Die Hochschulen ächzen jetzt schon unter einem Studentenansturm. Doch eine neue Prognose lässt Schlimmeres befürchten: In diesem Jahr wird es mehr Studienanfänger in Deutschland geben als jemals zuvor - und die Vorhersagen für die kommenden Jahre sind viel zu niedrig berechnet.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...774701,00.html
Zum Artikel: Wir sehen die negativen Auswüchse der Politik und insbesondere der lokalen Möchtegern-Mitbestimmer im Föderalismus. Zentrale Lösungen mit zentralen Vorgaben und Regelungen für alle und damit verbunden auch zentrale Übersicht über Entwicklungen und Bedarf könnten helfen. Dafür müssten jedoch Politiker an einigen Stellen auf Macht und Posten verzichten. Machs gut, schöne Illusion.
Ich lache mich tot. Das kann nicht wahr sein, es ist zu unglaublich. Viele haben(,) das(s) beim ersten Lesen wohl nicht verstehen und glauben können.
Danke für diesen Hinweis, aber es muss heißen: Für ein gutes Studium ist ordentliche Rechtschreibung wichtig(,) das(s) ist die Grundlage. Wenn so etwas repräsentativ ist sollte man eventuell ein G15 einführen. Abgesehen davon: Doppelte Verneinung ist auch nicht ungut (und auch nicht unwichtig), besonders um nicht unernst genommen zu werden. ;-)
Ich bin der Ansicht, dass das nichts mit einem lockeren Umgang mit Rechtschreibung und Grammtaik zu tun hatte, sondern mit absoluter Unfähigkeit.
Ja, die Auslandsorientierung! Wie wahrscheinlich viele Deutsche bedauere ich, dass wir nicht fähig waren, unser erfolgreiches Ausbildungssystem anderen Ländern schmackhaft zu machen, als da sind drei- bis viergliedriges Schulsystem, duale betriebliche Ausbildung, Diplomstudiengänge. Die deutsche Neigung zur Selbstzerfleischung, das mangelnde Selbsteinschätzungsvermögen und letzten Endes die für unser Bildungssystem tödliche anfängliche Unterschätzung der Bedeutung des PISA-Tests, den andere Länder sofort als wichtigen internationalen Wettbewerb begriffen haben – und dessen Regeln deshalb auch zielgerichtet ausgelegt wurden -, unsere Schulen dagegen als lästige Zwangsevaluation empfanden., die von Schülern und Lehrkräften gleichermaßen lustlos durchgeführt wurde.. Die Auswirkung und politische Ausschlachtung des Ergebnisses durch bestimmte ideologische Gruppen hat dann alle kalt erwischt. Anstatt danach behutsam nachzubessern, zerstören wir seitdem in blindem Reformeifer sämtliche Strukturen, die die Stärke unseres Bildungssystems einstmals ausgemacht haben und holen uns trotzdem von der OECD eine Ohrfeige nach der anderen ab, die diese genüsslich an uns austeilt.
Die Wehrreform kam genauso zur Unzeit wie G8. Zusammen ergeben beide einen bildungspolitischen Gau, den die heutigen Abiturienten und Studenten werden ausbaden müssen und das bis weit über das Ende ihrer Ausbildung hinaus. Halbherzig eingeführte, aufgrund der Semesterzahl eben nicht auslandskompatible Bachelorstudiengänge, durch vorgeschaltete „Freiwilligen“dienste eben nicht verkürzte Ausbildungszeiten, das Beibehalten unattraktiver Ausbildungsberufe, die in anderen Ländern akademische Abschlüsse haben und deshalb höher qualifizierend sind und zu guter Letzt jetzt noch die dramatische Verschlechterung der Studienbedingungen durch Überfüllung, die zur Minderqualifizierung einer ganzen Studentengeneration führen wird.
Ja, unsere Politik will mehr Studenten an den Unis,
dass dies automatisch auch dazu führt, dass die absoluten Abbrecherzahlen steigen, das vergisst man dabei gerne...
Ich z.B. studiere Mathematik im Diplom-Studiengang, mit mir angefangen haben ~190 Studenten, heute
(8. Semester) sind wir noch ~45...
Bei den Informatikern und Physikern sieht es ähnlich (düster) aus...
Und ja, sobald man wissenschaftlich arbeitet (wozu das Einreichen einer Abschlussarbeit zählen sollte...), muss die Rechtschreibung sitzen...
Auf den NC-Grundlagen vom letzten Jahr bekomme ich mit meinem 2,0-Abitur keinen Studienplatz. Alle Personen mit einem Durchschnitt von 1,7 oder schlechter kommen ins Losverfahren. Das heißt ich mit 2,0 habe die gleichen Chancen wie mein verhasster Schulkollege, der nie in der Schule war, keine Hausaufgaben gemacht hat, die Lehrer beschimpft hat und es trotzdem in der Nachprüfung mit 3,9 geschafft hat!
Das ist Gerechtigkeit!
Bin ich nicht so ganz Ihrer Meinung.
Zumal eben, wenn es die Mehrheit der Jugendlichen ist, welche studiert. Da geht es sozusagen nicht mehr darum, wieviel Hirten man künftig für soundsoviel Schafe braucht. Sondern es sind dann mind. 50% der Leute sozusagen gleichzeitig Schäfer und Schaf.
Und was braucht man dann wirklich in 7 Jahren? Was entwickelt sich dann? Welche Bedärfe werden von diesen Leuten denn dann generiert?
Für mich stellt sich dbzgl. ohnehin die Frage, ob die Welt so kompliziert werden soll, oder bereits so kompliziert ist, dass man 50% der Bevölkerung zum Akademiker ausbilden muss, um das tägliche Leben zu meistern.
Das Ende dieser Entwicklung sieht doch so aus:
Ich bau dir einen Computer, dafür baust du mir ein Programm für den Computer. Damit gehen wir zum Bauern. Und der gibt uns Fleisch dafür.
Das funktioniert doch irgendwie nicht.
Oder machen wir aus dem Bauern einen Doktor der Agrarwissenschaften und aus dem Maurer ein Diplom-Konkretarchitekten, und dem Friseur einen Diplomcapillogen?
Die dann zum Schweinezüchten, Mauern und Haarschneiden einen Computer brauchen?
Und welche Bedarfsstrukturen entwickeln sich daraus dann?
Also ich muss sagen, dass ich mir gut vorstellen kann, dass niemand weiß, welche Leute wir in Zukunft wirklich brauchen.
Sicher ist nur eines:
Wir brauchen extrem viele Altenpfleger.
Wenn man da Abitur an jeden verschenkt ist es doch klar, dass ein Tsunami über die jetzt schon übervollen Unis hereinbricht.
..., ob Orthografie und Interpunktion zu Ihren starken Seiten gehören. Allerdings vermute ich, dass Deutsch nicht Ihre Muttersprache ist. Weshalb ich Ihr Deutsch für sehr gut halte.
Meine Muttersprache ist Deutsch. Und natürlich würde ich nicht 'Business-Law', sondern Wirtschaftsrecht studieren.
Und natürlich lese auch ich lieber Texte, über die der Autor nicht Kommata mit der Streudose verteilt.
Aber insgesamt stört mich eher die Schludrigkeit - zum Beispiel hier:
"Wenn Sie Fehler gedfunden haben, wären Sie dann so freundlich, diese mir auch zu nenenn.Denn ich sehe, da keine Fehler."
Fehler beleidigen keinen vernunftbegabten Mitmenschen, Schlampigkeit schon.