Forum


 

Merkwürdige Beschäftigung: Ermittler prüfen Anstellung von Wulffs Ex-Frau

dapdDie Staatsanwaltschaft untersucht, ob beim Job-Neustart von Christian Wulffs Ex-Frau alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Einem Bericht zufolge ist für Christiane Wulff extra ein eigenartiges Beschäftigungskonstrukt geschaffen worden - ein einflussreicher Nachbar soll geholfen haben.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819145,00.html
  1. #170

    Die Mär vom ehrenvollen Freitod

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    Früher hätten Politiker und Adelige, ob solcher Beschuldigungen und Skandale, sich mit einer Flasche Cognac und Jagdgewehr ins Hinterzimmer zurückgezogen.
    So ein Quark. Mal abgesehen davon, dass ein Selbstmord nur Unglück hinterlässt und es eine aberwitzige Gemeinheit ist, ihn jemandem ans Herz zu legen, ist diese Geschichte vom "ehrenvollen Freitod" ein Märchen. Früher war nicht alles besser, weder hätte eine Presse einen Skandal aufgedeckt, noch hätte ein Adeliger sich umgebracht. Einen Untergebenden hätte er straflos abgemurkst und - wenn er mutig ist - einen Gleichgestellten zum Duell gefordert. Sie sollten Ihre Verhaltensweisheiten nicht aus 3.Reich-Filmen beziehen.
  2. #171

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Staatsanwaltschaft untersucht, ob beim Job-Neustart von Christian Wulffs Ex-Frau alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Einem Bericht zufolge ist für Christiane Wulff extra ein eigenartiges Beschäftigungskonstrukt geschaffen worden - ein einflussreicher Nachbar soll geholfen haben.

    Merkwürdige Beschäftigung: Ermittler prüfen Anstellung von Wulffs Ex-Frau - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich habe angenommen, daß Frau Wulff nicht mehr arbeiten gehen muß, für sie mußte sich Christian doch in Schulden stürzen, um den Unterhalt zu zahlen.

    MfG
  3. #172

    Zitat von Blippo Beitrag anzeigen
    So ein Quark. Mal abgesehen davon, dass ein Selbstmord nur Unglück hinterlässt und es eine aberwitzige Gemeinheit ist, ihn jemandem ans Herz zu legen, ist diese Geschichte vom "ehrenvollen Freitod" ein Märchen. Früher war nicht alles besser, weder hätte eine Presse einen Skandal aufgedeckt, noch hätte ein Adeliger sich umgebracht. Einen Untergebenden hätte er straflos abgemurkst und - wenn er mutig ist - einen Gleichgestellten zum Duell gefordert. Sie sollten Ihre Verhaltensweisheiten nicht aus 3.Reich-Filmen beziehen.
    Es gab diesen Ehrenkodex bis in die Neuzeit hinein.
    Als Kohl seine Parteispendenaffäire hatte und sich auf sein Schweige-Ehrenwort berief, hat mein Vater (bei Kriegsende 1945 Leutnant) nur höhnisch gesagt, wenn jemand wie Kohl per Amtseid und gegenüber Spendern zweimal das Ehrenwort gibt, aber letztlich nur eines davon halten kann, dann hat sich der Mann zu erschießen.
    Das wurde damals jedem Offiziersanwärter auf der Kriegsschule neben Reit-, Benimm- und Tanzunterricht beigebracht.
    Aber heutzutage gilt ein Amtseid ja nur noch als unverbindliche Bestätigungsfloskel, viele Politiker fühlen sich nicht einmal mehr moralisch daran gebunden.
  4. #173

