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Merkel und die Wulff-Nachfolge: Die Zeit der Hinterzimmer-Deals ist vorbei

AFPScheitern als Chance: Angela Merkel macht den dritten Versuch, einen geeigneten Kandidaten für das höchste Staatsamt zu finden. Diesmal kommt es darauf an, die Opposition klug einzubinden. Wenn die Kanzlerin alles richtig macht, könnte sie sogar gestärkt aus dem Präsidentendebakel hervorgehen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816160,00.html
  1. #110

    Na

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    welche symbolkraft denn? wenn sie verantwortungsbewußt gehandelt hätte, hätte sie sich erst gar nicht betrunken ans steuer gesetzt. das wäre verantwortungsbewußtes handeln gewesen.
    eben die Symbolkraft, dass man durchaus mal einen Fehler machen darf. Käßmann's Stärke liegt in ihrem anschließenden Verhalten, im eingeständnis ihres Fehlers. Da hätte sich Wulff was abschauen können. Wulffs Problem war seine nicht vorhandene Glaubwürdigkeit. Frau Käßmann's Glaubwürdigkeit ist unbestritten
  2. #111

    Käßann - warum nicht

    Zitat von 4waystreet Beitrag anzeigen
    eben die Symbolkraft, dass man durchaus mal einen Fehler machen darf. Käßmann's Stärke liegt in ihrem anschließenden Verhalten, im eingeständnis ihres Fehlers. Da hätte sich Wulff was abschauen können. Wulffs Problem war seine nicht vorhandene Glaubwürdigkeit. Frau Käßmann's Glaubwürdigkeit ist unbestritten
    Frau Käßann hat bis heute verschwiegen, mit wem sie gefeiert hat und wer ihr Mitfahrer war. Und ihr Eingeständnis kam auch erst, als es sich nicht mehr vermeiden ließ.
    Aber egal - ein besoffener Bundespräsident/in - warum nicht!
  3. #112

    Zitat von 4waystreet Beitrag anzeigen
    eben die Symbolkraft, dass man durchaus mal einen Fehler machen darf. Käßmann's Stärke liegt in ihrem anschließenden Verhalten, im eingeständnis ihres Fehlers. Da hätte sich Wulff was abschauen können. Wulffs Problem war seine nicht vorhandene Glaubwürdigkeit. Frau Käßmann's Glaubwürdigkeit ist unbestritten
    betrunken auto zu fahren, ist kein "fehler" - das ist eine straftat! und gerade als moralapostelin, die predigt, wie andere sich zu verhalten haben, wiegt so ein "fehler" doppelt schwer.
  4. #113

    Glaubwürdigkeit

    Zitat von 4waystreet Beitrag anzeigen
    eben die Symbolkraft, dass man durchaus mal einen Fehler machen darf. Käßmann's Stärke liegt in ihrem anschließenden Verhalten, im eingeständnis ihres Fehlers. Da hätte sich Wulff was abschauen können. Wulffs Problem war seine nicht vorhandene Glaubwürdigkeit. Frau Käßmann's Glaubwürdigkeit ist unbestritten
    Also ich finde Frau Käßmann nicht glaubwürdig. Nicht wegen der Führerscheingeschichte, dafür hat sie wie jeder andere auch die Strafe bekommen, und damit Ende. Aber den Beifahrer, den sie dabeihatte. Kann sie den nennen? Nein. Mittlerweile pfeifen es die Spatzen von den Dächern, wer es war. Ich kann mit so jemandem nichts als Präsidentin anfangen. Da fehlt diese christliche Moral, die sie anderen predigt, aber selber nicht erfüllen kann.

    Außerdem will ich eine strikte Trennung von Staat und Kirche. Also keine Pfarrer oder Bischöfe, auch keine Imame oder Diener irgendwelcher anderen Götzenkulte. Diese Herrschaften können und dürfen glauben was sie wollen, als Repräsentanten unseres Staates sind sie ungeeignet. Wenn ich mir vorstelle, eine Bundespräsidentin wird vereidigt, und schwört, "so wahr mir Tanit helfe".

