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Merkels Kehrtwende: CDU*schwenkt auf Mindestlöhne um

Jahrelang war das Thema Mindestlohn in der Union umstritten, jetzt vollzieht die Partei auf Wunsch von Kanzlerin Merkel die Kehrtwende: Nach SPIEGEL-Informationen wird sich die CDU auf ihrem Parteitag Mitte November für*die allgemeine gesetzliche Lohnuntergrenze aussprechen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794823,00.html
  1. #10

    @Olaf aus der Hauptstadt

    Zitat von Olaf aus der Hauptstadt Beitrag anzeigen
    Konsequente Planbwirtschaft wäre jetzt, Mindestgewinne für die Unternehmen zu garantieren.
    Nicht nur Unternehmer unterliegen ökonomischen Sachzwängen, Arbeitnehmer auch. Die müssen mit ihrer Arbeit ein Minimum verdienen, um ihre Arbeit überhaupt langfristig anbieten zu können. Ich fände es hilfreich, wenn Mindestlohngegner diesen ökomischen Sachzwang mal wahrnehmen würden. Sonst sind sie ja auch immer schnell mit ökonomischen Erklärungen bei der Hand.
  2. #11

    Die CDU schleift Zug um Zug ihre Trutzburgen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrelang war das Thema Mindestlohn in der Union umstritten, jetzt vollzieht die Partei auf Wunsch von Kanzlerin Merkel die Kehrtwende: Nach SPIEGEL-Informationen wird sich die CDU auf ihrem Parteitag Mitte November für*die allgemeine gesetzliche Lohnuntergrenze aussprechen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794823,00.html
    Das Wahljahr rückt näher

    Die CDU-Trutzburgen werden Zug um Zug geschliffen:
    Erst die Wehrpflicht. Dann die AKW-Laufzeiten. Und jetzt verliert sogar der Mindwestlohn seine Schrecken. Was fällt wohl als nächstes? Vermutlich die per 2013 angekündigte Steuerentlastung.

    Für alles, was bis gestern noch als "alternativlos" benannt wurde, wird plötzlich die 180-Grad-Kehrtwende als Alternative entdeckt.

    Was ist das? Panik oder bessere Einsichten?
  3. #12

    Alles kein Problem

    Wo ist das Problem? Wir haben doch angeblich einen gigantischen Facharbeiter Mangel und laut Regierung geht so ziemlich alles als Facharbeiter durch.

    Da dürfte das mit dem Mindestlohn doch sogut wie keine Rolle spielen, oder? Wo ist mein Denkfehler?
  4. #13

    Den Beitritt zur CDU..

    Zitat von buergerwehrteuch2009 Beitrag anzeigen
    Ein klares strategisches Signal an SPD und Grüne. Diese Kehrtwende kommt nicht aus Überzeugung, sondern rein aus taktischem Kalkül.
    .. wird Murksel der SPD bald anbieten: Volksbeglückung unter Funktionären. Es kommt schließlich nicht darauf an, Probleme zu lösen, sondern die Macht zu erhalten und da kann schon mal etwas abgegeben werden. "Seht, da steht das Erholungheim der Aktiengesellschaftsgruppe, morgens gibt es Haferschleim und abends gibt es Suppe. Gut, das ist der Pfennig, doch wo ist die Mark?" Dieser Frage Kurt Tucholsky's wird aber dennoch gestellt werden, bald schon und dann nützen alle Funktionärsträume nichts mehr, keine Europabeschwörungen und keine Rettungsgipfel und kein Mindestlohn auf Ausbeuterniveau.
  5. #14

    Endlich mal ne gute Nachricht

    Bravo Frau Merkel. Es geschehen noch Wunder. Nichts ist beschämdender als bei einer Vollzeitstelle noch beim Amt betteln zu müssen.
  6. #15

    Falsch.

    Zitat von citizen_kane Beitrag anzeigen
    Nicht nur Unternehmer unterliegen ökonomischen Sachzwängen, Arbeitnehmer auch. Die müssen mit ihrer Arbeit ein Minimum verdienen, um ihre Arbeit überhaupt langfristig anbieten zu können. Ich fände es hilfreich, wenn Mindestlohngegner diesen ökomischen Sachzwang mal wahrnehmen würden. Sonst sind sie ja auch immer schnell mit ökonomischen Erklärungen bei der Hand.
    Es gibt Jobs, von denen konnte man noch nie eine Familie ernähren, auch in den 50ern und 60ern nicht. Insofern ist der Spruch "Man muss von der Arbeit leben können" irreführend.
  7. #16

    Wo bleibt der Aufschrei?

    Wo bleibt der Aufschrei aus Industrie und Mittelstand?

    Das vernichtet Arbeitsplätze, macht Produkte teurer, das muss auf den Endkunden umgeschlagen werden, die Märkte brechen ein, der Export stagniert......

    Was treibt Merkel? Wahlkampftaktik?
    Sarkozy und Europa?

    Verständnis für Leute, die für einen Hungerlohn malochen müssen, kann es nicht sein, ich kann es jedenfalls nicht glauben....
  8. #17

    bessere SPD

    was für ein Treppenwitz der Geschichte! Die von der Macho-Troika Schröder, Fischer und Müntefering (wer war das denn noch?) betriebene Demontage des Sozialstaates und der sozialen Marktwirtschaft (Agenda 2010, Niedriglohnsektor, Minijobs, Hartz IV, Entfesselung der Finanzmärkte etc.) muss von einer Kanzlerin und der CDU gerettet werden!!
    Weiter so, dann wird die CDU tatsächlich wieder wählbar; das muss ich als rot-grün-Wähler der ersten Stunde (zuletzt natürlich nicht mehr!) neidlos anerkennen.
  9. #18

    Wie kommt es zu dieser Wende?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrelang war das Thema Mindestlohn in der Union umstritten, jetzt vollzieht die Partei auf Wunsch von Kanzlerin Merkel die Kehrtwende: Nach SPIEGEL-Informationen wird sich die CDU auf ihrem Parteitag Mitte November für*die allgemeine gesetzliche Lohnuntergrenze aussprechen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794823,00.html
    Wie kommt es zur überraschenden Wende der CDU in Sachen Minsestlohn? Plötzliches Mitleid mit den benachteilgten Arbeitnehmern dürfte wohl nicht der Grund sein, ebensowenig die neuen Studien, die belegen, dass keine negativen Arbeitsmarkteffekte zu erwarten sind - die hätte man schon vor Jahren in Auftrag geben können.

    Viel eher kommen folgende Gründe in Betracht:
    1. Für die Wahl 2013 werden für die CDU die Optionen einer Koalition mit den Grünen bzw. einer Grossen Koalition erleichtert. Möglicherweise werden sogar vorgezogene Neuwahlen angestrebt, um den FDP-Ballast loszuwerden.

    2. Im Zuge einer stärkeren wirtschaftlichen, politischen, fiskalischen und sozialen Harmonisierung der Euro-Zone werden auch in Deutschland flächendeckende Mindestlöhne eingeführt. Möglicherweise eine Anregung von Sarkozy.

    Es geht auch darum, den deutschen Exportüberschuß durch höhere Löhne und Preise im Interesse der europäischen Abnehmerstaaten etwas zu reduzieren und gleichzeitig die Binnennachgrage in Deutschland anzukurbeln.
  10. #19

    ok, und wann kommt der nächste schritt?

    das verbot der zeitarbeit.

    oder zumindest nur bei absolut gleichem lohn und gleichen privilegien im vergleich zu den stammangestellten.


    eins muss man der merkel lasen: sie merkt wenn der wind sich dreht!


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