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Merkels Kehrtwende: CDU*schwenkt auf Mindestlöhne um

Jahrelang war das Thema Mindestlohn in der Union umstritten, jetzt vollzieht die Partei auf Wunsch von Kanzlerin Merkel die Kehrtwende: Nach SPIEGEL-Informationen wird sich die CDU auf ihrem Parteitag Mitte November für*die allgemeine gesetzliche Lohnuntergrenze aussprechen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794823,00.html
  1. #130

    Hmmm,

    erst die Megakampagne 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei, die auch dem letzten Ignoranten klarmacht dass das Ganze eine einzige gigantische Erfolgsgeschichte ist. Dann das deutsche Jobwunder, welches angeblich Massen von jungen Europäern in Deutschland dem deutschen Traum nachjagen lässt und dann zum Schluss der Mindestlohn.

    Läuft hier vielleicht irgend etwas, irgend eine Kampagne, irgend etwas mit neuer Masseneinwanderung ? Vielleicht sehe ich auch nur Gespenster oder bin paranoid, who knows ? Die Politiker werden ja schon wissen was sie tun, die haben ja den Überblick und beinahe über alle Parteigrenzen hinweg für den Rettungsschirm und unser aller Zukunft entschieden. Ich denke wir können alle freudenstrahlend in eine noch strahlendere Zukunft schauen, denn die Partei, ja die Partei hat immer Recht. Hoch lebe die neue Internationale !
  2. #131

    Titel

    Die Kassiererin an der Supermarktkasse soll dann also nicht mehr mit einem Hungerlohn abgespeist werden, sondern 10 € die Szunde bekommen. Und wer kommt dann für die Mehrkosten auf? Genau, der Verbraucher.

    Was auch gern übersehen wird: Viele Kleinunternehmen zahlen erbärmliche Löhne. Nicht, weil sie fette Gewinne machen wollen, sondern weil das Unternehmen sonst nicht überleben kann. Heißt dann vermutlich Arbeitslosigkeit - für Arbeitnehmer und -geber.

    Ich bin nicht gegen Mindestlöhne, ich verstehe jedoch die Eurphorie darüber nicht.
  3. #132

    Alles schon lange geplant!

    Zitat von hördochauf Beitrag anzeigen
    Welche Erscheinung die Schwarzen da nur gehabt haben?
    Gar keine. Dass ein Mindestlohn eingeführt werden soll, war mir schon länger klar. (Ziel: SPD und Linken Wind aus den Segeln nehmen.) Nur eben etwas näher am Wahltermin, nicht zwei Jahre davor.
    Der Grund dafür, dass man das Thema Mindestlöhne vorzieht: Der Bürger hat immer mehr den Eindruck, dass Unter- und Mittelschicht für die Oberschicht bezahlen. Diesen Eindruck will man abmildern - mit viel weisser Salbe.
    Dieser moralisch zutiefst verlotterten Kanzlerin geht es nicht um die "Menschen", die sie in jedem Interview zig Mal im Mund führt, sondern nur um Macht.
  4. #133

    10€ Mindestlohn

    10 € brutto – knapp an der Armutsrente

    10 € brutto ergeben (bei 38,5 Wochenstunden) einen Jahresverdienst von 20.040 €. Das entspricht nur etwa 68% des gegenwärtigen durchschnittlichen Bruttojahresentgelts. Pro Versicherungsjahr würden damit in Westdeutschland 68% des gegenwärtigen Rentenwerts von 26,27 € oder rund 18 € erzielt. Bei 40 Versicherungsjahren erreichen Männer eine Rente von 720 €, Frauen bei 30 Jahren eine Rente von 540 €.
  5. #134

    .

    Zitat von hoppeditz2 Beitrag anzeigen
    ... ausgelernte Friseurin konnte auch in den 60er Jahren mit ihrem Gehalt keine 4-köpfige Famlie ernähren. Der Kunde bezahlt das einfach nicht.

    Was soll da ein Mindestlohn helfen?
    Und wie existieren dann Friseursalons trotz alledem in
    Ländern, in denen der Mindestlohn bereits eingeführt wurde ?
  6. #135

    ********************************

    Zitat von tw2 Beitrag anzeigen
    Das ist leider äusserst naiv gedacht. Denken Sie ernsthaft, daß der Neffe eines türkisch-stämmigen Gebäudereinigers bei seinem Onkel auf den Mindestlohn pocht? Onkelchen kann eben durch Einsatz von Familienmitgliedern - deren Entlohnung nicht über die Steuerkarte läuft - ganz andere Preise machen als ein Arbeitgeber, der treudoof den Mindestlohn zahlt und sich wundert, warum er schon bald aus dem Rennen ist.
    *lach*
    Die Konkurrenz im gegnwärtigen System sieht so aus:

    Eine Firma besorgt sich Arbeitslose Sklaven vom Job Center als 1 Euro Jobber (dafür gibt es sogar noch Geld Extra, ca 300€ pro Gratis Sklaven) oder mit Förderung (da wird dann in Jahr lang 50-100% vom Gehalt durch as Job Center bezahlt) und das Ganze zahlt natürlich auch die ehrliche Konkurrenz mit.

