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Merkel und Sarkozy: Planspiele über neuen Stabilitätspakt

Deutschland und Frankreich drücken aufs Tempo. Laut "Bild"-Zeitung soll bis zum Jahresbeginn ein neuer Euro-Vertrag stehen. Um das so schnell möglich zu machen, setzen beide Regierungen offenbar auf einen Trick: bilaterale Abkommen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...800102,00.html
  1. #70

    Garanten...

    Aus dem Artikel...
    Manche reden inzwischen sogar von einer dritten Gruppe innerhalb der Euro-Mitglieder, man könnte sie die starken Sechs nennen: Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Luxemburg, Finnland und Österreich - das sind die wirtschaftlich solidesten Euro-Länder, die allesamt eine Triple-A-Bewertung der großen Rating-Agenturen genießen. Damit sind sie die Garanten des vorläufigen Euro-Rettungsschirms EFSF.
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...800102,00.html
    Das Ganze hat einen Schönheitsfehler...
    Frankreich ist längst selbst ein Krisenland und die Märkte preisen das längst auch in den Anleihen ein. Diese ähnlich wie der Schengenvertrag in die Wege geleitete neue Stabilitätsreform kommt meiner Ansicht sehr spät. Bereits am Montag könnte das alles Makulatur sein. Dann wenn die Ratingagenturen Frankreich auf ihre Agenda setzen und die Märkte sich auf die französischen Anleihen einschießen. Sarkozy schwankt zwischen Verhandlungen mit Fr. Merkel und offener Konfrontation. Dann wenn Frankreich das Wasser bis zum Hals stehen wird, dann wird er endgültig auf Konfrontation umschwenken. Jene Interessierten Kreise, die eher eine Fusion als eine Spaltung Europas verfolgen haben andere Pläne. Denke die wollen nicht daß Staaten untereinander Separatverträge abschließen. Die warten auf die "Große Lösung"...
    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    "Deutschland wird auch mitgemacht"...
    Denke genau dorthin oder in eine ähnliche Richtung will man die Deutschen navigieren und ich denke man wird dazu mehrere Schritte benutzen bis am Ende diese Lösung als "natürlich" erscheint. Denken wir immer daran, hinter dem gemeinsamen Projekt Europa&Euro stecken nicht nur wirtschaftliche sondern auch enorme geostrategische Interessen und daher wird auch diesmal wie vor eineinhalb Jahren enormer Druck ausgeübt werden. Frankreich weis längst, daß es nach Italien der nächste Staat ist und das AAA nur dank dem Nuklearmacht- und UNSR-Vetomachtstatus (noch) halten kann. Kernschmelze; das ist nun die große Kraftprobe zwischen D und F. Und in D selbst wollen maßgebliche Kräfte die "große Lösung"...
    Es gibt Berechnungen, die werden von einflußreichen Kreisen bereits angestellt. Was wäre wenn die €-Zone einen Bond, eine Verschuldungsquote hätte und welche Zinsen würden dann verlangt werden...
    Diese größeren Lösungen werden bereits in interessanten Artikeln beschrieben. Neben der Ausweitung des EFSF-Fonds und die Erhöhung des Reformdrucks auf schwächere €-Staaten wie Italien wird auch der berühmte €-Bond beworben...
    "David Owen, chief European financial economist at Jefferies & Co. calculates that the deficit of the euro area as a whole—a financially consolidated entity—would have a budget deficit of only 4% of GDP in 2012, and general government debt of 89% of GDP, far below Italy's 10% and 120%, respectively."
    http://online.wsj.com/article/SB1000..._Irwin_Stelzer
    Der laut diesen Informationen für Deutschland günstiger ausfallen könnte als das gegenwärtige Durchwurschteln. Ein Ausblick für eine bessere Benotung für die Eurozone als Ganzes...?
    Man wird weiterarbeiten und diese einflußreichen Kreise wissen, daß sie auch in der Krise am längeren Hebel sitzen...

    ..."euro area as a whole—a financially consolidated entity"...ist das Stichwort...

    Viele Grüße aus Südtirol...
  2. #71

    Bilaterale Verträge sind aber ein Zurück!