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    ...
    Aber heutzutage gilt ein Amtseid ja nur noch als unverbindliche Bestätigungsfloskel, viele Politiker fühlen sich nicht einmal mehr moralisch daran gebunden.
    Der Amtseid gilt nicht als unverbindlich, er ist es. Das haben Juristen bei Kohl in Zusammenhang mit der Spendenaffäre festgestellt. Ein Politiker ist also trotz dieses schönen Spruches nicht verpflichtet, "Schaden vom deutschen Volk" oder von sonst wen abzuwenden. Sieht man ja auch ganz leicht an Herrn Sauerland, der nicht einmal moralische Verantwortung für die "Love Parade"-Opfer übernehmen muss.
  5. #174

    griechisch wulffen

    Eine laienhafte Vermutung eines von der Presse aufgehetzten Bürgers:

    Bei der Hausdurchsuchung hat man seltsamerweise nichts belastendes gefunden und den Unterhalt für seine Ex-Frau hat er bisher sicherlich bar bezahlt.

    Was regen wir uns eigentlich über die Griechen auf, nur weil dort angeblich abkassiert wurde ohne relevante Gegenleistung. Ich sehe dort noch erheblichen Nachholbedarf, was ist schon ein lächerliches 14. Monatsgehalt? Das geht doch besser.
  6. #175

    Das Problem dabei

    Zitat von Roßtäuscher Beitrag anzeigen

    [...]
    Der Merkel Biograph unterstellt also dieser Merkel der Skandale auch noch weitere Kanzlerjahre! Was sich diese Frau einbildet, ist Dreistigkeit im Quadrat.....
    scheint dorch die Beantwortung der allumfassenden Frage zu sein, was danach kommt.
    Ist denn weit und breit eine Führungspersönlichkeit für eine neue Regierung in Sicht, von der man sich zumindest die Beherrschung und Lösung der dringendsten Probleme erwarten könnte?

    Und die eine breite Bevölkerungsmehrheit hinter sich versammeln könnte?
    Und die in den anderen EU- bzw. €uro-Staaten Akzeptanz und Respekt erwarten könnte?
    Kohl schimpfte als Kanzler u.a. einst auf die Bevölkerung und stellte die Frage nach einem "Volk von Versicherungs- und Steuerbetrügern".
    Angesichts seiner eigenen "schwarzen Löcher" bis hin zur Causa Wulff in all ihren Verflechtungen und Ausmaßen und obenauf noch Rechtsanspruch auf Ehrensold, Büro, Personal, Dienstfahrzeug und Fahrer, scheint hies. polit. Kaste nur noch von der Griechenlands und Italiens übertroffen werden, wenn es um staatl. Versorgung, Privilegien und Care-Pakete "lieber, langjähriger" Freude etc. geht.
    Es macht Mühe, sich Erwaartung/Hoffnung zu bewahren, dass nicht alle Politiker/Politikerinnen ausschließlich vom Stamme Nimm sind und sich den Staat zur Beute machen, sondern es auch noch solche gibt, die ihren Amtseid erst nehmen und ihre Aufgabe mit Leidenschaft und Idealismus ausüben.
    Bezahlt werden alle gleichermaßen, unabhängig von ihren (Fehl)Leistungen.

    Wenn die Ermittler i.S. von Wulffs Ex prüfen, kann ob der Heikelkeit ein Begründung vorausgesetzt werden und unwillkürlich drängt sich die Frage auf, ob den politischen "Amigos" nur noch mit dem Staatsanwalt beizukommen ist.
  7. #176

    Wie im Geschichtsunterricht: Gab es alles

    Zitat von ignazwrobel2 Beitrag anzeigen
    nach dieser Theorie hat also der VW-Konzern über PwC, mithin die Gelddynasie Porsche/Piech das Gehalt für Wulffs EX bezahlt.
    Das System Wulff ist ein ganz ein mieses.
    Schröder hat sich wenigstens nur auf den Opernball einladen lassen.
    schon einmal ;-)
    Nebentätigkeiten von Politikern - Gabriel-Lebensgefährtin bei VW eingestellt - Politik - sueddeutsche.de
  8. #177

    ...und im März 2008 heiratete Wulff seine Bettina.

