Forum


 

Mercedes Benz 220 D, Baujahr 1972: Rollenden Wanderdüne, schnörkellos - und grenzenlo

Mit dem Versprechen, ihn zu hegen und zu pflegen, erbte SPIEGEL-ONLINE-Leser Peter van Wijk seinen* Mercedes Benz 220 D.*In Houston*dreht sich fast jeder um,*wenn die*schneeweiße Limousine vorbeifährt: wobei der Begriff "fahren" fast ein wenig zu dynamisch klingt.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...751584,00.html
  1. #20

    So einen...

    ...hatte ich auch, 220D, Bj. 1973, aber nach 15 Jahren ereilte ihn der Rost-Tod, leider, der war so bequem...

    Mein Motto damals:

    Lieber tot als den Schwung verlieren! :-)
  2. #21

    Ich hatte sie mal alle :-)

    Den 200er Benziner, den 200er Diesel, einen 220er und einen 280er. Zum Rasen waren die alle nichts. Aber Stil hatten sie und sie fielen schon damals (Ende der Achtziger) ziemlich auf. Der 280er verbrannte fast mehr Öl als Benzin :-).

    Das Schönste an diesen Autos waren die 68er Baujahre. Nicht nur wegen der glatten Heckleuchten und der vorn abgesetzten Stoßstange. Die hatten eine Lenkradschaltung (auch die Automatik-Versionen) und eine vorn durchgehende Sitzbank. Original-Schalter von Mercedes waren zwar fast nie nötig, aber wenn, kosteten sie gleich 35.- DM.

    Und den Stern haben sie mir abgerissen. Bei allen sechs Fahrzeugen mindestens einmal. Tja.

    Die 200er Benziner waren die genügsamsten Autos. Obwohl es Saugermotoren waren, begnügten sie sich mit 8 - 10 Litern. Schnelles Fahren verbot sich bei den barocken Formen ohnehin und zerstörten auch das Ambiente des "Wohnzimmer-Fahrwerks" mit großen Scheiben (und zu kleinen Spiegeln). Mercedes waren eben mal was anderes als die Proleten-Rennwagen von BMW.

    Der 200er Diesel hatte im Innenraum eine Glühkerze, die mit denen im Motorraum baugleich war. Glühte die Kerze im Innenraum, konnte man davon ausgehen, dass die im Motorraum auch bereit waren. Simpel aber gut.

    Achso: und einen riesigen Kofferraum natürlich. Einer der 200er hatte eine "manuelle Niveauregulierung". Bei schwerer Heckbeladung fuhr man zur Tanke und setzte die Reifendruck-Pumpe an ein kleines Ventil neben dem Tankdeckel an. Und schon hob sich das Heck entsprechend der Beladung.

    Nicht zu vergessen die "Fuß-Handbremse". Durch einen Tritt links neben der Kupplung konnte die leicht festgestellt werden. Oder die Scheibenwischer zur Mitte hin. Schade, dass diese Ideen verschwunden sind.

    Rost war m. E. eigentlich kein großes Problem. Die Autos wurden auch gut gepflegt und nannten üblicherweise eine Garage ihr Heim. Mein späterer W123 hatte bessere Qualität und wegen der Einspritzanlage auch weniger Verbrauch. Aber Stil hatten die Strich-Achter wesentlich mehr.

    DH
  3. #22

    Genau

    Zitat von dunham Beitrag anzeigen
    ....

    Und den Stern haben sie mir abgerissen. Bei allen sechs Fahrzeugen mindestens einmal. Tja.
    Da gab's doch mal die Werbung mit dem meistverkauftesten
    Ersatzteil?

    Zitat von dunham Beitrag anzeigen
    ....
    Der 200er Diesel hatte im Innenraum eine Glühkerze, die mit denen im Motorraum baugleich war. Glühte die Kerze im Innenraum, konnte man davon ausgehen, dass die im Motorraum auch bereit waren. Simpel aber gut.
    Warum haben /8-Diesel-Fahrer unterschiedlich lange Arme?

    Zitat von dunham Beitrag anzeigen
    ....
    Nicht zu vergessen die "Fuß-Handbremse". Durch einen Tritt links neben der Kupplung konnte die leicht festgestellt werden. Oder die Scheibenwischer zur Mitte hin. Schade, dass diese Ideen verschwunden sind.
    Die Fußfeststellbremse gibt es schon noch.