    Die wären froh, wenn es da nur um Schwarzarbeit ginge, bei der ohnehin die Hauptschuld beim Auftraggeber zu suchen ist.

    Mal ganz davon abgesehen, dass es wieder die übliche Rassismusschien ist, die Schuld auf nichtdeutsche Menschen zu schieben.
  7. #136

    @kurtwied

    Zitat von kurtwied Beitrag anzeigen
    Wenn der Lohn von der verlangten Leistung abgekoppelt ist, ist es eine karitative Zuwendung.
    Da ist nix entkoppelt. Arbeitskraft kostet Minimum den Lohn, den der Arbeitnehmer braucht, um (über)leben zu können. Das ist eine ökonomische(!) Notwendigkeit. Da kann die Arbeit noch so unqualifiziert sein.

    Wenn Sie als Arbeitnehmer eine Maschine anschaffen, deren Unterhalt (Betriebsstoffe, Wartung, usw) Sie nicht aufbringen können, dann können Sie sich halt diese Maschine auch nicht leisten.

    Wie ich bereits sagte: Nicht nur Unternehmer unterliegen ökonomischen Sachzwängen, sondern Arbeitnehmer auch. Also bitte mal die ökonomische Realität zur Kenntnis nehmen.
  8. #137

    unter 10,-€/h reicht nicht einmal für Grundsicherung/Hartz IV

    Mann, muss unserer ReGIERung ja ganz Deutschland das Wasser oder die Schxxxxx bis zum Halse stehen, dass die freiwillig mit Mindestlohn anfangen - der Aufschlag ist nahe!

    Wie lange kann die ReGIERung die Wahrheit noch vertuschen?

    PS. alles unter 10,- €/Stunde und das ein Leben lang reicht nicht mal ZUR Grundsicherung
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/n...d_1003442.html
  9. #138

    Sogar der Kongo hat Mindestlöhne!

    Zitat von klausdiemaus Beitrag anzeigen
    Wenn alle den Mindestlohn zahlen müssen (und das müssen sie dann), fällt diese unsägliche Lohnspirale nach unten weg. Dann werden die Preise in einigen Bereichen eben steigen müssen - wenn es denn vorher nur wegen geringer Löhne zu geringeren Preisen kam. Das Mindestlohn und Anzahl der Arbeitsplätze einen Zusammenhang bilden (wie vorher immer und immer wieder behauptet) - ist durch mehrere Untersuchungen widerlegt worden. Und lässt sich ja auch in den vielen anderen Staaten mit Mindestlohn nicht belegen. Ich staune nur, das plötzlich ins Kalkül gezogen wird, was vorher undenkbar schien. Was soll man der CDU eigentlich noch als unverrückbare eigene Position abnehmen? Auch wenn sie in diesem Falle mal richtig liegen, insgesamt haben die Schwarzen einfach keine Linie: heute hü und morgen hot. Was immer sie heute auch behaupten - kann morgen schon wieder ganz anders sein...
    Es ist wie mit dem Falschfahrer auf der BAB, wenn immer mehr Leute entgegen kommen hört der auf zu glauben auf dem richtigen Weg zu sein.
    Sogar der Kongo hat Mindestlöhne!
  10. #139

    Ach ja, und es gibt keinen Höchstlohn..

    Zitat von Medienkritiker Beitrag anzeigen
    Frau Merkel ist erstaunlich lernfähig. Die geplante Annäherung/Zusammenarbeit an Sarkosys Partei macht erstaunlich schnelle Fortschritte. Nun da auch die leidige Ablehnung des deutschen Mindestlohns aus dem Weg geräumt ist, steht der Doppelspitze um Europas Führerschaft nichts mehr im Wege...als zusätzlichen Bonus gibt es für die CDU ein paar Wähler gratis dazu!
    In den Vereinigten Staaten gibt es seit der Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts den Mindestlohn. Und dort sind damit die Unternehmer immer gut gefahren. Es ist ein eklatanter Trugschluß zu meinen, damit würde es auch nur einem einzigen Arbeitnehmer besser gehen. Was glauben Sie, wieviel Amerikaner nur mit zwei oder gar drei Jobs überleben können?!?

    Ein Beispiel von vielen um dem Mindestlohn ein Schnippchen zu schlagen: "Ich würde Sie gern bei mir einstellen, aber leider würde das nur gehen, wenn Sie jeden Tag zwei Stunden unentgeltlich für mich arbeiten würden"
    Weiterhin verlieren durch den Mindestlohn die Gewerkschaften an Kraft (die sie natürlich bei uns eh nicht haben). Ach ja, und es gibt keinen Höchstlohn..


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