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Merkel auf EU-Gipfel: Die Deutsche ist der Spielverderber

AFPEs sollte ein Signal des Aufbruchs werden, beim EU-Gipfel in Brüssel wollten die Staatenlenker die wirtschaftlichen Sorgen hinter sich lassen. Doch Kanzlerin Angela Merkel will von Euphorie nichts wissen - und warnt vor einem Rückfall in die Krise.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818900,00.html
  1. #100

    .

    Zitat von net-zwerg123 Beitrag anzeigen
    N
    Dass die Politik sich da nicht ran traut, scheint mir eher ideologisch geprägt sein. Aus Angst einer Inflation. Obgleich das Risiko durch indirikte Finanzierung meiner Meinung nach noch viel größer ist. Da man - um das eigentliche Ziel zu erreichen - viel mehr Geld auf den Markt spült als notwendig
    Hätten wir gesunde Verhältnisse, würden Banken das Geld von Sparern / Investoren einsammeln (als Kapitalsammelstellen), dieses Geld also dem privaten Anlegern entziehen, um es an Staaten als Kredite auszugeben. Dabei würde der Zinssatz die wichtige Funktion übernehmen, die Kreditaufnahme solcher Staaten durch höhere Zinsen zu regulieren, die bereits hoch verschuldet sind.

    Nur funktioniert das System nicht mehr, weil einige Staaten überschuldet sind und nur ein völlig irrer Anleger dort Geld zu niedrigen Zinsen ausleihen würde. In dieser Situation ist es natürlich nicht vermittelbar, wenn die EZB den Banken Geld für 1% schenkt, dass diese dann zu moderaten 5% an Staaten vergeben und die Zusicherung haben, diese Anleihen dann wieder an die Zentralbank abgeben zu können, also das Risiko ausschließen. Das grenzt schon an Ausbeutung der Steuerzahler durch Banken, dann wird es Zeit zu überlegen, ob die EZB nicht die Staaten direkt finanziert.

    Dabei gibt es aber Probleme:
    Die Steuerungsfunktion des Zinssatzes entfällt, es werden Kredite nach politischen Kriterien vergeben, es entsteht eine Staatsschuldenblase, die irgendwann mit katastrophalen Folgen platzt
    Weiterhin hat dann das Geld der Anleger keine Anlagemöglichkeit mehr und sucht nach Ersatzanlagen. Das führt dann z.B. zu stark steigenden Rohstoffpreisen (Inflation), das Geld fließt in irgendwelche Derivate und eine neue Krise ist die Folge. Man müsste also entsprechend viel Geld der Privatanleger aus dem Markt nehmen. Nur wie?
  2. #101

    yep!

    [QUOTE=Traumschau;9749426]
    Zitat von celino Beitrag anzeigen

    Das stimmt! Wie ich einem Beitrag oben schon angedeutet habe, hat die Politik nichts zu melden. Es werden Fakten geschaffen und die Politik hat hier und da noch mal den Mut, aufzumucken. Es ist vergeblich! Der ESM wird entgegen anderer Verlautbarungen aufgestockt, und zwar so lange, ]b]bis das Finanzkartell großmütig zu erkennen gibt, dass es jetzt genug ist. Bis dahin sind wir aber alle so dermaßen was von im A..h, das das auch schon egal ist[/b].
    GE-NAU! Warum wohl hat Deutschland noch Triple AAA, Ausblick sogar stabil und so niedrige Kreditzinsen?

    Angesichts der Mithaftung, der Kreditrisiken, der kommenden Pensions- und Rentenforderungen eigentlich nicht nachvollziehbar.

    Es sei denn, man sieht sich den Gesamtsaldo an, denn den offiziellen 2 Bio. Schulden stehen 4 Bio. Guthaben entgegen, dazu noch einige geschätzte Bio an Immobilienvermögen.
    Als kleines Sahnehäubchen noch eine fügsame Bevölkerung, die sich grummelnd, meckernd, aber brav in alle Härten fügt.

    Da ist noch richtig was zu holen!

    Deshalb wird die Kuh noch ein bißchen angefüttert und gestreichelt, damit man sie besser melken kann.

    Die Länder Südeuropas sind dabei nur die Melkmaschine.

    Die Molkereien sind in London und New York.
  3. #102

    .

