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Merkel-Kritikerin Höhler: Den Bogen überspannt
DPADie Autorin und Kohl-Vertraute Gertrud Höhler holt in ihrem Buch "Die Patin" zum Rundumschlag gegen Angela Merkel aus. Den Vorwurf, sie hege eine persönliche Feindschaft mit der Kanzlerin, weist sie von sich. Bei der Buchvorstellung in Berlin bekam man einen anderen Eindruck.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...851709,00.html
- #1 23.08.2012 16:44 von
...
Na so ganz falsch liegt sie ja nicht mit ihren Thesen im Buch.
Wundert mich nur, das das veröffentlicht wurden durfte.
Kritik an der Kanzlerin gibt es in der Öffentlichkeit und den Medien ja kaum. - #2 23.08.2012 16:44 von
Bitte richtig zuhören...
Merkel besitze "eine Coolness, eine Wertneutralität, eine Leidenschaftslosigkeit, die vielen Westbürgern fremd war".
Dieser Satz besagt nicht, wie unterstellt, dass Ostdeutsche generell leidenschaftslos sind.
Er besagt dass diese Attribute Ostdeutschen weniger fremd als Westdeuschen seien. - #3 23.08.2012 16:49 von
- #4 23.08.2012 16:52 von
Eine miserable Rezension. Ganz im Sinne des System M. völlig einseitig und auch noch unsachlich.
Der Versuch, Frau Höhler eine persönliche Vendetta zu unterstellen, um so die Inhalte zu herabwürdigen, ist allzu billig.
Herzlichen Glückwunsch, Frau Höhler, für Ihren Mut und für Ihren Durchblick! - #5 23.08.2012 16:53 von
Der Bogen
wird wieder einmal von SPON überspannt. Stellvertretend
für die Merkelliebe des SPON sei einfach nur mal letzten Absätze des Artikels genauer untersucht:
"Die Berichterstatterin meldet sich noch einmal: Ob Höhler das wirklich so gemeint habe, dass Ostdeutsche generell leidenschaftslos seien?
Höhler sagt, sie könne sich nicht erinnern, so etwas gesagt zu haben. Dabei fiel der Satz vor 20 Minuten, alle haben ihn mitgeschrieben: Merkel besitze "eine Coolness, eine Wertneutralität, eine Leidenschaftslosigkeit, die vielen Westbürgern fremd war".
Daraus zu stricken Ostdeutsche seien leidenschaftslos und dies Frau Höhler anzudichten ist doch einfach nur albern.
Unter Augstein wäre so etwas nie durchgegangen. - #6 23.08.2012 16:54 von
Sie hat recht
Wo sie recht hat, hat sie recht. Fragt sich nur, was sie dann noch in der CDU will. Sie sollte zusammen mit Henkel und Sarrazin eine neue Partei gründen. Die hätte meiner Meinung nach durchaus Chancen.
- #7 23.08.2012 16:57 von
Entgegen allem, was Sie vielleicht glauben, ist die "Marxistisch-Leninistisch geschulte" Merkel keine Diktatorin oder Alleinherrscherin, die die CDU unter ihre Knute gezwungen hat. Die CDU könnte sie jederzeit abwählen, absägen, was auch immer, wenn sie wollte und wenn sie mit ihrem Kurs nicht einverstanden wäre.
Das tut die CDU aber nicht. Was glauben Sie wohl, könnte die CDU davon abhalten, wenn sie sich doch so sehr von Merkel beherrscht fühlt? Vielleicht kommen Sie ja selber drauf. - #8 23.08.2012 16:58 von
Marxistisch-leninistisch geschult. Huch, wie gruselig!
Ich würde wetten, dass eine ganze Reihe westdeutscher Spitzenpolitiker besser "marxistisch-leninistisch geschult" waren als Merkel. Wenn ich da so z.B. an Jürgen Trittin denke, früher im Kommunistischen Bund Westdeutschlands. Vor allem hat der den Quatsch wirklich geglaubt, sonst wäre er da nicht Mitgleid geworden. - #9 23.08.2012 17:00 von
Wenn man dann noch bedenkt
eine etwaige Beziehung zwischen bürgerlicher Politikverdrossenheit und Einflußlosigkeit gegenüber den Entwicklungen in der rechten Szene und wie der - anscheinend funktionierende - Staat darauf reagiert, nämlich nur kosmetisch und werbewirksam an den Symptomen, dann ist gut vorstellbar, daß die Thesen der natürlich auch selbstverliebten (dafür eigentlich schon zu alt) Höhler stimmen.
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