nett, jaja, der witz dabei ist: eigentlich ist diese show ziemlich unnötig. in ganz deutschland findet man die lokalen büros der stadtparlaments-, landesparlaments- und bundestagsabgeordneten, und praktisch alle haben mehr oder weniger eine "bürgersprechstunde" o.ä., wo jedermann mit seinen sorgen und nöten und meinungen und vorschlägen hingehen kann und "seinem" abgeordnetem etwas ins pflichtenheft schreiben kann.
Das ist witzigerweise auch bedeutend effizienter als ne freundliche laberstunde mit einer bundeskanzlerin, die viel zu viel um die ohren hat mit regieren und dem ganzen internationalen schmu, als dass sie sich irgend etwas aus diesem sog. "bürgerdialog" merken könnte, geschweige denn das später in irgend ein regierungsvorhaben umsetzt. (von daher ist die ansonsten ziemlich bescheuerte kritik der spd an dieser veranstaltung schon nicht ganz und gar unberechtigt.)
und der dritte witz ist: diese abgeordneten (mit denen man ja parteipolitisch noch nicht mal einer meinung sein muss) sind sogar ziemlich froh über solche aktiven bürgerkontakte: woher sollen sie sonst auch wissen, wo's den leuten auf den nägeln brennt?
das bewusstsein, dass die abgeordneten tatsächlich "ab-geordnet" sind, dass sie ein echtes "mandat" ("tu' in meinem auftrag und namen dasunddas") haben, ist i.m.h.o. beim bürger viel zu wenig ausgeprägt.
Hingehen, reden, schriftliche eingaben machen, und später kontrollieren, was der abgeordnete in der sache tatsächlich unternommen hat ... so funzt demokratie, und dann brauch es auch keine "bürgerdialoge" einer exekutiven, die wohl doch eher wahlkampf sind.
Antworten / Zitieren


