Mein Leben als Ausländer: Baby unter Bürokraten

So sieht ein bürokratischer Teufelskreis aus: Wer als Ausländer im Libanon ein Kind zur Welt bringt, kann mit dem Baby nicht einfach ausreisen. Denn raus darf nur, wer einen Einreisestempel hat. Schwierig bei Neugeborenen, oder? So fing für*SPIEGEL-ONLINE-Korrespondentin Ulrike Putz der Ärger erst an.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...776942,00.html
  1. #1

    Das ist wohl die herzigste Folklore der gastfreundlichen, toleranten Gesellschaft, die ich in letzter Zeit lesen durfe.
  2. #2

    ...

    So schlimm fände ich den Eintrag "Bastard" in der Geburtsurkunde meines Kindes nicht. Er zeigt doch vor allem die Rückständigkeit der dortigen Gesellschaft auf.
  3. #3

    Selber schuld...

    ...wenn man in einem fundamentalistischen Land lebt, entweder:

    (a) anpassen und schnauze halten
    (b) nix wie weg in ein liberales Land
    (c) ständig anecken und sich auch noch wundern

    Selbst schuld, echt!
  4. #4

    Verständnis

    mein Verständnis für Leute, in in Ländern wie "Libanon" arbeiten oder Urlaub machen, das auch noch als Frau, und sich dann wundern dass sie in Schwierigkeiten jedweder Art kommen, hält sich massiv in Grenzen.

    Meiner Meinung nach extrem unverantworlich von Anfang an, insbesondere mit Kind. Einfach mal als Korrespondentin für die Spanien oder so anheuern. Tut Ihren Nerven und Ihrer Gesundheit gut.
  5. #5

    Titel? Ja genau, Titel muss sein!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sieht ein bürokratischer Teufelskreis aus: Wer als Ausländer im Libanon ein Kind zur Welt bringt, kann mit dem Baby nicht einfach ausreisen. Denn raus darf nur, wer einen Einreisestempel hat. Schwierig bei Neugeborenen, oder? So fing für*SPIEGEL-ONLINE-Korrespondentin Ulrike Putz der Ärger erst an.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...776942,00.html
    Der letzte Satz des libanesischen Beamten kann vorbehaltlos unterschrieben werden. Wenn, ja wenn die Ehe Bestand hat. Andernfalls ....
  6. #6

    Orientromantik

    da hat Frau Putz nach ein paar Jahren wohl zum ersten Mal Einblick hinter die Kulissen des Orients erhalten. Was ihr Orient für die heimischen Frauen ohne deutsche Botschaft täglich bedeutet, hat sie bisher kulant ausgelassen.
  7. #7

    Pseudo-Modernität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sieht ein bürokratischer Teufelskreis aus: Wer als Ausländer im Libanon ein Kind zur Welt bringt, kann mit dem Baby nicht einfach ausreisen. Denn raus darf nur, wer einen Einreisestempel hat. Schwierig bei Neugeborenen, oder? So fing für*SPIEGEL-ONLINE-Korrespondentin Ulrike Putz der Ärger erst an.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...776942,00.html
    Tja, einmal ein "Reality-check" für die grosspurige, sozialromantische "Dubai-Beirut-Istanbul etc. - sind sooo modern und progressiv"-Fraktion. Sind sie eben nicht! Und ein paar schicke Glas-Beton Hochhäuser machen noch lange kein aufgeklärtes Staatswesen. Die Überraschung ist dann immer gross, wenn man auf Verhaltensnormen und Gesetzte trifft, die es in den meisten westlichen Staat schon seit Jahrzehnten nicht mehr gibt. Progressiv TUN und progressiv SEIN sind zwei gaaanz unterschiedliche Paar Schuhe. Selber schuld...
  8. #8

    Absurdes gibt es überall

    Ich empfehle jedem, der sich längere Zeit außerhalb Deutschlands aufhält, sich über grundlegende Unterschiede zum deutschen Rechtsverständnis zu erkundigen. Beispiel Griechenland: Wer sich mit seinem in Deutschland registrierten Auto mehr als 6 Monate in Griechenland (Mitglied der EU)aufhält, muss eine Steuer bezahlen, die meistens höher ist als der augenblickliche Wert des Fahrzeugs. Voraussetzung: Die Behörden erwischen den Wagen. So mancher hat deshalb sein Auto hier stehen lassen und ist per Flieger heimgereist. Oder Indien: Wer sein Rückflugticket online bucht und nur die Buchungsnummer bei sich hat, nicht aber die ausgedruckte Bestätigung, kommt in keinen Flughafen hinein und erreicht deshalb auch nicht seinen Flieger. Rein kommt man oft - doch raus ist manchmal sehr schwierig.
  9. #9

    Zitat von Wolf im Wolfspelz Beitrag anzeigen
    ...wenn man in einem fundamentalistischen Land lebt, entweder:

    (a) anpassen und schnauze halten
    (b) nix wie weg in ein liberales Land
    (c) ständig anecken und sich auch noch wundern

    Selbst schuld, echt!
    Soso, die Frau wußte aber nicht was sie erwartet, und sie saß nicht ganz freiwillig in dem Land fest.
    Nach ihrer meinung waren alle DDR Bürger auch selbst an ihrem Schicksal schuld?