    Die manuelle Waschwasserpumpe war aber auch großartig. Mit ein wenig Gefühl konnte man dosieren wo das Wasser je nach Geschwindigkeit hinspritzt. Sowas geht heute auch nicht mehr.
  4. #23

    ...

    ich bin mal einen /8 240D mit Automatik gefahren, so stell ich mir einen Sprint durch Treibsand vor ;)

    aber mein Jetta I Diesel mit 54 PS war auch kein Sprintwunder, kam dafür aber mit 5-6l/100km aus. Da fragt man sich manchmal wo der Fortschritt ist.
  5. #24

    Sparschwein namens 220 D /8

    Zitat von averell Beitrag anzeigen
    ich bin mal einen /8 240D mit Automatik gefahren, so stell ich mir einen Sprint durch Treibsand vor ;)

    aber mein Jetta I Diesel mit 54 PS war auch kein Sprintwunder, kam dafür aber mit 5-6l/100km aus. Da fragt man sich manchmal wo der Fortschritt ist.
    Mein 220 D (von 1985 bis 1987) verbrauchte je nach "Dynamik" 6,5 bis 8,5 Liter Diesel. Und als Studenten sind wir zum ALDI und haben das Salatöl für 49 Pfennig in den Tank (nicht im Winter) und sind weiter gefahren. Soviel zur Umweltbelastung - die Wälder haben uns überlebt. Das verstehen die verkniffenen Calvinisten aber nicht!!
  6. #25

    ···µ€irmi7

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen

    der Sysop nicht in der Lage,
    orthographisch richtig zu schreiben

    nochmal gelesen hat er's vor dem Veröffentlichen wohl
    auch nicht, oder er beherrscht nur copy & paste perfekt

    gleich zweimal ist
    die "Königin", so der Spitzname des Wagens
    zu finden

    _rabbit-2
    4303024379
  7. #26

    Rosten tun auch neuere Mercedes-Benz

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    - ein '72-er W-114.
    1.) Ist der Sysop nicht in der Lage, orthographisch richtig zu schreiben?
    "Rollenden Wanderdüne"?
    2.) Die Kutschen gehörten - da von 67 - 76 gebaut - zu den fröhlichsten Durchrostern, die der gute Stern auf allen Straßen je auf die Straßen gestellt hat. Grauenvoll.
    Dort, wo die Karre des Artikels läuft, dürfte der Gilb wohl weniger ein Problem sein.
    Das mit dem Rost stimmt! Galt für viele Marken damals! Die FIAT`s rosteten schon im Prospekt! Der Alfasud ist als Rostlaube in die Hall of Faime eingegangen! Die ersten Audi 100 und die ersten Golf waren nicht besser! Bei Mercedes gibt es hingegen auch heute noch bei einigen Typen Probleme! Kantenrost, Heckklappen bei Kombies und der VITO: Die perfekte Rostlaube. Den hätte man fairerweise mit Falschgeld bezahlen müssen!Dann wären Halter und Hersteller quitt gewesen!
    So nun zu dem vorgestellten Auto: Super Bericht! Super-Auto!
    Das war noch klare Linie und nicht so ein verspieltes Yuppie-Disign! Fast Bauhaus-Stil! Und wie alles damals bei Mercedes überdimensioniert(bis auf Rostvorsorge eben)Das war noch echt "daimler-mäßig"! Bitte weiter solche Berichte!Die Welt hungert nach ehrlichen (Auto)-Typen!
    Kauri
  8. #27

    zwei Welten

    Früher war es die Aufgabe der Autohersteller, gute, oder wie bei Mercedes, die besten Autos zu bauen.

    Heute ist das alles nur lästiger Vorwand für die ubiquitäre Profitschinderei, die über allem steht. Es ist deswegen nur folgerichtig, dass die Autobahnen mit dem aktuellen Einheitsbrei aus grässlichen LED-Plastikwürsten voll nutzloser billigster Elektronik ("Regensensorassistent aktiviert") vergestopft sind.

    ABS und ESP waren die letzten wertvollen Innovationen.








TOP



TOP