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Meryl Streep als Maggie Thatcher: Eiserne Lady, weichgezeichnet

Der Kinofilm "The Iron Lady" über Großbritanniens ehemalige Regierungschefin Maggie Thatcher spaltet die Briten. Frühere Mitstreiter halten ihn für "Müll" - Kritiker jedoch sind begeistert, wie täuschend echt die Amerikanerin Meryl Streep Ton und Körpersprache der britischen Ikone trifft.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,800518,00.html
  1. #1

    The Iron Cunt

    Wie kann man sich als Schauspielerin nur für solch eine Verherrlichung einer abgrundtief diabolischen Person hergeben? Die systematische Zerstörung britischer Gewerkschaften, die Vernichtung grundlegender sozialer Standards und Beihilfe zur Zerstörung wichtiger britischer Industriezweige zugunsten der parasitären Finanzhaie in der Londoner City sind nur einige ihrer Übeltaten. Ach, ja, auch nicht vergessen sollte man den Schutzschirm für Pinochet. Nachzulesen hier: http://news.bbc.co.uk/1/hi/304516.stm

    Demnach war Thatcher der Überzeugung, daß Großbritannien diesem Satan einiges schulde. Für was genau denn? Für das verschleppen, Morden und Foltern von Frauen und Kindern?

    Wie praktisch für sie selbst, daß sie nun an Alzheimer leidet und sich an nichts mehr erinnern kann. Diese Frau verdient alles, nur kein Mitleid. Ich bin mir sicher, es gibt ein extrawarmes Plätzchen in der Hölle für sie. Möge sie dort auf ewig schmoren!!!
  2. #2

    Dem kann ...

    Zitat von Spiegel-trhekrev Beitrag anzeigen
    Wie kann man sich als Schauspielerin nur für solch eine Verherrlichung einer abgrundtief diabolischen Person hergeben? Die systematische Zerstörung britischer Gewerkschaften, die.....
    Dem kann ich mich eigentlich nur anschließen. Thatcher ist wahrscheinlich das schlimmste, was Großbritannien seit dem 2. Weltkrieg passiert ist.
    GB wird schon in wenigen Jahren ein Armenhaus Europas sein. Die Zocker-Industrie wird einen Zusammenbruch des Finanzsystems oder eine stärkere Regulierung des Finanzsystems nicht überleben. Und da GB wirtschaftlich fast nichts anderes mehr zu bieten hat, wird GB gewaltige Probleme bekommen. Manche Briten erkennen das jetzt schon, aber so richtig werden die meisten Briten erst in 5 oder 10 Jahren merken, was sie ihrer Frau Thatcher zu verdanken haben. Die kann wirklich froh sein, dass sie dann vermutlich schon tot sein wird.
  3. #3

    !

    Es ist schon skurril wie einige Leute einer Frau hinterhertrauern, deren Lebenswerk uns heute mehr Probleme bereitet als jemals zuvor (Stichwort: 'enthemmte Finanzmärkte', 'spekulative Geschäfte' etc.). Denn schließlich hat Thatcher in erster Linie allen sozialen Belangen und auch der produzierenden Industrie massiv geschadet, indem sie einseitig eine Deregulierung des Finanzmarktes gefördert hat.
  4. #4

    Linkes Hollywood?

    Sie schreiben "Sie fürchteten auch einen Verriss, schließlich gilt Hollywood als Mekka der politischen Linken."
    Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett?
    Wo werden Streifen wie 300, die von Steven Segal, True Lies oder Predator mit Arnie, Independence Day, Der Idi-, äh, Patriot u.a. fabriziert?
    Dazu gab es auch gerade einen guten Artikel in dem von Ihnen zitierten Guardian, den Sie allerdings nicht gelesen haben.
  5. #5

    Notwendige Reformen einer Ideologin

    Wer behauptet Thatcher wäre das schlimmste gewesen, was GBR politisch hätte passieren können, verkennt in welcher Lage das Land bei ihrem Regierungsantritt war:

    Closed Shops also Firmen, in den man nur als Gewerkschaftsmitglied arbeiten durfte
    Heizer auf E-Loks
    Müllberge in den Strassen wg. Dauerstreiks
    usw usf.

