Mein erstes Mal: Max, 19, riskiert für ein Foto sein Leben

maxruppert.comUm einen besonderen Berg zu fotografieren, wanderte Max Ruppert allein durch die argentinischen Anden. Dann stürzte er in eine Schlucht, die Sonne brannte, irgendwann hielt er Kakteen für Menschen. Nach Stunden fand er zur Straße zurück - und brach dort zusammen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...816736,00.html
  1. #10

    gegen titel

    Hatte aus versehen die Namen im Post vertauscht: Die Nachricht war AN Stampler aber ich schrieb davon, dass ich die Reaktion von sikasuu verstehen kann.
  2. #11

    Leichtsinnig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um einen besonderen Berg zu fotografieren, wanderte Max Ruppert allein durch die argentinischen Anden. Dann stürzte er in eine Schlucht, die Sonne brannte, irgendwann hielt er Kakteen für Menschen. Nach Stunden fand er zur Straße zurück - und brach dort zusammen.

    Mein erstes Mal: Max, 19, riskiert für ein Foto sein Leben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Alleine abseits der Wege in den Bergen mit nur 2,5 l Wasser bei diesem Klima? Ohne GPS, Höhenmesser, Kompass oder Karte? Ausrüstung und Wasser zurücklassen und mit 0,5 l losmarschieren? Das kann eigentlich nur schief gehen. Hoffentlich hat Max daraus gelernt, denn beim nächsten Mal hat er vielleicht nicht so viel Glück: Was wäre, wenn er sich beim Absturz etwas gebrochen hätte?

    Abseits ausgetretener Pfade die Natur erleben finde ich gut. Da ist zwar immer ein Risiko dabei, aber mit vernünftiger Planung kann man das reduzieren. An Max sollte man sich lieber k
  3. #12

    Zitat von Dieter Weber Beitrag anzeigen
    (...) An Max sollte man sich lieber k
    kein Beispiel nehmen.
  4. #13

    Zitat von stampler2 Beitrag anzeigen
    Wer sind SIE eigentlich, dass sie sich herausnehmen, so vernichtend über den jungen Mann zu urteilen.
    Er hat etwas gewagt, wovor sie sich in die Hosen machen würden.
    DAS ist der Unterschied. Und da spielt es keine Rolle, in welche Lage er sich -unverantwortlicherweise- gebracht hat. Aber ihm so etwas vom hohen Ross aus vorzuwerfen ist lächerlich.
    Trauen sie sich erst einmal aus ihrer Luxushütte raus, bevor sie so einen Unsinn von sich geben.
    Nun bleiben Sie mal auf dem Teppich.
    Selbstverständlich ist es gut, mal selbst etwas zu machen, mal in die Natur hinauszugehen, statt nur auf dem eigenen ipad herumzutatschen.
    Allerdings hat derjenige, der sowas macht, sich vorzubereiten und auch auszurüsten. Es ist schon ein Risiko, allein in unwegsames Gelände zu gehen. Und wer sich in wüstenartiges Gebiet begibt mit nur 0,5 liter am Mann... na ja, wir haben es hier mit einem 19-jährigen zu tun, nicht mit einem 9-jährigen.
    Dummheit sollte nicht zu Heldentum verklärt werden.
  5. #14

    Wieso hat er keine Kakteen ausgepresst

    Die enthalten viel Wasser.

    Solche Typen wie den trifft man immer wieder: Verläuft sich im Stadtwald vom Wohnort, wenn er ihn jemals betreten hätte, kennt das übernächste Nachbarörtchen nicht und würde schon zu Fuss dorthin schlapp machen aber gleich nen Tripp in Ausland in Angriff nehmen.

    Wie sagt man: Noch kein Haar am Sack aber schon der Kamm in der Tasche.
  6. #15

    ...

