist englisch. (Genauso verhält es sich wohl auch am CERN.)
  2. #71

    Zitat von Walther I. Beitrag anzeigen
    Etwas mehr Vorsicht!

    Die Quantenverschränkung wirkt über beliebige Strecken instantan, also ohne Zeitbedarf (aus unserer Sicht). Also nicht nur schneller als das Licht, sondern: sofort da.
    Dies hat der selige Herr Einstein starrköpfig bestritten; er ist widerlegt.
    Zum aktuellen Neutrinoexperiment: Paßt bestens ins Italienbild. Nicht nur Kabel sind dort locker.
    Ausnahmsweise hat Einstein in diesem Fall recht gehabt.

    http://www.cwirko.de/Das%20einheitli...r%20Physik.pdf
  3. #72

    Tunneleffekt

    Zitat von Kirk70 Beitrag anzeigen
    Auf die Lösung des Rätsels bin ich mehr als gespannt. Vielleicht ist es aber am Ende sehr enttäuschend. So wie der Quanten-Tunnel-Effekt widerlegt wurde. Es bleibt spannend in der Physik (und Astronomie)!
    Der Tunneleffekt ist IMMER ein Quanteneffekt, und der ist nicht widerlegt. Sonst würde zum Beispiel der Alpha-Zerfall von Atomkernen nicht funktionieren.
  4. #73

    Zitat von Walther I. Beitrag anzeigen
    Etwas mehr Vorsicht!

    Die Quantenverschränkung wirkt über beliebige Strecken instantan, also ohne Zeitbedarf (aus unserer Sicht). Also nicht nur schneller als das Licht, sondern: sofort da.
    Dies hat der selige Herr Einstein starrköpfig bestritten; er ist widerlegt.
    Gesundes Halbwissen, ick hör' dir trapsen. Richtig ist, daß Einstein mit der "spukhaften Fernwirkung" so seine Probleme hat. Richtig ist aber auch, daß bei näherer Betrachtung die Bezeichnung "Wirkung" schon falsch ist und daß sich damit insbesondere keinerlei Informationen übertragen lassen.

    "Widerlegt" wurde da also gar nichts.
  5. #74

    Skepsis

    Wenngleich einige der Kommentatoren offensichtlich mehr als Laien sind: an einem Forum teilzunehmen, wo sich so viele selbsternannte Wissenschafts-Experten aeussern, die nicht wissen, dass "armseelig" sich mit einem e schreibt und "entgültig" mit d, dass "Schmach" weiblich ist, etc., fällt mir schwer - ob dies gleich auch als Vorurteil angesehen werden kann.

    Ich empfehle meist - anstelle von gescheiten Sprüchen - vor allen Meinungs-Aeusserungen die intensive Lektüre der ja vorhandenen wissenschaftlichen Dokumente, denn es kommt wie so oft vielleicht weniger auf Meinung, als auf Urteilsvermögen an...

    Und diejenigen, die etwas als "nicht wissenschaftlich" ansehen, sollen mal eine nicht zu bestreitende Definition von dem geben, was Wissenschaft ist...

    Einstein, Bohr, Dirac, Pauli, Jordan, Heisenberg und Andere lassen gruessen.

    Über die Tatsache der Lichtgeschwindigkeit, die nicht übertroffen werden kann, gestern, heute und morgen, lässt sich doch wohl mit seriösen Leuten nicht disputieren.
  6. #75

    Zitat von herbert_schwakowiak Beitrag anzeigen
    Gehört zwar nicht zum Thema, aber da Sie fragen: Aus Sicht der Physiker...
    Ach! Und Sie sind einer? :-)

    (die sich oft für die einzig wahren Wissenschaftler halten)
    Examples, weasel! Who claimed it /when /where/ why?!

    ist die Klimaforschung keine echte Wissenschaft, da die Theorien (noch) keine exakten Prognosen liefern können.
    Gelinde ausgedrückt ist es vollkommener Stuss, den Sie hier abgeben. Klimatologie ist eine waschechte, immens interdisziplinäre Wissenschaft, die naturgemäß nicht nur (und u. a.!) in der Meteorologie fußt, sondern gerade deshalb letztenendes ja selbst eine physikalische Wissenschaft ist und sich ja gerade deshalb und mindestens prinzipiell ultimativ aus nichts anderem als der Physik selbst ableiten können lassen müsste! (Dies ist - nur nebenbei bemerkt - bereits im Falle der Biologie z. B. um einiges ungewisser; einer der Gründe, weshalb sie desöfteren als "weichere" oder gar "weichste" der "harten" NaWi angesehen wird.)

