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Mein erstes Mal: Aileen, 21, leitet ein Feriencamp

Als Aileen Richter, 21, zum ersten Mal ein Ferienlager begleitete, griff sie streng durch:*Sie ließ Betrunkene*vor der Disco ausnüchtern und sammelte Ausreißer schnell wieder ein. Am Ende der Ferien triumphierte sie aber nicht, sondern musste*weinen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...754882,00.html
  1. #1

    !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Aileen Richter, 21, zum ersten Mal ein Ferienlager begleitete, griff sie streng durch:*Sie ließ Betrunkene*vor der Disco ausnüchtern und sammelte Ausreißer schnell wieder ein. Am Ende der Ferien triumphierte sie aber nicht, sondern musste*weinen.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...754882,00.html
    Ja, dass kann ich nur bestätigen. Jeder der mal wieder über die angeblich so schlechte Jugend von heute herzieht, sollte mal selber in einer Schule Unterricht machen oder bei so einem Camp mitmachen und er wird merken, dass man meist das zurück kommt, was man den Kindern/Jugendlichen gibt. Also das man, wenn man positiv an die Sache rangeht absolut bereichernde Erfahrungen sammeln kann.
  2. #2

    Einfach nur unverantwortilich

    Ich persönlich kann es nicht verstehen, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder auf solche Freizeiten mitschicken. Bei einem Teamerschlüssel von 1 zu 15 ist es kaum zu gewährleisten seiner Aufsichtspflicht nachzukommen. Ich selber bin schon seit Jahren Teamerin auf Freizeiten und der Teamerschlüssel ist höchstens 1 zu 7. Ein größeres Team hat dabei auch mehr Vorteile, da die Verantwortung auf mehrere Leute verteilt wird. Leider ist der Grund warum nur so wenige Teamer eingesetzt werden das Geld. Meistens sind es gerade mal 15 Euro am Tag bei einer Arbeitszeit von 24 Stunden (!) und somit eine sehr günstige Arbeitskraft.
    Wie gesagt, einfach nur unverantwortlich von den Eltern und von der Organisation!
  3. #3

    Selbst schlechte Erfahrungen gemacht

    Vor mehr als 10 Jahren war ich selbst als Teilnehmerin auf einer Freizeit des Jugendreisen-Anbieters RUF dabei (auf dem Bild der Teamleiterin sieht man an dem Schlüsselband, dass sie bei diesem Anbieter arbeitet) und muss sagen, dass ich da sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich wurde damals massiv von anderen jugendlichen Teilnehmern mit Schlägen und Gewalt bedroht und den Teamleitern ging es vollkommen am Hintern vorbei. Die sind meistens auch noch sehr jung (wie die Leiterin, die hier schreibt, auch) und sind auf Party und Urlaub aus. Wenn es ernsten Stress gibt, sind sie darauf nicht vorbereitet und haben auch keine Lust, sich in die Auseinandersetzungen einzumischen. Erst als ich damals meine Eltern anrief und die dann wiederum im Feriencamp anriefen, stellten die Teamleiter die Jugendlichen zur Rede, die mich bedroht hatten. Ich war doch sehr enttäuscht von deren laschen Haltung und habe mich dort nicht wirklich sicher und gut betreut gefühlt.
  4. #4

    Ohne finanzielle Absichten klappts besser

    Zitat von pennylox Beitrag anzeigen
    Ich persönlich kann es nicht verstehen, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder auf solche Freizeiten mitschicken. Bei einem Teamerschlüssel von 1 zu 15 ist es kaum zu gewährleisten seiner Aufsichtspflicht nachzukommen. Ich selber bin schon seit Jahren Teamerin auf Freizeiten und der Teamerschlüssel ist höchstens 1 zu 7. Ein größeres Team hat dabei auch mehr Vorteile, da die Verantwortung auf mehrere Leute verteilt wird. Leider ist der Grund warum nur so wenige Teamer eingesetzt werden das Geld. Meistens sind es gerade mal 15 Euro am Tag bei einer Arbeitszeit von 24 Stunden (!) und somit eine sehr günstige Arbeitskraft.
    Wie gesagt, einfach nur unverantwortlich von den Eltern und von der Organisation!
    Ob ein solcher Schlüssel gerechtfertigt ist, hängt auch vom Alter der Teilnehmenden ab.
    Meines Erachtens sollte Geld nicht die Motivation dafür sein, sich als Betreuer zu engagieren. Inhalte und die Begeisterung etwas zu vermitteln sollten wichtig sein. Geld sollte auch nicht die Motivation für die Organisatoren solch eine Veranstaltung sein.
    Dann klappt's auch mit dem Betreuungsschlüssel. So machen es die meisten Vereine und Verbände, die anerkannte Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind.
  5. #5

