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Menschenrechte in der Ukraine: Frankreichs Regierung boykottiert Fußball-EM
AFPWird es eine EM ohne europäische Spitzenpolitiker? Die französische Regierung hat angekündigt, die Fußball-Europameisterschaft zu boykottieren - aus Protest gegen die Situation der Oppositionpolitikerin Timoschenko. Sie sitzt im Gastgeberland Ukraine in Haft.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...836355,00.html
- #1 31.05.2012 23:49 von
Bitte!
Um so weniger Politiker bei der EM umso besser! Der Fußball kann davon nur profitieren. Außerdem gehen mir diese Kameraschwenks in Richtung unserer "Spitzenpolitiker" eh immer auf den geist.
- #2 01.06.2012 05:59 von
Ich finde das auch nicht gut ....
aber hört aus den Sport zu politisieren,das hat uns schon mal zwei Olypiaboykotts eingebracht.Die Sportler können nichts dafür.Wenn das so problematisch ist dann sollte man bei der Vergabe der Veranstaltung überlegen wem man die Veranstaltung ausrichten lässt.Hoffentlich gibt es nicht bei der WM in Russland das gleiche Theater.Schliesslich sitzt der Lukaschenko als persönlicher Gegner Putins schon jahrelang im Knast.
- #3 01.06.2012 06:31 von
Was denn jetzt?
Fahren sie nicht zur EM oder nicht in die Ukraine? Ein großer Unterschied auf dem Rücken Polens, also bitte mal eine klare Aussage.
- #4 01.06.2012 06:46 von
Boykott
Völlig daneben, diese Boykott-Drohungen, würden wir uns trauen, die USA so zu behandeln wegen Guantanamo, diverser illegaler Kriege, Morde, die auch noch gefilmt werden (auch wenn es ein Terrorist wie bin Laden war)? War irgendwer nicht in China? Aber Aserbaidschan und Ukraine, da haben wir und andere Europäer wie die Franzosen mal so richtig Mumm und sagen denen die Meinung.....ganz stark und mutig!
- #5 01.06.2012 07:19 von
Warum müssen auch diese Meisterschaften in wer weiß was für Ländern abgehalten werden? Die Olympiade in China, die Fussball-WM in weiß nicht wo? Aber eher findet eine Olympiade in Nordkorea statt, als dass Deutschland noch mal den Zuschlag erhält, nach all den abgelehnten Bewerbungen der letzten Jahrzehnte. Wenn da kein Schmiergeld im Spiel ist, heiße ich Yogi.
- #6 01.06.2012 07:24 von
recht so, die klaren Worte vermisse ich bei Merkel
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass, so muß das Motto dieser Frau lauten. Sie leistet sich wieder mal einen Eiertanz, statt klar zu ihren angeblichen Menschenrechtsforderungen zu stehen. man kann Politik und Sport nicht trennen, auch wenn eitle Politiker und Sportler uns das gern so verkaufen würden.
Sport, insbesondere internationaler Fußball in Europa, bedeutet eine riesige Öffentlichkeit. Wie kann ein Sportfan darüber hinwegsehen wenn wenige km vom Spielort der Deutschen eine ehemalige demokratisch gewählte Präsidentin grundlos im Gefängnis sitzt und dort mißhandelt wird. Ein weiterer Schauprozeß wurde bereits angekündigt und das alles ist möglich, weil die Fußballfunktionäre und unsere Regierungsmitglieder keine klaren Entscheidungen treffen.
Ich akzeptiere wenn auch ungern, das man da spielen muß, aber vielleicht sollten die Spieler wenigstens eine orange Armbinde tragen um an die orangene Revolution und ihre Spitzenpolitikerin zu erinnern. - #7 01.06.2012 07:43 von
Heuchler
Ich habe diese Heuchler satt. Auf der einen Seite Kriege anfangen (Libyen) und tausende unschuldige umbringen und hier sich um die arme Timoschenko sorgen. Wie rührend. Ukraine ist strategisch sehr wichtig für die NATO. Man will über die CIA das Land kontrollieren. Das ist der wahre Grund für diesen Zirkus und nicht die Julia.
- #8 01.06.2012 08:57 von
Vergabeproblematik
Es kann doch nicht aein, dass dieses ganze Boykott-Gehabe und die Regime-Kritik dauernd nur an dieser Frau Timoschenko festgemacht werden. Diese Frau war auch kein Engel und steht nur im Vergleich zu Herrn Janokowytsch etwa weniger weit auf der "Seite des Bösen".
Jeder Kritik an System der Ukraine und jeder Boykott sind gerechtfertigt, wenn man sich die (Menschenrechts)Lage in diesem Land ansieht. Es braucht keinen zweifelhaften, hochstilisierten Einzelfall einer "Oppositionsführerin". Die allgemeine Lage der Menschenrecht und die Situation in der Ukraine reichen völlig und sollten auch Erwähnung finden.
Ich finde es nicht gut Sport zu politisieren, aber da, wo ein Regime Sport politisch instrumentalisiert, darf der Sport nicht unpolitisch sein. Schon bei der Vergabe solcher sportlichen Großveranstaltungen muss verstärkt auf die gesellschaftliche Situation geachtet werden undentsprechende Bedingungen festgelegt werden. Gerade wenn man zwei Länder als Ausrichter hat sollte man im Zweifelsfall eines wieder als Ausrichter ausschließen können. - #9 01.06.2012 09:01 von
warum sollte ein Journalist eine kurze Regierungsmitteilung unverändert weitergen?
La ministre de la jeunesse et des sports, Valérie Fourneyron, a annoncé qu'"aucun membre du gouvernement ne sera aux matches en Ukraine", où l'équipe de France joue ses trois rencontres de poules de l'Euro 2012, jeudi 31 mai à Reims, …….. "Le Quai d’Orsay a informé dès hier (mercredi) le gouvernement ukrainien et le gouvernement polonais de cette situation. C'est une position prise au regard de la préoccupation qui est la nôtre du respect des valeurs européennes et notamment à la lumière de la situation de Mme Timochenko", a expliqué la ministre.
Zitat LeMonde
Warum sollte ein Journalist eine klare Information einer Ministerin richtig und unverändert übernehmen können?
Die Aussage der neuen Sportministerin ist klar, frei übersetzt: „kein Regierungsmitglied wird an den Matches in der Ukraine anwesend sein …… Der Entscheid erfolgte …. aus unserer Sorge um den Respekt der europäischen Werte und der Situation um Frau Timochenko“
Ergänzend für ein paar der Kritiker: es handelt sich um die neue Regierung Frankreichs. Und mit der Distanzierung zu ausländischen Regierungsvertretern, die mit Rechtsstaat und Demokratie wenig am Hut haben, will sich Hollande auch von Sarkozy distanzieren, der beispielsweise Bachar al-Assad noch zum Nationalfeiertag eingeladen hat, oder Urlaub in Aegypten auf Kosten Mubaraks machte.
Und beim Boykott ging es bisher nur um den von Politikern, die wohl Gründen haben, sich nicht an solchen Ereignissen mit ukrainischen Spitzenpolitikern sehen zu lassen
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