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Menschenrechte im Tourismus: "Geschäftemachen ist nicht*grenzenlos"

Urlaub auf Kosten der Einheimischen - wer will das schon? Doch oft verstößt die touristische Entwicklung in Reiseländern mit Menschenrechten. Im Interview wirft Tourism-Watch-Leiter Heinz Fuchs den Unternehmen Versäumnisse vor und fordert*mehr Verantwortung.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...775532,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Urlaub auf Kosten der Einheimischen - wer will das schon? Doch oft verstößt die touristische Entwicklung in Reiseländern mit Menschenrechten. Im Interview wirft Tourism-Watch-Leiter Heinz Fuchs den Unternehmen Versäumnisse vor und fordert*mehr Verantwortung.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...775532,00.html
    Wer will das schon? Ich glaube, das Engagement der Bundesbürger, sich mit den Verhältnissen im Urlaubsland auseinanderzusetzen wird hier extrem schöngeredet oder der Autor ist etwas weltfremd. Wie sonst ist der Boom Tunesiens als Urlaubsland zu erklären - v.a. die Urlaubsform im Hotel kaserniert zu werden.
    Solange AI schön billig ist, ist auch wurscht, welches Elend im Land vorherrscht.
    Etwas anderes zu unterstellen ist scheinheilig.
  2. #2

    Gütesiegel für Menschenrechte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Urlaub auf Kosten der Einheimischen - wer will das schon? Doch oft verstößt die touristische Entwicklung in Reiseländern mit Menschenrechten. Im Interview wirft Tourism-Watch-Leiter Heinz Fuchs den Unternehmen Versäumnisse vor und fordert*mehr Verantwortung.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...775532,00.html
    Meine Güte, dann gibt es noch mehr "Qualitätssiegel, die der deutsche TÜV für kleine Gefälligkeiten" an die Reisebranche vergibt.
    Die Reisenden sollten sich schon selber schlau machen, bevor sie in entspr. Länder fahren. Das tue ich schon seit Jahrzehnten. Angefangen seit den 70ern mit dem Nein zu Tunesien und Co., nein zu den USA, wo man sich vorher körperlich und geistig ausziehen muß, um der dortigen Touristenabzockbranche die Füße küssen zu dürfen, bis nach Österreich, wo man sich als Tourist noch als Pifke beschimpfen lassen muss. Irgendwo hört die Freundschaft zum Urlaub auf.
    Fazit: Ich bleibe mit dem Popo zuhause.
    :-)
  3. #3

    oooo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Urlaub auf Kosten der Einheimischen - wer will das schon? Doch oft verstößt die touristische Entwicklung in Reiseländern mit Menschenrechten. Im Interview wirft Tourism-Watch-Leiter Heinz Fuchs den Unternehmen Versäumnisse vor und fordert*mehr Verantwortung.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...775532,00.html
    gilt "urlaub auf kosten der einheimischen" dann auch für touristen, die nach deutschland reisen?

    wird demnächst in den reiseprospekten für städtereisen nach deutschland darauf hingewiesen, daß in deutschland viele in der touristik und im dienstleistungsbereich beschäftigte niedriglohnempfänger ohne mindestlohn sind?

    und, daß sich das personal der freundlichen BVG-helfer in berlin aus H4-epmfängern zusammensetzt, die, wenn sie diese arbeit ablehnen, ihre luxusapanage H4 gekürzt bekommen?
  4. #4

    Herzlichen Dank liebe protestantische Kirche

    Ich wusste gar nicht, dass ich im Urlaub die Rechte der dortigen Menschen mit Füßen trete. Ich bin bislang, der nun als falsch entlarvten, Meinung gewesen, dass ich den Menschen dort mit meinen Teuros was Gutes tue.

    So kann man sich also irren.
    Danke für die Aufklärung, ich werde die entsprechenden Gebiete nun künftig streng meiden und nur noch in meinem Garten Urlaub machen, wo ich schlimmstenfalls meine Menschenrechte verletze.

    Und viele Grüße auch an Margot und bleib aufrecht, selbst der Jesus hat in der Bibel aus Wasser Wein gemacht, so schlimm kann das also nicht sein.
  5. #5

    Total falscher Ansatz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Urlaub auf Kosten der Einheimischen - wer will das schon? Doch oft verstößt die touristische Entwicklung in Reiseländern mit Menschenrechten. Im Interview wirft Tourism-Watch-Leiter Heinz Fuchs den Unternehmen Versäumnisse vor und fordert*mehr Verantwortung.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...775532,00.html
    Dieser Ansatz ist total falsch. Hätte man das vor 30 Jahren schon so gesehen, würde es die DDR noch immer geben.
    Welchen Weg gehen denn solche diktatorischen Regime meistens: Abschottung nach außen, komplizierte Visa-Erteilung, nur begrenzte Aufenthaltszeiten. Jeder Reisende, egal ob Tourist oder Privatreisender ist ein Puzzle-Teil, diese Abschottung aufzubrechen.