    Nicht alle über einen Kamm

    @pennylox
    Da man am Namensschild sehen kann um welche Organisation es sich handelt, muß ich Dir zu diesem Artikel widersprechen (aber ich weiß was Du meinst ;-),

    Hier ist schon der Titel
    "Aileen, 21, leitet ein Feriencamp" falsch.
    Da ich selbst ein paar Jahre für diesen Veranstalter gearbeitet habe kenne ich die Strukturen und in jeder Destination gibt es nicht nur die "reinen" Teamer. Hier gibt es noch Chefreiseleiter, Köche (wenn eigene Küche), usw...
    Sie betreute eine Gruppe von 30 Jugendlichen zu Zweit in einem Camp mit ca. 150 - 300 Jugendlichen. Das heißt es gibt noch ne ganze Menge mehr Teamer in dem Camp + das zusätzliche Langzeit- und Leitungsteam, welches im Schnitt 3 Monate konstant vor Ort ist. Daher liegt der Schlüssel bei weniger als 1:15.
    Auch handelt es sich hier um einen der wenigen "professionellen" Jugendreiseveranstaltern. Hier werden die Teamer speziell geschult ebenso die Leitungsteams (und das nicht an einem Nachmittag, wie es bei vielen der Fall ist, wenn nicht schon der Jugendgruppenleiterschein alleine ausreicht).
    Es geht hier um eine professionelle Struktur welche über einen längeren Zeitraum bestand hat. Es gibt klare Zuständigkeiten und Regeln. Daher kannst du es nicht verallgemeinern.

    Aber ich gebe dir recht das es viele unprofessionell betreiben mit Teamern die selbst lieber Urlaub machen wollen als sich um irgendetwas zu kümmern. Das haben die letzten Jahre ja auch die Negativschlagzeilen über Jugendcamps bewiesen. Schlecht ausgewählte und ausgebildete Betreuer werden auf Kinder und Jugendliche losgelassen.

    Aber lass dir sagen, nicht alle sind so! Es gibt auch gute und professionelle Veranstalter. Und das sag ich nicht nur, weil ich für diesen Verein gearbeitet habe (leider schon viel zu lange her, war eine wunderschöne und stressige Zeit). Sondern weil ich meine älteste Tochter (damals 9) auch schon mitgeschickt habe und wenn es sich ergibt, sie auch jederzeit wieder mitschicken würde. Sie hatte einen Heidenspaß und war total begeistert.

    Dir rate ich dich mal bei dem Veranstalter zu bewerben, dann siehst du das nicht alles so schlecht und unverantwortlich ist wie Du denkst ;-)
  6. #6

    Geht gar nicht

    Ein Teamerschlüssel von 1 zu 15 ist hart. Aber mann muss noch sehen das auch die Leute gesehen werden müssen die Kochen oder am Strand aufpassen. Dann sind wir aber imernoch bei 1 zu 10 bis 12.

    Ich mache seit 10 Jahren Freizeiten bei einem öffentichen Träger. Hier haben wir einen Schlüssel von 1 zu 7.Dieses JAhr sogar noch besser mit 40 Teilnehmern bei 9 Teamern. Das ist ok und man kann sich ordentlich kümmern. WObei wir selber Kochen.

