dpaDie Kunden der Deutschen Bahn können aufatmen: Anders als zunächst befürchtet wird es keinen Streik zur Ferienzeit geben. Das Unternehmen einigte sich mit der Lokführergewerkschaft GDL auf ein neues Tarifpaket mit deutlich höherem Gehalt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...846008,00.html
an die GDL. Auch ich bin Angestellter der DB, nur leider kein Lokführer. Habt ihr euch schon mal überlegt, wo das Geld für eure Lohnerhöhungen herkommt? Aus den Konzerngewinnen oder was? Nee, dafür gehen wieder ein paar an anderer Stelle und dafür wird wieder irgendwas zugemacht oder eingespart oder "technisch optimiert". Durch nicht funktionierende Anzeigen und abgezogenem Personal.
Langsam hätte ich lieber den Stress in Kauf genommen und zuzusehen, wie die DB einen Streik aussitzt, bis die Gewerkschaftskassen leer sind. Wie beim letzten Mal.
Ich hoffe sehr, das sich die Entwicklung führerloser Zugsysteme, wie es heute schon bei einigen U-Bahnen der Fall ist, bald durchsetzt. Diese ewige Erpresserei durch Zwerggewerkschaften schadet langfristig unserem Wirtschaftsstandort und geht vielen einfach auf die Nerven.
Schade für die Lokführer, dass die Gewerkschaft eben dieser Beschäftigten jahrelang zu Lasten der Lokführer Tarifverträge abschloss.
Während Milliarden an Gewinn eingefahren wurden und die Vorstandsgehälter im 3-stelligen Prozentbereich stiegen.
Schön gedeckt von der Transnet deren Vorsitzender dann auch flugs zur DB als Arbeitsdirektor wechselte.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Dass die GDL sich abkanzelte hatte gute Gründe. Übriegens steht die GDL jedem offen und wenn genug Zugchefs/Fahrdienstleiter/Servicepersonal etc eintreten, würden auch deren Interessen vertreten.
Warum stört sie eine starke Arbeitnehmervertretung?
Die meinte ich auch nicht. Es gibt außer Lokführern und Stellwerkern noch andere Eisenbahner, bei denen man einen Streik nicht sofort merkt.
Das Wartungspersonal der Fahrzeuge z.B. nicht. Das konnte bei der Berliner S-Bahn jahrelang zusammengestrichen werden. Die Folgen merkte man erst später.
Von Zugbegleitern im Nahverkehr mal ganz zu schweigen. Da freuen sich eher noch die Fahrgäste, wenn sie nicht kontrolliert werden.
Es existieren schon Mißgunst und Neid und Häme unter den Mitarbeitern, da wird den Kollegen Schlechtes gewünscht, nur damit der eigene Chef nicht noch mehr Unheil anrichtet, das ist Entsolidarisierung, die nur noch vom Kollegenmobbing übertroffen wird. Da sehen wir, wo wir gelandet sind, in unserem schönen Land: Wer sich wehrt, der lebt verkehrt, Kollegenbashing um zum eigenenVorteil.
Die Kassen waren lange noch nicht leer. Die sind bei der ältesten Gewerkschaft Deutschlands seit Jahrzehnten prall gefüllt. Der Streik endete, da die Bahn sich endlich dazu durchringen konnte zu verhandeln.
Wenn sie mit ihrer Situation unzufrieden sind, dann kämpfen sie für Verbesserung. Aber sparen Sie sich diesen fiesen Sozialneid wenn andere genau dies tun, während Ihre Gewerkschaft nunmal ganz Aktionärsfreundlich nix erreicht.