    Meist sind solche Länder eher Entwicklungsländer und ein großer Teil der Touristen machen Rundreisen. Wer profitiert davon?
    - Angestellte bei Hotels wie Zimmermädchen, Reception, etc.
    - Angestellte bei Transportunternehmen, z.B. an Flughäfen, bei Airlines, Mietwagenfirmen etc.
    - Tourguides, Souvenirverkäufer, etc.
    - Angestellte bei Zulieferern, z.B. Wäschereinigung (Hotels)
    Dies sind alles Jobs für Leute, für die es einerseits um die nackte Existenz geht. Und andererseits haben viele durch den Kontakt mit Ausländern die Möglichkeit, andere Einsichten in die Welt "da draußen" zu erhalten, die sonst durch Zensur und Internetsperren nie ins Land gelangen würden. Und: Viele haben dadurch Fortbildungsmöglichkeiten (Fremdsprachen), die sie sich sonst niemals leisten könnten.

    Dass auch das Regime selbst finanziell profitiert, keine Frage, auch FJS verhalf der legendären DDR damals zu einem Milliardenkredit - hats geholfen? Nein!

    Alle Revolutionen der jüngeren Vergangenheit wären ohne entsprechenden Informationszugang kaum denkbar. In den arabischen Ländern half keine Zensur, weil genügend Familienangehörige im Ausland den Kontakt zur Heimat pflegen. In ferneren Ländern ist jeder Einreisende ein Loch in der Mauer.

    Die Unterstützung der Abschottung, von all diesen Regimen aufs heftigste betrieben, ist exakt der falsche Weg.
  6. #6

    als die touristen kamen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Urlaub auf Kosten der Einheimischen - wer will das schon? Doch oft verstößt die touristische Entwicklung in Reiseländern mit Menschenrechten. Im Interview wirft Tourism-Watch-Leiter Heinz Fuchs den Unternehmen Versäumnisse vor und fordert*mehr Verantwortung.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...775532,00.html
    als die touristen kamen ..

    der finanzminister sprach
    “die wirtschaft wird angekurbelt
    die dollars werden fließen.“

    der innenminister sprach
    “das heißt vielfältige
    beschäftigungen für
    alle eingeborenen.“

    der kultusminister sprach
    “das wird unser leben
    bereichern …
    der kontakt mit anderen kulturen
    verbessert sicherlich die lebensqualität.“

    der hilton-manager sprach
    “wir werden für euch
    ein zweites paradies erschaffen;
    für euch ist das der morgen
    eines ruhmreichen neubeginns!“

    als die touristen kamen
    verwandelte sich unser inselvolk
    in einen grotesken narrenzug
    – ein zweiwöchiges vorprogramm..

    als die touristen kamen
    legten unsere männer
    ihre fischernetze weg
    um kellner zu werden
    unsere frauen wurden huren..

    als die touristen kamen
    flog unsere alte kultur
    zum fenster hinaus
    wir tauschten unsere bräuche
    gegen sonnenbrillen und pop
    aus heiligen zermonien
    wurden billige peepshows gemacht..

    als die touristen kamen
    wurde unser essen knapp
    gingen die preise hoch
    doch unsere löhne blieben niedrig..

    als die touristen kamen
    konnten wir nicht mehr hinunter
    an unsere strände gehn
    der hoteldirektor sagte
    “wilde verschandeln den strand“..

    als die touristen kamen
    wurden hunger und elend
    bewahrt als bedrohtes
    historisches bild
    – ein schicker schandfleck! –
    für die klickenden kameras..

    als die touristen kamen
    wurden wir aufgefordert
    “bürgersteig-botschafter“ zu sein
    stets lächelnd und höflich
    ihn immer zu führen
    den «verirrten« gast …
    teufel, könnten wir ihnen
    nur sagen
    wohin wir sie wirklich wünschen!

