Forum


 

Merkel kontra Hollande: Einsam in Europa

Getty Images"Deutschland entscheidet nicht allein": Kurz vor der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahl schlägt Favorit Hollande scharfe Töne an. Wahlkampfgetöse, winkt man in Berlin ab - doch sollte der Sozialist siegen, drohen Kanzlerin Merkel in Europa harte Zeiten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...830170,00.html
  1. #210

    Weshalb sich einige Foristen auf Hollande freuen.

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Nicht Merkel wäre einsam in Europa - sondern Deutschland.
    Nicht Merkel würde die hunderte Milliarden, die Hollande und Sozis ausgeben wollen, bezahlen - sondern die Deutschen.
    Es grenzt schon an Masochismus, wie sich hier manche darauf freuen!
    Einige hoffen auf die lang ersehnte sozialistische Utopie des unendlich grossen, sozialen Wohlfahrtsstaates. Denn von der jetzigen HartzIV reicht es kaum zu mehr als Bier, Zigaretten und einer gelegentlichen Currywurst.

    Andere wiederum erwarten einen raschen Zusammenbruch des Euro. Die Sozen können schliesslich nicht erwarten, dass ein beschlossener Fiskalpakt null und nicht erklärt werden kann, der Euro aber eine nicht aufkündbare Sache ist.

    Verträge werden in Europa ohnehin nicht eingehalten.
  2. #211

    Einheitspartei

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    ...die haben ja gezeigt, wie es geht....
    Rot-Grün ist doch keine Alternative. Die gehören doch auch zur Einheitspartei.

    Außerdem sind Rot-Grün noch mehr als Schwarz-Gelb für die Euro-Krise verantwortlich.

    Mit Beggar-Thy-German-People, mit dem Ausplündern des eigenen Volkes durch die Agenda 2010, haben ... die ja gezeigt, wie es geht ..., und so die Basis für das folgende Beggar-Thy-Neighbor durch Schwarz-Gelb geschaffen.
  3. #212

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Ja, das reicht aber schon. Die USA haben aber auch einige Trümpfe, die da wären.

    Eine ziemliche Dominanz in der High Tech Industrie
    Ein sehr gutes Forschungsumfeld
    Eine ziemliche Menge CNG - Erdgas - egal wie man dazu steht.
    Eine viel bessere Versorgung von Startups durch Venture Capital
    Einen sehr flexiblen Arbeitsmarkt
    Ein sehr gutes insolvenzrecht
    Nukleargetriebene Flugzeugträger

    Es stimmt schon - alles nicht toll da, aber die USA haben z.B. mit dem New Deal bewiesen, dass sie können, wenn sie wollen. Europa steht noch vor dieser Bewährungsprobe und ist einmal - ausgehend von D - ziemlich kläglich gescheitert.
    Ich gebe Ihnen zwar recht, daß die USA recht gute Zukunftsaussichten haben, aber ob der New Deal seinerzeit so viel gebracht hat, wird seit geraumer Zeit stark bezweifelt. Das beste Konjunkturprogramm, war der WK 2.
  4. #213

    Naives Weltbild vom realexistierenden Rentenmarkt 1

    Zitat von ronomi47 Beitrag anzeigen
    Die Politik vermag nichts gegen die Märkte, und das ist gut so!
    Das ist überhaupt nicht gut so, sondern das Problem. Außerdem dachte ich, die ganzen Rettungsarien und Schlafliedchen von Merkozy dienen dazu, "die Märkte zu beruhigen". Ein Schutzwall nach dem anderen, eine lächerliche Bazooka nach der anderen.