    Früher hätte man gesagt, einen Philosophen oder Wissenschaftler. Wobei Wissenschaftler auch nicht mehr so gefragt sind, da vom Negativbeispiel Merkel diskreditiert. Ich bin nach wie vor für eine zweite Amtszeit von Roman Herzog, vielleicht ließe er sich angesichts der verzweifelten Lage doch noch mal überreden? Der wäre, ob seiner vorigen Amtsführung, absolut geeignet. Und er dürfte nicht von Merkel benannt werden, da dies jeden Kandidaten sofort wieder beschädigt. Es wäre wichtig, dass Merkel sich aus der Suche raushält, zwei Missgriffe reichen doch wirklich.
  5. #114

    das teile ich weitestgehend,

    [QUOTE=Ontologix II;9669748]Man soll jetzt nicht meinen, dass Angela Merkel alleine entscheidet, wer Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten wird. Wie Christian Wulff ein Frontmann, ist Angela Merkel weitgehend eine Frontfrau von Kräften, die gewöhnlich im Dunkeln bleiben. Bei der Union sind das zuvörderst die Katholische Kirche samt Opus Dei, Kreise der Hochfinanz und Großindustrie, mehrere Lobbyverbände wie z.B. die Agrarlobby und das ministerielle Establishment. Protestanten dürfen vielleicht mal eine Stellungnahme abgeben. Sich gegen diese Kreise durchzusetzen kann sich nur ein starker Kanzler oder eine starke Kanzlerin erlauben. Das ist Angela Merkel nicht. Sie hat so viele Fehler gemacht und Kehrtwendungen vollzogen, dass ihre Stärke nur darin besteht, dass im Augenblick kein Nachfolger in Sicht ist.
    Solche Frontmänner, die keine eigenen politische Linien vertreten, müssen nur einigermaßen gut aussehen, zusammenhängende Sätze formulieren können und dürfen ansonsten die Kreise der eigentlichen Machthaber nicht stören. Man erlaubt ihnen begrenzte Eigenmächtigkeiten, verlangt aber unbedingte Loyalität zu den abendländischen Grundprinzipien.
    Solche Perspektivkandidaten werden langfristig aufgebaut, wie z.B. Silvio Berlusconi in Italien, Helmut Kohl und Karl-Theodor zu Guttenberg in Deutschland. Viel Geld wird in ihr Image investiert, loyale Pressorgane bauen sie kontinuierlich auf. Ein eigenes politisches Profil müssen sie nicht haben.
    Blicken wir zurück in die letzten Jahrzehnte: Adenauer stand für die Westbindung, Ludwig Erhard für den Wiederaufbau, Willy Brandt für Widerstand gegen das Dritte Reich und für die Ostpolitik, Helmut Schmidt war der weitblickende Weltökonom, Franz Josef Strauß stand für egozentrischen Polit-Hedonismus und bayerische Folklore. Wofür stand Wulff? Wofür stand zu Guttenberg? Wofür steht Angela Merkel eigentlich? Ich kann kaum Profile erkennnen.

    eine traurige Analyse mit der erkenntnis daß diese politische Kaste weder Aufmerksamkeit , Glaubwürdigkeit,Achtung, Respekt und schon gar keine Wählerstimmen verdient hat
  6. #115

    Die FDP sieht nun die Chance, sich...

    Zitat von wieauchimmer... Beitrag anzeigen
    ...brächte dies Merkel in erhebliche Schwierigkeiten.

    Lehnt sie ab riskiert sie, daß die theoretische Mehrheit in der Bundesversammlung nicht hält, und ihr Gegenkandidat, wer auch immer es sein sollte, gegen Gauck verliert. Dies wäre für sie ein perlsönliches Desaster ersten Ranges, welches in seiner Tragweite sogar die nächste Bundestagswahl entscheiden könnte.

    Stimmt sie zu, dann offenbart sie ihre damalige Fehlentscheidung für Wulff aus Machtkalkül und geht geschwächt aus der Wahl hervor, vermeidet aber den Supergau(ck) eines gegen ihren erklärten Willen gewählten Gauck.
    ...von Merkels katastrophale Personalpolitik öffentlichkeitswirksam abzusetzen und so ein Stück "Existenzberechtigung" zurückzugewinnen. Recht so !

    SPD+Grüne+FDP haben die

    Mehrheit und werden Gauck durchsetzen, Merkel hat lediglich die Wahl jetzt beizudrehen oder mit einem eigenen Kandidaten restlos unterzugehen.

