Mercedes E 300 Bluetec-Hybrid: Man muss dran glauben

DaimlerMercedes gibt Strom - zumindest ein bisschen. Als erster deutscher Hersteller präsentiert Daimler einen Hybrid mit Dieselaggregat, den E 300 Bluetec Hybrid. Nach einer ersten Testfahrt drängt sich vor allem eine Frage auf: Was genau ist der Sinn dieses Autos?

http://www.spiegel.de/auto/fahrberic...824290,00.html
  1. #40

    ja sicher

    Zitat von distel60 Beitrag anzeigen
    Das kann schon deshalb nicht stimmen, weil die Absatzzahlen von 520 d, 200/220/250 cdi und dem äquivalenten A6 sehr hoch sind.
    Aber 520d, E220, 250 CDI und A6 2.0 TDI haben ja auch mindestens 170 PS und fahren über 220 Spitze. Den E 200 CDI will übrigens außer Taxifahrern niemand, weil er mit 136 PS einfach zu lahm ist, das wird in der Preisklasse nicht akzeptiert.
  2. #41

    Zitat von distel60 Beitrag anzeigen
    Das kann schon deshalb nicht stimmen, weil die Absatzzahlen von 520 d, 200/220/250 cdi und dem äquivalenten A6 sehr hoch sind.
    Die haben ja auch 'vollwertige' Dieselmotoren und sind ERHEBLICH guenstiger als die staerkeren 'Kollegen'.
    Wenn Sie einen dieser graesslichen aufgeblasenen 'downsizing'-Motoren in so eine Limousine quetschen dann klappt das nicht mit dem Verkaufen. Kann ich mir nicht vorstellen.
    Ob ein Auto mit, geschaetzt, 10.000 Euo Wertverlust pro Jahr (wenn das mal ueberhaupt reicht...) in den ersten 3 Jahren nun 4 Liter oder 7 verbraucht interessiert(ausser ein paar Ideologen) niemanden. Da muesste er schon wesentlich billiger angeboten werden als die groesseren Modelle. Und das wird schwierig.
  3. #42

    Blicker und Gribble, Sie müssen schon genau lesen, auf welche Aussagen ich mich bezog und da stand nigends etwas von den 100 PS drin, die zuvor vom __wegwerfaccount__ erwähnt wurden. Das bezog sich nur auf Verbrauch und Preis. Anderfalls müßten die Zitate, auf die ich Bezug nahm, anders beinhaltet sein. Habe jetzt aber keine Lust das nochmal en Detail durchzukauen.
  4. #43

    das ist doch objektiv falsch

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Nein, sie wuerde wie Blei bei den Haendlern stehen, da der Kraftstoffverbrauch bei einem Auto der 50.000 Euro-Klasse mit mehreren zehntausend Euro Wertverlust pro Jahr VOLKOMMEN NEBENSAECHLICH ist.
    wenn dem so wäre, warum sind dann in den Dienstwagenverordnungen i.d.R. Einschränkungen auf Fahrzeugpreis, Kraftstoff (=Diesel) und Hubraum bzw. Normverbrauch enthalten? Weil der Verbrauch selbst bei Firmenwagen natürlich eine große Rolle spielt.
    Man vergleiche 40tkm/ Jahr in einem Diesel mit echten 6 Litern Verbrauch gegen einen großen Benziner mit echten 11 Litern / 100 km.
    Macht nach meiner Rechnung 400 * (11-6) l = 2.000 l Unterschied,
    in Euro dann ca. 3.600, der Benziner verursacht also die doppelten Spritkosten. Für die 300 Euro netto im Monat nur für Spritmehrkosten könnte man natürlich auch andere schöne Sachen machen.

    Und wie oft ein 50.000-Euro-Fahrzeug " mehrere zehntausend Euro Wertverlust pro Jahr" haben kann, das dürfen Sie dann mal selber ausrechnen... :-)

    Ciao
    Tina
  5. #44

    Paradigmenwechsel

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Sie gehören nicht zu den Kunden einer 50 000 Euro Limousine, da wird kein Auto akzeptiert, das nicht mindestens 220 Spitze fährt, das schafft ein 100 PS Dreizylinder niemals.

    Zudem schafft ein ein Auto mit 130 PS Systemleistung niemals Fahrleistungen eines Autos mit 160 PS, man siehst das ja beim Prius, der mit 136 PS Systemleistung gerade mal die Fahrleistungen eines Golf TDI mit 105 PS schafft.
    nun ja, wenn man meinen Beitrag nur oberflächlich liest oder nicht versteht, dann könnte man zu diesem Schluß kommen. Aber bezüglich Beschleunigung und Durchzug kann ein Auto mit einem aufgeladenen 3-Zylinder-Diesel + E-Motor mit seinen 130 PS Systemleistung sehr wohl mit einem SAUGbenziner von 160 PS mithalten. Fahren Sie doch zum Spaß mal einen der alten VW VR6 aus den Neunzigern. Nominell 174 PS stark sieht man keine Sonne gegen einen 140 PS Vertreterdiesel.

    Sie verschlafen gerade den Paradigmenwechsel. Höher, schneller, weiter ist nicht mehr. Viele Menschen haben bereits kapiert, daß Öl und schöne Umwelt nicht unendlich vorhanden sind, obwohl sie es sich leisten könnten. Aber es ist ihnen schlicht peinlich, einen Spritfresser zu fahren. Im Gegenzug ist es eben angesagt, ein Sparmobil zu fahren. Und das darf dann auch gerne teuer sein.

    Darum habe ich auch vor zwei Jahren den M5 verkauft und fahre nun 520d E61 LCI. Und das entgegen meiner ersten Befürchtungen mit viel Freude.