    Denn hinter den "Märkten" stecken eben nicht nur ein paar wenige Spekulanten (anglosächsische Hedgefonds), sondern vor allem grosse Institutionelle Anlagefonds (Pimco und viele andere), Versicherungen, Grossinvestoren (also eben nicht Spekulanten), mittlere und kleinere Anleger.
    Das war vielleicht noch vor 20 Jahren vor dem Turbokapitalismus so.
    Heute ist doch der Rentenmarkt, besonders für Staatsanleihen zum totalen Spekulationsobjekt verkommen. Denken Sie doch an die Ratingagenturen und die Credit Default Spekulationen und Ausfallversicherungen gegen den Ausfall des Ausfalls gegen den Ausfall des Nichtausfalls.... alles schön mathematisch berechnet und verbrieft, wie vor Finanzkrise 1.0.
    Höchste Zeit, dass es da mal ordentlich rumst, der Super-GAU von/für Ackermann. Vorbild Südamerika.

    Was tun die Sozis und noch weiter links stehende, wenn das Investitionskapital abfliesst? Winselnd heulend und zähneknirschend nach Brüssel rennen und eine weitere Quasselrunde abhalten?
    Hierzu als kleiner Denkanstoß, wie Japan vor 20 Jahren durch Konsolidierung und nicht Stabilisierung aus der Krise gekommen ist. Merkel/Schäuble/EUdSSR wollen ja die marode europäische Bankenlandschaft durch Stabilisierung retten, anstatt sie zu konsolidieren:

    1. Der japanische Bankensektor wurde durch Bankenpleiten konsolidiert, bis am Schluss nur noch 4 Negerlein übrig waren – und nicht nach Merkozy auf Kosten der Volkswirtschaft stabilisisiert.

    2. Der Markt der japanischen Staatsanleihen wurde durch Endogenen Staatsanleihenkauf weitgehend konsolidiert und abgeschirmt. Die japanische Bevölkerung "kauft" zu besseren Konditionen als Spareinlagen, aber weniger als internationale Profiinvestoren.

    Das ist der Grund, warum die ahnungslosen deutschen Staatsökonomen (Weisen) immer wieder durch die hohe japanische Staatsverschuldung ratlos gemacht werden. Japan-Staat ist eben bei seinem Staats-Volk hoch verschuldet. Sozusagen eine nationalistische Populismus-Verschuldung als Rettungsschirm für den Yen.

    P.S.: Die Griechen haben es mit Zustimmung der EU-Kommission genau umgekehrt gemacht. Sie haben ihre unterschlagenen (keine Steuern!) Euros aus der griechischen Finanzwirtschaft, und damit auch aus dem Euroraum abgezogen und weltweit 500 Milliarden gebunkert oder angelegt.

    Das hat den Euro überhaupt nicht gefreut, dass dadurch sein Wert und seine Vertrauenswürdigkeit so gewaltigen Schaden genommen hat, dass die europäischen „Eliten“ inzwischen bei den BRICS und der 3.Welt betteln gehen müssen. Eine EU-verschuldete Schande, an der auch Merkel/Schäuble/Schröder/Steinbrück/Fischer/Trittin ... maßgeblich schuld sind!
  5. #214

    ESM-Bank und Fiskalsparen

    Zitat von ronomi47 Beitrag anzeigen
    Hollande und die Schuldenkoalition gegen die Märkte...
    Immer noch besser als
    Merkozy und die ESM-Schuldenunion und der Spar-Fiskalpakt für die Märkte gegen die Bürger Europas ...
  6. #215

    Tut gar nicht weh, wie beim Zahnarzt!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Deutschland entscheidet nicht allein": Kurz vor der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahl schlägt Favorit Hollande scharfe Töne an. Wahlkampfgetöse, winkt man in Berlin ab - doch sollte der Sozialist siegen, drohen Kanzlerin Merkel in Europa harte Zeiten.

    Merkel kontra Hollande: Einsam in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Also, wenn ich die Blogs und Foren so lese, sehe ich als
    Quasi-Aussenstehender, dass es tatsächlich nur Freude und
    Eierkuchen in der Euro-Zone und der EU gibt.

    Alle haben sich furchtbar lieb, - Betonung auf furchtbar - und nur so
    kann es zu einem "Vereinigten Europa" kommen, nur so und dass von
    einigen Foristen der ESM so schön verniedlicht wird, einfach mal einige
    Punkte, die nicht soooo weh tun, herausgefildert werden, finde ich...
    (ja wie finde ich denn dies).. wohl lächerlich.

