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Menschenrechte: Blinder chinesischer Aktivist flüchtet aus dem Hausarrest
AFPEr setzte sich für arme Bauern ein und für Frauen, die gegen die chinesische Ein-Kind-Politik rebellierten. Dafür musste sich Chen Guangcheng jahrelang einsperren lassen - erst im Gefängnis und dann unter Hausarrest. Nun gelang dem blinden Menschenrechtler die Flucht.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...830069,00.html
- #1 27.04.2012 07:44 von
- #2 27.04.2012 08:11 von
Immer wieder interessant, wie
uns SPON und andere deutsche Medien mit den "wichtigsten Ereignissen" des 1,3 -Mrd-Volkes versorgen.
Wieso gibt es eigentlich für uns Deutsche keine Medien mehr, die nicht in trauter Eintracht einseitig mit der allgemeinen Hetze gegen China (Russland, Ungarn, Ukraine, Syrien,) neutral berichten würden.
>>> Toll:
"Nun gelang dem blinden Menschenrechtler die Flucht. " China wackelt nun? - #3 27.04.2012 08:31 von
Re: Immer wieder interessant, wie
Wenn Demokratie, Menschenrechte, Freiheit und territoriale Souveränität der Nachbarländer von Großmächten Dir ein Dorn im Auge sind kannst Du gerne mit Google nach den offiziellen Parteiorganen der KP Chinas, übersetzt ins Englische, suchen und Dich an Meldungen erfreuen, dass schon wieder in China ein Sack Reis umgefallen ist.
- #4 27.04.2012 09:07 von
Menschenreichte
Als Menschenrechte werden subjektive Rechte bezeichnet, die jedem Menschen gleichermaßen zustehen. Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet und dass diese egalitär begründeten Rechte universell, unveräußerlich und unteilbar sind. Die Idee der Menschenrechte ist eng verbunden mit dem Humanismus und der im Zeitalter der Aufklärung entwickelten Idee des Naturrechtes.
Wenn Ihnen Menschrechte gleichgültig sind, sind Ihnen solche Mitteilungen sicher egal, hauptsache Sie haben das Menschenrecht, andere zu ignorieren. Die Presse hat die Pflicht, auf diesbezügliche Mißachtungen hinzuweisen! Ich freue mich über diese positive Berichterstattung. Dafür schalte ich "Ich bin ein Star-holt mich hier raus", auch bekannt als das Dschungel-Camp, aus. Sie tun mich schon leid... - #5 27.04.2012 09:07 von
Arges
richtig ist: gerade in letzter Zeit häufen sich die China-kritischen, negativen berichte, auch hier bei SpOn, in einem maße, dass von einer gezielten und organisierten kampagne auszugehen ist.
richtig ist aber auch: bei aller begeisterung für China muss man auch einmal ganz neutral feststellen, dass dort unter anderem in hinblick auf "die" menschenrechte einiges im argen liegt.
Wobei auch zu berücksichtigen ist, dass vieles vom standpunkt und der betrachtungsweise abhängt. Die allermeisten leute wissen schlicht nicht, was menschenrechte sind. In einer zweiten stufe gibt es eine höchst selektive wahrnehmung und interpretation von menschenrechten. und in einem dritten schritt wird häufig nicht mal vor der eigenen haustüre gekehrt.
Der chinesischen Führung würde es ganz leicht fallen, den spieß umzudrehen: Art 13 AEMR: "Jeder Mensch hat das Recht auf Freizügigkeit und freie Wahl seines Wohnsitzes innerhalb eines [nicht "seines" (sic!) ... sprich jeden] Staates. Jeder Mensch hat das Recht, jedes Land, einschliesslich seines eigenen, zu verlassen [...][was bedeutet, dass wer wo weggeht, zwangsläufig irgendwo hingehen muss, und da es kaum gebiete ohne "Staat" auf der welt gibt, er zwangsläufig in einen anderen staat einreisen können muss].
... tja, wieviel millionen Chinesen hätten wir hier eigentlich gerne?
- und nichtvergessen: China stellt mit begeisterung jedem seiner bürger einen pass aus! Es sind nicht die bösen Chinesen, die ihre Leute nicht ausreisen lassen, wir sind diejenigen, die sie nicht einreisen lassen!
Oder wie sieht es mit der sog. 3. generation der menschenrechte aus, wo China wirklich überaus achtbare erfolge erzielt hat? Wo steht eigentlich geschrieben, in welcher reihenfolge die menschenrechte in einem land zu verbessern sind? Wie war das nochmal mit dem EU-menschenrecht auf arbeit und angemessene bezahlung dafür?
- befragen wir doch mal die zu 50% arbeitslosen jugendlichen Spanier hierzu ...
Es werden leider gerade in der China-berichterstattung viel zu häufig blendgranaten gezündet - was nicht heisst, dass es nicht auch wirklich kritikwürdige umstände, über die zu berichten ist, in China gibt.
Konkret bleibt zu hoffen, dass dem aktivisten wirklich die flucht gelungen ist, und nicht anderes, schlimmeres geschehen ist. - #6 27.04.2012 09:11 von
Man fragt sich, wie es diesem
- #7 27.04.2012 10:09 von
Sie müssen schon Verständnis dafür haben, dass andere Menschen bezüglich der sogenannten "Menschenrechte" etwas weniger hochgestimmt sind. Was soll dieses abstrakte Konstrukt, wenn weder Mittel noch Willen vorhanden sind, es mit Leben zu erfüllen? - Und daran mangelt es auch hier im Westen zunehmend immer mehr. Wenn beispielsweise in den USA alte Leute aus ihren kleinen Häuschen geworfen werden, weil sie die erhöhten Mieten oder Raten nicht mehr bezahlen können - Investment-Fonds brauchen schließlich ordentlich Rendite - und nun gezwungen werden, auf der matschigen Gemeindewiese zu campieren, dann hat das mit "Menschenrechten" nicht mehr viel zu tun. Kapitalismus und "Menschenrechte" schließen einander aus. Ich gehe sogar soweit, dass ich den Propagandeuren dieses formalen Konstrukts eine gewisse Verlogenheit vorwerfe. Sie missbrauchen die Menschenrechte gerne als Deckmäntelchen in den Ländern, in denen sie pro forma eingeführt sind, um dahinter Zustände schreienden Unrechts zu verbergen, und setzen sie wiederum als Propagandawaffe gegen die Länder ein, die politisch missliebig sind.
Übrigens: die chinesische Führung hat die 1-Kind-Politik nicht aus Jux und Dollerei eingeführt - oder weil sich daran jemand bereichern möchte. Die 1-Kind-Politik hat und macht schon Sinn.
Und wenn dann jemand gegenan stänkert, macht sich der aus verständlichen Gründen nicht sehr beliebt.
Sind Ihnen vielleicht indische Zustände lieber, wo die wunderbaren "Menschenrechte" dazu führen, dass die Kinder, die zwar "frei" geboren werden, um die sich aber keiner kümmert, im Rinnstein verrecken? - #8 27.04.2012 10:23 von
Ja, man muss mal alle Seiten sich anschauen. Die Berichterstattung in den deutschen Medien über China funktioniert nur nach dem Motto "nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht". Es gibt sehr viele Möglichkeiten, in China Kritik zu üben, und nicht jeder, der das macht, wird ins Gefängnis gesteckt. Ich empfehle Euch die Deutsch-Chinesische Allgemeine Zeitung, Ausgabe 10, die gerade über Kritiker in China berichtet hat.
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