    Ciao
    Tina
  6. #45

    Zitat von ___wegwerfaccount___ Beitrag anzeigen
    Fahren Sie doch zum Spaß mal einen der alten VW VR6 aus den Neunzigern. Nominell 174 PS stark sieht man keine Sonne gegen einen 140 PS Vertreterdiesel.
    Wenn Sie den VR6 wie den Diesel fahren dann koennte das stimmen. Wenn Sie im Corrado oder, noch besser Golf3 'ordentlich auf den Pin treten' und das Ding ordentlich drehen dann sieht das schon anders aus...
    Bei gutem Wetter geht der in 7,5 Sek. von 0 auf 100.
    Der Vertreterdiesel (A6 z.B.) schaffts trotz 180 PS nur in 8,3. Mit 140 PS wuerde er wahrscheinlich 9 brauchen.
  7. #46

    oh mann....

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Wenn Sie den VR6 wie den Diesel fahren dann koennte das stimmen. Wenn Sie im Corrado oder, noch besser Golf3 'ordentlich auf den Pin treten' und das Ding ordentlich drehen dann sieht das schon anders aus...
    Bei gutem Wetter geht der in 7,5 Sek. von 0 auf 100.
    Der Vertreterdiesel (A6 z.B.) schaffts trotz 180 PS nur in 8,3. Mit 140 PS wuerde er wahrscheinlich 9 brauchen.
    ist das jetzt schon absichtliches Getrolle, oder können Sie mir wirklich nicht folgen? Ich vergleiche zwei unterschiedliche Motoren miteinander, und Sie erklären mir, daß kleine, leichte Autos besser abgehen als große schwere. Der entscheidende Punkt ist doch der, daß drehmomentstarke Motoren wie Turbodiesel, die zudem noch von einem viel elastischeren E-Motor unterstützt werden, die gleichen Fahrleistungen bieten wie ein scheinbar stärkerer Saug-Benziner. Was daran liegt, daß z.B. bei 2000 Touren der Sauger durch sein kleines Drehmoment viel weniger Leistung abgibt als die Diesel-E-Kombi. In der Endgeschwindigkeit macht sich dann die größere Maximalleistung bezahlt, aber wer fährt schon ständig Endgeschwindigkeit...

    Ciao
    Tina
  8. #47

    die ist aber wichtig

    Zitat von ___wegwerfaccount___ Beitrag anzeigen
    ist das jetzt schon absichtliches Getrolle, oder können Sie mir wirklich nicht folgen? Ich vergleiche zwei unterschiedliche Motoren miteinander, und Sie erklären mir, daß kleine, leichte Autos besser abgehen als große schwere. Der entscheidende Punkt ist doch der, daß drehmomentstarke Motoren wie Turbodiesel, die zudem noch von einem viel elastischeren E-Motor unterstützt werden, die gleichen Fahrleistungen bieten wie ein scheinbar stärkerer Saug-Benziner. Was daran liegt, daß z.B. bei 2000 Touren der Sauger durch sein kleines Drehmoment viel weniger Leistung abgibt als die Diesel-E-Kombi. In der Endgeschwindigkeit macht sich dann die größere Maximalleistung bezahlt, aber wer fährt schon ständig Endgeschwindigkeit...

    Ciao
    Tina
    Ein Auto für 50 000 Euro, das nicht mindestens 220 Spitze schafft, ist bei uns unverkäuflich, zurecht.
  9. #48

    Zitat von ___wegwerfaccount___ Beitrag anzeigen
    Der entscheidende Punkt ist doch der, daß drehmomentstarke Motoren wie Turbodiesel, die zudem noch von einem viel elastischeren E-Motor unterstützt werden, die gleichen Fahrleistungen bieten wie ein scheinbar stärkerer Saug-Benziner.
    Nein. Es fuehlt sich nur so an. Der "Punch" in den niedrigen Drehzahlen beim Turbodiesel gaukelt nur die starke Beschleunigung vor.
    Ein Auto beschleunigt mit Leistung, nicht mit Drehmoment.
    Ein A6 mit 204 PS beschleunigt als Benziner sogar minimal SCHNELLER von 0 auf 100 als der Diesel mit 204 PS. Obwohl der Diesel fast 50% mehr Drehmoment hat.
    Man muss halt nur eine gute Automatik haben oder gut schalten.
  10. #49

    großer Irrtum

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Nein. Es fuehlt sich nur so an. Der "Punch" in den niedrigen Drehzahlen beim Turbodiesel gaukelt nur die starke Beschleunigung vor.
    Ein Auto beschleunigt mit Leistung, nicht mit Drehmoment.
    Ein A6 mit 204 PS beschleunigt als Benziner sogar minimal SCHNELLER von 0 auf 100 als der Diesel mit 204 PS. Obwohl der Diesel fast 50% mehr Drehmoment hat.
    Man muss halt nur eine gute Automatik haben oder gut schalten.
    Der Audi A6 Quattro 3.0 TDI S-Tronic mit 204 PS braucht nur 7,0 s von 0auf 100, der Audi A6 Quattro 2.8 FSI S-Tronic mit 204 PS braucht 8,1 s von 0 auf 100. Der gleichstarke Diesel beschleunigt also deutlich besser, weil der Benziner ein Sauger ist, der wenig Drehmoment hat. Zudem nervt der Benziner mit hohen Drehzahlen, trinkt und wird laut, wenn man die Leistung mal abfordert, während der Diesel Leistung lässig bei niedrigen Drehzahlen aus dem Ärmel schüttelt.