    Dass sich aber Merkel immer mehr als Stahlkanzlerin versteht und
    sich im Ausland so was von lächerlich macht, ist sehr traurig, nicht
    mehr lächerlich!!
  7. #216

    Zitat von bert.hagels Beitrag anzeigen
    Weil Sie meinem Wort ja nicht trauien, hier ein Zitat aus einem der Links, die Sie eingestellt haben:

    Und nun? Lesen Sie, was Sie anderen zur Lektüre empfehlen, nicht selbst?

    Ich hatte darauf hingewisen, dass die Kommission legitimerweise nur dann das Recht zur Erhebung von EU-weiten Steuern erhalten könne, wenn das EU-Parlament volles Bedgetrecht erhalte. Sie antworteten darauf mit dem Hinweis auf den ESM. Die Verbindung haben also Sie hergestellt.
    Ja, die Verbindung habe ich hergestellt, weil ich sie für essentiell halte.

    Wenn Deutschland die Entscheidungshoheit auf Grund des Kapitaleinsatzes haben sollte, so finden Sie das demokratisch im Sinne der EU?
    So lange Merkel - Schäuble zuständing sind, weiß man ja, wo die Reise hingeht.

    Nun, der ESM führt die Planung des vollen Budgetrecht des EU-Parlaments ad absurdum. Wollen Sie das abstreiten? Und wie sollte denn solch ein Budgetrecht funktionieren?

    Der Versuch, eine währungspolitische Nivellierung einzuführen, ist gescheitert. Das war von vorn herein klar. Jede Maßnahme in die zum Scheitern verurteilte Richtung verlangsamt den unausweichlichen Verfall, mehr nicht.
  8. #217

    Zusatz

    Zitat von bert.hagels Beitrag anzeigen
    Weil Sie meinem Wort ja nicht trauien, hier ein Zitat aus einem der Links, die Sie eingestellt haben:
    Und nun? Lesen Sie, was Sie anderen zur Lektüre empfehlen, nicht selbst?
    Sie haben u.a. diesen Passus gemeint:
    Vielmehr haben die Stimmen der einzelnen Staaten unterschiedliches Gewicht. Wer dem ESM mehr Kapital zur Verfügung stellt, hat dabei auch mehr Einfluss auf die Entscheidungen. Deutschland ist der wichtigste Geldgeber. Gegen den Willen der Bundesregierung können faktisch keine Hilfszusagen gemacht werden.
    Finden Sie die Entscheidungsgwalt nach Kapitalkraft demokratisch? Entspricht dies dem ehemaligen Ideal der EU?

    Sie sind auf die demokratiefeindlichen Punkte des ESM gar nicht eingegangen, freuen Sie aber auf den machtpolitischen Einfluss von Deutschland, nach Kapitaleinlage. Ist das jetzt die neue Demokratie in Ihrem Sinne? Na ja, damit ist eigentlich alles gesagt: Macht dem Kapital; Macht den Märkten! Das ist die Linie von Merkel - Schäuble: systemkonform zu Gunsten der Märkte, zu Lasten der Bevölkerungen!
  9. #218

    Der Tip

    Zitat von doc.exx Beitrag anzeigen
    Rot-Grün ist doch keine Alternative. Die gehören doch auch zur Einheitspartei.

    Außerdem sind Rot-Grün noch mehr als Schwarz-Gelb für die Euro-Krise verantwortlich.

    Mit Beggar-Thy-German-People, mit dem Ausplündern des eigenen Volkes durch die Agenda 2010, haben ... die ja gezeigt, wie es geht ..., und so die Basis für das folgende Beggar-Thy-Neighbor durch Schwarz-Gelb geschaffen.
    war auch nicht wirklich ernst gemeint...
    Hedgefonds, Ein-Eurojobs, um das gesamte Lohn-und Entgeltniveau nach unten zu prügeln....die Menschen vergessen nicht so schnell, wie einige SPD-Heinis offenbar hoffen....
    Wir vergessen eben auch nicht, daß die SPD mit ihrer Agenda zur unsozialsten Partei geworden ist, die auf diesem Staatsgebiete je herrschte.
    Ich schreibe das mit Absicht etwas provokanter, auf, daß div. Gutmenschen wieder ùber mich herfallen und dementsprechen Amokschreiben....
  10. #219

    Eigentlich nicht förderlich, weil ...

