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Merkel zur Schuldenpolitik: "Keine Euro-Bonds, solange ich lebe"
dapdDeutlich wie nie hat sich die Kanzlerin gegen eine gemeinsame europäische Haftung in der Schuldenkrise ausgesprochen. Es werde keine Euro-Bonds geben, "solange ich lebe", sagte Angela Merkel vor der FDP-Fraktion. Damit lehnt sie entsprechende Pläne der EU-Chefstrategen kategorisch ab.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...841115,00.html
- #820 28.06.2012 09:59 von
Meine Güte! Auf die Idee, dass der Forist Quatsch erzählt sind Sie noch nicht gekommen, oder?
Die Einlagen in den ESM sind paritätisch nach Wirtschaftskraft der jeweiligen Länder festgelegt. Länder, deren Wirtschaft am Boden liegt, müssen also nur in dem Maße in den ESM einzahlen bzw. Bürgschaften abgeben (!!!!), wie sie es auch können. Es ist bisher noch kein Fall bekannt, dass ein Land sich dieser Verpflichtung entzogen hat. Selbst Spanien, Portugal, Irland und Griechenland nicht. (Anm.: wenn Sie jetzt mal scharf nachdenken, dürfte Ihnen auch klar sein, weshalb das bevölkerungsreiche und wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland mit 23% den größten und das "reiche", aber kleine Luxemburg einen verhältnismäßig kleinen Anteil am ESM zu tragen hat, oder?).
Auch sind mit der Entnahme bzw. Bereitstellung von Geldern aus dem ESM mit strengen Auflagen verbunden - auch bezüglich der Berechtigung, auf diese Mittel zuzugreifen. Wer seinen (Ein-)Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, kann auch keine (Aus-)Zahlungen erwarten.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen die "Zusammenhänge in Kurzform näher bringen". - #821 28.06.2012 10:12 von
Lieber Franzose (?),
Deutschland gehört zu den Ländern in der EU mit der derzeit höchsten Neuverschuldung und kann die Maastricht-Kriterien - ähnlich, wie Frankreich und z.B. im Gegensatz zu Spanien - seit Jahren nicht einmal ansatzweise erfüllen. Ich weiß nicht, ob diese Politik unbedingt ein europäisches Vorbild sein kann.
Sobald sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht mehr so positiv darstellt bzw. darstellen lässt oder gar Stagnation eintritt, wird Herrn Schäubles Politik in Verbindung mit den bisher eingegangenen internationalen Verpflichtungen zu einem riesigen Problem für Deutschland und Europa werden.
Lassen Sie in der aktuellen Krise den "schwachen" Euro nur mal längerfristig wieder 10 US-Cent teurer werden und schon liegt Deutschlands exportorientierte Großindustrie am Boden, prognostizierte und längst eingeplante Steuereinnahmen brechen weg und der deutsche Staat wird zum Pflegefall. Natürlich werden dann nach altbewährter Art als erstes weitere Sozialleistungen gestrichen, da zeitgleich aber auch die Löhne sinken und die (eh massiv geschönten) Arbeitslosenzahlen steigen dürften, wird das irgendwann nicht mehr reichen.
Noch einmal auf den Punkt gebracht: Ein wirklich "starker" Euro, wie von vielen Stammtischpolitikern gewünscht (damit die Glotze aus China, der Shopping-Tripp nach New York und der Bummsbomber nach Bangkok billiger werden), über - sagen wir mal - mehr als sechs Monate bringt den deutschen Staat näher an "griechische Verhältnisse", als uns allen - auch den Franzosen - lieb sein kann. - #822 28.06.2012 10:46 von
#821
Sie haben recht, das gibt es nicht, aber dass Euro-bonds mit Sicherheit falsch sind, sollte auch Ihnen klar sein.
in dem Jargon müssen Sie ohne mich weitermachen.....
Apropos Lesetip.....
Schuldenkrise: Gefährlicher Grünschnabel Hollande | FTD.de - #823 28.06.2012 11:18 von
- #824 28.06.2012 11:35 von
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Die Gültigkeit von "Mutti"s Aussagen ist natürlich in Stein gemeißelt, sie wird jetzt bis an ihr Lebensende alternativlos die mutige Vorkämpferin gegen Eurobonds sein. Und so bekommt sie jetzt Applaus auch von einigen Forenteilnehmern hier. Tatsächlich aber sind ihre Aussagen blanker Hohn und reinster Populismus, denn über den Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus, der am 29. Juni im Bundestag ratifiziert werden soll, werden Eurobonds quasi durch die Hintertür eingeführt.
- #825 28.06.2012 12:48 von
Nichts ist schlimmer als enttäuschte Erwartung
Und das ist auch völlig normal, denn das tun die Griechen, Spanier und Italiener auch.
Vor 2 Generationen waren wir noch Feinde, jetzt sind wir Freunde, aber eben noch keine Familie. Das ist ein großer Unterschied.
Es sieht so aus als ob Ideologen, welche die Menschen nicht einfach so akzeptieren können wie sie sind, wieder mal großes Unglück über Europa gebracht haben.
Weil sie die Realität nicht sehen wollten und Erwartungen geweckt haben, denen niemand gerecht werden kann, haben wir wieder Neid, Streit und Missgunst in Europa. - #826 28.06.2012 15:17 von
- #827 20.07.2012 02:59 von
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