    Thatchr räumte gegen grosse Widerstände auf. Leider war sie auch eine Ideologin in vielerlei Hinsicht, was ihr letztendlich politisch den Hals brach.
  6. #6

    Gewerkschaften

    Zitat von Spiegel-trhekrev Beitrag anzeigen
    Wie kann man sich als Schauspielerin nur für solch eine Verherrlichung einer abgrundtief diabolischen Person hergeben? Die systematische Zerstörung britischer Gewerkschaften, ...
    MT war sicher eine knallharte Frau. In Bezug auf die Gewerkschaften aber hat sie in der Tat einige längst überfällige Reformen durchgesetzt.

    - Wußten Sie, dass vor MT die Gewerkschaftsführer (z.B. Arthur Scargill) wie der Papst auf (Berufs-)Lebenszeit gewählt war und nicht abgewählt werden konnte?

    - Wußten Sie, dass es vor MT möglich war einen Streik ohne Urabstimmung der Belegschaften, allein auf Beschluß der Gewerkschaftsspitze durchzuführen? Arthur Scargill hat im Bergarbeiterstreik Anfang der 80er (der große Machtkampf gegen MT) teilweise erbitterten Kampf gegen die eigenen Gewerkschaftsbasis geführt, die den Streik längst nicht mehr wollten, weil klar war, dass er in einer ruinösen Niederlage enden wird?

    - Wußten Sie, dass es im Vor-MT Zeitalter sogenannte "closed shops" gab? Also Fabriken, die ausschließlich Gewerkschaftsmitglieder beschäftigen durften? Das hatte zur Folge, dass Arbeiter, wenn sie sich mit der eigenen Gewerkschaft überworfen hatten, ihren Job und die gesamte Existenz verloren? Die Gründung alternativer Gewerkschaften war daher auch nicht möglich.

    All dies führte damals zu einer Übermacht der Gewerkschaftsbonzen, die die eigenen Mitglieder im Machtkampf beliebig als Kanonenfutter hin und herschieben konnten. In Deutschland wären solche undemokratischen Zustände im Gewerkschaftsbereich undenkbar gewesen.
  7. #7

    ...

    Zitat von guebert100 Beitrag anzeigen
    Wer behauptet Thatcher wäre das schlimmste gewesen, was GBR politisch hätte passieren können, verkennt in welcher Lage das Land bei ihrem Regierungsantritt war:

    Closed Shops also Firmen, in den .....
    ist auch nicht besser: einen mißstand gegen einen anderen getauscht. damals hatte der heizer aber noch einen job...
  8. #8

    Hier könnte ein Titel stehen

    Zitat von guebert100 Beitrag anzeigen
    Wer behauptet Thatcher wäre das schlimmste gewesen, was GBR politisch hätte passieren können, verkennt in welcher Lage das Land bei ihrem Regierungsantritt war:

    Closed Shops also Firmen, in den.....
    Bingo. Es ist ironisch, dass die Gewerkschaften Thatcher geradezu ins Amt gestreikt haben.
  9. #9

    ...

    Zitat von Spiegel-trhekrev Beitrag anzeigen
    Wie kann man sich als Schauspielerin nur für solch eine Verherrlichung einer abgrundtief diabolischen Person hergeben? Die systematische Zerstörung britischer Gewerkschaften, die Vernichtung grundlegender sozialer Standards und Beihilfe zur Zerstörung wichtiger britischer Industriezweige zugunsten der parasitären Finanzhaie in der Londoner City sind nur einige ihrer Übeltaten.
    So viel zum linksradikalen Geschwafel. Ein differenzierteres Portrait findet sich hier:
    http://ef-magazin.de/2010/10/13/2609...0-jahrhunderts
    Ich persönlich ziehe den Hut vor dieser mutigen Frau. Es sind Politiker ihres Schlages, die uns heute fehlen.








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