    ... hypothetische Wirtschaftsgeschichte wahrscheinlich genauso spekultativ ist wie ökonimische Prognosen: Vier Diskutanten, fünf Meinungen.

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    In der Argumentation der Eurofanatisten fehlte ja bislang selten der Hinweis, daß mit einer Rückkehr zur DM der gesamte Export defacto über Nacht abgeschafft würde.
    Wieder eine jener Übertreibungen, deren Existenz nur belegt, welch geringes Argumentationsniveau akzeptiert wird, wenn es gegen den EURO geht. Natülich würde eine Aufwertung, die unweigerlich der Rückkehr zur DM folgte, zum Rückgang des Exportvolumens führen.

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    Unterschlagen wird in dieser Argumentationskette auch immer gerne, daß sich mit einer Aufwertung auch deutsche Einfuhren entsprechend verbilligten und somit die Verteuerung deutscher Exporte jedenfalls nicht unerheblich abgedämpft.
    Das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass im Lande keine Wertschöpfung stattfand, also gerade nicht bei hochspezialisieten Produkten des Madchinebaus, die ja den größten Teil des deutschen Exports ausmachen.

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    Nicht vergessen dürfen wir auch die Geschichte des Euro - wurde die Aufgabe der DM doch seitens Frankreich für die Zustimmung zur deutschen Einheit erpresst.
    Erpresst wie Versailles? Der Chauvi-Deutsche ändert sich nie. Schluss! Aus! Reset bei 1871!

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    In Anbetracht der Geschichte und der höchst unseriösen Argumentation der Eurobefürworter stand und steht dies Kunstwwährung jedenfalls unter einem höchst fragwürdigem Stern.
    Zieht man den antieuropäischen Affekt ab, bleibt nicht viel von der Argumentation der romantischen Zurück-zur-D-Mark Nostalgikern.

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    Griechenland haftet gemäß seiner Wirtschaftskraft anteilig für seine nicht rückzahlbaren Kredite, die eben Konsumtiv verprasst wurden und nicht in die Wirtschaftskraft investiert...hier beißt sich die Katze in den Schwanz - Investitionen in die eigene Wirtschaftskraft wird durch das Transfersystem bestraft.
    Wieder so eine apodiktische Aussage, die mangels direkter Überprüfbarkeit wohl beeindrucken soll: Wer sagt Ihnen, dass die bösen Griechen Ihre Staatsknete "konsumtiv verprasst" und - das Gegenbeispiel soll wohl der Klassenprimus Deutschland sein - die folgsamen Länder brav ins Spargschwein getan haben? Was meinen Sie mit "Investitionen in die eigene Wirtschaft"? Die Schwächung der Nachfrageseite durch Kürzungen im Sozialbereich?

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    Mit Hollande gewönnen eben gerade die Vertreter des Verprassens deutscher Steuergelder in der EU wieder ein Stück mehr Raum.
    Ist das ein schönes schlichtes Weltbild: Hier die luxurierenden Sozis, die in Saus und Braus leben, dort die sparsamen asketischen Konservativliberalen. Übrigens, was meinen Sie, wieviel französische Steuergelder schon in Deutschland "verprasst" wurden?

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    Kommunale Finanznot ist hausgemacht? Nur Deppen in den jeweiligen Verwaltungen?
    Wiederum, das habe ich gar nicht gesagt, sondern nur, dass die Finanzmisere der Kommunen unterschiedliche und mehrere Faktoren hat, u.a. Fehlkalkulationen bei der Planung öffentlicher Investitionen, den innerdeutschen Solidarpakt, aber auch Schröpfgesetze auf Länderebene, wie in NRW unter Rüttgers.


TOP



TOP