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Mehr Reichweite für Elektroautos: Kraftwerk am Haken

Die beschränkte Reichweite von Elektroautos spornt Ingenieure zu immer neuen Lösungen an. In den USA etwa könnte bald ein*Anhänger mit eingebautem Kraftwerk auf den Markt kommen, um den Aktionsradius von E-Mobilen zu vervierfachen. Interessenten brauchen jedoch Geduld.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...727011,00.html
  1. #1

    das dumme sind nur die Abgase

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die beschränkte Reichweite von Elektroautos spornt Ingenieure zu immer neuen Lösungen an. In den USA etwa könnte bald ein*Anhänger mit eingebautem Kraftwerk auf den Markt kommen, um den Aktionsradius von E-Mobilen zu vervierfachen. Interessenten brauchen jedoch Geduld.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...727011,00.html
    Was war nochmal gleich der Sinn eines E-Antriebs? CO2 aus dem Abgas zu verbannen? Was im E-Kraftwerksschlot sowieso gang und gäbe ist, wird nun einfach in den Anhänger verlagert. Wieviel Augenwischerei brauchen wir noch, um endlich aufzuwachen?

    ein vergleichbarer Gesamtwirkungsgrad eines E-Antriebs, Kraftwerks-, Leitungs- und Ladewirkungsgrade mit einbezogen, ist NICHT höher, als beim modernen Verbrennungsmotor.
  2. #2

    Auf Thema antworten

    Genau das habe ich mir auch gedacht. OK, ein Verbrauch von 2,2 Litern pro 100km ist schon nicht schlecht. Aber wo ist dann der reine E-Antrieb geblieben? Für mich ist das nichts anderes als ein Auto mit (sparsamen) Verbrennungsmotor. Sicher nicht schlecht, aber auch keine Sensation. Verbrennungsmotoren zum Antrieb gibt es schon länger...
  3. #3

    Selbst wenn ...

    Zitat von kalumeth Beitrag anzeigen
    Was war nochmal gleich der Sinn eines E-Antriebs? CO2 aus dem Abgas zu verbannen? Was im E-Kraftwerksschlot sowieso gang und gäbe ist, wird nun einfach in den Anhänger verlagert. Wieviel Augenwischerei brauchen wir noch, um endlich aufzuwachen?

    ein vergleichbarer Gesamtwirkungsgrad eines E-Antriebs, Kraftwerks-, Leitungs- und Ladewirkungsgrade mit einbezogen, ist NICHT höher, als beim modernen Verbrennungsmotor.
    Ihre Annahmen stimmen. Das Szenario wäre doch:
    Ich fahre 95% der Zeit mit leichten Akkus und einer Reichweite bis 100km, beispielsweise in der Stadt. Mein Auto verbraucht ca. 12 kWh/100km, dies entspricht der Energiemenge von etwas mehr als einem Liter Benzin. Dann plane ich eine weite Strecke und hänge diesen Anhänger an. 22l/1000km entspricht 2,2 l/100km. Das muss ein verbrennungsmotorgetriebenes Fahrzeug erst mal nachmachen. Der Anhänger könnte auch zusätzlichen Stauraum für meine lange Reise bieten und könnte beispielsweise gemietet werden.
    Daraus ergibt sich doch ein Gesamtenergieverbrauch, der mit Verbrennungsmotoren so nicht umsetzbar ist.
  4. #4

    Worueber wird eigentlich diskutiert?

    Ein Akku, der vielleicht 1000 mal aufgeladen werden kann und 30000 Euro kostet, damit man eine Reichweite von vielleicht 200 Kilometern erhaelt, ist wirtschaftlich und energetisch unsinnig.

    Es waere hilfreich, wenn endlich in der Gesamtheit effiziente Elektrofahrzeuge auf den Markt gebracht wuerden:

    * Leichte Bauweise
    * hocheffizientes Dieselaggregat + kleine Batterie + vollelektrischer Antrieb

    also sozusagen ein "serielles Hybrid". Eine solche Bauweise ist kostenguenstig, relativ einfach aufgebaut und hat eine (sehr) hohe Reichweite.

    Die derzeit im Markt befindlichen Elektrofahrzeuge sind zwar sinnvoll, um Aufmerksamkeit zu erregen und den Markt zu testen. Aber eine Breitenwirkung ist von ihnen nicht zu erwarten ... es sei denn, jemand erfindet einen Akku mit 3000 Ladezyklen zum Preis von 5000 Euro für 400 km Reichweite. Aber da gibt es noch keinen Silberstreif am Horizont.
  5. #5

    .