    Die mögliche Tatsache, dass das Niveau sicherer Vorhersagbarkeit mit Mitteln der ggw. Klimatologie eng begrenzt sein mag, rührt mitnichten von einer wie auch immer geartet sein sollenden wissenschaftlichen "Unreife" der Disziplin; sondern sie ist vielmehr bloß logische Folge der Natur ihres Gegenstandes selbst - dem Klima & und den atmosphärenphysikalischen Prozessen, die wir auch Wetter nennen. Es hat einfach zu viele Variablen! (Sicher) (noch) viele davon unbekannt, oder zumindest in ungenügender Menge (zeitlich wie örtlich) erfasst. Genau so ist ihr systemisches Zusammenspiel nicht in befriedigendem Maße verstanden und lange nicht. Aber: Das geht nun beileibe nicht nur den Klimaforschern so. Und man braucht dazu nicht mal an die Final Frontier und aus dem Nähkästchen der Astrophysiker und Kosmologen greifen (<<sind das für Sie Wissenschaftler?!), sondern man mag sich genau so gut an _mindestens_ so harte Physik wagen und guckt einfach mal, wie es in etwa in der Strömungslehre und bei den Fluiddynamikern so ausschaut. Stichwort Turbulenz gefällig? Schon mal gehört? Ist das auch Alchemie? Nun ich glaube wohl kaum, dennoch ist das mit Prognose in diesen Fällen so eine Sache und - es ist wunderbar, denn hier schließt sich der Kreis - letztlich *auch* mit turbulenten Vorgängen hat.. wer so manches zu tun? Raten Sie doch einfach mal, vielleicht kommt Ihnen dann sogar in den Sinn, dass es nicht zuletzt Physiker sind, und ihre nicht gemachten Hausaufgaben, an denen (auch) eine klimatologische "Theory of Everything" bis dato scheitert. (Natur)wissenschaft ist eine Jedermannsunternehmung! So es irgend wo hakt, kann sich _keiner_ ausnehmen, denn alle sind betroffen. Schließlich ergründen sie alle ein und dieselbe Natur, mit ultimativ ein und denselben Konstanten und Gesetzmäßigkeiten.
  7. #76

    Zitat von Kirk70 Beitrag anzeigen
    Auf die Lösung des Rätsels bin ich mehr als gespannt. Vielleicht ist es aber am Ende sehr enttäuschend. So wie der Quanten-Tunnel-Effekt widerlegt wurde. Es bleibt spannend in der Physik (und Astronomie)!
    Der Tunnel-Effekt widerlegt? Wäre mir neu, zudem wird der Tunnel-Effekt in verschiedenen technischen geräten verwendet, zum Beispiel in einem Flash Speicher, Rastertunnelmikroskop, Floating-Gate Transistoren.
  8. #77

    Was bei solchen Messungen vergessen wird, ist unsere Bewegung im Universum. Um Messfehler aus zu schließen, muss die Messung im 90°Winkel zum gedachten "Strahl", auf dem wir uns vom Mittelpunkt des Universums weg bewegen, stattfinden!

    Gruß Jens
  9. #78

    Im Mittelpunkt des Universums...

    Zitat von jensweit Beitrag anzeigen
    Was bei solchen Messungen vergessen wird, ist unsere Bewegung im Universum. Um Messfehler aus zu schließen, muss die Messung im 90°Winkel zum gedachten "Strahl", auf dem wir uns vom Mittelpunkt des Universums weg bewegen, stattfinden!

    Gruß Jens
    ...befindet sich ein Restaurant (Milliway's). Oder liegt das doch eher am Ende des Universums?
  10. #79

    Mal wieder jemand "blamiert". Sauberer Journalismus ist anders.

    Ich möchte einmal folgende Frage in den Raum stellen: Was fällt SpOn eigentlich ein "Neutrino-Experiment: Loses Kabel blamiert Teilchenphysiker" zu titeln? Mir fällt auf, dass auf dieser Seite in unglaublicher Häufigkeit sofort das Urteil gefällt wird, jemand sei blamiert. Eine Suchanfrage auf der Seite mit "blamiert" bestätigt das.

    Wie schnell kann man sich ein solches Urteil erlauben, insbesondere, wenn es sich um derart komplexe Zusammenhänge handelt? Mein Eindruck ist, dass hier für den reißerischen Titel regelmäßig journalistische Sorgfalt, saubere Recherche etc. geopfert werden. Für mich ist das alles andere als seriöser Journalismus.

    Zum Abschluss ein Zitat, das helfen soll, den diesmaligen Verbalausfall von Spiegel zu beurteilen: "Dave Ward, Experimentalteilchenphysiker am Rutherford Appleton Laboratory warnt: So wenig es weise gewesen wäre, die Anfangsergebnissen als das Resultat einer Anomalie zu bewerten, wäre es jetzt unklug, weitergehende Annahmen zu machen. Das ist Wissenschaft, Ergebnisse müssen immer wieder getestet und überprüft werden“. Sein Kollege Alfons Weber sekundiert: „Die Opera-Mannschaft hat sehr sorgfältig ihr Daten analysiert. Im Moment ist noch völlig unklar, wie die neu entdeckten Effekte das Endergebnis beeinflussen werden."" Das Zitat stammt von der FAZ-Seite.


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