    (aus einem buch von *cecil rajendra* „zerbrochene traeume“ - gedichte , (uebersetzt aus dem englischen..) / originaltitel. „debris of dreams“ / das deutsche buch erschien 1992 bei „horlemann“, ISBN: 3-927905-35-6 )

    cecil rajendra - stammt aus malaysia, (rechtsanwalt und poet, gedichteschreiber) mit vielen intl. auszeichnungen…
  7. #7

    Auch Einheimische Vermieter und Verleiher sind rücksichtslos unbremsbar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Urlaub auf Kosten der Einheimischen - wer will das schon? Doch oft verstößt die touristische Entwicklung in Reiseländern mit Menschenrechten. Im Interview wirft Tourism-Watch-Leiter Heinz Fuchs den Unternehmen Versäumnisse vor und fordert*mehr Verantwortung.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...775532,00.html
    Als Resident auf einem winzigen Eiland (Formentera) seit mehreren Jahrzehnten, die einst "Isla de la Calma"(Insel der Ruhe) hieß und auch war, habe ich die grenzenlose Geldgier und Touristenausbeutung der meist einheimischen Akteure im Tourismuskrieg mitdurchleiden müssen. Auch diesjahr hätte ich nicht erst Anfang Juli, sondern eher Mitte Mai von dort nach Königswinter fliehen sollen; denn auf meinem Wege herrscht seither und wird bis Mitte September der 'totale Krieg' mit Karawanen von Vespas, Harleys, Quads und riesigen Leihlimousinen sowie Bier-Tankzügen und Fäkalienlastern etc.herrschen, die nicht etwa den Touristen oder nur zum kleinsten Teil ausländischen Multis oder Touristik-Kraken gehören; die Crux ist: alle Urlauber aus Deutschland und 50.000 frustierten Italiener aus den Autofabriken und Industriezentren Norditaliens suchen ihr Einsamsein mit der ursprünglichen Natur an wenigen Sauf- und Ballungsstätten mit romantischen Sonnenuntergängen am Meer - nur keiner kommt zu Fuß. Die eigentliche Tourismusmonopole Pujols ist zu einem durch Fahrzeug-Vermietungsstände und -agenturen völlig verfremdeten scheußlichen Klumpen aus Pinten und Unterkünften geworden. Viele Einheimische und spanische Fremdarbeiter einschließlich der Inselverwaltung und Politik scheinen diese menschenunwürdigen Spektakel auf ihrer Insel nicht nur nahezu egal zu sein, sondern nicht wenige wurden oftmals zu regelrechten Eurogeiern. Sich mit ihnen voll Mitleid zu solidarisieren um der tourismusgefährdeten Menschenrechte und Naturerhaltung willen, wäre obsolet, und es ist für die unter der Misère für betroffene Touristen und mitleidende ausländische Ansässige ratsam, keine Kritik zu laut und öffentlich zu artikulieren. Hier versinnbildlicht sich, daß Herrn Fuchs zum Trotze um des schnöden Mammons wegen das Geschäftemachen durch Einheimische und Heuschrecken aus Mitteleuropa dochgrenzenlos ist!
    Diplomvolkswirt Horst Müllers, Europa-Journalist (VEJ)
  8. #8

    Scheinheiliger

    Zitat von Horst Müllers Beitrag anzeigen
    Als Resident auf einem winzigen Eiland (Formentera) seit mehreren Jahrzehnten, die einst "Isla de la Calma"(Insel der Ruhe) hieß und auch war, habe ich die grenzenlose Geldgier und Touristenausbeutung der meist einheimischen Akteure im Tourismuskrieg mitdurchleiden müssen. Auch diesjahr hätte ich nicht erst Anfang Juli, sondern eher Mitte Mai von dort nach Königswinter fliehen sollen; denn auf meinem Wege herrscht seither und wird bis Mitte September der 'totale Krieg' mit Karawanen von Vespas, Harleys, Quads und riesigen Leihlimousinen sowie Bier-Tankzügen und Fäkalienlastern etc.herrschen, die nicht etwa den Touristen oder nur zum kleinsten Teil ausländischen Multis oder Touristik-Kraken gehören; die Crux ist: alle Urlauber aus Deutschland und 50.000 frustierten Italiener aus den Autofabriken und Industriezentren Norditaliens suchen ihr Einsamsein mit der ursprünglichen Natur an wenigen Sauf- und Ballungsstätten mit romantischen Sonnenuntergängen am Meer - nur keiner kommt zu Fuß. Die eigentliche Tourismusmonopole Pujols ist zu einem durch Fahrzeug-Vermietungsstände und -agenturen völlig verfremdeten scheußlichen Klumpen aus Pinten und Unterkünften geworden. Viele Einheimische und spanische Fremdarbeiter einschließlich der Inselverwaltung und Politik scheinen diese menschenunwürdigen Spektakel auf ihrer Insel nicht nur nahezu egal zu sein, sondern nicht wenige wurden oftmals zu regelrechten Eurogeiern. Sich mit ihnen voll Mitleid zu solidarisieren um der tourismusgefährdeten Menschenrechte und Naturerhaltung willen, wäre obsolet, und es ist für die unter der Misère für betroffene Touristen und mitleidende ausländische Ansässige ratsam, keine Kritik zu laut und öffentlich zu artikulieren. Hier versinnbildlicht sich, daß Herrn Fuchs zum Trotze um des schnöden Mammons wegen das Geschäftemachen durch Einheimische und Heuschrecken aus Mitteleuropa dochgrenzenlos ist!
    Diplomvolkswirt Horst Müllers, Europa-Journalist (VEJ)
    Sie sind also Resident, also GAST auf Formentera, und goennen den Einheimischen nicht das Geschaeft. Wenns Ihnen nicht passt, bleiben Sie doch in Koenigswinter (hoechstwahrscheinlich Fruehpensionaer, also Kohle bis zum Abwinken), keiner zwingt Sie im "fuerchterlichen Spanien" zu leben.
    P.S. Ich lebe und arbeite seit ueber 30 Jahren auf den Kanaren,auch hier gibt es die "boesen Touristen" und ein paar "weltverbessernde" deutsche Residenten (keine Steuer zahlen, sich als Fruehpensionaer durchschmarotzen, und immer meckern) Haut ab, geht nach Bonn. Wir Einheimische haben keine Probleme mit Urlaubern.
  9. #9