    Sie wird die Kröte schlucken

    müssen und ich habe keinerlei Mitleid mit ihr !
  7. #116

    So,so,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Scheitern als Chance: Angela Merkel macht den dritten Versuch, einen geeigneten Kandidaten für das höchste Staatsamt zu finden. Diesmal kommt es darauf an, die Opposition klug einzubinden. Wenn die Kanzlerin alles richtig macht, könnte sie sogar gestärkt aus dem Präsidentendebakel hervorgehen.

    Kandidaten-Suche: Die Zeit der Hinterzimmer-Deals ist vorbei - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    die Zeit der Hinterzimmer-Deals ist vorbei...... Schön wärs! Die Politarschlöcher haben nichts begriffen und nichts gelernt. Man könnte Gauck unter diesen Umständen nicht mal böse sein, wenn er auf eine Kanditatur verzichtete. Mit diesen Idioten möchte ich mich auch nicht dauernd rumärgern. Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste und hat bestimmt Besseres zu tun.
  8. #117

    Das Volk muss wählen!

    Zuallererst belegen die Vorgänge bezgl. der Bundespräsidenten seit der Machtübernahme durch die Uckermärklerin, dass es Zeit ist, dass dieser BP durch das Volk gewählt wird. Die Uckermärklerin hat wie nie ein Kanzler vor ihr bewiesen, wie unfähig sie ist, Personalentscheidungen im Interesse des Amtes und der Bevölkerung zu treffen. Da können auch sog. Umfragewerte - wie sie auch immer zustandekommen - nicht drüber hinwegtäuschen. Mit dem Rücktritt von Wulff ist das System Merkel endgültig zusammengebrochen. Auch wenn die feigen Postenjäger von CDU/CSU das noch nicht verstanden haben und politisch mit ihr untergehen werden.

    Die Idee, Göring-Eckert als BP zu installieren, ist an Idiotie nicht zu übertreffen. Da braucht man heute in Thüringen - speziell rund um Gotha - nur mal die Leute auf der Straße zu fragen. Völlig inakzeptabel.

    Wegen Pastoren wie Göring-Eckert und den anderen Ökopeacerpriestern treten die Leute massenhaft aus der Evangelischen Kirche aus. Eckert-Göring würde der dritte GAU für dieses Amt in kürzester Zeit werden. Dann hätte sich dieses hohe Amt endgültig überflüssig gemacht.
  9. #118

    Zitat von wieauchimmer... Beitrag anzeigen
    SPD+Grüne+FDP haben die Mehrheit und werden Gauck durchsetzen, Merkel hat lediglich die Wahl jetzt beizudrehen oder mit einem eigenen Kandidaten restlos unterzugehen.
    Ihr Wort in Gottes Ohr. Ich befürchte eher, dass die Liberalen Angst vor ihrer eigenen Courage kriegen und mal wieder "umfallen". Denn das von ihnen gewünschte Wahlverhalten der FDP in der Bundesversammlung bedeutete das Ende von Schwarzgelb. Und ob die FDP das Risiko eingehen will, aus dem Bundestag zu fliegen, ist doch eher unwahrscheinlich.

    Vielleicht aber setzen Rösler & Co. auf sozialliberal, auf einen Aufbruchseffekt wie weiland mit der Wahl Gustav Heinemanns. Das wäre Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Denn die Rechnung wird nicht aufgehen. Der Ruf der Liberalen ist zu ramponiert durch die radikalen "marktkonformen" Sprüche ihrer Vorturner. Einen solchen, geradezu merkelisch anmutenden Opportunismus würde man ihnen nicht abnehmen. Die "spätrömische Dekadenz" ist noch nicht vergessen.
  10. #119

    Zitat von bert.hagels Beitrag anzeigen
    Vielleicht aber setzen Rösler & Co. auf sozialliberal, auf einen Aufbruchseffekt wie weiland mit der Wahl Gustav Heinemanns.
    der gedanke schoss mir auch durch den kopf. allerdings trennen sowohl FDP wie auch SPD welten von der FDP und SPD mit der willy brand mehr demokratie mehr gewagt hat und die FDP ein ganz klares liberales profil hatte.

    aber mit steinmeier/brück, gabriel, nahles, und auf der anderen seite rösler und andere jungs aus der bambi-truppe wird das nichts.








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