Forum


 

Mein erstes Mal: Toni,*21,*wählt einen Azubi mit aus

Sein eigenes Bewerbungsgespräch meisterte Toni Tischer*mit Bravour*und dachte, das Zittern ist vorbei.*Dann saß er wieder mittendrin - auf der anderen Seite.*Als Bank-Azubi war er Teil der Kommission und entschied mit: Wer fängt bei uns an? Leichter war das nicht, findet er.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...735371,00.html
  1. #1

    ...

    er hatte ein ungutes gefühl und war sich nicht sicher?
    achwas, der hat schon richtig entschieden.
    genauso wie die personaler die einen guten kumpel von mir nicht einstellen wollten, weil er das zeug zum bänker nicht hatte..
    eben dieser wurde dann 3 jahre später landesbester.
  2. #2

    juchuu,

    das bild sagt schon alles.
    von der sorte braucht das land noch mehr.
    schliesslich brauchen die banken (sanierungskonzepte) der nächste bankenkrisen,auch ein gesicht.
  3. #3

    Personal habe ich noch keins eingestellt.

    Aber ich glaube das Gefühl zu kennen. Wenn man zum ersten Mal vertretungsweise eine Vorlesung hält, eine Klausur korrigiert - und die Kundschaft so alt ist wir man selber, fühlt man sich schon komisch.
  4. #4

    Danke

    Zitat von Mr.Threepwood Beitrag anzeigen
    das bild sagt schon alles.
    von der sorte braucht das land noch mehr.
    Eben. Ich weiß auch nicht, warum man geschniegelt-gegelten Bankern mehr vertrauen sollte als Leuten im Blaumann. Das Gegenteil ist der Fall! Wenn es eine Bank gibt mit legeren, normalen, nicht so profithaimäßigen Mitarbeitern - also mit bodenständigen Menschen oder meinetwegen sogar Nerds - dann ist dort mein Geld am besten aufgehoben. Davon bin ich überzeugt. Einem solchen Bankberater kann doch kein Mensch vertrauen - zwar bescheinigt ein gepflegtes Erscheinungsbild schon eher Kompetenz und Sorgfalt, aber eben nur fürs In-die-eigene-Tasche-Wirtschaften (ich spreche nicht über die Person - nichts gegen Toni -, sondern über Aufmachung und Gesichtszüge).
  5. #5

    Mon dieu

    Was sind denn das für Entscheidungskriterien?
  6. #6

    kt

    Mich hat dieser Artikel recht wütend gemacht. Was geht es diesen Azubi eigentlich an was man in der Zwischenzeit zwischen Abitur und Bewerbung getan hat. Selber noch nichts geleistet aber über die Zukunft von anderen Menschen entscheiden. Das er nebenbei noch wie jemand aussieht der aus der Bethelwerkstadt entflohen ist, ist zwar nebensächlich rundet das Bild aber ab.
  7. #7

    Immerhin...

    ...wurde die Entscheidung für oder wieder den Bewerber nicht durch Vitamin B beieinflußt. Ich kann mich an meine Berufsschulklasse vor 20 Jahren erinnern, da hatten von 25 Schülern gerade mal 4 die Stelle ohne Beziehungen bekommen. Das ist jetzt natürlich alles nicht mehr wahr...aber damals sprachen die Mitschüler noch offen und stolz über ihre "Connections" in den großen Firmen...heute ist denen das alles sehr peinlich und sie haben den Job natürlich nur weil sie die Besten waren (lach).
  8. #8

    usus

    Zitat von Königstiger87 Beitrag anzeigen
    Mich hat dieser Artikel recht wütend gemacht. Was geht es diesen Azubi eigentlich an was man in der Zwischenzeit zwischen Abitur und Bewerbung getan hat.
    es gehört inzwischen leider zur erwartungshaltung in bewerbungsgesprächen, im idealfall für jeden monat seines lebens rechenschaft ablegen zu müssen. da einen personaler - da bin ich völlig ihrer meinung - die persönliche lebensgestaltung erst mal nichts angeht und auch kein zusammenhang zur leistung für das einstellende unternehmen existiert, sollte man sich eine plausible legende zurechtlegen und auf ein, zwei oberflächliche nachfragen etwas sagen können.
    etwas überspitzt formuliert sind bewerbungsgespräche ohnehin die kunst des lügens und hochstapelns.
    Zitat von Königstiger87 Beitrag anzeigen
    Selber noch nichts geleistet aber über die Zukunft von anderen Menschen entscheiden.
    auf die konzeption, sie zum assessment center hinzuzuziehen, haben azubis ja keinen einfluß. sich rundheraus zu verweigern muß man wahrscheinlich fallweise abhängig von der unternehmenskultur, der eigenen karriereorientierung und den persönlichen chancen auf dem arbeitsmarkt entscheiden. ist man erstmal in der kommission, wird man sich um konkrete urteile nicht drücken können.

    was mir den typen eher unsympathisch gemacht hat, waren seine zweifel ob der alternativbewerbung bei der polizei - erstmal gibts dort auch 'kopfarbeiter' und außerdem kann es ja sein, daß man sich für mehr als eine tätigkeit so stark interessiert, um eine ausbildung in diesem bereich zu beginnen.
    diese gedanken muß man als jungspund in der bewerberkommission während eines gesprächs nicht unbedingt haben, beim verfasen des beitrags könnte man seine tätigkeit aber vielleicht doch mal reflektieren.


    mfg, carsten
  9. #9

    Einfach mal umdrehen

    Ich ziehe den Hut vor Firmen,
    die durch das künstliche Einrichten einer unangenehmen Situation (Asessment-Center), Angebot und Nachfrage umdrehen können.
    Da hüpfen dann 20 junge Menschen um einen Pappkarton und spielen "Flugzeugabsturz" unter den Augen von "Personalern", oder beantworten Fragen à la "wo waren sie am Freitag, den 14.04 vor 5 Jahren?" und vergessen dabei, dass das Knappe gut nicht die Arbeit ist, sondern der Arbeiter.

    Dieser erfreuliche Umstand ist übrigens ein reiner Verdienst der Anti-Baby-Pille und nicht irgendeiner Regierung.
    Jedenfalls erlebe ich es oft schon bei jungen Schülern (arbeite in der kulturellen Jugendbildung), dass sie
    a) Arbeit für ein Privileg halten - nur die Besten dürfen die Grillhänchen wenden
    und b)
    Dass es kein Vertrauen in die eigene Zukunft gibt.

    Dabei sind aber nicht nur die Kids gehirngewaschen. Ich kenne viele "Entscheider", die selbst irgendwie "reingerutscht", quereingestiegen oder über Connections in ihre Position kamen, aber die eigenen Mitarbeiter dann in dämlichen, formellen Bewerbungsverfahren aussieben, anstatt sich einfach ein paar Leute anzusehen und jemandem eine Chance zu geben. Die glauben dann einfach, dass man "so einstellen müsse".

    Naja. Das wird schon wieder. Oder?


TOP



TOP