    Zitat von lilianx Beitrag anzeigen
    Es gilt jetzt den EURO zu retten, ich finde den französisch deutschen Vorstoss gut, denn nur wenn es diesen beiden Staaten gut geht und es erreicht werden sollte den Euro zu stabilisieren kann es auch den anderen Staaten gut gehen....England könnte ein Problem sein
    Ein bisschen Optimissmus wäre angesagt, die Krise ist auch eine psychologische, ein Zurück gibt es sowieso nicht mehr
    Bilaterale Verträge sind aber ein Zurück!
    Was soll konkret beschlossen werden?
    Ein Pakt wie damals Deutschland/Russland?
    Was kann in so einem Vertrag sinnvoll stehen, was nicht den jetzigen EU-Verträgen entgegen steht oder aufhebt?
    Was soll passieren bei nicht Erfüllung?
    Ab ... wird zurückgeschossen?

    Dann lieber den EURO auflösen und von vorne beginnen.
  3. #72

    Um die Geldscheine und Münzen zu unterscheiden

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    “Scheitern der Euro, scheitert Europa”, meint Frau Doktor. Das muss nicht sein, wenn wir dem Geld den Namen lassen, ansonsten aber die Zuständigkeit für die Ausgabe landesspezifischer Euro den nationalen Notenbanken überlassen. Dann haben wir eben den Euro GR, den Euro ES, den Euro IT, den Euro DE usw. Der Wert des jeweiligen Euro wird von den Finanzmärkten ermittelt, d.h. die Wechselkurse untereinander wie gegenüber Drittländern floaten. Für den Anfang empfiehlt sich 1 Euro DE = 2 Euro IT bzw. 3 Euro GR (grins).
    Um die Geldscheine und Münzen zu unterscheiden sollten Farben eingeführt werden. Schwarzer Euro = D, Roter Euro = GR usw.
  4. #73

    Bleibt der Eurp, scheitert Europa

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    “Scheitern der Euro, scheitert Europa”, meint Frau Doktor. Das muss nicht sein, wenn wir dem Geld den Namen lassen, ansonsten aber die Zuständigkeit für die Ausgabe landesspezifischer Euro den nationalen Notenbanken überlassen. Dann haben wir eben den Euro GR, den Euro ES, den Euro IT, den Euro DE usw. Der Wert des jeweiligen Euro wird von den Finanzmärkten ermittelt, d.h. die Wechselkurse untereinander wie gegenüber Drittländern floaten. Für den Anfang empfiehlt sich 1 Euro DE = 2 Euro IT bzw. 3 Euro GR (grins).
    Die Europaidee fundiert auf der freiwilligen Teilnahme demokratischer Voelker. Dieses ist auch die Grundlage des Euro.

    Die Euro-stailitaetsprinzipien wurden jedoch nicht respektiert und wenn man die heutigen Reaktionen zu den nationalen Pleitekrisen in GR und Protugal sieht, sind die Voelker nicht gewillt zu der Disziplin zu halten, welche eine stabile Waehrung fordert.

    Da gibt es nur einen Weg forwaerts: freiwillig mitmacheno der freiwillig aussteigen.

    Die Bundesregierung setzt dem deutschen Mitmachne gewisse Grenzen. Ja, wir wollen helfen, aber nur zu einem gewissen Grad, naemlich zu dem Grad welcher die deutschen Staatsfinanzen gerade noch aus der eigenen Pleite halten.

    Das scheint nicht genug um den Zorn der anderen zu beschwichtigen. Man muss sich nur vorstellen wie die Reaktionen in gewissen Staaten ausfielen, waeren es nicht die Maerkte mit hohen Zinsen welche die Finanzdisziplin lieferten, sondern eine Deutsche Regierung die NEIN zum weiterpumpen der einzelnen Staaten sagte.

    Das waere der Sargnagel der europaeischen Einheitsidee.

    Daher, wer mitmachen will der darf, wer nicht will oder kann, darf aussteigen mit dem Segen der anderen.
  5. #74

    Wenn es um den EURO geht, geht alles!

    Zitat von sarcasticus Beitrag anzeigen
    ...Änderungen!

    AG zum AN: Da wir Sie befördern wollen, bedarf es einer Vertragsveränderung.
    Ist mir klar - bin ich mit einverstanden.

    So wird aus einem unbefristeten Arbeitsverhältnis ein befristeter Arbeitvertrag auf 1 Jahr. Danach ist man den lästigen AN los und kann mehrere Leiharbeiter für diesen einstellen - lohnt sich.

