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"Melancholia": Lars von Trier holt Europäischen Filmpreis

Lars von Triers Endzeit-Drama*"Melancholia" ist Europas bester Film. Ein Preis geht auch nach Deutschland: für Wim Wenders Hommage an Pina Bausch. Drei Preisträger hatten offenbar Besseres zu tun, als zur Verleihung nach Berlin anzureisen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,801568,00.html
  1. #1

    Nach der Schikane und diversen Anfeindungen

    Lars von Trier ist einer der allerbesten Europäischen Regisseure.
    So hat er mit Recht den Preis gewonnen.

    Allerdings wurde er schon in Cannes und früher von gewissen Leuten schikaniert und verleumdet.
    Und wenn ich die medienwirksame Hetzjagd nach Rechten in Deutschland beobachte, kann ich gut verstehen, dass Lars von Trier es vorgezogen hat zu Hause zu bleiben.

    Wir Deutschen sollten versuchen uns unserer Geschichte zu stellen, und trotzdem tolerant und fair zu bleiben.
    Auch rechtes und linkes Gedankengut muss in einer Demokratie seinen Platz haben und wir müssen tolerant und vernünftig damit umgehen.

    Die von W.Bush erfundene "Achse des Böses" verläuft nämlich nicht irgendwo durch fremde Länder, sondern durch unsere eigenen Herzen.
  2. #2

    ...

    Melancholia war so ein schlechter Film... Einer der schlechtesten Filme, die ich wohl je gesehen habe. Dieser aufgesetzte künstlerische Anspruch, das lahme Tempo und überhaupt. Ach, einfach nicht mein Genre. Nicht, dass ich gute, anspruchsvolle Filme nicht mögen würde, aber Melancholia mit diesen überdehnten Szenen...

    Gab's viel bessere Filme dieses Jahr. Aber wenn die Avantgarde das meint, ne? Die steht auch auf ganz andere Sachen, was ich nie verstehen werde. Ich mag Kunst mit Stock im Arsch und Pseudoernst nicht.
  3. #3

    -

    Zitat von puqio Beitrag anzeigen
    Wir Deutschen sollten versuchen uns unserer Geschichte zu stellen, und trotzdem tolerant und fair zu bleiben.
    Auch rechtes und linkes Gedankengut muss in einer Demokratie seinen Platz haben und wir müssen tolerant und vernünftig damit umgehen.
    Frei nach dem Motto:"Ich bin ja nicht betroffen, also ist es mir egal" - ne? Das hört man ja aus dem Osten auch immer: "Ich bin ja deutscher, die Nazis tun mir nix"

    Was Sie hier perfiderweise als Toleranz darstellen ist nur die gute, alte Mitläufermentalität, mit Lars von Trier hat das nix zu tun, der war nur so blöd sich provozieren und dann schön vorführen zu lassen.

    Ich hoffe, daß Sie mal wegen irgendeines x-beliebigen physischen Merkmals so richtig durch die Mangel genommen werden, dann bin ich mal auf Ihre Toleranz gespannt...
  4. #4

    "Düster" geht immer, "Versöhnung" nie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lars von Triers Endzeit-Drama*"Melancholia" ist Europas bester Film. Ein Preis geht auch nach Deutschland: für Wim Wenders Hommage an Pina Bausch. Drei Preisträger hatten offenbar Besseres zu tun, als zur Verleihung nach Berlin anzureisen.

    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,801568,00.html
    Da hat die Kultur-Schickeria wieder zugeschlagen und einen der Ihren mit Preisen belegt. Schade, dass keiner gesehen hat, wie außerordentlich versöhnlich und brilliant der Film "The King's Speech" ist: Er versöhnt den stotternden Thronfolger mit sich selbst, ihn mit seinem Vater, die britische Königsfamilie findet einen harmonischen Weg, die damalige Monarchie zur wegweisenden Kraft für das britische Volk, die Kolonien werden mit dem Mutterland auf eine gemeinsame Ebene gestellt und sogar der "Erzfeind" Hitlerdeutschland durch die Auswahl der Filmmusik (Beethivens 7. Sinfonie, Mozart und Brahms)in die Riege der europäischen Kulturnationen geholt. Das Ganze ohne jedwede Spur von Langeweile. Im Gegenteil, der großartigste Film der letzten 20 Jahre!


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