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    WGenauso wie wenn man die Eurobonds ausschließt, die so sicher kommen wie das Amen in der Kriche.
    Das wäre der Finanz-GAU, dann werde ich alles Geld meinen Kindern geben, damit sei auswandern

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    Ich frag noch mal, wie viele hunderte Milliarden hat Schwarz-Gelb seit 2008 an die BAnken verteilt? Alleine die HRE hat inklusive Irland-Engagement an die 170 Milliarden gekostet.
    Sorry, das war schwarz-rot.

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    Erklären Sie das den LEuten, die bei der nächsten Bundestagswahl wie die Schafe zur Schlachtbank rennen und CDU wählen, weil die Mama uns so resolut vertreten hat, weil die Mama so einen guten pragmatischen Job gemacht hat, weil sie nach vorne hin so konsequent und straight gewirkt hat, während sie hinter dem Rücken den Banken die Milliarden zu Hunderten hintenreingepumpt hat.
    Nun ja, bei der Alternative Rotgrün würde es noch viel teurer, das ist die Strategie von Merkel. SPD und Grüne überschlagen sich ja geradezu mit ihren Vorschlägen, den Wohlstand Deutschlands zu verschleudern. Klar ist Merkel da intelligenter und vermittelt den Eindruck, dagegen anzukämpfen.
  4. #103

    Grübel ....

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Das wäre der Finanz-GAU, dann werde ich alles Geld meinen Kindern geben, damit sei auswandern


    Sorry, das war schwarz-rot.


    Nun ja, bei der Alternative Rotgrün würde es noch viel teurer, das ist die Strategie von Merkel. SPD und Grüne überschlagen sich ja geradezu mit ihren Vorschlägen, den Wohlstand Deutschlands zu verschleudern. Klar ist Merkel da intelligenter und vermittelt den Eindruck, dagegen anzukämpfen.
    Auswandern? Wohin? Haben Sie einen Vorschlag?
    Die Wahl ist doch nur Theater. Die machen letztlich alle die gleiche Politik. Können Sie sich daran erinnern, dass nach der Wahl "aufgrund der Faktenlage" schon mal irgendein vorher angekündigtes Programm umgesetzt wurde? Ich meine jetzt, zugunsten der absoluten Mehrheit der Bevölkerung? Die Politik hat immer nur die oberen 10% alimentiert bzw. die mächtigen Lobbys. Was erwarten Sie noch von einer Wahl, bei der Sie ihr "Kreuz" wählen können?
    Die sind sich mehr einig als Ihnen und mir recht sein kann!
  5. #104

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Die Steuerungsfunktion des Zinssatzes entfällt, es werden Kredite nach politischen Kriterien vergeben, es entsteht eine Staatsschuldenblase, die irgendwann mit katastrophalen Folgen platzt
    Nicht unbedingt. Wie im Beitrag weiter vorne erwähnt, muss es bei dieser Finanzierungsmethode unbedingt auch Kontrollmechanismen geben. Meine Idee war hier ein regelmäßgies Treffen der EU-Länder, wo der Fluss der EZB-Gelder in jedem Land überprüft wird. Positiv ist bei dieser Methode, dass die Geldeingänge - da nur eine Bank - "gebündelt" nachverfolgbar sind.

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Weiterhin hat dann das Geld der Anleger keine Anlagemöglichkeit mehr und sucht nach Ersatzanlagen. Das führt dann z.B. zu stark steigenden Rohstoffpreisen (Inflation), das Geld fließt in irgendwelche Derivate und eine neue Krise ist die Folge. Man müsste also entsprechend viel Geld der Privatanleger aus dem Markt nehmen. Nur wie?
    Geschäftbanken könnten sich trotzdem noch an der Staatsfinanzierung beteiligen. Sie müssten sich nur attraktive Angebote überlegen (was schwer aber nicht unmöglich wäre). Bei Geldanlagen kenn ich mich leider nicht aus. Aktien, staatliche Wertpapiere, Immobilien vielleicht? Zumindest wäre eine Notwendigkeit geschaffen, das Geld wieder in die Realwirtschaft fließen zu lassen (wo es auch hingehört)...
  6. #105

    .

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Die Steuerungsfunktion des Zinssatzes entfällt, es werden Kredite nach politischen Kriterien vergeben, es entsteht eine Staatsschuldenblase, die irgendwann mit katastrophalen Folgen platzt
    Nicht unbedingt. Wie im Beitrag weiter vorne erwähnt, muss es bei dieser Finanzierungsmethode unbedingt auch Kontrollmechanismen geben. Meine Idee war hier ein regelmäßgies Treffen der EU-Länder, wo der Fluss der EZB-Gelder in jedem Land überprüft wird. Positiv ist bei dieser Methode, dass die Geldeingänge - da nur eine Bank - "gebündelt" nachverfolgbar sind.