    In letzter Zeit wurde mir zuviel, zum Nachteil der Bevölkerung, geändert bzw. aufgeweicht.

    Daher sollte man vorsichtig mit neuen Regelungen und Gesetzen sein.

    Schäuble sagt, wir hätten keine Verfassung - OK.

    Aber wir haben ein Grundgesetz.

    Und so wie im Moment agiert wird, möchte ich nicht sehen, was passiert, wenn man da auch noch dran ´rumfummelt...
    Wenn es um den EURO geht, geht alles!
    SPD, Grünen machen jede GG Änderung mit, somit ist eine 2/3 Mehrheit kein Problem.
  6. #75

    Post Scriptum...

    Und was bei Belgien Funktioniert, würde auch bei Frankreich funktionieren... ;)
    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    ...
    Am Ende mischen sich nationale wie ökonomische Motive und unterm Strich wäre es für Flamen wie Wallonen besser in einem gemeinsamen, aber sehr föderalen Staat zu verbleiben...
    Und siehe da, die Politik bekommt Beine...
    "Erst unter dem Druck der Finanzmärkte waren die tagelang unterbrochenen Gespräche über das Budget am Freitagabend wieder gestartet."
    http://www.wiwo.de/politik/ausland/a...h/5891026.html
    Denke die Belgier kommen zum gleichen Ergebnis...

    Viele Grüße...
  7. #76

    Merkel gibt das Tempo vor...

    Zitat von weltbetrachter Beitrag anzeigen
    Man kann ja mal etwas versuchen:
    Deutschland steigt für fünf oder zehn Jahre aus dem EU / EURO-GEBILDE aus.
    --
    Wenn ich mir das gegenwärtige Tempo der Geschichte vergegenwärtige, befällt mich die Ahnung, dass uns Zeiträume von fünf bis zehn Jahren zur Lösung der Probleme nicht mehr bleiben.
  8. #77

    Bilaterale Verträge

    Zitat von firlefranz2 Beitrag anzeigen
    Diese bilateralen Verträge sollen ja (anscheinend) nicht nur zwischen Deutschland und Frankreich, sondern dann zwischen allen Euro-Staaten untereinander abgeschlossen werden, so dass man eben ein langwieriges Prozedere unter Einbeziehung der Europäischen Komission, der anderen EU-Staaten, einzelner Referenden in bestimmten Staaten etc. umgehen kann.
    Bilaterale Verträge erinnern mich an die vertraglichen Verflechtungen, die zum 1. Weltkrieg geführt haben. Ich halte das für brandgefährlich, denn ein 1. Finanzkrieg dürfte sich auch verheerend auf die Völker Europas auswirken und könnte sogar in einen heißen Krieg ausarten.
  9. #78

    Euronews

    Zitat von Hari Seldon Beitrag anzeigen
    zumindest bei den Österreichern und Schweizern können wir uns ja informieren.

    http://www.dradio.de/presseschau/
    nicht viel, aber immerhin - die Presseschau vom Deutschlandfunk.
    Euronews im TV: Hier sind Sender aus 22 Staaten Europas beteiligt, so dass die Sicht relativ neutral sein dürfte. ARD und ZDF machen übrigens nicht mit! Grund: "Euronews versucht, auch Deutschland für eine Beteiligung zu gewinnen. Dies war bisher vor allem an der komplizierten Rechtslage gescheitert. In Deutschland ist der Rundfunk in der Verantwortung der Bundesländer, so dass die Länderregierungen von einem Einstieg überzeugt werden müssen." Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Euronews
  10. #79

    Auch ich fürchte ...

    Zitat von wylly Beitrag anzeigen
    wenn Frankreich mit Deutschland einen Vertrag machen will ist eins sicher
    Frankreich steht vor dem Bankrott
    dieser Vertrag wird nur Frankfreich nützen
    und Frau Merkel wird wieder mal über den Tisch gezogen!!!

    Hände weg von diesem Unfug - wann kommt endlich das Volk in dieser merkwürdigen Demokratie mal zu Wort (was den Euro angeht!?)
    ... es kommt nicht zu Wort . Die Zeit der Worte scheint mir aber vorbei zu sein . Soll sich etwas ändern, so müssen jetzt TATEN folgen !!!








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