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Merkels und Sarkozys Rettungsplan: Es wird ungemütlich in Europa

Der deutsch-französische Rettungsplan ist nicht die Lösung, im Gegenteil:*Er droht Europa zu spalten. Die geplanten Vertragsänderungen lassen sich nur mit*rechtlichen Tricks durchsetzen. Noch gefährlicher sind die ökonomischen Konsequenzen - denn die Strategie basiert auf einer Fehldiagnose.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...802203,00.html
  1. #1

    Soweit fast richtig...

    ...nur in einem, allerdings entscheidenden, Punkt irrt Herr Münchau:

    Ziele und Prioritäten der europäischen Sause werden schon lange nicht mehr von Politik oder Justiz gesetzt und sowohl der in extrem krisenanfälligen Monokulturen mündende Strukturwandel einiger europäischer Länder wie auch der derzeitige kontraproduktive Sparkurs auch der noch halbwegs gesunden Volkswirtschaften wurde und wird gerade von der real existierenden Ökonomie befeuert und jedes noch so kleine Abweichen drakonisch abgestraft.

    Der gelegentlich anzutreffende mahnende VWL-Professor in seinem wissenschaftlichen Elfenbeinturm mag es ja tatsächlich besser wissen, in der realen Welt haben andere Kräfte das Sagen.
  2. #2

    fragen Sie doch mal in der dritten Welt nach ob es da gemütlicher ist.

    Wenn ungemütlich bedeutet das der Trend jetzt nicht mehr zum Zweitwageht und zweimaligen Pauschalurlaub im Süden geht dann sitz ich gerne in der Holzklasse. Kein Problem. Wechsel mich auch mit dem Fensterplatz ab.
  3. #3

    Noch einer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsch-französische Rettungsplan ist nicht die Lösung, im Gegenteil:*Er droht Europa zu spalten. Die geplanten Vertragsänderungen lassen.....
    der denk das man von Geld ausgeben leben kann.

    Der Konsum auf Pump ist in Europa so tot wie ein Türnagel da können Sozialisten noch so viele Tränen weinen und Randalierer noch so viele Reifen anzünden und Schaufenster zertrümmern.
    Solide Fiskalpolitik fördert das Wirtschaftswachtum denn dadurch sinken die Zinsen die ein Staat zu zahlen hat.

    Was Europa erst einmal braucht ist ein Agenda 2010 Derivat zusammen mit einer Vermögessteuer, so wie Monti das macht.

    In USA zahlt man bis zu 3% p.A. vom MARKTWERT auf Immobilien als Steuer, da können schnell mal 30,000$ p.A. für ein Häusle zusammenkommen.

    Und was heißt hier ungemütlich ?

    Konsum auf Pump macht mir Angst, nicht solides Wirtschaften !
  4. #4

    Quark wird breit und nicht stark,

    wenn man darauf tritt. Das gilt leider auch für die Äusserungen mancher Nationalökonomen, die immer "ex post" gescheit waren, "ex ante" aber selten vernünftige Handlungsalternativen anboten. Der Artikel ist so langweilig wie das Bankenbashing. Er ist darüber hinaus auch noch richtungslos, ein Griff in die Mottenkiste. Schade um die vertane Druckerschwärze!
  5. #5

    Keine Zeit...

    ... für neue Pläne. Ein Journalist mag noch einmal Luft holen bevor er die letzte Taste drückt und seine Thesen via SPON unter die Leute bringt. In der jetzigen Situation muss gehandelt werden. Wir brauchen in Europa JETZT eine Lösung und nicht in drei Jahren. Wenn die Südeuropäer dadurch in Schieflage geraten, ist das nicht unsere Schuld. Unsere Löhne fressen seit Jahren Inflation, Steuern, Versicherungen und Abgaben auf, während es im Süden 14 Monatsgehälter gab! Eine Roßkur ist zwar unangenehm, aber manchmal ist so ein Kaltentzug notwendig.
  6. #6

    Euro als Demokratie-Ende?

    [quote]EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy glaubt jetzt, einen Weg gefunden zu haben, wie man die demokratischen Rechte des Europa-Parlaments und nationaler Parlamente umgehen kann.[/qoute]

    Schön, dass unser aller Präsident, der Herr van Rompuy jetzt glaubt einen Weg gefunden zu haben … wer hat den übrigens gewählt? Ich kann mich nicht entsinnen an dieser Stelle zu einer Wahl eingeladen gewesen zu sein.