    Zitat von energieinfo Beitrag anzeigen
    ... es sei denn, jemand erfindet einen Akku mit 3000 Ladezyklen zum Preis von 5000 Euro für 400 km Reichweite. Aber da gibt es noch keinen Silberstreif am Horizont.
    Es sieht gar nicht so schlecht aus. Es gibt bereits Akku-Technologien, die 10.000 Ladezyklen erreichen und auch 600 km Reichweite sind schon drin. Es mangelt noch am Preis und an der Serienreife, doch das löst sich ja bekanntlich bei Massenproduktion mehr oder weniger von alleine.

    Das mit dem Anhänger finde ich eine gute Idee. Statt zusätzlichem Antrieb und zusätzlichen Batterien wäre mir jedoch ein günstigerer Preis und zusätzlicher Laderaum wichtiger. Dann wäre das Ding beinahe ideal für die gelegentliche Urlaubsreise.
  6. #6

    200 km Reichweite im Alltag reichen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die beschränkte Reichweite von Elektroautos spornt Ingenieure zu immer neuen Lösungen an. In den USA etwa könnte bald ein*Anhänger mit eingebautem Kraftwerk auf den Markt kommen, um den Aktionsradius von E-Mobilen zu vervierfachen. Interessenten brauchen jedoch Geduld.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...727011,00.html
    Und für die Uralubsfahrt -

    Ich möchte einen größeren Anhänger.
    Einen Zeltanhänger wo auch für meinen Elektroroller Platz ist.

    Ich habe ja schon Pläne für meine erste Urlaubsfahrt mit einem BYD e6.

    Der könnte auch einen großen Wohnwagen ziehen, dabei würde jedoch die Reichweite von 330 km auf für die Urlaubsfahrt untaugliche 180 km reduziert.

    Aber Urlaub mit dem Zeltanhänger
  7. #7

    Ihre Annahme stimmt aber nicht

    Zitat von iGelb Beitrag anzeigen
    Ihre Annahmen stimmen. Das Szenario wäre doch:
    Ich fahre 95% der Zeit mit leichten Akkus und einer Reichweite bis 100km, beispielsweise in der Stadt. Mein Auto verbraucht ca. 12 kWh/100km, dies entspricht der Energiemenge von etwas mehr als einem Liter Benzin.....
    12kWh Strom ist aber reine Exergie. Um die im Kraftwerk herzustellen benötigen Sie vergleichbar die 2,5 bis 3-fache Menge an thermischer, meist fossiler Energie! Und der bundesdeutsche Strommix aus der Steckdose kommt immer noch zu über 75% aus Braun/Kohle- oder Atomkraftwerken!

    Sie müssen also bei Strom 2,5 x 12kWh =30kWh (thermisch) mit (z.B.) 5 Liter Benzin auf 100km vergleichen. Das ist aber energetisch nahezu dasselbe.
  8. #8

    Dreck

    Solch eine Lösung ist absoluter Dreck. Wenn man weitere Strecken fahren möchte, ist man dann auf 80 km/h beschränkt und für den passionierten Reisenden mit Wohnwagen fällt das absolut flach. Außer er baut sich den Dreck in den Wohnwagen. Totaler Nonsens
  9. #9

    Da gebe ich Ihnen Recht

    Zitat von kalumeth Beitrag anzeigen
    12kWh Strom ist aber reine Exergie. Um die im Kraftwerk herzustellen benötigen Sie vergleichbar die 2,5 bis 3-fache Menge an thermischer, meist fossiler Energie! Und der bundesdeutsche Strommix aus der Steckdose kommt immer noch zu über 75% aus Braun/Kohle- oder Atomkraftwerken!
    Sie müssen also bei Strom 2,5 x 12kWh =30kWh (thermisch) mit (z.B.) 5 Liter Benzin auf 100km vergleichen. Das ist aber energetisch nahezu dasselbe.
    Hier unterstellen Sie aber zum einen, dass der Strommix so bleibt, dass keine Blockheizkraftwerke eingesetzt werden, zum anderen unterstellen Sie, dass für die Benzinproduktion keine Energie aufgewandt wurde.

    Ein geschicktes Strommanagement unter vermehrtem Einsatz von regenerativen Energien verschiebt die Vorteile weiter in Richtung Elektromobilität.


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