    Die Kanaren waren einmal ein Königreich, Formentera ist für Massentourismus zu winzig

    Zitat von juanth Beitrag anzeigen
    Sie sind also Resident, also GAST auf Formentera, und goennen den Einheimischen nicht das Geschaeft. Wenns Ihnen nicht passt, bleiben Sie doch in Koenigswinter (hoechstwahrscheinlich Fruehpensionaer, also Kohle bis zum Abwinken), keiner zwingt Sie im "fuerchterlichen Spanien" zu leben.
    P.S. Ich lebe und arbeite seit ueber 30 Jahren auf den Kanaren,auch hier gibt es die "boesen Touristen" und ein paar "weltverbessernde" deutsche Residenten (keine Steuer zahlen, sich als Fruehpensionaer durchschmarotzen, und immer meckern) Haut ab, geht nach Bonn. Wir Einheimische haben keine Probleme mit Urlaubern.
    Werter Herr Einheimischer, all Ihre Mutmaßungen sind aus der Luft gegriffen; ich bin seit einem Jahrzehnt Mitglied der einheimischen Initiative "SalvarFormentera" und durch und durch grün, will heißen, ich wohne im Naturschutzgebiet seit über 40 Jahren und bin mit meinen 74 sicher nicht frühpensioniert, um mich durchschmorotzieren zu müssen. Mir geht es einzig und allein um den Schutz dieser zerbrechlichen kleinen Insel vor den "ganadores", die täglich den Dünenbewuchs durch wüstes Fahren der insularerseits übermotorisierten Motorfahrzeuge der Massengäste und Leute im Vollrausch mit Staub bedecken, der nach den tauspendenden Nächten die Buschpflanzen ersticken. Mit Urlaubern habe ich keine Probleme, man muß wohl aber initiativ werden, um die Inselnatur u.a. auch vor den Einheimischen "ganadores" zu schützen oder zumindest zum Nachdenken zu bewegen!
    Viele ausländische Residenten und Touristen kehren derzeit der Insel ihren Rücken, nicht bloß jene aus Bonn, wohin Sie mich verwünschen möchten. In all den Jahren habe ich viel in mein Heim investiert und damit Brot und Arbeit für meine Mitbürger geschafft.Die Inselbevölkerung -gerade einmal 6000 Familien- soll natürlich vom Tourismus profitieren; denn vorher waren sie blutarm. Ihre unqualifizierten Sprüche und antideutschen Wutausbrüche sind nicht im Interesse der Erhaltung des Wohlstands auf Formentera, sondern erinnert an ausländerfeindliche Naziparolen und fördert eher Abscheu und Abkehr von einem einstigen Paradies Spaniens. Formentera ist weder Ibiza oder Mallorca die größeren Inseln des Archipels noch Kanarien, sondern für eine Hybris des Ballermann-Tourismus jedweder Nationalität völlig ungeeignet und zerstörerisch!
    Horst Müllers 'grüßt' als vollintegrierter Mitbürger der Formenterenser voller Bitterkeit über Ihre Anmaßungen: "tu mala leche sin vergüenza!"


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