    Aber Ruf Reisen und Vojage und wie sie alle heißen sind Ausbeuter. Ich kann keinem Empfehlen dort als Teamer mitzufahren. Deteils will ich hier nicht nennen aber es geht hart zur Sache dort. Wäre eigentlich mal was für SPON darüber zu berichten wie die Leute dort ausgebeutet werden.
  7. #7

    Klasse statt Masse

    Zitat von hackerking Beitrag anzeigen
    Ich mache seit 10 Jahren Freizeiten bei einem öffentichen Träger. Hier haben wir einen Schlüssel von 1 zu 7.Dieses JAhr sogar noch besser mit 40 Teilnehmern bei 9 Teamern. Das ist ok und man kann sich ordentlich kümmern.
    Inkompetenz kann man auch nicht durch Masse gut machen. Entscheidend ist die vernünftige Ausbildung der Teamer und da können sich manche so genannte "gemeinnützige" eine Scheibe von guten kommerziellen abschneiden.

    Übrigens: Ist es nicht die höchste Form des Gemeinnutzes Steuern zu zahlen? Bevor man die kommerziellen schmäht, sollte man sich vielleicht mal Gedanken machen, woher man das Geld bekommt, mit völlig unnötigen Betreuerzahlen zu arbeiten. Eine zu hohe Betreuerzahl führt außerdem häufig dazu, dass sich die TeamerInnen mehr mit sich selbst beschäftigen als mit den Reiseteilnehmern.
    Aber vielleicht ist das ja mit "Ausbeutung" gemeint, dass die TeamerInnen wirklich ARBEITEN und keinen Urlaub machen.

    ichmeinjanur
  8. #8

    Kleiner Tipp an Aileen für "ihr zweites mal"

    Zitat von Aileen Richter,21
    Im Fernsehen sieht man immer die verkorksten Kinder, aber 'meine' waren genau das Gegenteil.
    Glück gehabt. Bei den sog. "verkorksten Kindern" hätte dieser Test nämlich nicht funktioniert:
    Zitat von Aileen Richter,21
    Ich holte den Betrunkenen vor allen anderen aus der Gruppe raus und versprach ihm: 'Wenn du gerade laufen kannst, darfst du wieder rein'. Natürlich konnte er das nicht.
    Denn bei den "verkorksten" ist es meist umgekehrt, die sind so ungeschickt (Sensomotorische Integrationsstörungen, siehe Jean Ayres), dass sie nüchtern nicht auf dem Strich balancieren können. Haben sie jedoch ein wenig getrunken, geht es.

    Wenn Sie möchten, hätte ich noch so ein paar kleine Tricks auf Lager, um seine möglichen/wahrscheinlichen "Ausbüx-Pappenheimer" vorab schon mal identifizieren zu können. <g> Denn LIEB sind die "verkorksten" allemal, wenn man selbst EHRLICH OFFEN lieb zu ihnen ist.
  9. #9

    Ich weis wovon ich rede!

    @ Jano72
    Ich habe selber schon für einen großen Veranstalter gearbeitet und weis, wovon ich spreche. Die Zustände auf diesem Camp waren einfach nur katastrophal! Von Ausbeutung kann da gar keine Rede mehr sein. Ich habe mir auf Deutsch gesagt den A... aufgerissen und am Ende gesagt bekommen ich hätte nicht dienstleistungsorientiert genug gearbeitet. Das hat wahrscheinlich daran gelegen, dass ich mich gegen manch Sachen einfach gewehrt habe, da ich keine Leibeigene bin!!!

    @ ichmeinjanur
    Ich kann Ihnen versichern, dass die Ausbildung die sowohl Hackerking als auch ich erhalten haben exzellent ist. Alleine die Ausbildungsdauer beträgt ca. 100 Stunden darin ist beinhaltet ein Grund- und Vertiefungsseminar für Teamgrundlagen, ein Rechtsseminar, ein Kreativseminar, Erste-Hilfe-Kurs (16 Stunden) und ein Rettungsschwimmer (Bronze). Dann kommen noch mal 200 Stunden zur Freizeitvorbereitung dazu. Das bietet kein großer Veranstalter! Von wegen Inkompetenz!


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