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Die Ehe der Wulff´s wurde Anfang 2008 geschieden...
    Der nächste Glücksmonat war dann wohl der November 2008: Die Ex-Frau "findet" Arbeit. Ein befreundetes Unternehmen erklärt sich selbstlos bereit, diese einzustellen, lässt es aber aus naheliegenden Gründen nicht ruchbar werden. Auch das ein Glücksfall für Wulff. Um dem Glück die Krone aufzusetzen, "findet" sich ein Freund, der ein günstiges Darlehen für's Haus anbietet. Auch das im November, am 18. Da kann man doch nur gratulieren zu dieser Glückssträhne!

    Wenn Wulffs Ex-Frau ab November 2008 diese "Anstellung" innehatte, dann ist das also auch just der Monat, in dem Wulff, angeblich von Freund Geerkens Angetrauter, das angebliche Darlehen erhielt. Hieß es nicht immer, Wulff, der arme Mensch, wäre auf diese Art günstiger Hausfinanzierung auch deshalb verfallen, weil er nicht nur eine neue Familie ernähren, sondern auch für seine Geschiedene Unterhalt zahlen musste? Der glückliche November aber sorgte auch hier für die nötige Erleichterung und brachte den Vorteil, dass sich die Unterhaltszahlungen erheblich reduzierten, wenn sie nicht gar ganz entfielen. All das waren keine zweifelhaften Freundschaftsdienste, nicht wahr? Nur besonders glückliche Momente und Umstände... :-))

    So könnte man's verkaufen, ja. Und auch so: Der böse Schein sei bloße Unterstellung, nicht weiter beachtlich... Die unschuldigen Wulffs... mit verwerflicher Bosheit durch Volk und Medien in die Twilight-Zone getrieben und dort gefangen gehalten, bedrängt und genötigt... Die als zwielichtige Figuren Denunzierten sind die eigentlichen Lichtgestalten... Nicht etwa Wulff selbst und seine Freunde haben eifrig miteinander an ihrem gemeinsamen Glück geschmiedet und den Blasebalg bearbeitet... getreu dem Motto: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, oder, passend erweitert für unsere Entscheidungsträger in der Politik, für Wirtschafts- und Finanzlobbyisten: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und, wenn's für das eigene Glück und Fortkommen nötig ist und zum eigenen Vorteil gereicht, dann halt auch mal des Anderen Glückes Schmied.

    Warum bloß stinkt der Rauch aus diesen Glücksschmieden so streng und formt die Buchstaben E-i-g-e-n-n-u-t-z, K-o-r-r-u-p-t-i-o-n, S-k-r-u-p-e-l-l-o-s-i-g-k-e-i-t . . . ?

    Wie wäre es damit, diese eifrige Schmiederei mit dem nötigen Schmiss, ausreichend Luft und Feuer künftig allen Menschen und dem Gemeinwohl zu widmen und mit Eifer dessen Glück zu mehren? Es könnte auch für PolitikerInnen und die Politik lohnend sein - wenn auch nicht unbedingt als finanzielle Direkthilfe in allen Lebenslagen, so doch vielleicht in ideeller Hinsicht: als wieder erstarkendes Vertrauen und Achtung durch die Menschen. Selbst für große Teile der Wirtschaft würde es sich lohnen, für jene, die sich ihre Wettbewerbsvorteile nicht erkaufen können oder wollen.

    Eine freiwillige Abstandnahme von zweifelhaften "Gelegenheiten" durch Politik, Kapital und Wirtschaft allerdings scheint mir nicht nachhaltig genug zu sein. Es wäre wohl nur für den Augenblick, wo aller Augen auf die Machenschaften in diesem "Geschäftszweig" gerichtet sind. Die Wirkung des Augenblicks, der aufzeigt, wie schnell man sich beim Glückschmieden auch ordentlich die Finger versengen kann, wird schnell vergehen. Deshalb sollte endlich die längst überfällige Ratifizierung der Antikorruptions-Richtlinie der UN durch den Deutschen Bundestag mit dem nötigen Eifer angepackt werden.

    Gruß
    Janna


TOP



TOP