    Zitat von saxae Beitrag anzeigen
    Was mich verwundert, ist die Schilderung wie scheinbar nahe er dem Tod war. 18 Stunden auf den Beinen, davon die Hälfte in der Sonne bei nur wenig Wasser ist zwar heftig, soweit ich weiß aber auch nicht lebendsbedrohlich, zumindest bei normaler Gesundheit.
    Selbstverständlich ist derlei lebensbedrohlich. Wir dürfen getrost annehmen, dass dort neben großer Hitze auch eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit bestand. Dadurch wird der Wasserverlust sehr hoch, es muss viel getrunken werden. Hätte der Bursche die 2,5 Liter Wasser bei sich geführt und in kleinen Portionen getrunken, wäre vielleicht nichts passiert, mit nur 0,5 Litern ist es aber nicht verwunderlich, dass er in Lebensgefahr geriet. Die beschriebene Symptomatik ist jedenfalls eindeutig.

    Ich bin ein recht zäher Wanderer, bin aber zu meiner eigenen Überraschung einmal schon in viel weniger schwierigem Terrain an meine Grenze gestoßen. Das war auf La Gomera, lediglich 15 Kilometer Strecke über Klippen mit 1,5 Litern Wasser. Ich habe die vollständig in der Sonne gelegene Strecke in 5 Stunden bewältigt, war am Ende aber deutlich dehydriert. Im hier diskutierten Erfahrungsbericht war jedoch ein vollständiger Sonnentag mit großteils nur 0,5 Litern Wasser zu überstehen! Von den weiteren 2 Litern, die er abends in seinem Lager gefunden hat, wird er einen guten Teil erbrochen haben (siehe Bericht).
  7. #16

    Risiko und Dummheit

    Zitat von schmunda Beitrag anzeigen
    Die Linie zwischen Risikobereitschaft und Dummheit ist dünn und manchmal schlecht zu sehen.
    Völlig richtig. Und es liegt in der Natur der Sache, dass man diese Linie mit 18 völlig anders (vielleicht auch gar nicht) sieht als mit 40 oder 50.

    Es war und ist das Privileg der Jugend, Dummheiten zu machen. Viele, die heute ohne Vollkasko noch nicht einmal auf's Klo gehen wollen, sind nach dem Abi zu Fuß nach Portugal, mit dem Fahrrad durch Jugoslawien, mit dem Auto durch die Sahara oder haben andere Stunts gemacht
  8. #17

    In Deutschland gibt es allerdings sehr häufig auch den Typus, der sich erstmal für 2.500,- EUR eine schöne Ausrüstung zusammen kauft, welche natürlich Multifunktionsklamotten, Biwack, Eispickel, Klettereisen, jede Menge elektronischen Kram, Lawinenpieper usw. umfasst, um dann im Hochsommer im Schwarzwald mal zwei Stunden spazieren zu gehen :)

    Da ist mir der etwas gewagtere Zeitgenosse schon lieber.
    Man muss halt auch mal richtig "Mann" sein können. Es gibt ja sonst kaum noch Gelegenheiten dazu.
  9. #18

    ---

    mein mitleid hält sich in grenzen. mit nur 0,5 liter wasser loszugehen und nach der erkenntnis, sich verschätzt zu haben weiterzulaufen, ist nicht als klug zu bezeichnen. glück gehabt. nächstes mal die größere mühe und zeit in kauf nehmen und die komplette ausrüstung mitnehmen.
  10. #19

    Zitat von derBob Beitrag anzeigen
    Völlig richtig. Und es liegt in der Natur der Sache, dass man diese Linie mit 18 völlig anders (vielleicht auch gar nicht) sieht als mit 40 oder 50.

    Es war und ist das Privileg der Jugend, Dummheiten zu machen. Viele, die heute ohne Vollkasko noch nicht einmal auf's Klo gehen wollen, sind nach dem Abi zu Fuß nach Portugal, mit dem Fahrrad durch Jugoslawien, mit dem Auto durch die Sahara oder haben andere Stunts gemacht
    Danke!
    Endlich jemand, der seine Jugend nicht vergessen hat. Meine güte, der Junge war 19 und hat einen großen Fehler begangen. Daraus hat er gelernt und informiert mit seiner Story andere, die vielleicht auch daraus lernen. Wie viele Situationen gab es schon in meinem Leben, in denen ich dachte: riiiiesen glück gehabt! Dumm ist nicht der der dummes tut, sondern nichts draus lernt. Manche haben vielleicht nie was getan... :)