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Menschenversuche: Opfer amerikanischer Syphilis-Experimente scheitern vor Gericht
Getty ImagesAmerikanische Mediziner haben in den vierziger Jahren in Guatemala mehr als 1300 Menschen bewusst mit Geschlechtskrankheiten angesteckt, um Penicillin zu erforschen. Ein Gericht hat die Klage der Opfer nun abgewiesen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...838867,00.html
- #10 14.06.2012 15:42 von
Selbstanbetung
Ein Gesetz, dass die Vorurteile vieler Menschen bestätigt, die den Eindruck haben, dass hier eine Nation sich selbst zur Gottheit erklärt.
- #11 14.06.2012 15:46 von
formale Gründe
jedes Gericht auf der Welt prüft erst einmal seine Zuständigkeit. Warum? Weil es in Sachen, für die es unzuständig ist, keine (rechtswirksamen) Urteile fällen kann. Und es prüft, ob der Beklagte auch der "richtige" Beklagte ist. Das sind die von ihnen kritisierten formale Gründe. Man könnt es auch so ausdrücken, daß die Kläger (nach Ansicht des Gerichts) sich an das falsche Gericht gewendet haben, und den falschen beklagt.
Die moralische Frage steht da außen vor. Daß Obama sich dafür entschuldigt, bezeugt dessen Meinung zu dieser Angelegenheit und ist schon insoweit etwas besonderes. - #12 14.06.2012 15:46 von
- #13 14.06.2012 15:55 von
Klassischer US-amerikanischer Chauvinismus
Es ist doch bekannt, dass die Amerikaner das, was sie für Recht halten, exzessiv anwenden wenn Amerikaner oder amerikanische Interessen betroffen sind. Dann werden auch großzügige Strafen verhängt.
Ansonsten interessiert sie weder Völkerrecht, noch Kriegsvölkerrecht oder Ähnliches. Sie haben Verbrechen begangen und begehen sie weiter in ungebrochener Tradition vom Völkermord an den amerikanischen Ureinwohnern über Menschenversuche bis hin zu Kriegsverbrechen in Vietnam und Verbrechen in Guantanamo.
Für derartige Verbrechen haben andere Personen in Nürnberg vor dem Internationalen Gerichtshof gestanden. Amerikanische Bürger sollen aber heutzutage unabhängig von ihren Taten zur Not sogar mit Waffengewalt vor dem Zugriff des Internationalen Gerichtshofes in den Haag geschützt werden. - #14 14.06.2012 16:20 von
schier unfassbar
:-O
Wie kann man so... so... mir fehlen die Worte!
Die pauschale Ablehnung von Übernahme der Verantwortung grausamster Verbrechen schockiert mich... weil sie im Ausland begangen wurden?!?!
Jedoch entschuldigt man sich in der Öffentlichkeit? Ist das nicht als Eingeständnis zu werten?
Wozu dann das ganze Geschrei um Guantanamo?
Mengele war nur ein Monster, weil wir den Krieg verloren haben?
Ansonsten hätten wir uns halt kurz entschuldigt?
Das kann nicht deren Ernst sein. Das ist die brutalste Missachtung von Menschenrechten der Amerikaner, die mir spontan einfällt.
Und die sagen "Nö, war ja nicht zuhause..."
Ab vor den Internat. Gerichtshof f. Menschenrechte!!!!!!!!!! - #15 14.06.2012 16:24 von
- #16 14.06.2012 16:31 von
- #17 14.06.2012 16:39 von
- #18 14.06.2012 16:51 von
Obama muss nun handeln
Man kann sich nicht selbst entschuldigen. Man kann aber die, denen man was schuldet, um Entschuldigung bitten. Obama hat also eigentlich nur gesagt "sorry, I am terribly sorry". Was er jetzt tun muss, damit den USA vergeben werden kann, das ist aus seinem Budget eine richtig bemessene Summe Geldes an die Opfer bzw. deren Nachfahren auszahlen. Tut er das nicht, dann bedeutet sein "sorry" genauso wenig wie sein "yes, we can", nämlich gar nichts.
- #19 14.06.2012 16:52 von
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