    Wenn man diesen Vorgängen folgt, dann ist die Schussfolgerung des Artikels absolut zutreffend, der Euro wird Europa spalten. Insbesondere unter dem Aspekt, dass die Menschen zwar ein geeintes Europa wollen, dies über Herz und Verstand … dass es am Ende nur zu ihren Lasten und über den Geldbeutel funktionieren soll hat niemand vorweg auch nur ansatzweise erwähnt.

    Und jetzt noch einmal kurz zur Legitimität dieser ganzen Sache und ein kleiner Hinweis an den Autor:

    Verbot von Volksabstimmungen in Europa nach GR-Eklat

    … mit dem bezogenen Link gab es eine Miniturabstimmung zur Volksabstimmung. Die Frage lautete: Sollten Volksabstimmungen EU-einheitlich zugelassen oder verboten werden. Und oh wunder, fast 90% plädierten für eine Zulassung (waren aber nur etwas mehr als 2.000 Befragte und dazu natürlich noch ein Satirekanal) … nur was bedeuten 90%? In der EU offenbar nichts. Hier sehe ich den viel gefährlicheren Trend.

    Wie wäre es wenn SPON mal eine Umfrage dieser Art machte. Vermutlich würden sie keine Genehmigung bekommen die Ergebnisse zu veröffentlichen oder jemand müsste zunächst russisch-demokratisch die Ergebnisse manipulieren. Willkommen in der neuen EU-Diktatir … für Demokratie haben wir jetzt wahrlich keine Zeit mehr, es muss alles sehr fix gehen … (°!°)
  7. #7

    Zitat von blurps11 Beitrag anzeigen
    ...nur in einem, allerdings entscheidenden, Punkt irrt Herr Münchau:

    Ziele und Prioritäten der europäischen Sause werden schon lange nicht mehr von Politik oder Justiz gesetzt und sowohl der in extrem krisenanfälligen .....
    Dass ein VWL-Professor es besser weiß lassen wir dahin gestellt. Wie er sich zur aktuellen Systemkrise äußert ist seinem Futtertrog geschuldet; das ist der eigentliche Skandal.
    Mit Wissenschaft hat das sicher nichts zu tun.
    Oder hat sich schon jemand der Überflieger dazu geäußert, was im Target2 Zahlungsverkehr der Zentralbanken gerade passiert.

    Google: " Professoren Fornell und Westermann zu Target2 ".
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsch-französische Rettungsplan ist nicht die Lösung, im Gegenteil:*Er droht Europa zu spalten. Die geplanten Vertragsänderungen.....
    Was ist "eine echte demokratische Fiskalunion"? Der deutsche Länderfinanzaugleich, bei dem sich die "armen" (aber sexy) Länder auf ewig bei den reicheren bedienen, nur auf Eurogruppenebene? Was ist daran demokratisch?

    Die EU war schon immer ein undemokratisches Projekt der Eliten (nicht vom nutzlosen EU-Parlament stören lassen). Hat ja auch noch nie jemand gestört seitens der deutschen Medien (insbesondere der GEZ-Medien) - wird nur jetzt plötzlich als taktisches Argument der Euro-Fighter rausgeholt. Wäre das Volk gefragt worden, hätte es keinen Euro gegeben.

    Es gilt die einfach zu merkende Regel: solange Belgien (Flandern und Wallonie) nicht funktioniert, funktioniert die EU nicht, denn sie versucht das belgische System zu kopieren.

    Ein Stabilitätspakt ist in der Tat nur die halbe Lösung, es hindert aber niemand die nationalen Regierungen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer nationalen Ökonomien zu verbessern und für Wachstum zu sorgen. Sollen das etwa auch noch Merkel und Sarkozy für die anderen machen?

    Dazu sind unsere Politiker aber nicht Politiker geworden. Die sind Politiker geworden, weil sie anderer Leute Geld (das der heutigen Steuerbürger plus das der zukünftigen Steuerbürger) ausgeben wollen. Dafür wollten sie wieder gewählt werden. Dieses Geschäftsmodell ist an sein Ende gekommen. Der verzweifelte Versuch, es mit dem Geld der "Reichen", Chinesen und/oder der EZB zu verlängern wird scheitern mangels Masse (soviele Reiche gibt's nicht und so reich sind die gar nicht im Verhältnis zu den Budgetdefiziten), Willen (die Chinesen können rechnen) oder nochmals Masse (im Gegensatz zur FED müßte die EZB illiquiden Ramsch kaufen um Geld zu drucken, das wird sie zerstören).

    Das wichtigste scheint aber unserem Kolumnisten zu sein: Frau Merkel hat'S verbockt.
  9. #9

    und wer sagt das ? Ach ja natürlich der übliche verdächtige !








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