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Weiterhin hat dann das Geld der Anleger keine Anlagemöglichkeit mehr und sucht nach Ersatzanlagen. Das führt dann z.B. zu stark steigenden Rohstoffpreisen (Inflation), das Geld fließt in irgendwelche Derivate und eine neue Krise ist die Folge. Man müsste also entsprechend viel Geld der Privatanleger aus dem Markt nehmen. Nur wie?
    Geschäftbanken könnten sich trotzdem noch an der Staatsfinanzierung beteiligen. Sie müssten sich nur attraktive Angebote überlegen (was schwer aber nicht unmöglich wäre). Bei Geldanlagen kenn ich mich leider nicht aus. Aktien, staatliche Wertpapiere, Immobilien vielleicht? Zumindest wäre eine Notwendigkeit geschaffen, das Geld wieder in die Realwirtschaft fließen zu lassen (wo es auch hingehört)...
  7. #106

    Spielverderber sind die Politiker insgesamt, ...

    Zitat von TangoGolf Beitrag anzeigen
    Auch wenn´s hier im Forum unpopulär ist: ich fühle mich ind er Frage der Eurokrise von Merkel gut vertreten. Ich bin froh, dass die SPD und die Grünen nicht an der macht sind. Sehr.
    Und ein Schröder hätte sich garantiert ganz Putinlike als Europaretter inszeniert und sich mit breiter Brust vor die Kamreas gestellt getreu dem Motto: alles ist gut, alles bleibt gut - dank mir!
    ... denn ihnen ist schon seit langem die Phantasie ausgegangen und auf Visionen können wir schen lange nicht mehr hoffen (Geschwindigkeit ist ‘wirklich’ keine Hexerei | Freies in Wort und Schrift). Aber sie sind halt auch nicht allein mit dieser Situation, den was man heute so als 'Bevölkerung' ansieht, ist ja auch nicht viel besser.
  8. #107

    Niedrige Zinsen...

    Zitat von marquis_de_valmont Beitrag anzeigen
    Eine sehr konstruktive Idee! Niedrige Zinsen schaffen die Spielräume für echte Reformen ohne einseitig brutalen Übergang ins Kaputtsparen, und die Macht der Rating-Agenturen ist gleichzeitig ausgehebelt, weil auf einen Schlag völlig unwichtig. Haben Sie einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund?
    ... für die PIGS nach Einführung war doch DIE Ursache für die hemmungslose Verschuldungsorgie.
    Davor hatten Länder wie GR oder Italien hohe einstellige bis zu zweistellige Zinsen zahlen müssen. Und zwar zu recht. Denn die Zinshöhe spiegelt das Risiko wieder. Ihre Wettbewerbsfähigkeit konnten sie durch Abwertung ihrer Währung beeinflussen. Das ist jetzt vorbei.

    Sie meinen vielleicht echer das abstruse Konstukt, dass die Staaten sich bei den Geschäftsbanken zu hohen Zinsen verschulden während die Geschäftsbanken ihrerseits das Geld zu Spottzinsen von der EZB erhalten.
  9. #108

    allerdings....

    Zitat von celino Beitrag anzeigen
    ...
    Ich wäre froh und dankbar, wenn endlich auch mal die o.g. Staaten bzw. deren Regierungen wortgewaltig, vielleicht sogar gemeinsam, auftrumpfen würden.

    Da selbst der derzeit zweitgrößte Nettozahler Frankreich in südeuropäische Verhältnisse abzudriften droht, hätte ein solches Signal besonderes Gewicht.
    ... das wäre wirklich mal ein Zeichen. Mich wundert das Schweigen sehr. Oder es wird in der deutschen Presse nicht thematisiert.
  10. #109

    Sie finden...

    Zitat von cup01 Beitrag anzeigen
    Bedanken Sie sich auch noch, wenn diese Länder dann nicht mehr bei uns einkaufen können/wollen und unser Export um 40% einbricht?
    ... also das bisherige Geschäftsmodell das Geld zum Bezahlen unserer Waren gleich mitzuliefern und das Risiko auf die Steuerzahler abzuwälzen erfolgreich?
    Ausßer der Industrie verdient daran niemand und deshalb möchten die auch, das es so bleibt.


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